Eine Quelle der Kraft ist das Zulassen und Erspüren der eigenen Gefühle. Viel zu oft sind sie verschüttet. Und es werden auch "unschöne" Gefühle sein, wie z.B. Wut und Enttäuschung. Und dann sollte man versuchen, das eigene Leben, Entscheidungen und das Miteinander an diesen Gefühlen zu orientieren, so weit es geht. Sicherlich kann man nicht immer alles ausleben, aber z.B. Enttäuschung kann man ansprechen. Ich habe mich mit diesem Weg aus einem Leben in Abhängigkeit und Anpassung befreit. Ich habe Selbstvertrauen gefunden, weil ich jetzt meinen Gefühlen vertraue. Geholfen hat mir dabei sehr eine intensive Psychotherapie und liebe Freunde.
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10.08.2008, 12:23
AW: Selbstwertgefühl und Selbstliebe - kann man das lernen?
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10.08.2008, 13:18Inaktiver User
AW: Selbstwertgefühl und Selbstliebe - kann man das lernen?
Nevoa,
so richtig gute Tipps habe ich nicht auf Lager, aber was bei mir mit der Zeit kam, war das Gefühl, in meinem eigenen Leben mehr Platz einnehmen zu wollen, nicht alles davon für andere herzugeben. Ich kam überhaupt nicht vor, und das war eindeutig zu wenig
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Für den Umlernprozess war bei mir die wichtigste Erkenntnis, dass "ich es wert bin", mal zum Arzt zu gehen, wenn etwas ist (ich gehe immer nur, wenn ich schon fast zusammengebrochen bin und eigentlich schon gefahren werden müsste), oder mal einen Tag zu Hause zu bleiben, wenn mir nicht gut ist.
Woher die Erkenntnis kam: eine zu lange Geschichte und schön ist sie auch nicht. Also: bevor es Dir zu schlecht geht, um überhaupt noch arbeiten zu können: kümmere Dich um Deine Gesundheit, das ist ein guter Anfang des "sich um sich selbst Kümmerns", und es führt zu mehr guten Dingen.
LG, Orlando
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10.08.2008, 13:25Inaktiver User
AW: Selbstwertgefühl und Selbstliebe - kann man das lernen?
Genau:
Das denke ich mir auch manchmal: die schiere Zeit, die vorbeigeht, ohne dass eine Katastrophe passiert, zeigt Dir schon: es ist alles nicht so heiß, wie Du es im Inneren kochst. Und vor allem zeigt Dir diese mühsam erworbene Gelassenheit noch eine weitere Deiner positiven Eigenschaften: Du bist hartnäckig, Du gibst nicht auf, Du hast weiterhin auf hohem Niveau gearbeitet, obwohl Du Dir vollkommen ungenügend vorkamst. Hättest Du nachgelassen, weil "es sich ja nicht lohnt", wäre Dein Job jetzt bereits futsch. Gell?
Zitat von Nevoa
Und ja:
Das ist ein Anfang, selbst wenn Du über dieses Stadium nie hinauskommst, hast Du mit dieser Erkenntnis unendlich viel gewonnen. Sie zeigt Dir, dass Du Dich "herunter"machst, Du bist also nicht mehr darin gefangen, zu hundert Prozent zu glauben, dass Du so bist wie ein Teil Deiner Seele Dich sieht.
Zitat von Nevoa
Jetzt fängt die Phase des krassen Widerspruchs an
: Du weißt, dass Du gut bist. Und Du weißt, dass Du grottig bist. Beides meinst Du ernst.
LG, Orlando
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10.08.2008, 13:46
AW: Selbstwertgefühl und Selbstliebe - kann man das lernen?
Zitat von Inaktiver User
...und mal ehrlich: sind das nicht alle Menschen? Mal gut, mal grottig.
Nur machen sich die meisten gar keine Gedanken darüber
Ich glaube, darin liegt der Unterschied. Manche Menschen nehmen das einfach als normal hin, während andere immer wieder an ihrem Wert zweifeln.
@JuliaK: danke für Deinen Beitrag! Damit hast Du mich auf einen weiteren Punkt gebracht, der wichtig ist.I don`t need anyone this timeIt will be mine
No one can take it from me





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