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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    @himmelweit, sach mal, worin zeigt sich denn das mit dem (zu) hohen Anspruch an Dich selbst und an Andere?

    ...auch kleine Aufschieberitis?
    Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
    Hannah Arendt

  2. Inaktiver User

    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    @ aglaja

    das ist die andere seite von mir: ich liebe listen, anleitungen, zeitpläne etc. (kommt auch durch den beruf, wo vieles protokolliert werden muss)

    ich habe mir einen wunderschönen ordner gekauft.
    ich habe mich an meinen pc gesetzt und mir selbst vorschläge gemacht. wo ich bis ende des jahres sein möchte, wo ich in 5 jahren sein möchte, etc.
    und dann meine ziele auf etappenziele heruntergebrochen.
    und formuliert.
    ich lerne über die visuelle schiene. und wenn ich es vor augen habe- bleibt es in meinem kopf.

    ich habe mir vorgenommen, in meinem job an der oder der anderen kante noch zu feilen.
    mir darüber klar zu werden, was genau will ich. wer kann mir das vermitteln oder helfen? wer hat informationen?
    in meinem bereich: fortbildungsmassnahmen über den dachverband.
    wo wird das angeboten, was ich suche?
    wann ist es, wie sieht die finanzierung aus.
    gibt es das auch als vhs-kurse? gibt es literatur?

    je konkreter du deine ziele, und wenn sie noch so klein erscheinen formulierst- desto erfolgreicher wirst du sein.

    selbstbewusstsein: vhs: körpersprache, stimme, zeitmanagement, selbstmanagement, überzeugen.
    etc.


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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    Hallo,
    ich habe mir eben nochmal den Titel angeschaut und eigentlich könnte ich mich in die Ecke klatschen. Weil - eine Beziehung habe ich nicht (mehr?) !
    Wir kennen uns seit 30 Jahren, sind seit fast 21 Jahren verheiratet und wenn ich unsere Ehe so betrachte...
    Wir haben geheiratet, als unsere Tochter unterwegs war. Als Einrichtung gab es Eiche rustikal, da es IHM gefällt. Aber ja doch, natürlich gefällt es mir auch (eher nicht!) . Die Wände wurden Raufaser, weiß gestrichen. Damit man nicht soviel Arbeit damit hat. Ja, und dann gab es da noch seine Eltern. Weil wir ja bei ihnen im Haus die obere Wohnung hatten. Und seine Eltern hatten immer Recht. Ob es die Erziehung unserer Tochter war, die Gestaltung unseres Lebens, was wann wie gemacht/erledigt werden musste/sollte und und und.
    Wir haben dann vor 11 Jahren unser eigenes Haus gebaut. Rückblickend war das mein größter Fehler, denn zu dem Zeitpunkt grummelte es schon mächtig bei mir. Ich war mir dessen nur noch nicht bewusst. Ich hab nur immer gedacht, dass das nicht alles sein kann. Das Leben fand immer nur bei anderen statt. Und ganz allmählich wurde ich aufsässig und zickig. Ich wollte nicht mehr die liebe und rücksichtsvolle Ehefrau sein, die alles, was aus einer Ehe eine Ehe macht, alleine wuppt.
    Seit 4 Jahren geht eigentlich gar nichts mehr bei uns. Sein Vater wurde krank (mittlerweile verstorben) und er war nur noch für seine Eltern da. Ich hätte nie von ihm verlangt, dass er sich nicht um seine Eltern kümmern soll, aber genauso wurde es ausgelegt. Und ich kümmerte mich ja nun mal gar nicht. Wie auch, das Verhältnis zu meinen Schwiegereltern war/ist Sch... Ich war halt nicht die Richtige für ihren Sohn.
    Und dann ist mir doch ein Licht aufgegangen. Ich kann doch nicht für alles und jeden verantwortlich sein. Nur nicht für mich. Ich bin doch auch liebenswert, wenn ich einen eigenen Kopf habe und eigene Vorstellungen, wie ich leben möchte und vor allen Dingen wie ich N I C H T leben möchte.
    Als ich mit der Therapie angefangen habe, hatte ich noch die Vorstellung, meine Ehe vielleicht doch zu retten. Davon habe ich mittlerweile Abstand genommen. Ich will stark für mich werden, da ich über kurz oder lang mein Leben selber in die Hand nehmen will. Zur Zeit kann ich eine Trennung noch nicht durchziehen, weil meine Tochter noch mitten in ihrer Ausbildung steckt und ich ihr meine Erfahrung aus meiner Jugend ersparen will. Schon wieder verantwortlich, aber bei meiner Süßen ist das auch was anderes.
    Ich hoffe, ich hab euch jetzt nicht zu sehr zugetextet. Aber wenn frau erstmal angefangen hat.
    Liebe Grüße Ankri

  4. Inaktiver User

    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    was sind deine erfahrungen aus deiner kindheit, die du deiner tochter ersparen möchtest?

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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    Angefangen damit, dass die Ehe meiner Eltern auch völlig Banane war. Mein Erzeuger 31 !!! Jahre älter als meine Mutter. Frührentner, Kettenraucher, Kaffee und Tabletten abhängig. Meine Mutter hat dann bei Siemens gearbeitet. Wechselschicht. Wenn wir sie gebraucht haben, war sie eigentlich nicht da. Ich hab sie trotzdem lieb und bin froh, dass ich sie noch habe. Wenn mein Vater der Meinung war, dass wir was "verdient" hatten, dann gab es was - mit dem Rohrstock. Egal wohin. Meine Schwester und ich hatten oft genug Striemen am ganzen Körper. Als meine Schwester dann alt genug zur Rebellion wurde, wegblieb und schließlich schwanger wieder auftauchte, hat er sie einfach rausgeschmissen. Da ist meine Mutter dann doch aufgewacht und wollte ihn rausschmeissen. Darauf gab es einen Hungerstreik, in dessen Verlauf er eingewiesen wurde. Der Arzt hat meiner Mutter dann erklärt, dass er sich nicht wirklich töten wollte, dafür aber uns. Er kam dann aus der Klinik noch nach Hause und ich ahb mit auf den Weg bekommen: Wenn er in dein Zimmer kommt, spring aus dem Fenster und lauf zur Polizei. Na, man gut, dass wir im Erdgeschoss gewohnt haben. Vieles von dem, was ich hier so schreibe, weiß ich nur vom Hörensagen, da ich fast meine gesamte Kindheit verdrängt habe. Und diese Angst und diese Unsicherheit, die ich erlebt habe, die willich meiner Süßen ersparen. Ich will ihr im Moment auch nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, da sie ihre ganze Kraft für die Ausbildung braucht. Ich weiß, dass sie nicht auf Bäumen schläft und sie viel von dem Fiasko mitbekommt. Vielleicht ist es für sie auch schon ein Schutzmechanismus, nicht alles zu kommentieren.
    Ich weiß es nicht.
    Ich wünsche einen schönen Abend, zuhause bin ich im Moment nicht am Netz.
    Ankri

  6. Inaktiver User

    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    in wie weit du da jetzt bedenken hast- deiner tochter könnte ähnliches widerfahren- den zusammenhang sehe ich jetzt nicht.

    oder hast du bedenken, dass ihr vater ausrasten könnte?????
    Geändert von Inaktiver User (25.06.2008 um 20:24 Uhr)

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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    Auf der einen Seite ist da schon die Angst vor Ausrastern meines Mannes. Er hat schon ein paarmal bewiesenn, dass er dazu fähig ist. Bislang nur verbal, aber immer dicht an der Grenze zu körperlicher Gewalt. Das sind dann die Momente, in denen ich dann auch körperlich reagiere. Zittern, keine Luft bekommen etc. Meine Tochter hat die Ausbrüche mitbekommen, zeigt aber keine Angst, sondern brüllt dann einfach zurück. Bis auf einmal. Da ist sie fast zusammengebrochen, hat geweint, war regelrecht hysterisch.
    Die andere Seite ist mein Empfinden, das ich hatte, als meine Herkunftsfamilie auseinandergebrochen ist. Erzeuger weg, Gott sei Dank, meine Mutter hat dann einen anderen Mann kennengelernt, ist sehr schnell zu ihm gezogen und ich bin alleline geblieben. Hört sich jetzt irgendwie total doof an, aber ich war plötzlich heimatlos. Da war kein Zuhause mehr, in dem ich aufgefangen wurde. Und dieses Gefühl will ich meiner Tochter erst zumuten, wenn sie wirklich auf eigenen Füßen steht, wenn sie es "aushalten" kann.
    Ich kann das nicht anders ausdrücken, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss die Fehler, die meine Eltern gemacht haben, bei ihr ausbügeln.

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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    Hallo Ankri,
    scheint eine ziemlich belastende Situation zu sein, in der Du Dich befindest.

    Und seit vier Jahren schon klappt in der Ehe gar nichts mehr? Wie sieht Dein Mann denn die Lage?

    Mir fällt auf, dass Du Dich offenbar ganz allein verantwortlich fühlst für alles, was in der Familie vor sich geht.

    Die Gedanken bezüglich Deiner Tochter kann ich nachvollziehen.
    Aber sie sind "verschwurbelt". Erstens scheint es Deiner Tochter in der bestehenden Familie auch nicht wirklich gut zu gehen. Womöglich wären ihr klare Verhältnisse auch viel zuträglicher.

    Zweitens ist es rundweg falsch, der Kinder wegen in unguten Situationen zu verharren.
    Wie willst Du ihr das später mal erklären, wenn sie Dir vorwirft, dass sie Dich immer nur unglücklich erlebt hat (oder ähnliches)?
    Willst Du ihr sagen "Das hab ich nur für Dich getan?".

    Wie alt ist denn Deine Tochter?

    Liebe Grüße
    Aglaja
    Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
    Hannah Arendt

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    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    Lacht mich jetzt bitte nicht aus, meine Tochter ist schon zwanzig. Aber ich fühle mich immer noch für sie verantwortlich. Und das wird sich wahrscheinlich auch nie ändern. (Spricht die Mutterglucke) Es war ja auch immer irgendwas. Gelbsucht, Schreikind, "lernschwach" mit Empfehlung zur Sonderschule, Therapie, die ich natürlich auch nur gegen den Widerstand dieser Familie durchsetzen konnte. Sie hat dann ihren Realschul-Abschluss geschafft, macht jetzt die Ausbildung zur Physiotherapeutin. Es fällt ihr schwer, aber ich hoffe, dass sie es packt. Ende des Jahres sind die Examen.
    Ich glaube übrigens, dass sie weiß, wie es bei uns aussieht. Aber es ist kein Thema bei uns. Und ich will ihr das auch nicht alles zumuten, denn es ist meine Ehe und es ist ihr Vater. Und das soll er auch bleiben.
    Für heute verabschiede ich schon mal, hab jetzt frei und werde glaube ich die Sonne etwas genießen.

  10. Inaktiver User

    AW: Beziehung vs. Eigenverantwortung

    ich habe für meine töchter ausgehalten. den rücken durchgedrückt und das kinn hochgehalten.

    und heute: heute bin ich frei und sie sagen: hättest du wegen uns nicht tun brauchen und sind weg.

    ich stehe da mit wut auf sie, weil mein gutgemeintes durchhalten ihnen nichts gilt. und sie sagen: mache mir damit kein schlechtes gewissen.

    wenn deine tochter sich wehrt, wehren kann: um so besser.

    und für dich, eben weil da paralellen sind, schau nach einer verhaltenstherapie für dich. flash-backs nennt sich sowas.

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