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  1. Inaktiver User

    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Hallo Ihr LIeben,

    ich danke Euch für Eure ausführlichen und Mut machenden Antworten.

    Heute geht es mir "oberflächlich" schon wieder etwas besser. Heute morgen habe ich mir den "You can do anything in 15 minutes" Zettel an den Badezimmerspiegel geklebt (Laptop wandert immer mit mir mit, ist daher schwierig mit Post-It ... obwohl, ich habe doch ein Plätzchen gefunden!) und hatte meine Besprechung mit meinem Betreuer. Ich muss zwar das bisher geschriebene nochmal neu strukturieren, aber zumindest ist es nicht der allerletzte Müll den ich geschrieben habe.

    Mein Problem ist halt, dass sich das Problem eben nicht nur auf solche Arbeiten bezieht. Selbst wenn Freunde von mir (naja, eher Bekannte) anfangen, Dinge kritisch zu hinterfragen (im Zusammenhang mit meinem Fachgebiet) und zu diskutieren, will ich am liebsten nur noch die Schotten dicht machen. Ich kann einfach nicht diskutieren. Mir fehlen die Argumente. Warum können das andere Leute und ich nicht? Ich habe auch nie eine Meinung (ich studiere übrigens Politik), zumindest keine fachlich fundierte. Ich habe keine Ahnung. Ich kann auch nicht analytisch denken und erkenne nur seltenst Zusammenhänge bzw. ich kann Sachverhalte nicht in größere Zusammenhänge einordnen. Also alles das, was in meinem Studium eigentlich elementar ist.

    Ich habe teilweise so ein komisches Gefühl, was sich schwer beschreiben lässt. Es ist, als würde man mit Scheuklappen denken. Ich weiß, dass es alles noch weiter geht und gehen muss, aber ich selbst denke nur in einem ganz schmalen Korridor. Ich weiß nicht, ob sich das jemand vorstellen kann?

  2. Inaktiver User

    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kann einfach nicht diskutieren. Mir fehlen die Argumente. Warum können das andere Leute und ich nicht? Ich habe auch nie eine Meinung
    Ist zwar keine Hilfe - nur, damit Du Dich nicht so als alien fühlst: So geht es mir auch.
    Es sind immer Pro und Contra gleichzeitig in meinem Kopf; das endet dann in einem sanften Unentschieden und verschließt mir den Mund.

    Ich beneide die Menschen, die argumentativ eine "Linie" durchfechten können - auch hier in der Community.
    (Jetzt überlege ich gerade, ob ich Dir hier so einen Renten-Strang oder Biosprit-Strang zum Argumentieren Üben empfehlen soll -- aber andererseits ist der Suchtfaktor natürlich hoch... )

    So, ich schau jetzt ins Buch! (ich meinte übrigens "stand anything" - noch nicht tun: nur erstmal aushalten!)

    Gruß, T.

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mein Problem ist halt, dass sich das Problem eben nicht nur auf solche Arbeiten bezieht. Selbst wenn Freunde von mir (naja, eher Bekannte) anfangen, Dinge kritisch zu hinterfragen (im Zusammenhang mit meinem Fachgebiet) und zu diskutieren, will ich am liebsten nur noch die Schotten dicht machen. Ich kann einfach nicht diskutieren. Mir fehlen die Argumente. Warum können das andere Leute und ich nicht?

    Ich weiß nicht, ob sich das jemand vorstellen kann?
    öhm, ich glaube, dieses problem musst du jetzt vor deinem diplom nicht lösen.
    für das diplom müsste es reichen, in einem schmalen korridor zu denken

    für mich war immer eine falle, dass ich versuchte, besonders originell zu sein und dinge zu denken, die ich in der literatur nicht fand. muss man gar nicht, auch nicht im diplom. liefere eine solide arbeit, die zeigt, dass du die literatur kennst und methodisch sauber arbeiten kannst, und dein prof ist zufrieden.

    sorry übrigens, dass ich etwas o.t. war. habe nachher erst gesehen, dass es gar nicht um die prüfung ging, sondern "nur" um die diplomarbeit.

    tausch dich unbedingt regelmäßig mit anderen diplomarbeitern über die probleme aus, die auftauchen. nicht mal methodisch, sondern über das heulen und zähneklappern, das irgendwie für die meisten von uns dazugehört.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Liebe Einandermal,

    ich habe meine Magisterarbeit hinter und weiß verdammt genau, was Dich bewegt. Alle "Symptome", die Du beschrieben hast, hatte ich auch ...

    Ich möchte Dir gern raten, Dich zu sammeln und zu konzentrieren auf die unmittelbar nächste anstehende Aufgabe. Dein Ziel ist es, eine Diplomarbeit am Tag x dort abzugeben. Welche Meilensteine liegen auf diesem Weg?

    - Thema hast Du schon
    - Grobskizze, was drin stehen soll
    - Einleitung, Hauptteil, Zusammenfassung, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Deckblatt
    - inhaltliche Stufen der Argumentation

    usw.

    Wenn Du mal eine Liste von allen Teilaufgaben machst, hast Du schon halb gewonnen. Als zweites ordnest Du die Teilaufgaben in einer sinnvollen Reihenfolge. Und dann kommt drittens das beste:

    Du fängst einfach mit der ersten an!

    Leg Dir einen Tunnelblick zu!!! Heute hast Du nur diese erste Aufgabe. Du musst nicht jeden Tag die ganze Diplomarbeit schreiben. Nein, heute nur diese eine kleine Aufgabe. Und die schaffst Du doch locker !!!

    Und hier noch eine Aufmunterung für Dich, die Dir genau zeigt, was man allein durch Konzentration auf nur eine kleine Aufgabe erreichen kann:

    http://wanna-challenge.de/blogdetail...?blogEntryId=4

    Ich sende Dir liebe Grüße!
    karei

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Hallo Einandermal,

    was Du beschreibst kommt mir bekannt vor, aber mir hat es während meiner Diplomarbeitsphase geholfen den Tag gut zu strukturieren und "blockweise" abzuarbeiten. Ich habe mich hingesetzt und die Diplomarbeit kapitelweise "abgearbeitet", bin in die Bibliothek gefahren und habe dort nach Material gesucht.
    Ich musste mich auch oft aufraffen, aber es hat letztendlich alles gut geklappt.
    Das Problem was Du beschreibst, dass Du wenig Argumente zum Diskutieren hast, kommt mir bekannt vor.
    Ich habe ein naturwissenschaftliches Fach studiert, in dem einem ein breit gefächertes Wissen vermittelt wurde.
    Ich arbeite schon seit ein paar Jahren, habe aber oft das Gefühl bestimmte Themen nicht ganz durchleuchtet zu haben oder oftmals wenig Transferdenken aufweise.
    Oft merke ich das ich eine unlogische Frage gestellt habe (ich merke das aber selbst!), was mir im nachhinein sehr unangenehm ist.
    Ich frage mich auch oft woher das kommt. Ob man sich nicht wirklich für das Fach/Branche etc. interessiert?
    Ich meine wenn man total blöd wäre, hätte man doch keine Ausbildung, Studium und recht guten Job bekommen. Und gute Noten etc. sind einem doch auch nicht hinterhergeworfen worden.

    Irgendwie bin ich ratlos

    Campari

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Liebe Einandermal

    Mir erging es sehr ähnlich im Studium (@campari00: Ich hab auch ein nat.wissenschaftliches Fach studiert, *winke*) und dann im Job hatte ich praktisch die selben Gefühle, wie Du.

    Kann es sein, dass dieses Studium nicht das Richtige für Dich ist? Dass Deine Talente ganz woanders liegen?

    Bei mir war nämlich genau dies der Fall. Und ich entschied mich tatsächlich für etwas "Einfacheres". Gesagt, getan: Nachdiplomkurs/Umschulung absolviert und umgestiegen: In einen "Job" (bzw. Freelance), der mir mehr liegt.

    Geh in Dich. Überlege Dir: Ist es wirklich DAS, was Du möchtest? Ist es DAS, was Dir wirklich gut liegt? Die seelischen "Symptome", die Du beschreibst, deuten nämlich aus m.pers.Erf. darauf hin, dass Du dabei bist, in etwas hineinzurennen, das gar nicht so richtig "dein Ding" ist.

    Aber geht es Euch auch so, dass Ihr es manchmal bereut, dass IHr überhaupt studiert habt und Euch fragt, ob Ihr nicht in einem ganz einfachen Beruf viel glücklicher wärt?
    Jein! In einem "einfachen Beruf" ist man schneller etabliert, das heisst, man hat viel früher schon seinen festen Job, kann sich früher zB ein Auto leisten, von zu Hause wegziehen & Co.
    Andererseits bin ich in diversen Nebensjobs durchaus "einfachen Tätigkeiten" nachgegangen und musste frustriert feststellen, dass ich geistig fürchterlich unterfordert war.

    Anmerkung: Ich spreche aus persönlicher Erfahrung. MUSS also nicht so sein, wie ich vermute, aber KANN.......
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Zitat Zitat von karei
    Leg Dir einen Tunnelblick zu!!! Heute hast Du nur diese erste Aufgabe. Du musst nicht jeden Tag die ganze Diplomarbeit schreiben. Nein, heute nur diese eine kleine Aufgabe. Und die schaffst Du doch locker !!!
    karei
    sehr guter tip.
    drücke daumen, einandermal!
    berichte uns!
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    @Lisa_S:
    Mich würde es sehr interessieren, wie Du sozusagen "umgesattelt" bist. Evt. über PN?

    Campari

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    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Oh, politik, da, habe ich wohl was falsch gelesen. Sorry.

    Viel Erfolg und versuche die Topss umsetzen...
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

    ------------------------------------------

    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

    ------------------------------------------


    Grüße O_I

  10. Inaktiver User

    AW: Verzweiflung, Selbstzweifel

    Guten Morgen, die Damen!

    Heute habe ich nach zwei Tagen Praktikum endlich die Zeit, mich wieder an meine Arbeit zu geben.

    Ziel Nr. 1: Ich schaffe den Weg ins Büro (wo ich arbeiten werde, weil die Bib zu hat) bis ca. 11 Uhr. Idealerweise fahre ich mit dem Rad, dann habe ich bei dem schönen Wetter gleich noch eine Radtour in einem Aufwasch.

    Ziel Nr. 2: Ich muss mein erstes Kapitel (Analyseraster) nochmal umstrukturieren. Das will ich heute schaffen. Zumindest teilweise.

    Ich werde heute Abend - EHRLICH - berichten, was ich heute geschafft habe.

    Der erste Schritt ist wahrscheinlich schonmal, dass ich die "Arbeitslocation" wechsle. Hier Zuhause würde ich wieder saugen, Essen machen, Staubputzen etc. pp.

    Euch einen schönen Samstag!

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