Aufräumen und putzen mochte ich früher überhaupt nicht, noch weniger: Abwaschen. Letzteres ganz deutlich, weil ich es als Mädchen zu Hause immer machen MUSSTE (während die Stiefbrüder im Wohnzimmer saßen). Habe dann innerlich auch immer einen starken Widerwillen gehabt. Naja, und in der trüben Brühe herumzurühren, ist ja auch nicht so schön. Heute habe ich einen Geschirrspülmaschine. Auch beim Aufräumen immer das Gefühl: man muss das so machen, weil das immer alle so machen. Aber den Sinn für mich selbst hab ich lange nicht gesehen. Und dann immer mein Perfektionismus: Ich fange an, einen Spiegel zu putzen, huch, und dann sind die Fenster dran, und dann der Fußboden, und dann ... habe ich das ganze Wochenende nur geputzt.
Nach und nach habe ich dann mitbekommen, dass Aufräumen für mich eine gute Therapie ist, ich sammle mich dann innerlich. Und der Effekt, wenn alles hübsch ist! Außerdem dauert's manchmal gar nicht so lange, wie man immer glaubt. Habe z.B. mal die Wischerei gestoppt: Fußböden von Küche und Bad nur 10 min. Mehr ist es nicht.
Ehrenpreis