das sagst du was sehr Wahres!Zitat von Inaktiver User
Das ist übrigens vielleicht auch etwas, was ich mit dem Älterwerden gelernt habe: es lohnt sich nicht, wie wild um etwas zu kämpfen. Es kommt zu einem, wenn es zu einem gehört.
Ja... und ich vermisse sie sehr...Zitat von Inaktiver User
Vor Trauer und Abschied kann einen ja keiner schützen...
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16.04.2008, 15:19
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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16.04.2008, 19:30
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
mal ein kurzer moderativer zwischenruf: auch hitzige persönlichkeiten unterlassen hier bitte persönliche auseinandersetzungen!
macht per pn, was ihr wollt, HIER gelten die bri-nutzungsbedingungen.
danke.
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17.04.2008, 10:27
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Liebe Kappuzziner, aber dann ist ja dein "inneres Glockenspiel" quasi "wissenschaftlich erklärbar": Wer positiv denkt und etwas Glück hatte (und das hat jeder Mensch irgendwann mal), geht einfach deshalb (Optimismus) leichter durchs Leben.
Zitat von Inaktiver User
Zitat von Inaktiver User
Mir gehts genau so. Ich habe mich bewusst für das (eher weniger gut bezahlte) Freiberuflertum entschieden, weil mir freie Zeiteinteilung, Selbstständigkeit, sich nicht unterordnen müssen, Kreativität und eigene Ideen umsetzen wichtiger sind als ein "gutbezahlter Angestelltenjob", bei dem ich acht oder mehr Stunden am Tag im Büro sitzen und mit kaum Freiheit "brav parieren" (ja, dies ist etwas übertrieben formuliert
) muss.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
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17.04.2008, 14:27Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Handelt es sich. Zum Glück.
Zitat von Sonderzeicen
Ich begreife immer noch nicht, was die Hartz4-Empfänger in der Thematik zu suchen haben.
Es ging doch um die Frage, ob alle Menschen nach Reichtum streben.
Ich habe behauptet, nein, das tun sie nicht und mich selbst als Beispiel serviert.
Nun erzählst Du mir wieder was von Hartz4-Niveau, auf dem ich nicht freiwillig leben wollte.
Will ich nicht, hast Du recht. Tu ich auch nicht.
Ich habe mein Auskommen.
Aber ich strebe nicht nach Reichtum.
Was zum Geier hat das mit Hartz4 zu tun?
Das Gegenteil von Streben nach Reichtum ist nicht Hartz4, sondern nicht nach Reichtum streben.
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17.04.2008, 14:56
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Meine zwei Cents dazu: Ich habs im "Gehören Kinder zum erfüllten Leben?" -Forum geschrieben:
Nicht arm sein wollen ist nicht gleich reich sein wollen.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
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17.04.2008, 15:17
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Ich nehme jetzt mal dieses Zitat, um in die Diskussion einzusteigen.
Zitat von Lisa_S
Ich würde mich ähnlich wie Kappuziner als "Glückspilz" bezeichen und würde ähnliche Beispiele anführen (Job, Wohnung etc.). zu mir hat meine Mutter immer gesagt, ich sei ein "Sonnenscheinchen" - ein Freund hat mal behauptet "Ich hätte ein Talent zu Glücklichsein"
Ich habe das lange Zeit nicht gut annehmen können, fand mein Glück ungerecht.. hatte immer Angst, dass das dicke Ende noch kommt und so.
Gleichzeitig habe ich mit diesem "Ich habe einfach viel Glück gehabt" meine eigene Leistung oft runtergespielt. Das was ich zB im Job erreicht habe, habe ich mir erarbeitet, unter anderem dadurch, dass ich mir für nichts zu schade war. Ich wollte das und deshalb habe ich gerne viel gearbeitet, aber in den Schoß gefallen, ist es mir nicht. Und ich behaupte mal Kappuziner auch nicht.
ja, das beschreibt es für mich sehr genau.Meine Vermutung
ist eher, dass Kappuzziner meist im Unterbewusstsein gespürt hat, was für sie selbst das Richtige ist und ihrem Weg intuitiv gefolgt ist. Ausserdem - vermute ich - liegt es an ihrer positiven Ausstahlung
Meine Eltern waren übrigens nicht reich, bzw. ist ihr Traum von einem gewissen Wohlstand recht früh vereitelt worden, weil mein Vater schwer krank wurde und in Folge Frührentner wurde.
Letztlich war dann meine Mutter Familienversorgerin. Geprägt hat mich das natürlich auch und ich bemerke mehr und mehr, wieviel ich von meiner Mutter habe.. - aber das ist ein ganz anderes Thema.
Schwere Zeiten, Verluste, große Trauer - all das habe ich ja auch erlebt und daraus eine mittlerweile große Zuversicht in meine eigene Stärke gewonnen.
Und ich glaube, darin liegt der Knackpunkt, weniger in meinem Glück...asa nisi masa
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17.04.2008, 15:23
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
zu mediterranee:
du schriebst, du wuerdest "sehr bescheiden" leben. diese bezeichnung wuerde ich durchaus in die naehe von hartz-4 ruecken, denn "sehr bescheiden" duerfte kaum mehr beinhalten als das, was man unbedingt zum leben braucht. dass du nicht auf hartz-4-niveau lebst, zeigt doch, dass du es auf der leiter zum wohlstand schon ein stueck geschafft hast, und offensichtlich wuerdest du auch gar nicht absteigen wollen.
natuerlich heisst streben nach reichtum im normalfall nicht, dass man dafuer alle wie auch immer gearteten unannehmlichkeiten in kauf nimmt. das waere ja furchtbar. nichtsdestoweniger streben fast alle menschen nach oben und nicht nach unten: gehaltserhoehung statt -kuerzung. umzug in einen schoenere wohnung statt in eine bescheidenere usw. usf. kaum jemand will stillstand oder gar rueckschritt.
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17.04.2008, 15:37Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Sonderzeicen,
das dreht sich jetzt echt im Kreis. Ich klink mich aus.
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17.04.2008, 16:40
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Lebenskunst
Mein Leben scheint zunächst einmal eingeschränkt. Job weg, Krankheit, Frührente. Nach Abzug von Miete (Sozialwohnung, warm 340 €), Versicherungen, Telefon etc. bleiben mir zum reinen "Leben" 300 €.
Von diesen 300 € muß ich Nahrung und Kleidung kaufen, für Rücklagen habe ich kein Geld und manchmal ist am 20. des Monats eben Schluß mit Einkaufen. Wobei ich immer genügend Lebensmittel im Haus habe, ich hungere also nicht.
Ich kann auch nicht mal kurz was dazu verdienen, geht aus gesundheitlichen Gründen nicht.
Aber ich kann gut visualisieren. Was ich brauche, kommt auf wundersame Weise zu mir. Im Bad stehen hochpreisige Kosmetika (immer die tolle Frage von Besuch: ich denke, du hast kein Geld, wieso hast Du Cremes von Lancôme, Parfüm von Jil Sander etc.). Ich habe eine Freundin, die ist reich und es macht ihr Vergnügen, mich immer wieder mit solchen Sachen zu überraschen.
Reisen? Ich mache viele Preisausschreiben mit. Allein in den letzten 16 Monaten habe ich 3 Reisen gewonnen. Und nebenbei auch noch andere Dinge, die ich dann wieder zu Geld mache.
Meine Einstellung ist, das Leben sorgt für mich. Die Dinge ergeben sich. Ich treffe immer auf Menschen, die sich gerade neu einrichten und etwas abzugeben haben. Gerne, sie sind froh, wenn ihre wirklich guten Sachen bei mir landen und ich mich darüber freue.
Wie wäre das Leben furchtbar, wenn ich nur noch jammernd den Blick auf die Perspektivlosigkeit werfen würde. Das wäre schließlich die Realität.
Nein.Ich versuche, über den Tellerrand zu schauen. Wenn das Leben für mich sorgt, davon bin ich überzeugt, muß ich mich nicht an den Ängsten des Mangels festhalten. Ich komme durch.
Ich gehe für mein Leben gerne Kaffee trinken. Starbucks z. Bsp.
Man kennt mich dort (vom Gesicht her, von meiner Situation weiß niemand). Der Pott Kaffee kostet 1, 90 €. Pro Tag wären dies allein ca. 60 € im Monat.
Es ist erstaunlich, was passiert. Je nach Schicht sind immer andere Barista da, die bedienen. Offensichtlich mögen sie mich alle. Ich bezahle in einem Monat vielleicht 5 Kaffees, die anderen bekomme ich geschenkt. Ich habe einmal versucht, dieses ständige Ausgeben zu unterbinden. Nein, sie bestehen drauf, dass der Kaffee auf's Haus geht. Ich sei eben gern gesehene Stammkundin....
Das Leben sorgt für mich. Allerdings muß man dann auch annehmen können.
Mit der Einstellung, jetzt wird alles noch schlimmer, gräbt man sich schwer in die Hoffnungslosigkeit ein, die Erwartungen werden immer weniger. Mein Motto: was kann ich trotzdem noch alles machen?
Die schlimme heutige Zeit? Keine Jobs? Je mehr man sich dieses Höllenszenario ausmalt und sich selbst darin sieht, desto mehr gibt man diesen Dingen Macht.
Ich bastele immer noch an meinem Gesundheitszustand. Schon mehrmals bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen. Ich visualisiere im Moment immer wieder Wanderungen. Ich bin davon überzeugt, diese eines Tages machen zu können. Dorthin will ich, nicht stehenbleiben in der jetzigen eingeschränkten Situation.
Wäre ich arbeitslos, würde ich visualisieren, in einem Job zu arbeiten, würde mir bis ins Detail ausmalen, was ich tun würde in diesem Job. So ziehe ich ihn an, aber nicht mit dem Gedanken an die nächsten 200 Bewerbungen, die ich noch zu schreiben habe. Das ist ja nicht das Ziel. Aber viele bleiben in dieser Stufe schon hängen und schimpfen auf den Arbeitsmarkt, statt sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie wirklich wollen.
Meine Krankheiten habe mich diese Dinge gelehrt, sich auf das Ziel zu konzentrieren und mit Verblüffung konnte ich feststellen, dass ich am Ruder bin, trotz der Einschränkungen. Was kann ich trotzdem tun? Was möchte ich wirklich? Und die Dinge fangen an zu laufen. Sie fallen mir in den Schoss.
Ich glaube wirklich, es ist Sache der Einstellung.
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17.04.2008, 17:04
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Zu Leeremick:
Ja, genau so sehe ich das auch. Es gibt ja den Spruch "Wenn man den Teufel an die Wand malt, dann kommt er" - also: Dann gilt auch das Umgekehrte, oder?
Wer optimistisch denkt, sich nicht unterkriegen lässt, Verluste, Rückschläge & Co. als Teil des Lebens akzeptiert, stets bestrebt ist, das Beste aus seiner Situation zu machen, der wird durch seine positive Ausstrahlung zum "Glückskind". Denn: Ein Lächeln, Freundlichkeit, das Du anderen Menschen schenkst, kommt auch meist zurück.
Toll.
Zitat von crocus53
Hut ab!
Ja.Ich glaube wirklich, es ist Sache der Einstellung.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)


Vor Trauer und Abschied kann einen ja keiner schützen...
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