Liebe BriCom,
ich sitze in einer völlig chaotischen Wohnung - zum letzten Mal in meinem heißgeliebten Sessel, neben mir mein Tischchen, Laptop auf dem Schoß, der Fernseher läuft.
So habe ich so viele Abende hier verbracht und nun wird es der letzte in dieser Form. Die Regale sind abgebaut, die Kisten gepackt, morgen ziehe ich aus.
Eigentlich habe ich mich auf den Umzug gefreut, da sich meine Wohnsituation deutlich verbessert (mehr Platz und viel mehr Ruhe & Natur) und mein Schatz und ich endlich unsere Fernbeziehung beenden können.
Dennoch überkommt mich auf einmal die totale Wehmut, jetzt, wo ich tatsächlich meine Zelte abbreche. Ich hab mir die Dinge um mich rum vertraut gemacht, hatte mir meine kleine Wohnung gemütlich eingerichtet, es war halt "meins". Und auch wenn alles eigentlich nur besser werden kann, fällt mir das loslassen gerade doch nicht so leicht wie ich dachte.
Warum fällt es einem oft so schwer loszulassen und warum verklärt sich der Blick zum Schluss oft so sehr? Ich war hier eigentlich ziemlich einsam und hab mich oft weggewünscht. Und nun tut es mir Leid, meine Wohnung und die Stadt aufgeben zu müssen.
Blöd, oder?!
Musste mal irgendwie meine Gedanken loswerden... Danke für's "Zulesen"![]()
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Thema: Zelte abbrechen...
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30.07.2008, 23:08Inaktiver User
Zelte abbrechen...
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30.07.2008, 23:21
AW: Zelte abbrechen...
Liebe Mulimania!
Für dich ein
und
!!!
Schöne Zeilen... ich kann deine Stimmung gut nachfühlen. Und: Normal, was du fühlst, absolut, ich finde es ganz logisch. Du gibst doch etwas auf (Sicherheit z.B.), auch wenn du schreibst, dass du dich oft einsam gefühlt hast.
Genieß deine Traurigkeit, sie spüren zu können ist eine Stärke!
Ich wünsch dir eine schöne letzte Nacht und einen super Start im neuen Zuhause mit deinem Schatz!!
Alles Liebe, FeuerzeichenMache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
für den du lediglich eine Option bist.
Hat die Blume einen Knick,
war der Schmetterling zu dick.
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30.07.2008, 23:40Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Hallo Feuerzeichen,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe das Gefühl, dass ich gerade wirklich froh bin, mich in der BriCom bewegen zu können. Ansonsten würde ich mich gerade noch viel mehr einsam fühlen...
Das Schlimme ist, dass ich jetzt zwar erstmal ein paar Tage weg bin, aber nochmal für ein paar Nächte zurück komme (es ist also nur die letzte "möblierte" Nacht). In eine völlig leere Wohnung. Ohne Bett, ohne Kühlschrank. Nur das wichtigste habe ich noch: Internet! ;-)
Ohne Veränderung wäre das Leben verdammt langweilig und ich wollte diese Veränderung ja eigentlich auch. Aber nun ist es schwer, das alles tatsächlich hinter mir zu lassen. So ein bissel fühlt es sich an, als würde ein klitzekleiner Teil von mir sterben.
Aber mein Freund lässt mir zum Glück meinen "Raum". Ein Zimmer werde ich mir als "mein Zimmer" einrichten mit meinem Nippes, den ich gerne wieder auspacken würde, der aber nicht in den Rest der Wohnung passt. Das beruhigt schon etwas.
Werde jetzt mal schlafen und Kräfte sammeln für morgen.
Liebe Grüße an Euch da draußen!
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31.07.2008, 08:39Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Eine andere Idee: magst du vielleicht ein kleines Abschiedsfest feiern? Eine leere Wohnung bietet sich ja geradezu an - und eine schöne Erinnerung an das alte erleichtert (zumindest mir) den Neuanfang.
Ansonsten kann ich dich mehr als gut verstehen - als ich im November von einer kalten, häßlichen udn uneingerichteten (wollte ich so) Bruchbude in mein wunderhübsches Traumhäuschen gezogen bin, habe ich - genau. Eine Nacht lang durchgeheult. l
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31.07.2008, 13:33Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Hallo Tanguera,
Zitat von Inaktiver User
da bin ich ja froh, dass es mir mit der Sentimentalität beim "Loslassen" nicht alleine so geht.
Eine richtige Abschiedsparty wird es wohl nicht geben. Aber Du hast recht, vielleicht lade ich ein paar Leute ein an dem Abend des Tages, an dem ich meine Masterarbeit abgebe. Dann kann ich gleich doppelt feiern ;-) Naja, mal schauen, so wahnsinnig viele Leute kenne ich hier halt nicht und ich sehe mich hier schon "feiern" mit drei Gästen...
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31.07.2008, 13:37Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Übrigens sitze ich hier gerade etwas untätig und vor allem ungeduldig rum und warte auf Umzugswagen + Helfer... Würde am liebsten sofort loslegen, aber ich muss wohl warten. Hätte das alles so gerne schon hinter mir.
Die restlichen Möbel und Bits-and-pieces werden von der Wohlfahrt nächste Woche auch schon viel früher abgeholt als mir eigentlich lieb ist. Dann ist hier wirklich nix mehr. Ich hoffe nur, dass es mir so geht wie bei meiner letzten Wohnung - da habe ich auch noch ne Nacht in der leeren Wohnung geschlafen (es war meine erste Wohnung und ich habe sie über alles geliebt) und hatte ein wenig Angst, dass sich dieses Bild der leeren Wohnung bei mir festsetzt. ABer wenn ich später an die Wohnung gedacht habe, hatte ich sie immer schön eingerichtet in Erinnerung.
Naja, es wird wohl alles weniger schlimm, wenn ich in ca. zwei Wochen alle Sachen in Ruhe bei meinem Freund wieder auspacke. Dieses WE habe ich da erstmal keine Zeit für.
Umziehen bei 30 Grad macht bestimmt Spaß... (3. Stock)
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01.08.2008, 13:44Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
wenn du noch Netz hast: änder doch schon mal deine Adresse (XING, Studi-VZ, Bank...) das dauert online Stunden!!
Und es wird schon... LG nach wo auch immer du bist!
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01.08.2008, 17:14Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Das habe ich zum Glück schon während der letzten Monate gemacht. Dort wo ich jetzt hingezogen bin, bin ich schon länger gemeldet und mein Name steht am Briefkasten. Da ich zu geizig bin für einen Nachsendeantrag, habe ich schon immer, wenn in den letzten Monaten Post gekommen ist, die neue Adresse angegeben.
Zitat von Inaktiver User
Es ist gestern übrigens alles super gelaufen, das mit der Hitze war gar nicht so schlimm. Heute bin ich allerdings mehr als fix und fertig, weil ich letzte Nacht - vermutlich wegen der "Reizüberflutung" und weil ich einfach so happy war, wie perfekt alles gelaufen ist - total besch**** geschlafen habe und dann noch meinen Freund ganz früh zum Bahnhof bringen musste.
Montag geht es dann zurück in die leere Wohnung.
Schönes Wochenende!
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02.08.2008, 15:09Inaktiver User
AW: Zelte abbrechen...
Hi,
an dieses Gefühl kann ich mich auch noch zu gut erinnern. Dabei bin ich letztens nur ein paar Straßen weitergezogen (!!) und in eine wunderschöne Altbauwohnung mit meinem Freund zusammen. Trotzdem war ich echt traurig und melancholisch, als ich aus meiner (ersten eigenen) kleinen, gemütlichen Wohnung unterm Dach ausgezogen bin.. Es geht halt ein Abschnitt zu Ende.. Aber ist es nicht schöner, ein bisschen traurig zu sein, ein bisschen wehmütig, als wenn einem das ganze schnurzegal wäre?
Diesen Satz von Feuerzeichen find ich auch sehr schön und treffend:
Genieß deine Traurigkeit, sie spüren zu können ist eine Stärke!
LG
Lillan
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03.08.2008, 20:50
AW: Zelte abbrechen...
Man ist immer traurig, wenn man etwas zurücklassen muss.


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