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    AW: kennt ihr das auch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    traumhaftes, entzückendes gedicht von erich kästner! danke, ministrel!
    Dem schließe ich mich an!! Minstrel, Du hast immer tolle Gedichte, Deine Signatur hab ich mir auch schon in meine Gedichte-Sammlung kopiert!
    Das Kästner-Gedicht kommt auch dazu (wird sicher mal jemand brauchen können als Aufmunterung).

    Zum Thema:
    Ich gestehe mir in solchen Phasen auch zu, dass ich eben mal für mich sein und mir leid tun will. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich nicht unter einen bestimmten Punkt absinke, und deshalb gesteh ich mir trübe Zeiten auch mal zu.

    Was mir dann hilft, sind schöne Bücher (am liebsten welche, die gut ausgehen) und auch ein paar meiner bewährten Ratgeber. Einfach mal die Seele baumeln lassen und darauf vertrauen, dass ich jetzt Zeit brauche und sich innerlich einiges sortieren muss.

    Manchmal hilft mir in solchen Bäh-Phasen auch, äußerlich etwas zu verändern. Dann kauf ich mir ein Kleidungsstück, das eigentlich gar nicht zu mir passt (bunt und witzig und auffällig) oder - geht auch bei Kleidergrößen-Frust immer - eine Tasche oder Schuhe. Das möbelt dann mein Selbstbild auf, und so ändert sich die Wahrnehmung von außen nach innen (eine Frau, die sowas besitzt, kann gar nicht spießig, unsichtbar und langweilig sein). Das muss nicht mal unbedingt was Teures sein, nur ein Anker, der mich daran erinnert, wer ich sein kann.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: kennt ihr das auch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    traumhaftes, entzückendes gedicht von erich kästner! danke, ministrel!
    dem schließe ich mich gerne an..

    Nun zum Thema:


    Ja, solche Phasen kenne ich auch und ich bin sicher, dass sie ihre Berechtigung haben. Wir sind keine Automaten und können weder
    arbeitsmässig noch stimmungsmässig immer auf 100% laufen.
    Aber das genau ist es, was wir von uns selbst immer verlangen, ansonsten fühlen wir uns wie o.g. Spaßbremse...usw.

    Wenn ich solch eine Phase habe verstehe ich sie als Aufforderung gut zu mir selbst zu sein..also nicht rauslaufen und auf jemanden hoffen der einen in den Arm nimmt, sondern sich selbst in den Arm nehmen, etwas gutes (was immer das auch sein mag) für sich zu tun und die Gefühle als das nehmen was sie sind.

    Gefühle sind Gefühle sie kommen und gehen wie der Atem wenn wir sie nicht unnötig lange festhalten..

    LG

  3. Inaktiver User

    AW: kennt ihr das auch?

    Zitat Zitat von kiki69
    Ich kenne solche Tage auch sehr gut.... besonders schlimm war es als meine Schilddrüsenwerte im Keller waren, ist in der Beziehung bei Dir alles in Ordnung ??


    Manchmal habe depressive Stimmungen auch körperliche Ursachen.
    ich hatte das auch mit der schilddrüse. bei mir wurde eine schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. hat sich bei mir so geäußert, dass ich permanent müde bin. habe lange zeit gebraucht um deswegen zum arzt zu gehen.

    im nachhinein fällt mir auf, dass ich mich sehr lange regelrecht eingekapselt habe: keine menschenmassen, nirgendwo hingehen wo es laut und hektisch ist, immer fühlte ich mich gestresst und es war mir zu viel, ich konnte nciht ich sein, nicht fröhlich oder einfach gelassen unter mehreren menschen.

    meine ärztin sagte mir, dass das ein symptom der schilddrüsenerkrankung ist. man ist nicht stress resistent und das wirkt sich auf psyche udn sozialverhalten aus. seit ich eingestellt bin, lege ich das jetzt wieder stück für stück ab. ich kann wieder unbeschwert in eien volle fußgängerzone. und auch partys mit vielen menschen machen mir wieder spass.

    also es lohnt sich, sich mal untersuchen zu lassen. dann hat man zumindest gewißheit.

    wenn es ganz schlimm ist, dann vielleicht doch mal professionelle hilfe in anspruch nehmen. denn man kann mit depressiven stimmungen auch lernen umzugehen. nur manchmal wissen wir halt selbst nicht wie. hilfe ist immer gut, vor allem, wenn man sehr darunter leidet.

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    AW: kennt ihr das auch?

    hallo zusammen,

    vielen dank für eure lieben antworten und das schöne gedicht.

    ich habe mich nun übers wochenende wieder ein klein wenig gefangen und mir für nächstes wochenende freitag urlaub genommen und werde es mir im haus von freunden gemütlich machen und nochmal richtig relaxen.

    gut getan hat aber auch das ordnung machen in meiner wohnung und dem keller. alten ballast abwerfen, sei es auch nur in der form von alten unterlagen, leergut, altpapier, kleiderschrank ausmisten etc. hilft scheinbar auch, um sich besser zu fühlen.

    ich denke ich konnte die wagge zwischen aktivitäten und ruhe an diesem wochenende gut dosieren.

    ich bin zwar jetzt nach dem arbeitstag, der gleich zuende geht, schon kaputt und müde, aber längst nicht mehr so wie letzte woche.

    wünsche euch allen einen guten wochenbeginn.

    lg ti
    Maybe I'm too young to keep good love from going wrong
    But tonight you're on my mind so you never know

    I'm broken down and hungry for your love with no way to feed it
    Where are you tonight, you know how much I need it
    Too young to hold on and too old to break free and run


    __________________________________

    Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis (Woody Allen)

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    AW: kennt ihr das auch?

    Zitat Zitat von minstrel
    Traurigkeit die jeder kennt

    Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
    Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
    Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
    die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.

    Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
    Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
    Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
    Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.

    Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
    Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
    Vorm Spiegel denkt man: "Das ist dein Gesicht?"
    Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln.

    Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
    Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
    Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
    Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

    Man möchte fort und findet kein Versteck.
    Es wäre denn, man ließe sich begraben.
    Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
    Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

    Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
    Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
    Mal ist man unten, und mal ist man oben.
    Die Seelen werden immer wieder zahm.

    Der Eine nickt und sagt: "So ist das Leben."
    Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
    Wer traurig ist, sei's ohne Widerstreben!
    Soll das ein Trost sein? So war's nicht gemeint.

    erich kästner
    Danke für die passenden Worte

    so fühl ich mich heute

    Kyara
    LG Kyara

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


    "Ich würde lieber stehend sterben, als auf den Knien zu leben!"
    Stéphane Charbonnier - "Charb"

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