Ja, natürlich. Es gibt aber nur wenige Frauen, die in einem Holzfällerhemd und Cargohosen weiblich wirken. Jedenfalls könnte Novemberwind ein bisschen ihre Weiblichkeit unterstreichen mit kleinen Änderungen an der Kleidung.
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Ergebnis 21 bis 30 von 71
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15.06.2008, 22:53Inaktiver User
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
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15.06.2008, 22:53Inaktiver User
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
Ach, Lizzie, mach mich nicht so verlegen
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15.06.2008, 22:54
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
dohoch

wenn's doch wahr ist
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16.06.2008, 08:37
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
Guten Morgen.
Ein paar Anmerkungen.
Dass ich in Holzfällerhemden rumlaufe, hab ich nie behauptet und so isses absolut nicht. Im Alltag und beim Arbeiten trage ich meist Jeans (die ja durchaus mein Hinterteil betonen
) und einfache Oberteile; ein bischen hübsch mach ich mich mit Ohrringen und einem Minimum an Schminke, zB. Lipgloss.
Die Aussage, dass ich mich in betont weiblicher Kleidung unwohl fühle, bezieht sich aufs Ausgehen.
Sobald ich einen eher kurzen Rock trage, zuppel ich hin und wieder an dem rum. Ein enges oder weit ausgeschnittenes Oberteil kontrolliere ich immer wieder auf Verrutschen. Und beides zusammen, da geniere ich mich sowieso und hoffe, es schaut keiner hin. Und gleichzeitig wünsche ich mir, es schaut wer hin!!! Versteht ihr das?
Lorenz, du hast vollkommen recht. Es ist die Sache mit der Ausstrahlung. Das muss von innen kommen.
Übrigens, ohne jetzt allzusehr auf deine erste Antwort einzugehen...ich habe eben keinen Mann, und wenn ich einen hätte, hätte ich durchaus Spass...
Aber Weiblichkeit den ganzen Tag, unabhängig vom Mann, von Komplimenten etc.das ist das schwere.Die Hoffnung stirbt zuletzt.
La esperanza muere al final.
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16.06.2008, 10:26
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
Liebe Novemberwind,
Dein Problem hatte ich ebenfalls über Jahre. Und jetzt verstehe ich auch, warum es Dir so schwer fällt, einen Mann, der sich nicht für Dich interessiert, loszulassen. Denn bei diesem Mann geht es nicht nur um Deine Gefühle für ihn, sondern es geht auch um seine Gefühle für Dich als Frau, und Deine Spiegelung in seinen Augen. Zurückweisung als Frau ist für Frauen, die Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben, eine Katastrophe, und für manche eine so große, dass sie sie lieber nicht wahrhaben wollen.
Du siehst, dass bestimmte Frauen bei Männern gut ankommen, und dass Du diesen Erfolg nicht hast. Du beneidest diese Frauen, mit einer Spur Verachtung. Kenne ich auch von mir. Blöde Zicken, die sich als Weibchen produzieren, habe ich immer gedacht – und war trotzdem neidisch, weil die von Männern beachtet wurden, und ich nicht.
Deine eigene Weiblichkeit kannst Du nur dann entdecken und ausleben, wenn Du sie richtig in Deine Persönlichkeit integrierst. So lange Du alles, was damit zu tun hat, ablehnst, geht es nicht. Und dann musst Du drauf achten, diese Bestandteile von Weiblichkeit in Dein Selbstbild zu integrieren, hinter denen Du persönlich stehen kannst. Wenn es Dir dämlich vorkommt, dass Frauen sich blöder darstellen, als sie sind, nur um bei Männern anzukommen, dann lass das ruhig weg. Verzichte aber nicht auf ein bisschen Kokettieren einem Mann gegenüber oder auf einen großen Ausschnitt, wenn Du den gerne tragen würdest, nur weil irgendjemand mal zu Dir gesagt hat, Du seist für sowas zu unweiblich. Wie weiblich Du sein kannst, liegt letztlich in Deiner Hand.
Mir wurde z.B. immer gesagt, mein Busen sei zu klein, um damit zu punkten. Also habe ich nie ausgeschnittene Sachen getragen, um auf dieses „Defizit“ nicht aufmerksam zu machen. Als ich es im Zuge der Entdeckung meiner Weiblichkeit dann doch getan habe, weil ich eigentlich ein schönes Dekolletee habe, haben die Männer durchaus geguckt, und keineswegs nur abfällig. Wir Frauen lassen uns teilweise viel zu sehr von Perfektionsansprüchen verunsichern, die Männer so gar nicht an uns haben. Und die Typen, denen ich nicht großbusig genug bin, die können mir den Buckel runterrutschen.
Das Tolle an der Sache ist: Sobald Du Deine eigene Weiblichkeit entdeckt hast und in Dein Leben integrierst, hören solche Sprüche, Du seist nicht weiblich genug, auch auf. Du hast es also selbst in der Hand, wie weiblich Du von Deiner Umgebung wahrgenommen werden willst.Du würdest gerne, hast aber Angst, es könnte vielleicht was passieren, das Du nicht mehr steuern kannst. Meistens passiert sowas jedoch nicht. Und ansonsten mußt Du lernen, Deine Grenzen zu wahren. Labert Dich einer an, von dem Du nichts willst, gibst Du ihm höflich eine Absage und gehst weg.Sobald ich einen eher kurzen Rock trage, zuppel ich hin und wieder an dem rum. Ein enges oder weit ausgeschnittenes Oberteil kontrolliere ich immer wieder auf Verrutschen. Und beides zusammen, da geniere ich mich sowieso und hoffe, es schaut keiner hin. Und gleichzeitig wünsche ich mir, es schaut wer hin!!! Versteht ihr das?Du musst es auch nicht 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche sein. Es reicht, wenn Du Deine Weiblichkeit dann spielen lässt, wenn es für Dich gut reinpasst. Du allein bestimmst Dein Drehbuch!Aber Weiblichkeit den ganzen Tag, unabhängig vom Mann, von Komplimenten etc.das ist das schwere.
Grüße von LatonaLiebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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16.06.2008, 11:26
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
Hallo Latona,
Deinem Posting gibt es nicht mehr viel hinzufügen
.
Mir ging es auch lange sehr ähnlich, wobei ich mit meiner recht üppigen Oberweite gesegnet bin und deshalb paradoxerweise totale Komplexe hatte. Noch muss ich mich ermahnen, gerade zu gehen, weil ich mir angewöhnt habe, den Oberkörper zu krümmen, um vom Busen abzulenken
. Es geht also auch andersherum. Komplexe kann man wegen allem haben.
@Novemberwind:
Ich würde mich mal unter den Frauen umschauen, welche Form von Weiblichkeit Dir gut gefällt und was Du davon für Dich übernehmen könntest. Es muss ja nicht gleich die geballte Ladung aus tiefem Ausschnitt, kurzem Rock und roten Lippen sein. Was möchest Du gerne an Dir betonen, wie möchtest Du wirken. Auch eine gut sitzende Hose, mäßig hohe Absätze, ein enges aber nicht tief ausgeschnittenes Oberteil können weiblich wirken, ohne dass es einen gleich überfordert.
Flirten bedeutet ja nicht automatisch sich dumm und hilflos stellen und mit den Augen klimpern. Es gibt auch Frauen, die aufgrund einer herzlichen, liebenswerten Art weiblich wirken, die unbefangen Komplimente machen, sich ihrerseits über Komplimente ehrlich freuen können, die herzlich lachen, genießen, strahlen können. Das in Verbindung mit einer Kleidung, die klar aber nicht übertrieben deutlich signalisiert, hey, ich bin eine Frau, und das ist gut so, ist mein persönliches Ideal von Weiblichkeit.
Und ich glaube, ich bin zumindest auf dem Weg dahin, wenn ich das auch nicht immer und überall so auslebe, wie ich mir das wünschen würde. Die alten Komplexe und Schüchternheit sind schon immer noch mal da. Aber es wird.
Also trau Dich ruhig, da wo es nicht viel ausmacht. Probier was aus, in Situationen, wo Du Dich sicher fühlst.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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16.06.2008, 12:21
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
[
...
die klar aber nicht übertrieben deutlich signalisiert, hey, ich bin eine Frau, und das ist gut so, ist mein persönliches Ideal von Weiblichkeit.
(Zitat)
Uff, da liegt ja der Hund begraben.
Als Kind wollte ich immer gern ein Junge sein, ich dachte immer, die habens besser- Mädchen sollen immer brav und ordentlich sein. Also kletterte ich auf Bäume und spielte Fußball und fühlte mich frei.
Als junge Frau hatte ich so mein Mühe, das Frausein zu genießen. Ich war so unsicher, dass ich oft vergass, meine Grenzen zu wahren.
Später dann übertrieb ich es wieder mit den Grenzen nach der Devise: Mir kommt kein Mann zu nahe! Also machte ich mich öfter mal unsichtbar, zum eigenen Schutz.
Nun möchte ich gern die Freuden des Frauseins genie0en- nichts sollte mich hindern. Und wer hindert mich? Ich!
Ich bin ein bischen traurig...
Der Gedanke: Ich bin eine Frau und das ist gut so, ist mir eben nicht so einfach gegeben.
Ob ich den mal wie ein Mantra vor mich hin sprechen muss?
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
La esperanza muere al final.
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16.06.2008, 14:17
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
Hallo Novemberwind,
kommt mir total bekannt vor, obwohl ich eher auffallend bin mit oft sehr kurzen, wilden, manchmal bunten Haaren. Ich falle zwar gerne auf, aber in sehr weiblicher Kleidung, und da gehoert abgesehen von knoechellangen Wickelroecken alles Rock- und Kleidartige zu. Um ehrlich zu sein finde ich Herrenkleidung oft auch huebscher, weniger verspielt, keine aufgestickten Perlen, Zierloecher, anstaendige, haltbare Materialien. naja, ich sage mal so: jedem so wie es gefaellt.
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17.06.2008, 00:06
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
und ich behaupte, es hat miteinander zu tun.
Zitat von LorenzM
einer der beiden alten threads, die mondschaf verlinkt, stammt von mir. ich habe letztes jahr gefragt: weiblichkeit, was ist das? danach habe ich angefangen, mich viel weiblicher zu kleiden, etwas enger und figurbetonter, mal was anders als jeans, verschiedene, auch auffällige farben, die mir stehen. meine haare sind um einige cm bis auf die schultern gewachsen, und letzte woche habe ich mir den ersten lipgloss gekauft.
gestalten, schmücken, keativ sein, das schöne, harmonische betonen, gut zu sich selbst sein sind sehr weibliche eigenheiten, die in uns liegen, und auch wenn ich "nur" etwas an meinem äußeren mache, es kommt aus mir heraus und tut meiner seele gut. ich fühle mich einfach weiblicher.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Antoine de Saint-Exupéry
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17.06.2008, 00:11
AW: Lerne, mich weiblicher zu fühlen...
und für manche ist schon die vorstellung der zurückweisung eine so große katastrophe, dass sie es gar nicht erst versuchen und gleich den rückzieher machen.
Zitat von Latona
noch ist sie nicht zurückgewiesen worden!
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Antoine de Saint-Exupéry


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