Doch, das finde ich schonZitat von Lisa_S
. Gerade wenn es angemessen ist. Warum nicht mal ein bisschen verweilen und zufrieden sein und loben, wen auch immer? Es macht das Leben angenehmer und erfüllender.
Obwohl ich auch oft um die Miete bange. Meinem Gefühl nach stehe ich mit meinem oft unsicheren einkommen oft am sozialen Rande. Das macht wirklich was aus und insofern berührt es das Strangthema schon, für mich eben, die dieses Erleben kennt.
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15.04.2008, 15:24Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Geändert von Inaktiver User (15.04.2008 um 15:28 Uhr)
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15.04.2008, 16:09
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Ich muss es anders formulieren:
Zitat von Inaktiver User
SEHR GERNE darf man verweilen, zufrieden sein und loben, jedoch - hier mein Zusatz/Senf: Immer mit ein wenig Vorsicht.
Ein tolles Zitat v. einer Bekannten (O-Ton): Life is full of changes. You have to be prepared.
Find ich persönlich eine sehr gute Einstellung.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
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15.04.2008, 20:24
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
dein problem ist vielmehr, dass du den inhalt meiner beitraege bewusst falsch widergibst, um mir damit einen begrenzten vorstellungshorizont nachzuweisen.
Zitat von Inaktiver User
im uebrigen kannst du ja mal bei den empfaengern eines bescheidenen gehaltes nachfragen, wieviele von ihnen lieber ein GUTES gehalt haetten. wieviel man fuer seine arbeit bekommt, hat naemlich auch etwas mit der wertschaetzung der arbeitsleistung zu tun.
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15.04.2008, 22:46
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
möchtet ihr nicht mal mit dem streiten aufhören??????
das bringt doch niemanden was!!Sei nie so, wie andere dich haben wollen!!!
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15.04.2008, 23:12
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Yes, Amika

Ich wollte hier eigentlich mich auch etwas zurückhalten, aber Lisas Posting (das drittletzte etwa von ihr) hat mich sehr berührt, was sie über mich vermutet hat, das stimmt schon so, im großen und ganzen.
Meine Eltern waren nicht gut vernetzt, aber sie waren - zum Ende ihres Lebens hin - wohlhabend. Nicht, als sie jünger waren. Sie kamen beide aus eher bescheidenen Verhältnissen, aber sie haben Glück und Erfolg gehabt, und auch der Vater meines Vaters hatte Glück und Erfolg.
Sie waren beide zeitlebens sehr bescheiden. Ich erinnere mich, dass wir z.B. immer ausrangierte Senfgläser hatten als Trinkgläser, eingekauft wurde im Aldi, usw. Aber gleichzeitig hat meine Mutter z.B. ihrer Schwester ihren Anteil am gemeinsamen Elternhaus überschrieben, weil es ihrer Schwester noch schlechter ging (auch psychisch).
Als meine Eltern starben, hinterließen sie mir und meinen Brüdern schon einiges, aber nicht "genug", in dem Sinne, wie ihr vielleicht meint.
Meine Brüder haben Familien gegründet und sie haben Kinder und sie haben zu Lebzeiten meiner Eltern von ihnen Geld bekommen, um sich Häuser zu bauen. Meine Eltern haben damals zur Bedingung gemacht, dass ich dieses Geld dann auch erhalte, wenn ich es brauche oder möchte.
Ich habe es auch so gemacht wie meine Mutter: ich habe meinen Brüdern das, was sie von meinen Eltern extra bekommen haben, erlassen - ich möchte nicht ausgezahlt werden.
Ich brauche für mich alleine nicht so viel Geld. Und ich freue mich immer, wenn ich Weihnachten "heim" fahren kann (meine Brüder leben immer noch dort, wo ich aufgewachsen bin), in die Häuser meiner Brüder, die für mich auch ein Stück weit "zuhause" sind. Meine Brüder sind extrem wichtig für mich. Sie bedeuten mir mehr als alles Geld der Welt.
Das klingt vielleicht blöde, aber so ist es.
Aber Lisa, du hast schon recht - ich habe von meinen Eltern viel mitbekommen. Keinen "angeborenen Wohlstand", aber ein gewisses Urvertrauen, dass ich nie verhungern werde. Und sehr viel Vertrauen in die Menschheit, Intuitivität, Selbstvertrauen, ja, das alles. Und auch, verdammt wichtig, Bildung! Meine Eltern haben mich immer unterstützt in meiner Ausbildung. Ich musste zwar immer auch jobben, aber ich wußte, im Zweifelsfall zahlen sie doch für mich. Das war sicher auch sehr viel wert.
Aber alles kein Grund, sich hier zu streiten...
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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16.04.2008, 02:04Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Darf ich Dich was ganz Persönliches fragen?
Zitat von Kappuziner
Sind Deine Eltern vor oder nach dem Krieg geboren, wenn vor: wie ist es ihnen in der Zeit -zunächst mal rein körperlich- ergangen?
Sorry, wenn das zu privat ist, aber das ist etwas, was mich schon lange beschäftigt (...
und heute ist, scheints, meine lange Nacht der Bricom ...) - ob es so etwas wie "vom Phän zum Gen" gibt.
Oder wenn nicht, wie sonst gewisse Ängste, Gefühle des Bedrohtseins übertragen werden.
Warum zum Beispiel, obwohl beides körperlich gleich unangenehm ist und ich weiß, dass beides mich nicht umbringen wird, ich wenn ich friere gleichzeitig Angst spüre - dagegen wenn es kollapsgefährdend heiß ist, ich einfach nur stöhne?
Ich habe nie frieren müssen. Oder warum, wenn meine Mutter vom größten Schmerz ihrer Mutter erzählt, - der war: ihren Kindern nicht genug zu essen geben zu können .. warum trifft das meinen innersten Nerv? Und nicht die Angst, im Straßenverkehr zu verunglücken? (Wäre realistischer.)
Klar, es wird/wurde geredet, und dadurch mag es übertragen worden sein - aber schon beim Erzählen traf es die wunde Stelle!
Kann ein Grundgefühl des Nichtsicherseins übertragen werden, und geschieht es nur durch Reden?
Wenn es leibnahe Urängste aller Menschen sind: warum graust und fasziniert mich die Kolyma-Trasse - aber nicht das ebenso unwirtliche Grönland?
...Im weitesten Sinn bin ich, hoffe ich
, im Thema!
Gruß, T.
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16.04.2008, 07:30
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Ich hatte auch eine "lange Nacht der Bricom"
leider bin ich dann aber doch eingeschlafen...
Meine Eltern haben den Krieg mitbekommen, als kleine Kinder. Ich glaube, da ist was dran, an dem was du schreibst. Meine Mutter wurde irgendwo hin verschickt, weil sie fast verhungert wäre. Sie wurde dann später auch noch magersüchtig. Das war auf jeden Fall definitiv ein Thema...
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16.04.2008, 11:13Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Da muss ich gar nicht nachfragen, Sonderzeicen, da muss ich nur in den Spiegel sehen.
Zitat von Sonderzeicen
Ich arbeite seit mehreren Jahren ganz bewusst Teilzeit, weil mir meine Zeit bedeutender ist als das Geld. Ich lebe deshalb sehr bescheiden und möchte mit niemandem tauschen, der sich viel leisten kann, aber dafür acht Stunden am Tag oder mehr arbeiten muss.
Amika,
keine Sorge, das ist kein Streit. Wenn ich streite, sieht das anders aus.
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16.04.2008, 14:39Inaktiver User
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
Dann finde ich es wirklich bewundernswert, wie sie dennoch diese "Ur-Sicherheit" an Euch weitergeben konnte
Zitat von Kappuziner
!
...Wieder dieses: die einen sagen sich vielleicht "ich habe das Schlimmste überstanden - was soll mir noch zustoßen?" - und die anderen tragen das Gefühl, nie in Sicherheit zu sein, lebenslang mit sich.
Sie hatte sicher auch schon ein Inneres Glockenspiel! T.
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16.04.2008, 14:43
AW: Warum müssen manche Menschen nie um etwas kämpfen?
wenn man von einem teilzeitjob leben kann, so muss es sich schon um einen einigermassen gutbezahlten job handeln. sonst ginge das kaum. ausserdem machst du nicht den eindruck, als ob du freiwillig und gluecklich auf hartz-4-niveau leben wuerdest.
Zitat von Inaktiver User


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