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  1. User Info Menu

    Eigene Wahrnehmung

    Hallo,
    geht es jemandem so wie mir??
    Wenn ich den Spiegel sehe, denke ich oft: was bin ich häßlich, was für ein Gesicht!!!!
    Manche finden mich hübsch.....ich kann nie glauben, daß das jemand ernst meint. Meine Spiegel sagen mii so oft was ganz anderes. Wenn ich zurecht gemacht bin, geht es einigermaßen, aber wenn ich mich morgens so ansehe, oder wenn ich wieder mal traurig/depressiv bin, dann denke ich immer, was für ein häßliches unattaktives Gesicht.
    Heute beim Friseur habe ich auch wieder beim Blick in den Spiegel nicht glauben können, daß ich soooo schrecklich alt und müde aussehe.
    Wie geht ihr damit um??
    Ich stehe dann 100mal am Tag vor dem Spiegel und bin jedesmal aufs Neue erschrocken über mein Aussehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Oh je, das hört sich ja etwas traurig an!

    Bei mir ist es eher umgekehrt ... und das wundert mich manchmal selbst ... ... ich finde mein Spiegelbild eigentlich immer ok. Und ich weiß, dass das auch eine gewisse verzerrte Wahrnehmung sein muss ... .. aber letztendlich ist es ja auch egal. Man ist so schön und schlank wie man sich fühlt!

  3. User Info Menu

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Man ist so schön und schlank wie man sich fühlt.......
    Ich fühle mich sch...........und ich finde ich sehe auch so aus.
    Schlank bin ich allerdings, das finde ich gut an mir, aber das wars auch schon. Meine Figur ist seit 20 Jahren eigentlich gleich, abgesehen von den leichten Ermüdungserscheinungen des Gewebes.....aber mit 48, ist okay so. Aber mein Gesicht!!!!! Im Spiegel guckt mich immer eine traurige, müde Alte an....schrecklich.

  4. Inaktiver User

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Das ist deine Traurigkeit, die deine Wahrnehmung bestimmt. Kein Mensch sieht die Realität, sondern ein von Stimmungen, emotionen gefärbtes Konstrukt der Wirklichkeit.

    Wenn das länger andauert, würde ich mit einem Arzt darüber reden: solche Gedanken können sich verfestigen, und es geht dir immer schlechter dabei. Klingt nach einer depressiven Verstimmung.

    Und, ganz wichtig: schau nicht so oft in den Spiegel. Das ist im Moment für dich so, als würdest du ständig versuchen, in ein Paar Schuhe schlüpfen zu wollen, die dir nicht passen: vom ständigen Anprobieren tun dir nur irgendwann die Füße weh, aber passen tun sie dir deswegen nicht - such dir passende Schuhe.... (= verändere deine Einstellung, dann verändert sich auch dein Spiegelbild!)

  5. Inaktiver User

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Wie schon gesagt wurde: Wer sich selbst nicht akzeptiert, so wie er ist, kann sich auch im Spiegel nicht sehen. Das ging und geht mir manchmal auch so. Aber im Grunde weiß ich: Wenn ich mich mag, dann kann ich auch in den Spiegel gucken.
    Alles Gute: Annette

  6. Inaktiver User

    AW: Eigene Wahrnehmung

    War das denn schon immer so - oder hat sich das erst in letzter Zeit so geäußert? Vielleicht Wechseljahrsbeschwerden?

    Stimmt - entweder du schaust nicht so oft in den Spiegel - oder du schaust bewusst in den Spiegel und versuchst es mit einer Art Autosuggestion "Ich bin schön" o.ä. !?

    Insgesamt ist unser Alter aber schon schwierig - und man muss sich mit dem Altern auseinandersetzen.

    Meine Geheimwaffe - seit neustem! - dagegen ist ja Sport! Nicht nur die ganzen Aspekte, die man eh immer hört (gut fürs Gewicht, Figur, Gesundheit usw.) habe ich besonders erfahren, wie gut Sport fürs Selbstbewusstsein ist ... dass man seinem Körper noch was zutrauen kann ... dass er was leistet .... dass man sich durch die Bewegung wohl fühlt. Und es lenkt eben ab ... und man gewichtet Äußerlichkeiten anders.

  7. User Info Menu

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Hallo,

    ich kenne das Gefühl, das Du beschreibst. Mir geht es oft ähnlich. Mir ging es auch als Teenie oft so. Dabei hatte ich nie Grund mich so zu fühlen. Ich bin/war definitiv nie hässlich. Eher ein bischen eigen. Auf Bildern, auf denen ich mit elf Jahren zu sehen bin, hätte ich mich in dem Alter wahrscheinlich abscheulich gefunden (denn eitel war ich schon immer). Heute sehe ich den Charakter und die Intelligenz des Kindes, das ich gewesen sein soll und ich bin stolz auf mich und die Bilder. Ich bin sogar fassungslos, dass ich das gewesen sein soll, im positiven Sinn.

    Ein Teil von mir wurde mir im Laufe meines Lebens fremd. Diese Seite an mir fand keinen Freund und entglitt durch die Umstände nach und nach sich selbst.

    Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, als ich dreizehn war. Dinge, die ein Leben lang nicht vergessen werden, wenn man eine Frau ist. Damals musste ich denken, ich wäre hässlich.

    Später setzte sich das fort. Selbst wenn mir andere Menschen das Gegenteil sagten, ich ertrug mich nicht. Über mir lag ein Schatten. (Nicht ohne Ursachen über die ich hier nicht schreiben möchte.) Und das war wohl der Grund. Meine innere Befindlichkeit hat mich niemals erkennen lassen, wie ich wirklich war und wie meine Ausstrahlung ist. Ich lernte auch nie wirklich, mit dieser negativen Befindlichkeit richtig umzugehen, auch nicht durch zwei Therapien, die mir helfen sollten, das zu erlernen.

    Wie viele Jahre hat es gedauert, bis ich den Teil in mir wiederentdeckte, der einst keinen Freund fand.
    Das war ein versehentliches Experiment, das den Auslöser bot.

    Irgendwann begann ich, mit gefärbten Haaren und Dauerwelle nachzuhelfen. In meiner Studentenzeit hatte ich vorher schon einmal 15 kg abgenommen. Fett oder korpulent war ich sowieso nicht. Also wusste ich, was möglich war.
    Ich verwandelte meinen Typ. Mit einigem Erfolg. Ich trieb regelmässig über Jahre verschiedenen Sport. Und ich richtete meine Umgebung - speziell meine Wohnung - ganz nach meiner Phantasie ein. Über die nachhaltigen Folgen, die Bilder, die ich selbst von mir machte, habe ich selber gestaunt.

    Ich war hingerissen von mir.

    Aber es gab Momente, in denen ich plötzlich wieder einbrach. Es kam immer auf die Spiegel an. In unterschiedlichen Spiegeln schaute mir je ein ganz anderes Gesicht entgegen. Und oft dachte ich auch: "Du siehst müde und alt aus. eigentlich möchte ich nicht aussehen wie Du." Immer, wenn ich mal einen Abend lang "gelumpt" (trinken & rauchen) hatte, fühlte ich mich am nächsten Morgen wie Dreck.

    Nein, das war auch nicht mein's. Und meine Augenbrauen waren doch viel zu hell für die dunkelhaarige Frisur. Immer musste ich sie nachziehen oder auch färben lassen. Das Täuschungsmanöver machte mir keine Freude mehr. Wäre interessant, was ich vielleicht noch anders hinkriegen könnte, dachte ich. Und ausserdem wusste ich kaum noch, wie ich eigentlich in Wirklichkeit aussah.

    Ich hatte dafür gesorgt, dass ich auffällig wurde. Nicht wirklich mit Absicht. Aber schliesslich wollte ich nicht als graue Maus durchgehen. Leider hatte das nicht nur positive Resonanz zur Folge, denn was sich da in meinem Schlepptau befand, wusste ich erst garnicht.

    Nachdem ich einmal ziemlich böse auf die Schnauze gefallen war - in meiner Dummheit hatte ich mich auch noch darauf eingelassen - griff ich zur Schere. Zurück blieb ein millimeterkurzer Igelhaarschopf mit erschreckendem Anblick.

    Es hatte zehn Minuten gebraucht, um mich in eine Version von Junior oder auch Senior Simpson gekreuzt mit dem trüben Blick einer Shinead O'Connor in ihren wildesten Zeiten zu verwandeln.

    Schrecklich. Wie sollte ich das Spiegelbild in den nächsten 48 Tagen ertragen ohne das Gefühl zu haben, keiner erkennt mich wieder in dem hässlichen Tier? Ob sie wohl alle erschrocken davonlaufen oder wenigstens die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: "Um Himmelswillen! Was hast denn Du angestellt?"

    So ungefähr waren dann die Reaktionen von meinem Chef: "Deine Frisur ist ein Katastrophe. Hättest Du nicht wenigstens zum Friseur gehen können?" Ich habe ihm Recht gegeben. Er war ganz meiner Meinung. Ich trage immernoch das Bild mit der Frau mit den dunklen Locken mit mir herum und blicke es manchmal wehmütig an. Nein, keine Ähnlichkeit mehr. Aber ich konnte mich ja nicht zuhause verstecken.

    Die Frau vom Zeitungskiosk, die morgends immer Kaffee verkauft und die mich schon lange kennt, machte mir Mut: "Das steht Ihnen doch hervorragend. Bleiben Sie ruhig so. Ändern Sie nichts an sich." Muss dazu erwähnen, dass sie selbst einen solchen Haarschnitt trägt, über einem attraktiven aber schon einigermassen faltigem Gesicht. Die Ausstrahlung machts. Und sie hat eine wunderbare.

    Ich entdeckte eines Tages zufällig Züge an mir in meinem Spiegel, die mich an andere Zeiten erinnerten. Hatte ich doch Züge behalten, von denen ich nichts mehr wusste? Hatte ich doch noch einen Charakterzug, der anders war als der, der ich vermeintlich geworden war? Steckte in mir nicht ein Temperament, von dem ich nicht Gebrauch genug gemacht hatte, weil diese Seite an mir keinen wahren Feund gefunden hatte? Nichteinmal mich selbst?

    Früher, als Kind, hatte ich oft das Gefühl, ich ging den Anderen (meiner Familie, speziell meiner Mutter, meinen Mitschülern) damit auf die Nerven. Sie erkannten das Wahre darin nicht oder hatten einfach Angst davor. (sprudelnde Lebendigkeit und Ruhelosigkeit, während ich ganz früher ein sehr stilles Kind gewesen war). Und da sie es nicht nutzten, konnte ich es auch nicht. Wie oft fühlte ich mich später in jeder Gruppe und sowieso unter meinen eigenen Geschwistern, meiner Verwandschaft, wie ein Fremdkörper? Ich fand nichtmehr zurück in diese ursprüngliche Selbstverständlichkeit in meinem eigenen Körper. (Dies ist leider eine wahre Geschichte.) Zuvieles geschah schon in meiner Kindheit und dann in meiner Jugend, was mir das Gefühl für die eigene Selbstverständlichkeit nach und nach nahm. Jedenfalls vordergründig. Und ich trug selbst ungewollt immer wieder viele Jahre dazu bei, dass sich auch nichts daran ändern konnte. Wodurch?

    Etwas lächelte mir zufällig für Momente unter dem kaum noch sichtbarem Igel entgegen und ich dachte: "Wo kommst Du auf einmal her?" Ein fremder Mensch begegnete mir neu. Dieser fremde Mensch sagte "Guten Tag. Du kennst mich nicht mehr?" Dieser fremde Mensch war ich. Es war verblüffend. Ich hatte ein sehr seltsames Gefühl dabei, so ungefähr wie die Amerikaner, die zum erstenmal auf dem Mond landeten und dachten: "Aha, es sieht also hier tatsächlich so aus. Und wir stehen an Land. Wir haben Boden unter den Füssen Hurraaa !!!".

    Das ist erst wenige Wochen und Monate her und in meinem Gesicht zeitigen sich schon die ersten Falten, die nichtmehr weg zu bekommen sind, auch nicht mit Hyaluron-Filler-Creme.

    Und dennoch habe ich etwas über mich gelernt. Ich hatte verschiedene Facetten einer Persönlichkeit in mir und einige davon waren nicht gelebt. Ich bin ein Anderer und nicht der, der ich dachte zu sein. Und ich habe ein anderes Gesicht und ein anderes Lächeln als ich bisher wahrnahm. Einmal sagte mir ein Mann, dass ich eine wunderbare Ausstrahlung hätte. Nur sah und spürte ich selbst nichts davon. Jetzt ahne ich, was er vielleicht gemeint haben könnte.

    Inzwischen habe ich den Wunsch und den Mut, mich zu der Anderen zu bekennen. Seitdem finde ich mich nichtmehr unattraktiv. Ich weiss, woher die Unattraktivität kam und wie sie zu heilen ist.

    Entdecke die natürliche Seite an Dir und Du kannst das Problem lösen. Werde, wer Du längst schon bist. Vielleicht hast Du diesen Menschen nie wirklich entdeckt? Oder andere Menschen haben ihn verraten bzw. verkannt und Dir das Gefühl gegeben, nicht der zu sein, der Du bist bzw. sein wolltest. Vielleicht hast Du auch ein falsches Vor- bzw. Idealbild von dem, was Du sein möchtest?

    Hinterfrage dies alles einmal und ich wünsche Dir gleichzeitig auch Mut zum Experiment.

    Lieben Gruss
    N.F.
    Geändert von Nastasja.F (15.08.2008 um 21:44 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  8. User Info Menu

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Hallo N.F.
    das hört sich aber alles etwas verworren an. Ich hoffe, du hast dich jetzt gefunden, und ich wünsche mir, daß ich mich auch irgendwann finden werde und lerne mich so zu akzeptieren wie ich bin. Das wird noch ein harter Weg.........

  9. Inaktiver User

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Hallo ich_bins,

    das Gefühl kenne ich. Habe ich auch manchmal, aber nicht mehr so oft wie früher. Die eigene Wahrnehmung hängt ja unter anderem auch von der jeweiligen Stimmung und Befindlichkeit ab. Wenn man z.B. traurig oder depressiv ist sieht man i.d.R. nicht gerade aus wie das blühende Leben - weil man sich dann ja auch nicht so fühlt. Das finde ich aber in einer solchen Situation relativ normal. Sowas sollte allerdings kein Dauerzustand sein. Das von Dir beschriebene "alt und müde" aussehen hört sich für mich eher so an, als ob es Dir generell im Moment nicht gut geht, unabhängig von Deinem eigentlichen Aussehen.

    Diese Äußerlichkeiten wie Schönheit und Attraktivität sind ja alle doch
    sehr relativ. Laß zehn Leute eine Frau anschauen und Du kannst zehn verschieden Ansichten über ihr Aussehen bekommen. Und eine elfte, wenn sich diese Frau selbst noch beschreiben würde. Es gibt Frauen, die wirken auf den ersten Blick völlig unscheinbar oder sogar unattraktiv und haben doch eine ganz starke weibliche Ausstrahlung, die das völlig vergessen läßt - wenn Du verstehst, was ich meine.

    Ich selbst bin alles andere als "schön", war ich auch in jungen Jahren nicht. Aber ich bin gepflegt und versuche, das beste aus meinem Aussehen zu machen. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Wenn ich Sorgen habe, überarbeitet oder gereizt bin, oder es mir nicht gut geht, dann sehe ich auch ganz genau so aus. Das ist dann völlig unabhängig von Kleidung, Make-up, oder anderen Dingen. Und umgekehrt schaue ich an Tagen, an denen es mir richtig gut geht manchmal in den Spiegel und denke "Uiii, geht doch". Und bin doch die selbe Frau wie gestern, als ich mich total hässlich fand.

    Du sagst, daß manche Dich hübsch finden - Du selbst siehst beim Blick in den Spiegel etwas anderes... Ich glaube, bei Dir ist es eher die innere Einstellung zu Dir selbst, die Dir Probleme bereitet. An Deinem Äußeren kannst Du bis auf Dinge wie Make-up, Frisur, o.ä. nichts wesentliches verändern. Aber die eigene Wahrnehmung beschränkt sich ja nicht nur auf das Aussehen. Es ist auch eine Sache von "sich selbst annehmen". Ich habe fast mein ganzes Leben gebraucht, um den Menschen den ich im Spiegel sehe mit dem in Einklang zu bringen, den ich in mir fühle. Es passte oft nicht zusammen, und das ist auch heute noch manchmal so. Ich arbeite daran. Mit zunehmendem Alter wird es leichter, so empfinde ich es jedenfalls.

    LG beara

  10. User Info Menu

    AW: Eigene Wahrnehmung

    Hallöchen zusammen

    Ich weiß nicht, ob das das ist, was Ihr auch meint, aber ich habe oft, wenn ich in den Spiegel schaue, das Gefühl, dass das jemand anderes ist als ich. Ich fühle mich ganz anders, viel zarter als ich aussehe.

    Wo das herkommt, weiß ich nicht. Vielleicht daher, dass die meisten Menschen in meiner Umgebung schon recht schlank sind, und ich, da ich fast nur schmal gebaute Menschen sehe, auch so ein Selbstbild habe?
    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich "eigentlich" 10 bis 15 Zentimeter größer sein müsste, nur aus irgendwelchen Gründen mit 14 Jahren aufgehört habe, zu wachsen. Vielleicht ist mein inneres Ich ja einfach weitergewachsen, während das äußere zurückgeblieben ist?
    Avatar made by Betsi!

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