ps: und wenn ich's mir recht überlege: "an sich arbeiten" klingt nicht schön. das hat sich sicher der kopf ausgedacht!![]()
wie wär's mit wachsen und entwickeln? das malt das richtige bild:es geht von allein, das programm ist immanent.![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 18 von 18
Thema: Selbstmotivation
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15.06.2008, 20:52Inaktiver User
AW: Selbstmotivation
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16.06.2008, 07:49Inaktiver User
AW: Selbstmotivation
Zitat von Malina70
Funktioniert, solange man irgendwas macht. Schwierig wird`s, wenn dieses "mir-fehlt-nichts" die Trägheit unterstützt.
Bei allem hören auf`s Bauchgefühl kommt man um ein Minimum an Disziplin nicht herum.
Brava
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16.06.2008, 08:56
AW: Selbstmotivation
Mal kann ich mich auch zu etwas zwingen, vor allem wenn ich sicher bin, dass es mir doch gefällt, wenn ich mich endlich aufgerafft habe. Geht mir beim Laufen hin und wieder auch so. Aber sobald eine kritische Anzahl der Ich-zwinge-mich-jetzt-dazu-Momente überschritten ist, ist meistens auch die generelle Freude und Motivation an der Sache weg. Und dann gibt es letztlich nichts, was ich mir dann noch antun würde, es sei denn, es gibt eine Verpflichtung, der ich mich nicht entziehen kann. Es steht ja z.B. nirgendwo geschrieben, dass man Sport machen muss.
Zitat von Inaktiver User
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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16.06.2008, 17:46
AW: Selbstmotivation
Ich danke euch, Ihr Lieben...
Das allermeiste von dem, was ihr geschrieben habt, trifft es genau. Und eigentlich weiß ich es auch... meistens...
Das, was du zu dem Vertrauen geschrieben hast, Sigi, hat mich bewegt. Trotz dass ich in den letzten Monaten gelernt habe, mir selber mehr zu vertauen, habe ich da große Defizite. Weil einfach so viel passiert ist und ich Angst habe. Mir ging es viele viele Jahre psychisch nicht gut. Ich bin nur einmal richtig zusammengeklappt, aber gut ging es mir nie wirklich. Daher kommt die Angst, auch wenn ich weiß, dass ich auf einem guten Weg bin - dem besten für mich.
Aber es ist normal. Es entwickelt sich so gut, ich bin nur manchmal so frustriert.
Ich habe gestern festgestellt, dass ich erstmal lernen muss, meine Bedürfnisse auch zu hören und mich nach ihnen zu richten. Alles andere... weg damit.
Verpflichtungen habe ich momentan genug, beruflich. Und ich werde mir Zeit lassen, und lernen, es auszuhalten, dass es einen Schritt nach den anderen geht.
Und ich finde, es wäre eine große Bereicherung, wenn ich nicht mehr sagen würde: Ich sollte.
Ihr seid klasse!
Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
für den du lediglich eine Option bist.
Hat die Blume einen Knick,
war der Schmetterling zu dick.
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16.06.2008, 18:29
AW: Selbstmotivation
ich schließe mich 100% malina und siggi an. hab gestern dein post gelesen und wollte dir gerade antworten, aber eigentlich steht hier schon alles, was ich zu sagen hätte.
ich gehörte nämlich auch immer zu den sollte-menschen. ich sollte sport machen, mehr salat essen, weniger kaffee trinken, mehr power im job geben, mich fortbilden, mein englisch auffrischen, den keller aufräumen, öfters zeitung lesen, die spritpreise aufmerksamer vergleichen, meine freundin mal wieder anrufen, meine mutter öfters besuchen ..... (eeeeendlose liste!!!) .......
bis ich dann begriff: alles, was immer wieder beim "ich sollte endlich.." bleibt, ist das, was mir eigentlich gar nicht liegt. was nicht meinem wesen oder meinen momentanen bedürfnissen entspricht. wenn ich im job permanent mühe habe, mich zu motivieren, dann ist das auf dauer nicht der richtige job für mich. wenn ich meine mutter nicht so oft anrufen mag, wie es mein gewissen verlangt, stimmt vielleicht etwas mit meinen pflichtgefühlen nicht. oft ist es einfach noch nicht der richtige zeitpunt, eine sache anzugehen, etwas anderes ist in wirklichkeit gerade viel wichtiger für mich und will meine aufmerksamkeit.
alles, was mir wirklich entspricht, was in mir steckt, wird auch leicht und mühelos aus mir herausfließen.
bei mir war es das buch "wishcraft" von barbera sher, das mir einen denkanstoß gab. einen weiteren bekam ich von elisabeth kübler-ross (ich glaube in "das rad des lebens"). sie schreibt sinngemäß, man muss im leben nicht ständig kontrollieren und manipulieren. es komme zwar nicht immer alles so, wie man es wünscht, aber immer so, wie man es braucht. also lieber öfters entspannen, zurücklehnen und und sich öffnen für das, was kommt.
so habe ich mich vor 2 jahren auch einige wenige mal mit joggen bemüht. doch jedes mal war es ein innerer kampf, bis ich mich gar nicht mehr motivieren konnte. dann entdeckte ich nordig-walking. eines tages lag ein werbezettel für eine laufgruppe im briefkasten, ich meldete mich an, und das ist es nun. das mache ich jetzt völlig freiwillig und gern, ich muss mich nicht mehr überwinden, loszulaufen. und wenn ich keine lust habe, bleibe ich zu hause. meist habe ich aber lust und freu mich darauf.
solche erfahrungen habe ich öfters gemacht. auch in meiner beruflichen weiterentwicklung. wenn man kopf und herz erst mal wieder frei (leer) gemacht hat, ist platz für neues, und wenn man offen ist und bleibt, kann neues kommen. und es kommt garantiert. lass dir zeit! und nicht alles auf einmal! das, wovon man jede menge braucht, ist GEDULD und GELASSENHEIT.
das übe ich gerade.
ich habe in meine signatur geschrieben, was ich daraus gelernt habe, s.u.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Antoine de Saint-Exupéry
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16.06.2008, 19:38Inaktiver User
AW: Selbstmotivation
liebe malina,
dein post trifft es hundertpro auf den punkt.
sinnlose "trägheit" gibt es nicht...
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16.06.2008, 20:48
AW: Selbstmotivation
Danke, Marla63. So schöne Beiträge...
Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
für den du lediglich eine Option bist.
Hat die Blume einen Knick,
war der Schmetterling zu dick.
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24.06.2008, 13:09
AW: Selbstmotivation
Hallo,
mir hilft bei Trägheit fasten.
Der Anfang ist natürlich nicht einfach, aber wie schon gesagt, wenn der Leidensdruck zu groß wird, gehts.
Damit meine ich nicht gar nichts essen, ich esse dann nur was wächst, wenn ihr versteht was ich meine, -auf Kaffee kann ich auch nicht verzichten.
Nach zwei bis drei Tagen ist es bei mir so, daß meine Gedanken fließen und ich mir die Rosinen rauspicke, also nicht mehr verkopft bin.
Kann natürlich bei jedem anders sein, wollte es nur mal erwähnen.
Gruß trudibine


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