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  1. Inaktiver User

    AW: Lebenssinn/Lebensfreude/Lebenskrisen

    Liebes Feuerzeichen,

    habe eben bißchen in der Seite gestöbert, klingt sehr interessant, vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Yeli

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    AW: Lebenssinn/Lebensfreude/Lebenskrisen

    Liebe Yeli,

    könntest Du nicht eine Reha besuchen, psychosomatisch? Denn momentan - das sehe ich auch so - kannst Du keine weit reichenden Entscheidungen treffen. Man ist in dem Zustand in der Lage, den Alltag irgendwie zu meistern (viele nichtmal das), aber mehr eben auch nicht.

    Du überforderst Dich, wenn Du jetzt schon nach neuen konkreten Zielen Ausschau hältst. Das kannst Du momentan nur spielerisch - so nach dem Motto "Oh - so groß ist die WElt, ich könnte sogar in Südafrika arbeiten, wenn ich mich bewerben würde".

    Leider habe ich auch nicht die tollen konkreten Tipps, außer Arzt fragen, Geduld haben, Reha machen und versuchen, einen Tag nach dem anderen zu nehmen. Und in Notfällen, wenn man in Tränen zerfließt, die Telefonseelsorge anzusprechen, wo man immer Hilfe erwarten darf, Tag und Nacht.

    Vielleicht noch ein Buchtipp "Die neue Medizin der Emotionen" von David Serban-Schreiber (oder so ähnlich). Er sagt, mit der richtigen Ernährung kann man viel für eine gesunde Seele tun.

    LG Karla

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Lebenssinn/Lebensfreude/Lebenskrisen

    Eine psychosomatische Reha kann ich auch sehr empfehlen. wenn du magst, schreibe ich dir mal näheres dazu.
    Dort hast du auf jeden Fall Gelegenheit, dich mit deinem weiteren Weg zu beschäftigen- und zwar nicht allein.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

  4. Inaktiver User

    AW: Lebenssinn/Lebensfreude/Lebenskrisen

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten und Tipps!

    Ich war bereits 8 Wochen in einer psychosomatischen Reha gewesen. Es hat mir dort gutgetan, ich habe mich bißchen erholt. Aber meinen Grundzustand, meine Erkrankung hat es leider nicht gebessert.

    Ich habe deutlich gespürt, daß es zu früh ist, sich mit neuem Beruf, anderer Wohnort etc. zu beschäftigen. Ich komme dadurch nicht weiter, es führt mir nur deutlich vor Augen, daß ich diese Bereiche (Arbeiten gehen, grundlegende Entscheidungen treffen etc.) im Moment nicht hinkriege. Das empfinde ich jedesmal als Versagen und das möchte ich mir im Moment ersparen.

    Ab und an habe ich einen guten Tag, bzw. einen guten Abend, an dem ich mich nicht so schlimm fühle. Dann merke ich, wie ich die Welt auch wieder mit anderen Augen sehe und mir mehr zutraue. Deshalb werde ich weiterhin versuchen meinen Zustand so anzunehmen, wie er ist und die Entscheidungen dann treffen, wenn ich wieder "klarer im Kopf bin".

    Meine Ärztin hat mir Mut gemacht und gesagt, daß Depressionen nicht immer nur mit Psychotherapie und gutem Willen, Seelenhygiene, zu heilen sind. Sie meint, daß ist eine Erkrankung und nicht nur ein Gemütszustand, wir werden gemeinsam ein Medikament finden, das den Heilungsprozess unterstützt.

    In diesen verzweifelten Tage möchte ich statt blinden Aktionismus versuchen, darauf zu vertrauen, daß ich irgendwann wieder stabiler werde und dadurch in der Lage sein werde, mein Leben weiter zu planen.

    Was mich halt oft verunsichert sind Parolen wie "Du musst was ändern, dann wird sich dein Leben auch bessern", "Es liegt nur in deiner Hand, verändere etwas", "Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich, tue etwas, dann wird es dir besser gehen".

    Das setzt mich enorm unter Druck. Bin ich für meine Depressionen selbst verantwortlich und es liegt nur an mir etwas zu tun, damit es mir besser geht?

    Liebe Grüße an alle
    Yeli
    Geändert von Inaktiver User (24.06.2008 um 11:23 Uhr)

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    AW: Lebenssinn/Lebensfreude/Lebenskrisen

    Nein, Quatsch. Laß Dich nicht volllabern.

    Mir ging es mal ganz ähnlich. Ich bin dann ausgestiegen aus dem Job, der mich ohnehin nur noch ernährte, der Spaß war vorbei nach einer Firmenübernahme und einer mehrjährigen Runde Mobbing.

    Die Kraft kommt Stück für Stück wieder, so wie Du es ja auch erlebst. Laß Dir Zeit, hetze Dich nicht ab, gönne Dir das, was Du möchtest, jeden Tag. Also - ausschlafen. Kaffeetrinken gehen. Oder auch nicht. Und so weiter.

    Es hat wenig Sinn, mit Menschen zu reden, die das alles überhaupt nicht kennen. Für solche gibt es auch Literatur "wie gehe ich am besten um mit jemandem, der Depressionen hat". Aber so weit reicht das Interesse ja meistens dann doch nicht.
    In der eigenen Familie kennen sie die Börsenkurse besser als die eigene Frau Karla...alles erlebt. Nun denn - davon muß man sich frei machen, insofern habe ich gelernt, mich nicht von anderen bewerten lassen zu müssen, also können sie mich auch nicht abwerten. Der Blick weg von den anderen hin zu mir. Nicht schlecht, das mal zu lernen, leider lernen wir es auf die härtere Tour ;-). Nicht einfach, wenn selbst in der Familie das Verständnis fehlt und man sich ständig fühlen muß wie "zu faul zum arbeiten oder was hat sie". Der Oberhit war eine Freundin meiner Mutter, die mir ins Gesicht sagte "Ah, Urlaub auf Kosten der Allgemeinheit, das könnte ich als Selbständige mir nie erlauben!" (Diese Freundschaft ging dann auseinander, was für ein Wunder...)

    Hast Du denn etwas medikamentöse Unterstützung? Hatte ich ewige Zeiten abgelehnt, tat dann aber doch sehr gut. Unmerklich gut. Also - es änderte sich NICHTS außer das es mir besser ging. Ideal.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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