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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    @ latona

    Hut ab! Du musst ganz schön innere Stärke haben, dass du das alles gepackt hast. Es gibt soviele Menschen, die allein durch fehlende Elternliebe ins Abseits rutschen, zu Drogen greifen oder straffällig werden. Bewundernswert, dass du die Kraft in dir trägst, solche Situationen zu meistern und dich weiterzuentwickeln. Ich glaube, die Erfahrung, dass diese unschöne Zeit auch noch von verschiedenen Seiten kam, teilen nicht viele.

    Meine Kindheit war auch nicht gerade beneidenswert, von Ausbrüchen seelischer und körperlicher Gewalt eines Elternteiles geprägt und häufig schwer auszuhalten. An einige "gute" Dinge erinnere ich mich noch schwach und sie liegen sehr lange zurück. Meistens kam es aber nicht so dicke, dass es mich gleich von allen Seiten traf. Irgendwo gab es dann doch Halt im Dunkel.

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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    Zitat Zitat von On_Ice
    Und die Erkennung des eigenen Wertes und etwas Selbstbewußtsein, hindert einen daran sich zu 100% von einem Feedback abhängig zu machen.
    Stimmt.

  3. Inaktiver User

    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    Zitat Zitat von Divino
    @ violine

    Findest du, die Frage passt hier nicht rein? Bezog sich doch direkt auf eine Antwort/Ergänzung zur Definition.
    Latona hat es beantwortet:

    Zitat Zitat von Latona
    Man muss praktisch alles aus sich selbst holen, und das ist sehr schwer. Das können nur sehr sehr starke Persönlichkeiten leisten. Hier kann den meisten anderen eigentlich nur eine Psychotherapie helfen, die nötige Selbstliebe zu entwickeln.

  4. Inaktiver User

    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    selbstbewußt sein nur aus sich heraus?

    das ist schwer sehr schwer.
    besonders dann das richtige maß, den richtigen weg zu finden.

    ohne rückmeldung oder ungeachtet von anderen menschen - kann das auch den falschen weg einschlagen. so halten sich manche verbrecher für die größten.

  5. Inaktiver User

    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    selbstbewußt sein nur aus sich heraus?

    das ist schwer sehr schwer.
    besonders dann das richtige maß, den richtigen weg zu finden.

    ohne rückmeldung oder ungeachtet von anderen menschen - kann das auch den falschen weg einschlagen. so halten sich manche verbrecher für die größten.
    falls du meine zitierte Passage von Latona meinst: sie beschrieb eine Extremsituation. Darauf bezog ich mich.

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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    @ Divino

    Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich gehöre nicht zu den superstarken Persönlichkeiten, die sowas ganz alleine gepackt haben. Im Gegenteil - ich habe einige Therapeuten durchprobiert, bis ich zwei gefunden habe, die mir wirklich geholfen haben.

    Inzwischen denke ich, das war zum einen Teil meiner Beharrlichkeit und meinem Glauben an die Psychotherapie zu verdanken, zum anderen Teil aber auch einer guten Portion Glück, solche Therapeuten überhaupt zu finden. Es gibt Menschen, die machen mit Psychotherapien keine guten Erfahrungen, oder sie helfen - aus welchen Gründen auch immer - nicht, und dann kriegen sie noch mehr das Gefühl, dass sie aus der Scheiße nie rauskommen werden. Das finde ich sehr schlimm.

    Ich möchte auch noch ein wunderbares Buch zum Thema empfehlen:

    Christophe André/ Francois Lelord
    Die Kunst der Selbstachtung
    Geändert von Latona (18.06.2008 um 23:25 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    Gutes Selbstwertgefühl bedeutet für mich, dass, was immer auch passiert, ich eine vollgültige, wertvolle Person bin. Wenn ich Fehler mache, ist meine Handlung dumm, nicht ich als Mensch: ich kann aus den Fehlern lernen. Feiere ich großartige Erfolge, wachse ich aber als Person nicht, nur mein Bild in den Köpfen anderer wächst. Bricht um mich herum alles zusammen, dann stehe ich als verzweifelter Mensch in den Trümmern, bin aber immer noch mit Menschenwürde und Lebensrecht ausgestattet. Mein Wert ist unabhängig von Arbeitsplatz, Entlohnung, Nasenform und Hautfarbe. Habe ich ein sicheres Gefühl für diesen meinen unveränderlichen Wert, dann habe ich gutes Selbstwertgefühl.


    Klasse formuliert! Danke!
    am ende wird alles gut. wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das ende.

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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    @laubfrosch69

    Das ist wirklich schön beschrieben. Nur handelt es vom Selbstwertgefühl, nicht vom Selbstbewusstsein. Hast du hierzu auch eine so treffende & schöne Formulierung? Lieben Gruss

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    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    Zitat Zitat von Latona
    @ Divino

    Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich gehöre nicht zu den superstarken Persönlichkeiten, die sowas ganz alleine gepackt haben. Im Gegenteil - ich habe einige Therapeuten durchprobiert, bis ich zwei gefunden habe, die mir wirklich geholfen haben.
    Ein Therapeut kann nicht von aussen etwas in dir selbst bewirken. Er öffnet nur Türen, die du in dir hast. Genauso gibt es Patienten, denen der beste Therapeut nicht helfen kann, wenn dieser seine inneren Türen verschlossen hält. Wenn du es geschafft hast, aus deiner Ausgangssituation so herauszukommen und über dich selbst hinauszuwachsen, so ist das dein Verdienst, bei dem dir ein (oder zwei) Therapeuten nur die Hilfestellung gegeben haben.

  10. User Info Menu

    AW: Definition von "Selbstbewusst sein"

    @ Divino
    Zitat Zitat von Divino
    Ein Therapeut kann nicht von aussen etwas in dir selbst bewirken. Er öffnet nur Türen, die du in dir hast. Genauso gibt es Patienten, denen der beste Therapeut nicht helfen kann, wenn dieser seine inneren Türen verschlossen hält. Wenn du es geschafft hast, aus deiner Ausgangssituation so herauszukommen und über dich selbst hinauszuwachsen, so ist das dein Verdienst, bei dem dir ein (oder zwei) Therapeuten nur die Hilfestellung gegeben haben.
    Da ist was dran. Aber es funktioniert in beide Richtungen: Es gibt Menschen, deren Widerstände gegen die Therapie sitzen so tief, dass ein Therapeut sich daran die Zähne ausbeißt. Sie wollen das eigene Denken und Verhalten nicht aufgeben, weil deren gegenwärtigen "Vorteile" für sie immer noch größer sind, als das, was sie sich von einer Änderung versprechen. Oft können sie sich den Nutzen einer Änderung für sich gar nicht vorstellen. Oder sie können sich nicht mal eine Änderung vorstellen.

    Auf der anderen Seite muss der Therapeut einen guten Zugang zum Problem und zum individuellen Umgang des Patienten mit dem Problem haben. Er muß sich in gewisser Weise auf dessen Denken einlassen und ihm Deutungen anbieten, die ihm entsprechen, die er akzeptieren und in sein Selbstbild integrieren kann. Das setzt viel Einfühlungsvermögen und Zurückhaltung im persönlichen Urteil voraus. Er muß Widerstände behutsam abbauen und darf nicht gleich mit der Holzhammermethode reinschlagen oder sich Ungeduld und damit potentielle Abwertungen anmerken lassen, wie Laien das tun. Das lernt er aber in seiner Ausbildung.

    Ich kam mal zu einem Therapeuten, der hat mir gleich bei der ersten Probesitzung eine völlig unpassende Bemerkung hingeknallt. Unnötig zu erwähnen, dass ich zu dem nicht mehr hingegangen bin, weil ich mich von dem nicht verstanden gefühlt habe. Die beiden Therapeutinnen, mit denen ich hier gearbeitet habe, waren die einzigen, bei denen ich das Gefühl hatte, die verstehen, was eigentlich mein Problem ist. Und sie sind es entsprechend angegangen.

    Gerade mit Provokationen muß ein Therapeut vorsichtig sein, die kann er sich eigentlich nur dann leisten, wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Fehlt das, wie im oben zitierten Fall, ist eine Provokation unprofessionelles Verhalten.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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