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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Also wenn ichs bis hierher recht verstanden habe, geht es vor allem um einen besonders wichtigen und nahe stehenden Menschen, der mit Deinem zuweilen eventuell rechthaberisch wirkenden Kommunikationsstil nicht zurecht kommt?

    Was den Umgang mit eigenen Schwächen angeht, die ja jeder hat, finde ich es wichtig, sie dann eingestehen zu können, wenn sie irgendeinen Nachteil für andere verursacht haben.
    Für den Schwächeninhaber ist es sicher hilfreich, das Spektrum der Verhaltensmöglichkeiten zu erweitern.
    Also dass man prinzipiell in der Lage ist, sich bewußt auch mal zurück zu nehmen o.ä., um sich gut integrieren zu können, wenn es wichtig und wünschenswert ist.

    Andererseits steckt hinter scheinbarer Besserwisserei (zumal, wenn sie so reflektiert vorgetragen wird, wie von Dir) häufig einfach schnelles Denken, schnelles Erfassen von Situationen und der sich daraus ergebenden Handlungsoptionen etc..
    Und: irgendjemand muss ja die Führung übernehmen, nicht wahr?
    Wenn nicht Du, dann tuts ein anderer und wer sagt, dass es dann besser wird?

    Will sagen: Ich finds durchaus vorteilhaft für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, sich auf seine Stärken zu konzentrieren.
    Du kennst ja sicher die Geschichte vom Fussballspieler, der immer das Tor nicht richtig finden kann, weil er aufm Platz damit beschäftigt ist, darüber nachzudenken, was er dagegen tun kann, dass er so schlecht Handball spielt...

    Ich fand Kenzias Idee ganz spannend, dass (abgesehen, dass man auf der Verhaltensebene ein kleines Training für situativ angemessene Aktionen und Reaktionen unternehmen kann) evtl. ein kleines Defizit auf der Gefühlsebene dahinterstecken könnte.

    Das möchte ich gern erweitern um den Gedanken, dass vielleicht auch eine Stärke und Begabung dahinter stecken könnte. Die nicht in jedem Fall von der Umwelt mit Applaus honoriert wird.

    just my soundsoviel cent...
    Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
    Hannah Arendt

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Hallo anything,

    Du sprichst Toleranz gegenüber anderen Meinungen an. Auch hier gebe ich mir die grüne Karte - zumindest was Lebensformen und Denkweisen angeht. Danke für diesen Aspekt. Irgendwie muss ich das in meiner Alltagskommunikation besser integrieren. Warum bin ich also manchmal so tolerant und manchmal gar nicht? Ich muss nachdenken....

    wild_rose

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Super Aglaja11!
    Das Problem ist unlösbar. Ich bin rechthaberisch, weil ich Recht habe!:-)) Du hast ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert! Danke Dir. Es trifft die Sache aber, denn ich habeschon oft Recht, bzw. einen guten Überblick. Natürlich nicht immer und natürlich darf ich damit niemanden in die Ecke treiben.

    Ihr habt mich alle schon sehr viel weiter gebracht! Wenn ich die Situation mal zusamenfassen darf: Ich kann schlecht Rat von meinen Eltern annehmen und gebe meinen Freunden umso mehr Ratschläge. Ich denke, ich werde diese Dinge bessern können.

    Tja, nur mit der Gefühlsebene zu einem bestimmten Menschen ist es nicht so einfach. Du und Kenzia, Ihr habt das ziemlich schnell erkannt! Es ist ein komplexes Thema: Ich liebe einen Mann, für den ich nicht wertvoll genug bin, um den Preis für ein gemeinsames Leben zu bezahlen. Er war es mir wert. Allerdings bin ich so wertvoll für ihn, daß er daran zugrunde gehen wird, wenn ich gehe. Das ist unlogisch, muß ich aber akzeptieren. Hoffentlich werde ich irgendwann auch den Schmerz verlieren, daß er mich nicht wollte. ABER!

    Die Dinge, die ich eingangs genannt habe, sind Tatsachen, die ich doch ändern möchte. Er soll seine Entscheidung irgendwann bereuen und nicht sagen, Glück gehabt, sie war sowieso rechthaberisch. Daher werde ich versuchen, meine Kommunikationsprobleme in den Griff zu bekommen. Zumindest bin ich an diesem Mann und der Krise gewachsen.

    Habt Ihr denn noch den einen oder anderen Tipp, wie man sich mal etwas zurücknehmen kann? Wie man "automatisierte Handlungsweisen" neu definieren kann?

    wild_rose

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Hier wurde geschrieben- einer müsste die Stellung in einem Gespräch beziehen-- was sich für mich wie "Vormachtsstellung" anhört-- und ich seh das ganz anders!

    ICH glaube- daß es sehr schwer ist von DER Wahrheit zu reden!!
    Recht haben- ist ja in dem Moment für einen selber DIE Wahrheit!

    Ich habe vor Jahren auch sehr vehement für meine Meinungen gestanden-- sie auch durchaus nachdrücklich (rechthaberisch zT ) ausgesprochen!

    Was sich für mich verändert hat in den Jahren- war das Erleben von vielen Situationen in denen ich vorher dachte zu wissen,wie ich bin-- um dann ganz anders zu reagieren!

    Das hat mich zT dann erschreckt-- aber vor allem bin ich von "meinem hohen Ross" runtergekommen- alles zu wissen und beurteilen zu können- müssen

    Ohne überheblich klingen zu wollen- aber ich denke schon, daß man mit zunehmendem Alter da einfach gelassener wird!
    Menschen stehen lassen mit ihren Meinungen.....und sich denken "das ist dein Weg- nicht meiner"-- denn es ist schon so-- nur dann, wenn ich mich irgendwo angegriffen fühle-- würde ich in so ein Gespräch richtig "einsteigen".

    Sich vielleicht mal sagen "die Meinung könnte stimmen"- ist vielleicht ein Weg!
    "vielleicht hat der andere recht?"-- und auch, wenn man das selber anders sieht- bleibt es doch so, daß derjenige nun mal nicht weiter ist in seinem Denken.
    Damit ist reden über ein Thema immer gut-- denn man kann damit ja neue Meinungen und Einstellungen erfahren und sich selber bereichern-- aber letztlich braucht man es doch nicht SO persönlich nehmen!!

    Wenn mir Themen SO wichtig sind-- dann muss es dafür doch Gründe geben??
    Und ich schliesse natürlich die Ratschläge der Eltern mal aus -- da greift wohl bei den meissten eine recht normale "Trotzreaktion", daß man sich von denen nix sagen lassen will ..........ich kann da auch schwer gleich "ja" zu sagen-- sondern nehme das immer erst mal mit nachhause und überlege dann für mich

    Ich würde sagen- frage Dich, warum es Dir gerade SO WICHTIG ist, über dieses Thema genau SO zu reden!
    Vieles IST nicht wichtig!!

    Als ich noch so vehement rumdiskutiert habe- ging es mir oft darum "zu gewinnen"!
    Der "Vormund" in dem Gespräch zu sein.......ICH hatte MICH deutlich positioniert!

    War hinterher das ein gutes Gefühl für mich- nein!
    Die verbal Schwächeren haben sich irgendwann abgewendet-- "man kommt ja nicht zu Wort"-" da trau ich mich gar nichts mehr zu sagen"........was ich so nie beabsichtigt hatte!
    Gleichstarke Redner- wurden irgendwann nur zu Sparrings-Partnern, mit denen es nachher nur noch ums Rumdiskutieren ging!

    Ich will die Kunst- sich zu verkaufen und seine Meinung zu vertreten- auch gar nicht runterreden!
    Ein Mensch, der sich zeigen kann- sagen, was er will oder denkt- hat die wundervolle Fähigkeit seinen Weg zu gehen!!

    Diese Fähigkeit- einfach nur in eine für sich gute Bahn zu bringen-- das ist dann die Kunst -- und ich glaube bei mir selber gar nicht, daß ich die selber auch schon beherrsche*gg*

    Was Deine Situation in dieser Beziehung angeht-- so bist Du mal GANZ SICHER ein wertvoller Mensch!!
    Wenn dieser Mann Deinen Wert einfach nicht so einordnen kann-- dann ist das sicher sehr traurig-- aber schmälert Deinen Wert keinen Moment!!

    Es ist nicht DEINE Schuld, wenn er sich nicht entscheiden kann!
    Es ist nicht DEINE Schuld, wenn Du für Dich so nicht leben willst-- letztlich ja kannst!!

    Jeder tut, was er kann..........und manche können eben weiter..

    kenzia

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Hallo wild-rose,

    Rechthaberei resultiert meistens aus einem Gefühl starker Unsicherheit. Bei einer Person in meinem Umkreis resultiert diese Art des Umgangs aus der Kindheit, in der sie nicht ernstgenommen wurde. Daraus hat sich diese Verbissenheit, Recht-zu-haben und -genauso wichtig -Recht zu bekommen- entwickelt. So zumindest hat sie ihr Problem selbst erkannt.

    Ich denke, da ist was dran. Wer in sich ruht und sich sicher ist, müsste eigentlich keinen anderen davon überzeugen, dass das Recht auf seiner Seite ist. Ich glaube, mit der Auseinandersetzung über dein Selbstwertgefühl kommst du in diesem Punkt weiter.

    Denn: Recht hat jeder für sich selbst, egal was du dazu sagst und egal, wie sehr du dich bemühst, jemanden von etwas anderem zu überzeugen. Warum also brauchst du es?

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    wer hat(te)in deine beziehung denn wirklich ein komunikationsproblem? du oder er? es kommt doch immer darauf an wie man ein gespräch interpretirt!
    mir sagt man auch nach rechthaberrisch und vorlaut zu sein.ich sage nur was ich meine, wenn die anderen sich dann klein fühlen liegt das doch nicht an mir!!!!es liegt daran, dass sie kein starkes selbstbewustsein haben sich mir entgegen zustellen. dabei will ich sie gar nicht überzeugen.ich sage nur was ich denke.aber bei ihnen kommt das so resolut an,das sie sich gleich angegriffen fühlen.bin ich jetzt unsicher oder sie?????

    komischer weise ist das nur in der arbeitswelt ein problem. in meiner freizeit kommt das gut an
    Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
    Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Zitat Zitat von Fruechtchen33
    ich sage nur was ich meine, wenn die anderen sich dann klein fühlen liegt das doch nicht an mir!!!!
    Kommt drauf an, was du sagst. Wie gut oder schlecht eine Kommunikation verläuft, hängt von allen Beteiligten ab. Selbst jemand, der schweigt, kommuniziert damit.

    Und du selbst, kannst du gut damit umgehen, wenn man dir etwas vorlautes entgegenwirft?

    Solange es im Job für dich keine ernsthaften Probleme gibt, ist´s doch ok... wenn allerdings eine Beförderung nach hinten losgeht, lohnt sich´s schon, mal drüber nachzudenken.

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Zitat Zitat von Divino
    Kommt drauf an, was du sagst. Wie gut oder schlecht eine Kommunikation verläuft, hängt von allen Beteiligten ab. Selbst jemand, der schweigt, kommuniziert damit.

    Und du selbst, kannst du gut damit umgehen, wenn man dir etwas vorlautes entgegenwirft?



    Solange es im Job für dich keine ernsthaften Probleme gibt, ist´s doch ok... wenn allerdings eine Beförderung nach hinten losgeht, lohnt sich´s schon, mal drüber nachzudenken.
    ich denke sehr stark darüber nach und stelle fest,dass ich mich nur zu einem gewissen grad verbiegen kann. ich kann mich doch nicht doof stellen zu einem gespräch gehören immer zwei. ich habe mich daran gewöhnt,das man mich für vorlaut hält. meine terapeutin sagt dazu, ich sei zu karakterstark und zu gut das können andere nicht gut haben.


    wie kann ich ein offenes wort verkraften?
    klar bin ich erst mal sauer aber ich denke darüber nach und handel dann auch dem entsprechend

    manchmal denke ich sogar, dass ich mich viel zu sehr von andern verunsichern lasse und dann ärger ich mich weil ich auf sie anstatt auf mich gehört habe. heißt das jetzt das ich doch wieder unsicher bin und deshalb lautstark meine meinung kund tun muß?

    wenn jemand unreflektierte, ungogische, abwertende komentare gibt, dann werde ich wütend.da kann man sich nur noch abwenden,denn reden kann man mit solchen leuten nicht.


    leider sind viele chefs nicht geschult im umgang mit menschen und kommunikation, so das ich mich tatsächlich mit ihnen ungewollt anlege, weil ich sie hinterfrage und sie so verunsicher. das gefällt ihnen nicht
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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    Hallo!

    Ich habe ein paar Tage intensiv über das nachgedacht, was Ihr gesagt habt. Also, wenn ich jetzt anfange, an meiner Kommunikation herumzufeilen, würde ich mir doch den Schuh verkehrt herum anziehen, oder? Ich werde es trotzdem tun, da ich bestimmt einiges verbessern kann. Aber eigentlich sollte ich doch den Grund beseitigen für meine Rechthaberei in genau dieser Beziehung - mein mangelndes Selbstbewusstsein in Bezug auf diesen Mann. Warum brauche ich also mein Recht, Divino?

    Bis jetzt habe ich es nicht so sehen können, aber heute habe ich genaues Bild vor Augen: Er entscheidet sich gegen mich, ich muss es akzeptieren, ich fühle mich wertlos...nun versuche ich ihm bei jeder noch so kleinen Gelegenheit zu sagen (indirekt, denn es gibt ja nichts mehr zu diskutieren) "Du hast einen Fehler gemacht!" - "ICH HABE RECHT!". Ich schreie es, ich weine es, ich kann damit nicht aufhören. Je mehr er verstummt, weil er keine Argumente hat, desto verzeifelter bin ich. Sieht er nicht, daß ich Recht habe? Natürlich alles indirekt.

    Wow, das ist traurig. Die Lösung dieses Problems ist eine andere Baustelle, an der ich schon länger arbeite. Aber nun verstehe ich mein Verhalten, mein "auf mein Recht pochen".

    Früchtchen33, ja er hat auf jeden Fall auch Kommunikationsprobleme, das gibt er offen zu, er kann mit der Situation nicht mehr umgehen. Aber ich stecke meine Energie bestimmt nicht mehr in ihn, um einen besseren Menschen aus ihm zu machen, wie es so in einer Beziehung so oft der Wunsch ist.

    In meinem früheren Job habe ich mir mal echt Ärger eingehandelt, weil ich im Großraumbüro - in vernünftigem Ton - zu meinem Chef gesagt habe, daß ich ein bestimmtes Problem anders lösen würde. Er hat mich vor allen Leuten laut zurecht gewiesen. Als ich 10 Minuten später in sein Büro kam, hat er nur kleinlaut gebeten, es so zu machen, wie ich es gesagt habe. Dazu muss ich ja nun nichts mehr sagen.

    Ich bin nun für dieses Thema sensibilisiert und werde bei nächster Gelegenheit meine Freundin zu meinem Verhalten befragen. Bin gespannt, was sie sagt.

    wild_rose

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    AW: Ich bin rechthaberisch. Was hilft?

    @ wild_rose

    Rechthaberei find ich grundsätzlich unsympathisch. Was Du hier beschreibst, hat für mich jedoch mit dem typischen unsympathischen Rechthaber nur wenig zu tun.
    Ich bitte Euch trotzdem inständig, mir Tipps zu geben, wie ich von meiner Rechthaberei ablassen kann. Es passiert automatisch, ständig, ich merke es erst, wenn ich meine Antwort ausgesprochen habe. Was kann ich tun?]
    Na, dann wollen wir mal ...
    Ich mache es meinen Mitmenschen nicht leicht. Ich nehme eigentlich nur einen Rat an, wenn ich darum bitte. Das passiert irgendwie automatisch. Gedanklich nehme ich alle Ratschläge und Kritiken auf und bewerte diese ernsthaft. Das merkt man aber nicht, weil ich immer und sofort etwas dagegen halte.
    Ich finde es überhaupt nicht rechthaberisch, wenn man keine ungebetenen Ratschläge haben will. Es gehört eigentlich inzwischen fast zum guten Ton, dass man, wenn man jemandem einen Rat erteilen will, dieses mit den Worten einleitet: „Darf ich dir/Ihnen einen Rat geben?“ Du willst nicht wie jemand wahrgenommen werden, der allein nicht zurecht kommt, sondern wie jemand, der seine eigenen Kräfte einschätzen kann und erst dann selbst um Rat bittet, wenn er nicht mehr weiter weiß. Das ist legitim. Auf ungebetene Ratschläge gibt es eine hübsche Standardantwort: „Es ist nett, dass du dir Gedanken machst, aber wenn ich selbst nicht mehr weiter weiß, dann frag ich schon selbst um Rat.“
    Viele meiner Sätze beginnen mit „Ich weiß…“. So nehme ich eigentlich jedem das schöne Gefühl, etwas gesagt zu habe, was dem anderen neu ist und ihm weiter geholfen hat. Ich selbst brauche dieses Gefühl ständig. Eigentlich benutze ich diese Phrase eher im Sinne „Ich verstehe Dich.“, aber es kommt sicher nicht so an.
    Was hindert Dich daran, den einen Satz durch den anderen zu ersetzen?
    In Streitsituationen kann ich mein Gegenüber klein reden. Ich bin eigentlich nicht besonders wortgewandt, habe aber die „Taktik“ nicht sofort auszusprechen, wenn mich etwas stört, sondern dieses Wissen zum richtigen Zeitpunkt mit mehr Gewicht einzusetzen. Gott, ich bin wirklich, in dieser Hinsicht, schrecklich.
    Diese Taktik wird Menschen empfohlen, die befürchten müssen, von ihrem Gegenüber nicht ernstgenommen zu werden, denn so sichern sie sich dessen Aufmerksamkeit. Er muß sich geistig drauf einstellen, dass was Unangenehmes kommt und kann sich nicht gleich darauf stürzen, es vom Tisch zu wischen. Überlege Dir mal, ob diese Taktik wirklich bei allen Menschen in Deiner Umgebung recht am Platz ist. Bei manchen wirst Du sie Dir sicher sparen können, weil Du davon ausgehen kannst, dass diese Menschen Deine Beschwerden ernst nehmen werden.
    Ich muss immer alles organisieren, weil ich das Gefühl habe, andere würden es nicht perfekt machen. Ich bin schon gut darin, aber ich verhalte mich ja respektlos gegenüber den Ideen und Vorstellungen meiner Mitmenschen. Es geht auch viel zu sehr ins Detail.
    Du bist eine Perfektionistin, und die haben oft wenig Vertrauen darin, dass andere die Sachen ebenso gut organisieren könnten. Wenn Du weißt, dass Du es mit jemandem zu tun hast, der tatsächlich selbst wenig auf die Reihe bringt, dann macht es Sinn, sich da einzubringen. Bei den anderen solltest Du einfach mal ein bisschen Verantwortung abgeben. Schließlich musst Du doch nicht für alles verantwortlich sein, oder? Damit entlastest Du Dich und gibst anderen die Möglichkeit, zu zeigen, was sie können.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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