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  1. Inaktiver User

    'Gefühlskontrolle'

    Hi

    Neuerdings ist mir etwas aufgefallen an mir, was mir echt ein bissi Sorge bereitet.Das dürfet de facto zwar schon ein länger vorhandener Zustand sein..aber so richtig bewusst geworden ist es mir erst in letzter Zeit.
    Die Sache mit der 'Gefühlskontrolle' und zwar in einem mM nach nicht mehr ganz so gutem Gleichgewicht, was sich überdeutlich in Richtung Kontrolle verschiebt

    Sicherlich ganz speziell in Bezug auf Beziehungen zu Männern ( und da gibt' s sicher schon Gründe dafür)- aber vielleicht auch generell in engeren Beziehungen.

    Ich bin eigentlich ein ziemlich emotionaler Mensch und kann ( und brauch es eigentlich auch in einem best. Mass ) dem durchaus Ausdruck verleihen- nur scheint mir bei allem, was engere Beziehungen ausmacht- wirds eben sehr eng.
    Das war vor allen Dingen nun wirklich nicht immer so- insofern macht sich das Gefühl gerade sehr schmerzhaft innerlich breit.

    Warum ich wohl in diesen Zustand von 'Kontrolle' gekommen bin- dazu fällt mir schon einiges ein.
    Mich würde aber interessieren, ob jemand hier Anregungen hat, wie sich dieser Zustand so peu a peu wieder aus dem Bereich von Kontrolle wegbewegen kann.
    So ganz praktische Anregungen , Ideen vielleicht ?
    Oder ergeht es jemandem hier ähnlich ?


    Liebe Grüsse Tory

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    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Habe ich richtig verstanden du kontrollierst deine Reaktionen bzw. Gefühle in dem du die nicht zulässt oder versuchst zu unterdrücken?

    Wovor hast du angst? Vor Kontrollverlust, dass du dich in einer peinliche Situation wiederfindest oder ist es die Angst wieder verletzt zu werden.

    Wenn du magst, kann du mal einige Anhaltspunkte geben, wie es dazu gekommen ist. So ist es etwas schwierig dazu etwas zu sagen.

    Nachtrag: Ich glaube den Kontrollzwang kann man besser beheben, wenn man die Ursache rangeht. Es gibt ja einen Grund warum es so ist wie es ist. Und das eigentliche Problem muss aufgelöst werden.
    Geändert von On_Ice (03.06.2008 um 15:27 Uhr)
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

    ------------------------------------------

    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

    ------------------------------------------


    Grüße O_I

  3. Inaktiver User

    AW: 'Gefühlskontrolle'

    @ on_ice

    Sorry- es ist etwas schwammig formuliert, ich befürchte auch, das ich die Thematik womöglich zu sehr komprimieren will.

    Ich denke ja, das ich Gefühle schon zulasse- also mir selbst gegenüber- aber sie eben zu wenig nach aussen transportiere, weil ich sie da schlicht unterdrücke.
    Dann sage ich ( und eigentlich kann ich viel reden ) gar nix mehr bzw fang an rumzueiern bzw 'künstlich' neutral sein zu wollen oder suche ein ganz anderes Thema - wenn es um mich geht .

    Oder- ganz klassisch- ich nehme erst Stunden / Tage später eine Situation für mich *gefühlsmässig* richtig wahr, im ersten Moment berührt sie mich zwar, aber ich kann nicht reagieren bzw die Gefühle ausdrücken- naja und dann ist's manchmal zu spät.

    Das schlimme ist- ich denke, es bezog sich zunächst auf *negative* Gefühle aber allmählich habe ich den Eindruck, das dehnt sich auch auf die *positiven* aus ( dieses pos/neg ist natürlich meine subjektive Wertung).
    Meio- das kratzt an meiner Lebendigkeit, doof das.

    'Die Ursache'- wenn das jetzt so leicht wäre.
    Es gibt da sicher einen ganz drastischen Wendepunkt/-zeit in meinem Leben- das kann( naja will ) ich allerdings hier nicht ausbreiten und es ist eigentlich viele Jahre her.
    Diese Gefühlseinigelung - kam erst viel später.Oder es liegt an meiner Wahrnehmung.Hm keine Ahnung, muss ich noch einmal sacken lassen.

    Das wäre Zb für mich eine Frage- geht das jetzt über die Lösung des 'eigentlichen Problems' den Kontrollzwang zu beheben oder aber - gerade wenn es jetzt nicht 'nur' ein Problem ist sondern halt breites Stückwerk kann man sich darin im Jetzt 'üben'.

    Dank schon einmal!

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    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Mir stellt sich die Frage WARUM du deine Gefühle für die Männer unterdrückst. Vor was hast du Angst?

    Mir geht es nämlich auch ab und zu so.
    Bei mir ist es so, ich "verstelle" mich, wenn ich merke, dass der Mann näheres Interesse an mir hat, ich aber keinerlei (sexuelles) Interesse an ihm.
    Ich kann ihm nicht ins Gesicht sagen, dass er mich nicht anmacht, stattdessen bleibe ich auf einem "neutralen" Niveau. Vielleicht gehts dir ja auch so.

    Die Frage ist auch, willst du denn anders sein? Und wenn ja WANN? Und was hindert dich daran einfach locker zu sein.

  5. Inaktiver User

    AW: 'Gefühlskontrolle'

    @ Anastasia

    Es ist definitv nicht nur in Beziehungen zu Männern so- nein, ich erlebe so etwas durchaus auch mal in Freundschaften zu Frauen ( also generell engere Bindungen), da aber seltener.

    Zu der Geschichte mit der 'Kontrolle' bin ich letztlich gekommen, weil es um die Frage ging, warum ich gottverdammtnochmal mich so gar nicht mehr verlieben mag..das funktioniert so gar nicht mit kontrollierten Gefühlen- das war mal der Aufhänger

    Das was du beschreibst- kenne ich auch ähnlich.Das würde mich aber nicht sooo stören, ist ja eher kurzfristig.

    Ich war halt eher immer etwas lockerer und hatte nie so das Problem.Manchmal zu impulsiv/emotional.Und ja- im Moment nervt mich diese 'kontrolle'.
    Ich habe kein Problem bei sämtlichen *oberflächlicheren Bekanntschaften/Kollegen etc* das passt soweit.

    Durch diese Art 'Kontrolle' entstehen dann in engeren Beziehungen eigenartige und gar nicht *echte*...Kommunikation/Handeln etc. und mir ist das schon irgendwie bewusst.
    Mal ein ganz kleines Beispiel auf Thema Mann bezogen im Rahmen von Kennenlernen sozusagen.Ich finde den Typen nett und auch anziehend- aber es gibt auch jede Menge Eigenschaften, Gründe however warum ich mich nicht so besonders wohl mit ihm fühle.Diese Gefühle bekomme ich nicht recht transportiert, keine Ahnung wohin sie verschwinden stattdessen lande ich in einer kleinen Knutscherei.
    Die argen *unwohlsein-Gefühle* tauchen selbstredend später wieder auf und ich kapiere selbst nicht, warum ich stattdessen (kurzweilig )genau gegenteilig gehandelt habe.* Echter* Raum um es mal so zu sagen wo Gefühle so frei rumfliegen - gibt's da nicht so wirklich und irgendwie verdrehe ich dabei alles
    Der umgekehrte Fall passt dann genau so dazu.*gute gefühle* - drück ich dann auch nicht so wirklich aus.

    Es hat sicher was mit Angst zu tun- aber ich für mich kann's im Moment schwer fassen.Und Kontrollverlust- oh jeh. muss ich im mich mal reinhorchen..

    In engen Beziehungen und wichtigen Beziehungen möchte ich ehrlich gesagt wieder *freie ,echte Gefühle* äussern und leben sonst ist das ja nix gutes.

    tory

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    AW: 'Gefühlskontrolle'

    @ Frau Amos,

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    'Die Ursache'- wenn das jetzt so leicht wäre.
    Es gibt da sicher einen ganz drastischen Wendepunkt/-zeit in meinem Leben- das kann( naja will ) ich allerdings hier nicht ausbreiten und es ist eigentlich viele Jahre her.
    Ist Ok und hab ich auch gar nicht erwartet.

    Oder- ganz klassisch- ich nehme erst Stunden / Tage später eine Situation für mich *gefühlsmässig* richtig wahr, im ersten Moment berührt sie mich zwar, aber ich kann nicht reagieren bzw die Gefühle ausdrücken- naja und dann ist's manchmal zu spät.
    Ich finde den Typen nett und auch anziehend- aber es gibt auch jede Menge Eigenschaften, Gründe however warum ich mich nicht so besonders wohl mit ihm fühle.Diese Gefühle bekomme ich nicht recht transportiert, keine Ahnung wohin sie verschwinden stattdessen lande ich in einer kleinen Knutscherei.Die argen *unwohlsein-Gefühle* tauchen selbstredend später wieder auf und ich kapiere selbst nicht, warum ich stattdessen (kurzweilig )genau gegenteilig gehandelt habe.*
    Ok, die Gefühle werden unterdrückt - die negativen. WARUM unterdrückst du sie? Angst vor Zurückweisung, dass dir jemand das übel nehmen wird, wenn du NEIN sagst?

    Warm agierst du GEGEN dich selbst, wenn dein Gefühl dir sagt, dass du es nicht möchstest. Warum schenkst du diesen Gefühlen keine Beachtung?

    Auch wenn du es nicht laut kommunizieren magst dein ungutes Gefühl, kannst du dich doch erstmal "körperlich abwenden" bzw. Kopf wegdrehen oder einen Schritt zurücksetzen etc. Vielleicht wäre es ein Anfang. Das Problem bei Unterdrückung, ist, dass man sich von sich selbst entfernt und irgendwann kommen die Gefühle wie eine explosion raus.

    Ich glaube die zentrale Frage lautet: Wovor hast du angst? *es reicht wenn du dir selbst die Frage beantworten kannst, nicht heute oder morgen, aber die Antwort wird kommen*

    Gute Nacht
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

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    Grüße O_I

  7. User Info Menu

    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Mir ist gestern Abend, nach dem ich den Computer runter gefahren habe, noch was anderes eingefallen. Vielleicht gibt es ein "Problem", um das man weiß, aber irgendwie ausblendet, dem sich nicht stellen möchte. Und das kann auch dazu führen, dass man weitere Gefühle unterdrückt.

    Ich schlage daher ein Tagebuch vor. Vielleicht hilft es einfach mal alles nieder zu schreiben, um für sich Klarheit zu bekommen.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

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    Grüße O_I

  8. Inaktiver User

    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Hallo on_ice,

    Der Vorschlag mit dem Tagebuch bzw aufschreiben ist gut, mir fehlt tatsächlich Klarheit. Sogar wenn ich hier versuche das irgendwie zu formulieren merke ich das

    Es sind eher zwei Varianten - es gibt Situationen, da merke ich bewusst was für ein Gefühl hochkommt - verleihe dem aber keinen Ausdruck und dann solche wie das beschriebene letztlich wenig dramatische Beispiel - da merke ich es definitv erst viel später.In der Situation..hmm, bin ich sozusagen wenig 'bei mir'.
    Und um bei dem Beispiel zu bleiben- trotz unguter Gefühle mag ich sogar behaupten bin ich sogar ganz aktiv darauf zugesteuert, es war in Wirklichkeit keine Art 'Bedrängung'- wenn dann subtilerer Natur. 'Ungute Gefühle ' spüre ich in dem Moment eben gar nicht und ich gehe sogar manchmal förmlich aktiv auf das Ganze auch noch zu .Ohje- wäre dann ja schon totale Verdrängung, irgendwie.

    Du beschreibst das schon richtig- es ist Unterdrückung von Gefühlen und ich handle dann auch noch Gegen mich *schluck*.
    Und das Problem scheint schon zu sein, das ich mich eine ganze Ecke von mir entfernt habe- sonst wäre ich nicht so *verwirrt*, irgendwie schwurbelig bei dem Thema.
    Ich werde mich mal damit näher beschäftigen, wovor ich so Angst habe. Wenn ich jetzt darüber nachdenke- klar, Angst vor Zurückweisung zB. Sicher habe ich die ( ich denk aber eher in dem Rahmen, wie viele sie haben)...vllt wirds mir echt klarer, wenn ich das für mich aufschreibe.
    Wenn's ein 'Problem' geben sollte, das ich ausblende sozusagen- woher sollte ich das dann 'wissen' ? Kannst du da vllt noch ein Beispiel geben, wie du das meinst ?

    Vielen Dank dir schon mal, das hat mich alles schon eine Ecke weiter gebracht

    Ich werde in meiner Persönlichkeit eher als - hm, ganz plakativ gesagt- stark, verantwortungsbewusst, alles_doch_wieder auf die Reihe bekommend, mutiger wahrgenommen und ich denke, so bin ich zu einem grossem Teil auch. Ich befürchte allerdings- bei der Thematik jetzt - stehe ich mir damit ggf selbst teilweise im Weg.

    Grüsse Tory

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    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Der Vorschlag mit dem Tagebuch bzw aufschreiben ist gut, mir fehlt tatsächlich Klarheit. Sogar wenn ich hier versuche das irgendwie zu formulieren merke ich das
    Das Tagebuch ist insofern eine gute Möglichkeit, auch wenn es anfangs wirr ist, eine Struktur in die Gedanken reinkommt. Also mit hat es geholfen wieder klarer zu sehen. Dadurch beginnt ja auch schon eine Veränderung.

    Es sind eher zwei Varianten - es gibt Situationen, da merke ich bewusst was für ein Gefühl hochkommt - verleihe dem aber keinen Ausdruck und dann solche wie das beschriebene letztlich wenig dramatische Beispiel - da merke ich es definitv erst viel später.In der Situation..hmm, bin ich sozusagen wenig 'bei mir'.
    Und um bei dem Beispiel zu bleiben- trotz unguter Gefühle mag ich sogar behaupten bin ich sogar ganz aktiv darauf zugesteuert, es war in Wirklichkeit keine Art 'Bedrängung'- wenn dann subtilerer Natur. 'Ungute Gefühle ' spüre ich in dem Moment eben gar nicht und ich gehe sogar manchmal förmlich aktiv auf das Ganze auch noch zu .Ohje- wäre dann ja schon totale Verdrängung, irgendwie.
    Vielleicht hängt alles zusammen. Einerseits das erstere, dass dem Gefühl kein Ausdruck verliehen werden kann und zweiteres, dass Gefühle erst später erkannt werden. Das quasi eine "Stumpfheit" eingsetzt hat, die Gefühle "auf Eis" liegen, eine Mauer um sich haben, die wieder eingerissen werden muss.

    Ich werde mich mal damit näher beschäftigen, wovor ich so Angst habe. Wenn ich jetzt darüber nachdenke- klar, Angst vor Zurückweisung zB. Sicher habe ich die ( ich denk aber eher in dem Rahmen, wie viele sie haben)...vllt wirds mir echt klarer, wenn ich das für mich aufschreibe.
    Wenn's ein 'Problem' geben sollte, das ich ausblende sozusagen- woher sollte ich das dann 'wissen' ? Kannst du da vllt noch ein Beispiel geben, wie du das meinst ?
    Oder ist vielleicht irgendwas vorgefallen, vor langer Zeit, dass noch nicht verarbeitet worden ist. Tod eines naheliegenden Menschen, Beziehung-die vielleicht mies gelaufen ist, wo man auch stark verletzt wurde, die an das Selbstwertgefühl ging - oder oder oder. Versuch dich mal in Situationen reinzuversetzen, spürst du noch alte Verletzungen oder magst du dich gar nicht damit auseinandersetzen, sprich eine Abwehrhaltung im Sinne von, so schlimm ist es nicht, versuch die Sache zu ignorieren, "Fluchtgedanken".

    Ein Beispiel fällt mir gerade nicht ein.


    Ich werde in meiner Persönlichkeit eher als - hm, ganz plakativ gesagt- stark, verantwortungsbewusst, alles_doch_wieder auf die Reihe bekommend, mutiger wahrgenommen und ich denke, so bin ich zu einem grossem Teil auch. Ich befürchte allerdings- bei der Thematik jetzt - stehe ich mir damit ggf selbst teilweise im Weg.

    Grüsse Tory
    Die Stärke kann hinderlich sein, weil vielleicht eine Schwäche nicht eingestanden werden kann. Aber schwäche zu zeigen gehört zur Stärke...
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

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    Grüße O_I

  10. Inaktiver User

    AW: 'Gefühlskontrolle'

    Hi on_ice,

    die Gefühle "auf Eis" liegen, eine Mauer um sich haben

    Stimmt, da liegt irgendwas 'auf Eis'
    Ich forsche da jetzt ganz gut rum und hoffe nur, das ich da irgendwie eine Art 'Struktur' reinbekomme.
    Es stimmt schon- es sind zum Grossteil wohl eher Gefühle von Nein-sagen, Abgrenzung, Ablehnung oder gar Verletzung..denen ich keinen Ausdruck verleihen mag oder sie noch besser 'relativieren' will frei nach : ist doch gar nicht sooo schlimm-Oder stell dich nicht so an.
    Es scheint mir nur ein eingegrenzter persönlicher Bereich zu sein...hm allgemein kann ich ganz gut über Gefühle reden- auch über eigene und suche eher solche Gespräche und gelte da auch als 'gesuchte Gesprächspartnerin' sozusagen, aber...
    irgendwo ist da eine dunkle Ecke wo das gar nicht funktioniert.
    Und wo ich Gefühle tatsächlich 'kontrollieren' will - zumindest in ihrer Wirkung nach aussen sozusagen.
    Ich will so nicht..ähem sozusagen 'erkannt' werden, irgendwas in der Art.
    Für mich selbst verdränge ich aber andererseits nicht- ich kann mich sehr wohl an alte Verletzungen erinnern und ansatzweise reinfühlen.Verarbeitet..naja.Viel aufgearbeitet bestimmt.Das ist nicht ganz so einfach, da ich tatsächlich ein sog Trauma erlebt habe mit dem ich anfänglich völlig 'falsch' umgegangen bin (das wollte ich absolut nicht wahr haben) und das hat bedauerlicherweise noch heftige Verletzungen nach sich gezogen, eine ganze Pyramide- ein wahrer Alptraum.

    Ist aber länger her und ich habe mich heute gefragt, ob mich das beschriebene jetzt so beginnt zu stören oder mir so bewusst wird-weil es mir in Wirklichkeit unterdessen wieder so gut geht- gesamt gesehen- das ich mich überhaupt wieder damit auseinandersetzen kann oder gewillt bin sozusagen...oder in der Lage.
    Mir geht' s gut , ich bin um Weltklassen stabiler und überhaupt.Aber..ich glaube, ich will nicht, das diese ( alten) Verletzungen spürbar, fühlbar, wie auch immer sind- für andere.
    Und habe Angst mich quasi bei best.Gefühlsäusserungen damit zu verraten.Die Integration davon sozusagen in mein jetziges Leben- die fällt mir schwer.

    'Kontrolle' als solches finde ich eigentlich ganz schrecklich- ich glaube auch nicht, das sie irgendwie meinem innerem Wesen entspricht.Aber...sie gibt mir tatsächlich ein Gefühl von 'Sicherheit' .Blöderweise.
    Und den Mechanismus kenne ich sogar von früher.Ist mir heute ganz bewusst geworden.
    Vor allen Dingen 'nach aussen' sozusagen.
    Ich bin durchaus jemand mit oft sehr positiver Ausstrahlung und bin auch innerlich eher so- ein Teil ist dies *sonnenschein*-Ding.
    Aber- das Bild und der Inhalt ist halt mal schwer beschädigt worden..und dafür einen (passenden) Rahmen finden- fällt mir scheinbar extrem schwer.

    Ich werde das alles mal weiter verfolgen und aufschreiben und mir ansehen, was Jetzt noch dahinter stehen könnte.Und hoffe eigentlich, das ich auf einem im Prinzip gutem Weg für mich bin- indem ich immerhin seit geraumer Zeit genau das beschriebene Problem wahrnehme.

    Vielen Dank noch mal für die wirklich hilfreichen gedanklichen Anstösse

    Liebe Grüsse von Frau Amos

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