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  1. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    Zitat Zitat von Joshuatree
    Das Schlimmste für mich war, dass er sagte, wenn ICH nicht soviele Zweifel geäussert hätte, dann hätten wir es gemacht. Manchmal müsse man diese Energie der Euphorie ausnutzen.
    Ich bin jetzt entsprechend traurig, weil ich jetzt auch noch selbst Schuld sein soll, und mache mir eben Gedanken, ob das wirklich so ist???
    Ich glaube nicht, dass Du schuld bist - sofern man da aus der Ferne urteilen kann.
    Es hört sich an, als hätte er jemanden gesucht, der ihn mitreißt in dieser Frage ... hatte er sie denn je, diese "Energie der Euphorie"?

    Ich selber, manchmal, kann sehr sauer werden, auf jemand, der genau die Zweifel äußert, die ich auch habe: "wie wagt er das auszuprechen, was ich mir hier so mühsam verkneifen muss!"

    Nein, ich glaube, das Aussprechen Deiner Zweifel haben bewirkt, dass er sich nicht weiter "bedeckt" halten konnte; vielleicht hätte er das gern getan.
    Ich weiß es nicht/also sehr subjektive Interpretation...

    Aber manchmal ist es auch wirklich nicht mehr konstruktiv, nachzuhaken (deine Zweifel haben meine Zweifel...etc.) - ginge vielleicht ein konstruktives: Wir klammern das Thema jetzt aus damit wir weiter miteinander reden können?

    Und ich würde Dir gerne drei Pfund gesundes-patziges "Denn eben nicht!" schicken... T.

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    AW: Ich bin traurig

    Liebe Tarasjunga,
    vielen dank für das patzig "dann eben NICHT"
    Genau so habe ich es mir auch gedacht. Komischerweise hat mir ein Tip einer Freundin geholfen. Sie erwähnte irgendein Kapitel in einem Buch in dem es um "Giraffensprache" geht. Ich halte nicht viel von dem "Esoterikkram" und habe nie in Erwägung gezogen es zu kaufen (Bestellung beim Universum kenne ich schon, ganz amüsant, aber ich wollte mich nicht auf dem Niveau jetzt trösten lasen....okeee ich bin da auch etwas festgefahren). Jedenfalls erschien im Internet einen super Artikel unter diesem Stichwort:

    Dr. Marshall Rosenberg setzt in seiner Arbeit die Thesen Rogers fort.

    Ziele der Gewaltfreien Kommunikation:

    - befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten
    - unsere Bedürfnisse befriedigen, ohne anderen (verbale) Gewalt anzutun
    - schmerzliche Kommunikation verändern
    - Konflikte positiv wandeln

    Grundlagen: (denen Rogers sehr ähnlich)

    - Menschen sind soziale Wesen und in vielen Bedürfnissen voneinander abhängig

    - Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen

    - Wir leben in guten Beziehungen, wenn wir diese Bedürfnisse durch Zusammenarbeit statt durch aggressives Verhalten
    erfüllen

    - Jeder Mensch hat bemerkenswerte Ressourcen, die uns erfahrbar werden, wenn wir durch Einfühlung (Empathie) mit
    ihnen in Kontakt kommen

    - Hinter jedem aggressiven Verhalten steckt ein Bedürfnis

    - Jedes Bedürfnis dient dem Leben – es gibt keine „negativen“ Bedürfnisse

    Ist das nicht ein toller Artikel?Es lohnt sich mal alles durchzulesen, einfach Suchbegriff "Giraffensprache" eingeben.
    Ich war wieder total glücklich als mein Freund anrief und wir zum ersten Mal wieder total lieb miteinander sprechen konnten(weil in mir ein Schalter umgelegt war durch diese guten klugen Sätze).
    Jetzt geht es mir so viel besser.
    Liebe bedeutet eben, auch zu seinen Bedürfnissen zu stehen.
    Ich war einfach froh, dass er gar nicht so anders empfindet als ich, sondern dass meine Zweifel in der Tat auch seiner Grundstimmung entsprachen, aber dass er sie nur nicht zuließ.Und die Zweifel haben ja nichts mit uns, sondern mit der finanziellen Situation bei ihm zu tun, und die wird sich ja bestimmt bald ändern! Nachdem ich also wieder viel besser drauf war, konnte er auch wieder viel mehr auf mich zugehen und ich habe richtig gespürt, wie er für das Thema allgemein wieder offener war.
    Irgendwie denke ich jetzt wieder, dass wir zueinander kommen, wenn es sein soll, weil ich es mal wieder geschafft habe, meine liebevollen Gefühle zuzulassen und meine Bedürftigkeit nicht hinter Agression zu verbergen, das kommt viel besser an!
    ALles Gute und vielen Dank für die tollen anteilnehmenden Zuschriften. Das hat mich total getröstet!
    Joshuatree
    Geändert von Joshuatree (30.03.2008 um 01:19 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    @Joshuatree
    ...Tipps bei Menschen in der depressiven Phase einer Zyklothymie kommen sowieso nicht an. Grundsätzlich ist fachliche Hilfe angesagt, weil du es nicht alleine schaffst.
    Wenn du dann deine Stabilität wieder gewonnen hast, wäre es ratsam, eine therapeutische Hilfe beizubehalten, um zu lernen, dass alles, was mit dir geschieht, auch von dir entschieden wird. Oft erkennt man es nur durch das reflektierende Verhalten der anderen. Sieh es als Zeichen, dass du dir die Chance gibst, dein Leben selbstverantwortlich zu gestalten. Dann hast du auch die Kraft, mehr Verantwortung in dein Leben zu lassen, z.B. mit einer Partnerschaft...
    Geändert von Inaktiver User (03.04.2008 um 07:06 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    @Joshuatree
    ...wenn du hier "Rogers" Verhaltenstherapien erwähnst, weißt du doch, wie es um dich steht und was für dich gut ist, also tu es...

  5. User Info Menu

    AW: Ich bin traurig

    Hallo Karline,
    was ist Zykothymie?
    Bist du Psychologin?
    Nach wieviel Jahren kann man denn eine Therapie überhaupt wieder fortsetzen?
    (Damals war nach 2 Jahren Schluss, und das ist ca. 3 Jahre her).
    Viele Grüße
    Joshuatree (der es wieder so la la geht)

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    Hallo Joshuatree,

    ...weil karline wohl gerade nicht da ist:
    eine Zyklothymie ist eine Depression, in der sich die typischen niedergedrückten Phasen mit "manischen" Phasen abwechseln.
    Heißt auch "bipolare" Depression.
    Oft wird der Begriff aber auch weniger streng für alle endogenen Depressionen gebraucht . (Obwohl die dann nicht mehr zyklo sind...) Und auch die Frage, ob endogen -strikt "von innen heraus" - wird heute nach meinem Wissen(!) in der Behandlung nicht mehr so strikt unterteilt.

    Wegen des Zeitabstands zur letzten Behandlung weiß ich leider auch nicht Bescheid - ich würde mal bei der Krankenkasse zuversichtlich nachfragen; vielleicht weiß es auch Dein Hausarzt?

    Weiterhin alles Gute! T.

  7. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    Zitat Zitat von Joshuatree
    Liebe T.,
    Gerade habe ich einen Spruch gelesen: In 20 Jahren werde wir nicht bereuen was wir getan haben, sondern was wir nicht getan haben...
    Ich habe Angst, wir haben UNSERE Chance verpasst.
    ...Spruch:
    Nicht, was wir sagen oder machen, aber wie wir uns mit einem Menschen fühlten, daran erinnern wir uns.
    [Marie von Ebner-Eschenbach]....

  8. Inaktiver User

    AW: Ich bin traurig

    Zitat Zitat von Joshuatree
    Hallo Karline,
    was ist Zykothymie?
    Bist du Psychologin?
    Nach wieviel Jahren kann man denn eine Therapie überhaupt wieder fortsetzen?
    (Damals war nach 2 Jahren Schluss, und das ist ca. 3 Jahre her).
    Viele Grüße
    Joshuatree (der es wieder so la la geht)
    ...eine Zyklothymie ist eine bipolare Störung mit depressiven und manischen Phasen und gehört zu den affektiven Psychosen.

    Wie bereits gesagt, wäre es ratsam, in Behandlung zu gehen.
    Vertiefte oder evtl. unrichtige Interpretationen in anonymen Foren sorgen eher für Verwirrung und Unsicherheit.

    Dort kannst du auch Fachliches erfragen und für die Diagnose ist es von Bedeutung, ob du schon mal in Behandlung warst, da auf evtl. chronische Störungen oder Rückfälle ein Zusammenhang erkannt werden kann...

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    AW: Ich bin traurig

    Zitat Zitat von Joshuatree
    Ich bin vielleicht einfach nicht wirklich überzeugt von der Beziehu8ng oder habe Angst es skönnte schief gehen. Gleichzeitig will ich sie so sehr. Liebe ihn. Und habe auch Angst davor, dass er mir wehtun könnte.
    In meinem Tief habe ich nun das Gefühl, wir passen wohl doch nicht zusammen, dauernd macht er mir Vorwürfe weil ich nun so schlecht drauf bin, so bedürftig bin.
    Und dadurch wird es gerade immer schlimmer.
    So geht es mir irgendwie auch gerade. Und heute ist mir alles so egal. D.h. ich bin zwar nicht von Traurigkeit gepackt, aber die Beziehung lässt mich gerade völlig kalt. Ich will das so aber gar nicht. Ich liebe ihn (denke ich doch) und will doch einfach nur lieben und geliebt werden. Trotzdem Zeifel. Passen wir überhaupt zusammen???? Ach je.....

    Aber gut, hier geht es ja um dich.

    Ich kann deinen Wunsch nach Selbstständigkeit (neue Wohnung) voll verstehen. Aber auch deine Angst, damit eine noch offene Tür zuzuschlagen.

    Vielleicht nimmst du die Sache einfach mal in Angriff und guckst mal, wie sie sich entwickelt. Manchmal übernehmen die Dinge plötzlich eine Eigendynamik und es ergeben sich plötzlich ganz andere Möglichkeiten. Vielleicht findet sich dabei für dich ein Weg oder eine Lösung.

    Was würde dein Freund denn z.B. sagen, wenn er merkt, dass du Eigeninitiative entwickelst? Vielleicht braucht er das Zeichen, es geht auch ohne ihn, um den nötigen Stein ins Rollen zu bringen.

    Wünsche dir jedenfalls viel Glück Joshuatree.
    B.i.t.c.h.

    Babe in total control of herself



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    AW: Ich bin traurig

    Hallo nochmal,
    jetzt ist schon fastb Ende April. Ich musste heute die Arbeit absagen. Ich arbeite mit Kindern, und ich sass schon im Zug, da musste ich so flennen plötzlich, schon seit heute morgen steckte es mit im Herzen, und als ich an die Kinder dachte war ich so unendlich traurig, dass ich selbst keine habe, und überhaupt, mein Leben, ich wollte es nicht so wie es ist.
    Ich habe eine Fernbeziehung, ich lebe alleine, bin 37 und könnte alles nur zusammenheulen.
    Je mehr ich heule, umso mehr zieht sich mein Freund zurück.
    Ich habe schon übers Schluss-machen nachgedacht.
    Ich würde so gerne einen Impuls erleben, etwas Neues.
    Die Wohnungssache hätte mich herausgerissen, wir wären zusammen gezogen.
    Aber nach der negativ-Entscheidung zieht er sich ganz in die Arbeit zurück, und ich wünsche mir so sehr eine Familie zu haben.
    Aber ich gehe ja allen nur damit auf die Nerven.
    Meinen Job (den ich Dienstags habe) will ich kündigen, ich werde etwas gleichwertiges auch hier finden (muss dafür immer 1 Stunde fahren und bin insg. 10 Stunden unterwegs, komme sehr spät heim, muss aber noch für den nächsten Morgen vorbereiten, das ist total anstrengend, vorallem wenn man so deprimiert ist).
    Ich weiss gerade nicht weiter ausser abwarten und flennen.
    Kann sowieso nichts anderes tun gerade.
    Am liebsten würde ich meinem Freund sagen, ich will ein Kind, ich will mit ihm zusammenziehen. Aber das weiss er schon alles.
    Ich hasse mich selbst dafür, dass ich so verzweifelt bin...kann noch nicht mal mehr arbeiten gerade. Schrecklich.Kann das ein Mann überhaupt nachfühlen?

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