Oh ja, das kenn ich gut. Die "tollen" Vorurteile über besonders attraktive od. besonders begabte Menschen. Erstere sind sowieso dumm, arrogant, eingebildet und würden ja eh nie mit "mir Normalo" reden/sich abgeben. Und besonders begabte Menschen sind ja sowieso freaks und "haben noch nie im Leben richtig arbeiten müssen".Zitat von Lizzie64
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Ich bin zwar nicht besonders begabt, aber nicht übel gebildet, war lange an der Uni. Da fragt mich ein "normaler Arbeiter" im leicht ironischem Unterton; "Und? Gearbeitet haben Sie auch schon mal?" Meine Antwort: "Ja, aber nicht 9 bis 5 wie Sie, sondern 60 Stunden die Woche. Na, auch schon mal versucht?"
Zitat von angie2
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03.04.2008, 08:53
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
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03.04.2008, 09:03Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Ergänzend zu Lizzies Ausführungen:
schwierig ist IMHO auch, den eigenen Erwartungen gerecht zu werden. Immer überdurchschnittlich ausgeschaut? Dann ist ein großer Sonnenbrand und 2 Pickel gleichzeitig die Katastrophe (und noch mehr, wenn man erwarten darf, dass die ganze Welt gleich "mei, siehst du grade schlecht aus" plärrt).
Immer gut und recht locker durch Schule/Studium gekommen? Und dann geht irgendwann irgendwas kleines schief... das Überwinden von Mißerfolgen ohne massive Selbstzweifel muss man auch erst lernen.
Dazu noch: Einsamkeit. Lizzie hat ja schon die "Arroganz-Falle" genannt; oft kommt dazu, dass sich viele Leute nicht wirklcih einlassen wollen oder nur die guten, starken Seiten sehen und gar nicht glauben können, dass ein außergewöhnlicher Mensch auch mal traurig und nicht gut drauf ist.
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03.04.2008, 12:06
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Hm. Ja. Verständlich. Jedoch auch wenn man überdurchschnittlich gut aussieht, sollte man sich dessen bewusst sein, dass "Schönheit" vergänglich ist. Aber ich kann das gut nachvollziehen. Beispielsweise hat ein Mensch, der besonders attraktiv war oder ist auch sicherlich viel Mühe mit der magischen 30 (Lebensalter)
Zitat von Inaktiver User
kann ich mir vorstellen. Hingegen wenn man durchschnittlich aussieht, dann entwickelt man so eine gewisse "Gelassenheit". Zwar hatte ich persönlich in jungen Jahren (gerade wo Aussehen eine grosse Rolle spielt) ziemlich Komplexe wegen meines Aussehens (leider nur "Mittelmass"!), beneidete diejenigen, die wirklich toll aussahen und auf dem Schulhof begehrt und beliebt waren. Mit der Zeit, mit dem Alter lässt sowas nach und man beginnt die Tatsache, dass man nie wirklich "besonders attraktiv" aussehen wird, einfach zu akzeptieren. Denn: Es IST nun mal so. Dann machen die einen oder anderen "Alterserscheinungen" ab 30
einem auch nicht so viel aus. Und man punktet mit "anderen Qualitäten", nämlich dort, wo die eigenen individuellen Pluspunkte liegen.
OOOOOOOOOOOOOOOOH, davon kann ich auch ein Liedchen singen.Immer gut und recht locker durch Schule/Studium gekommen? Und dann geht irgendwann irgendwas kleines schief... das Überwinden von Mißerfolgen ohne massive Selbstzweifel muss man auch erst lernen
*träller*
Das stimmt. Und nicht zu vergessen: Viele Neider, die eben nicht genau hinsehen und nicht sehen (wollen?) dass ein besonders schöner, begabter, charmanter.....usw...Mensch eben auch nur ein Mensch ist und auch nur mit Wasser kocht. Vermutlich wurzelt ein solches Denken oft in eigener Unzufriedenheit und Lebensfrust, "ooooooh, der/die hat's guuuuuuuut und iiiiich?Dazu noch: Einsamkeit. Lizzie hat ja schon die "Arroganz-Falle" genannt; oft kommt dazu, dass sich viele Leute nicht wirklcih einlassen wollen oder nur die guten, starken Seiten sehen und gar nicht glauben können, dass ein außergewöhnlicher Mensch auch mal traurig und nicht gut drauf ist.
" Finde eine solche Einstellung schade.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
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03.04.2008, 12:15Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
muss man sich als vom schicksal begünstigter (schön, intelligent, begabt, reich...) das leben manchmal schlecht reden?
(man sieht nicht die tränen dahinter, so als ob die anderen keine hätten...)
um vor benachteiligten noch gut dastehen zu können?
oder wieso?
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03.04.2008, 12:16
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
das thema lautete "warum muessen manche menschen nicht kaempfen". ich finde es schade, dass eine neid-diskussion daraus geworden ist, denn ich finde das thema schon interessant und bedenkenswert.
Zitat von Lisa_S
wie gesagt, vielleicht ist das, was wir "kämpfen" nennen, eine falsche strategie, mit dem leben überhaupt umzugehen. ich finde es interessant, sich gedanken darüber zu machen, was wir unter "kämpfen" verstehen und wie wir glauben, mit schwierigen situationen umgehen zu müssen.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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03.04.2008, 12:43
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Es gibt sie sicher, die Menschen, deren Erfolg darauf beruht, dass sie andere manipulieren oder sich immer schwächere Partner und Freunde aussuchen. Das funktioniert jedoch nur so lange, wie es die andere Seite nicht merkt, dann wird sie versuchen, der Abhängigkeit von solchen Menschen zu entgehen. Aber nicht jeder Mensch, der Erfolg hat, bedient sich dieser fragwürdigen Mittel. Viele haben deshalb Erfolg, weil sie andere begeistern, motivieren und die Zusammenarbeit mit ihnen gut organisieren können.
Was nun die Schönheit angeht: Natürlich kann ich mich darüber beklagen, dass ich bloß mittelmäßig aussehe und nie als Schönheit gelten darf, die alle aufgrund ihres Aussehens pampern. Dafür bin ich aber stärker motiviert, mit meinen Mitmenschen gut auszukommen und sie fair zu behandeln, weil ich es mir nicht leisten kann, andere mit Arroganz zu verärgern, was den Schönen aufgrund ihres tollen Aussehens entweder nachgesehen wird bzw. die dann leichter wieder neue Kontakte finden. Und so kann es sein, dass viele Menschen lieber mit mir zusammen sein wollen als mit einer Frau, die ihrer Schönheit wegen sehr von sich eingenommen ist. Was natürlich nicht heißen soll, dass alle Schönen von sich eingenommen sind. Aber Schönheit verführt manche Menschen zu dieser unsympathischen Überheblichkeit, ebenso wie intellektuelle Hochbegabung.
Ich will damit sagen: Wenn man weder schön noch sonderlich intelligent geboren ist, muss man deshalb noch lange unglücklich sein. Solche Menschen können sehr beliebt und materiell ziemlich erfolgreich sein. Man muss nur schauen, wie man das Beste aus dem machen kann, was man hat. Also gezielt vorhandene Stärken auffinden und ausbauen anstatt nur über Schwachpunkte zu klagen.Geändert von Latona (03.04.2008 um 12:47 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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03.04.2008, 12:58Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Erklärst Du mir dieses Posting mit Zitat aus meinem letzten Posting, herbstblatt?
Zitat von Inaktiver User
Ich hatte doch unbelievable geantwortet und verstehe es daher nicht.
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03.04.2008, 13:23Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
@Med: ich glaube, sie wollte gerne verkuppelt werden ;-)
@Lisa_S: *liedchen-mitsing*
Aber es ist einfach eine Erfahrung mehr, sonst nix.
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03.04.2008, 13:29Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Ach sooooooooooo. *vordieStirnklatsch*
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03.04.2008, 13:30
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Also ich finde, Neid hat sehr wohl etwas mit dem Thema zu tun. Viele Menschen (Nein, nicht alle) sind neidisch auf den Erfolg anderer und hegen deshalb so eine Einstellung, wie hier im Strang beschrieben wird.
Zitat von Coco-Lores
Richtig. Es gibt wenige Menschen auf der Welt, die wirklich aussergewöhnlich attraktiv sind, und Milliarden Menschen, "nur Durchschnitt" oder weniger .....das ist genau der Punkt: Die Konzentration auf "andere Qualitäten", die einem eine gewisse Zufriedenheit, Akzeptanz und Gelassenheit verleiht.
Zitat von Latona
Hm. ....Da wäre ich sehr vorsichtig; Es gibt viele Faktoren, die einen Menschen zu einer solchen Überheblichkeit verleiten, von denen würde ich aber "Reichtum" als erstes und wichtigstes Attribut nennen.Aber Schönheit verführt manche Menschen zu dieser unsympathischen Überheblichkeit, ebenso wie intellektuelle Hochbegabung.
Schönheit und/oder Hochbegabung = verleitet zur Arroganz halte ich hingegen für Klischee. Denn: Das Gehirn vieler Hochbegabter ist anders aufgebaut, viele solcher Menschen weisen leicht autistische Züge auf, was weniger mit "Arroganz" als mit "mangelnder Sozialkompetenz" zu bezeichnen wäre.
Richtig. Genau das!Wenn man weder schön noch sonderlich intelligent geboren ist, muss man deshalb noch lange unglücklich sein. Solche Menschen können sehr beliebt und materiell ziemlich erfolgreich sein. Man muss nur schauen, wie man das Beste aus dem machen kann, was man hat. Also gezielt vorhandene Stärken auffinden und ausbauen anstatt nur über Schwachpunkte zu klagen.
Ich kenne eine ganze Menge durchschnittl. bis wirklich fast schon "hässlicher" Menschen, die sind glücklicher als so manch eine Naturschönheit. Vielleicht sind ihre Ansprüche ans Leben und an sich selbst auch weniger hoch? Während (Tanguera erwähnte das) jemand "Besonderes" unter starkem Leistungs- und Erwartungsdruck steht (ob v. Umwelt od. sich selbst), sehen es "Durchschnittsmenschen" vielleicht gelassener: "Es reicht, wenn ich ......." ....oder "Ach, xxx reicht mir völlig, ich muss ja nicht gleich xxy...."
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)


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