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  1. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Ehawee
    Ich musste auch alles allein stemmen bisher, da war nie ein Partner, der mir beistand.
    Das (was auch im ersten Posting anklang) halte ich für die denkbar schlechteste Ausgangslage für eine Beziehung. DASS ihr beide euer Leben selbst grandios auf die Reihe bringt, den Job schmeißt etc, habt ihr doch bewiesen - wozu braucht's da externen Halt?

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    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe das Gefühl, ich komme aus diesem Zwiespalt nicht mehr heraus und er begleitet mich schon mein ganzes Leben. Meist bin ich auf mich allein gestellt, was ich einerseits bedaure und andererseits geht es nicht anders. Wo gehöre ich hin und was sollte ich jetzt am besten tun? Natürlich sehe ich die Bilderbuchfamilie vor meinen Augen: einen Partner, Kind(er) – aber ich bin auch dabei aufzugeben, die Energie geht aus und ich glaube nicht mehr recht daran, zu einer Beziehung oder Freundschaften fähig zu sein, ich fühle mich oft nicht liebenswert. Aber aufgeben? Das geht doch nicht!?

    Vielleicht findet sich hier jemand wieder und mag sich austauschen?

    Liebe Grüss Lizy
    Der Zwiespalt entsteht doch, weil Du im Grunde im Augenblick nicht so genau weißt, was Du willst - oder sehe ich das falsch?

    Hälst Du an dem Mann nur noch aus Gewohnheit fest oder was hält Dich sonst? Ist es noch die große Liebe? Kannst Du Dir vorstellen, mit ihm an Deiner Seite alt zu werden?

    Erst wenn Du Dir darüber genau im Klaren bist, kannst Du etwas verändern. Du bist vielleicht anfangs komplett alleine - aber im Grunde schreibst Du so, als wäre der Zustand trotz "Begleitung" bereits erreicht.

    Die Zweifel - die kenne ich auch und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich wirklich einiges ändern muss, denn sonst ändert sie die Alltags-Tretmühle absolut nicht. Und außer mir wird mir auch niemand mein Leben ändern.

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von On_Ice
    Ich habe im studium eine kennen gelernt-mittlerweile sind wir freunde geworden- sie hat mit ende 30 angefangen nochmal zu studieren. Mittlerweile macht sie ihren doktor und ihr weg ist ein anderer geworden, verursacht durch den Tod ihres Mannes...Finanzieren...ja gut, aber da finden sich mittel und wege. Wie wärs halöbzit in deiner jetzigen Firma und mit dem Kompromiss am WE zu arbeiten, anstelle von Mo-Fr. ??

    Wenn ich genau wüsste, was ich machen wollte würde ich es tun. Aber ich habe keine wirkliche Alternative, sondern nur vage Interessen in alle möglichen Richtungen. Ich bin mir unsicher, alles hinzuwerfen, um dann unbestimmt herumzuprobieren. Angenommen es wäre so, dass ich beispielsweise Ärztin geworden wäre, weil meine Eltern das wollten, wäre aber sehr viel lieber Künstlerin und würde seit Ewigkeiten heimlich malen - dann würde ich sofort mein Leben ändern!

    Mein Problem ist es nicht, einmal gesetzte Ziele zu erreichen, sondern diese Ziele zu definieren! Mir fehlt der Zugang zu mir selbst, während ich in einer unbestimmten Unzufriedenheit verharre.

    Diese Unsicherheit bestand lange bevor ich den Mann mit Freundin kennen lernte. Das Gefühl trage ich seit meiner Schulzeit mit mir herum - mal mehr, mal weniger.
    Was ich aber nicht weiß, ob ich mich aufgrund dieser Verbindung insgesamt unsicherer fühle und sich das auf die Zufriedenheit im Job auswirkt.

    VG

    Ehawee

  4. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Liebe Ehawee und alle Anderen,

    vielen Dank für die Antworten und den regen Austausch. Wow!
    Jetzt hoffe ich nur, ich bekomme das mit dem Zitieren auf die Reihe ;-)

    Zitat Zitat von Ehawee
    G Auch ich zweifle sehr an dem Job, der mich sehr viel Zeit und Kraft kostet.
    Studium und Job waren bei mir eine Verlegenheitslösung, da ich noch nie wirklich wusste, was ich einmal werden möchte. In der Schule waren meine Leistungen leicht überdurchschnittlich, ohne speziellen Stärken und Schwächen. Eine Idee, was nach der Schule kommen sollte, hatte ich nicht. So hatte ich dann die Qual der Wahl zwischen an die 10 Studiengängen, die für mich in die engere Wahl kamen. Ich habe mich dann für ein Fach entschieden und dies schnell und mit gutem Abschluss durchgezogen. Aber ich stand nie wirklich dahinter. Das mit der Selbständigkeit hat sich dann mehr oder weniger aus der Gelegenheit heraus ergeben. Ich habe nicht das Gefühl, das zu tun, was mir wirklich gut tun würde - ohne aber eine Alternative zu kennen, derer ich mir so sicher wäre, dass ich alles nun Erarbeitete hinwerfen würde. Ich leide sehr unter diesen Zweifeln.
    Ich denke das schlimmste sind generell die Zweifel, die man hat. Diese halten Dich (und mich ;-) davon ab, zufrieden auf die Leistungen zu schauen. Beruflich habe ich einen guten Weg gemacht und ich habe auch das gemacht, was mir Spass machte. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde wieder auf Jobsuche gehen, dann halte ich mich für unfähig und unwissend. Ich wage es gar nicht überhaupt auf eine Stellenanzeige zu antworten. ja, es sind die Zweifel die einen bremsen und der fehlende Wille.

    Was glaubst Du, warum siehst Du keine Alternativen? Und warum bist Du jetzt erfolgreich? Was treibt Dich an, Deine Selbständigkeit nicht aufzugeben?

    Ciao Lizy

  5. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Ehawee
    Wie weitermachen?
    ja, wie weitermachen? Das Verrückte ist doch, dass man sich diese Frage 1000x stellt und hofft alles wird irgendwie gut, der Traumprinz wartet an der Ecke und man ist zufrieden und happy - und "nebenbei" macht man einfach weiter, genauso wie man sich diese Frage immer und immer wieder stellt..

    Als ich heute früh aufwachte, wollte ich gar nicht aufstehen ich sah einen anstrengenden Tag vor mir und habe mir diesen Tag ganz schrecklich vorgestellt - aber natürlich bin ich aufgestanden und bin zur Arbeit marschiert und hatte einen guten und sogar teilweise lustigen Tag.. kennt Ihr das?

  6. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Ehawee
    Hallo On_Ice, hallo Strong,

    ich bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiß, was was bedingt hat.

    Die Unsicherheit was den Job angeht, habe ich jedenfalls von Schulzeiten an und ich glaube nicht, dass die Gründe hierfür in einer fehlenden, rundum zufriedenstellenden Partnerschaft zu suchen sind.

    Ich habe eher den Eindruck, dass es die Menge der Probleme sind (es gibt noch weitere, die ich hier noch nicht genannt habe), die zu diesem Gefühl führen, dass die Energie schwindet und die Nährboden für Zweifel sind.

    Aber sicher ist das Thema Partnerschaft ein ganz entscheidendes. Nur glaube ich nicht, dass das Leben wieder rund läuft, nachdem man sich getrennt hat, wenn alles andere im Leben gleich geblieben ist.

    VG

    Ehawee
    Ich denke auch, dass es nicht nur die Partnerschaft ist. Wobei ich mir schon vorstelle, dass eine gute Partnerschaft einem viel Kraft geben kann. Aber selbst in meiner Ehe, in der ich die meiste Zeit auf Händen getragen worden bin, hatte ich enorme Zweifel.

    Ich denke es muss etwas sein, was tief in einem drin steckt, vermutlich etwas was man schon in die "Wiege" gelegt bekommen hat. Und es ist die Frage, wie geht man damit um - bekämpfen oder akzeptieren oder einen Kompromiss aus beiden finden?

    Speziell in Sachen Partnerschaft denke ich mir, hat es auch viel mit Selbstwert zu tun - wieviel bin ich mir wert, dass ich den nächst besten nehme, statt den Besten?

    Und es ist auch ein Lernprozess. Ich habe mich vor einigen Jahren unsterblich in einen verheirateten Mann verliebt. Es gab zwar keine Affäre zwischen uns (was uns beiden absolut klar war) aber ich habe mich gefühlsmässig sehr weit nach vorne gewagt und habe extrem gelitten - heute, bin ich mir sicher, würde mir das nicht mehr passieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von On_Ice
    @Ehawee



    Das ist ein Trugschluss! Es wird sich einiges ändern, auch alles andere. Nur muss ein anfang gemach werden. Der Rest wird sich ergeben.
    Ja, Veränderungen können Energiequellen sein und ich denke, wenn man einmal einen Schubs bekommt (oder ihn sich gibt), dann kann was in Bewegung kommen! Dennoch muss man wohl auch aufpassen, dass man sich am Ende nicht wieder in einer gleichen Situation wiederfindet. Vor einigen Wochen habe ich angefangen weniger Überstundne zu machen und zeitiger in den Feierabend zu gehen und endlich hatte ich an dem folgenden Wochenende wieder Power!

    Mir hat das Beispiel mit dem Wohnung aufräumen gefallen ;-)

  8. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das (was auch im ersten Posting anklang) halte ich für die denkbar schlechteste Ausgangslage für eine Beziehung. DASS ihr beide euer Leben selbst grandios auf die Reihe bringt, den Job schmeißt etc, habt ihr doch bewiesen - wozu braucht's da externen Halt?
    Ja, das stimmt, wir schaffen es auch ohne Halt. Aber was schätzt man denn in einer Partnerschaft? Wo darf ich mal schwach sein, wenn nicht dort? Das schwammige Verhalten in Zukunftsfragen nimmt mir dann auch noch Halt.

  9. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von bienie

    Hälst Du an dem Mann nur noch aus Gewohnheit fest oder was hält Dich sonst? Ist es noch die große Liebe? Kannst Du Dir vorstellen, mit ihm an Deiner Seite alt zu werden?

    Erst wenn Du Dir darüber genau im Klaren bist, kannst Du etwas verändern. Du bist vielleicht anfangs komplett alleine - aber im Grunde schreibst Du so, als wäre der Zustand trotz "Begleitung" bereits erreicht.
    Vielleicht mache ich mir selbst extrem etwas vor, einerseits kann ich es mir sehr gut vorstellen und andererseits habe ich Angst davor, das ich am Ende todunglücklich an seiner Seite bin..

    Ich habe "uns" ein Ultimatum gesetzt, in diesem Jahr muss sich die Zukunftsfrage geklärt haben und nur ein klares "ja" wird zum Weitermachen akzeptiert. (Gut, dass ich immer soo konsequent bin..)

  10. Inaktiver User

    AW: Über Zukunft-Ziele-Allein sein, uvm

    Zitat Zitat von Ehawee

    Mein Problem ist es nicht, einmal gesetzte Ziele zu erreichen, sondern diese Ziele zu definieren! Mir fehlt der Zugang zu mir selbst, während ich in einer unbestimmten Unzufriedenheit verharre.
    Ich glaube damit ist vieles gesagt: Der Zugang zum Ich fehlt.
    Und wie lässt sich dieser Zugang finden? es fühlt sich wie eine endlos hohe Mauer an, über die man nicht kommt und man auch nicht weiss ob es sich lohnt rüber zukommen..

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