weil ich in einer Stadt wohne, in der selbst Professoren, die auf Austausch sind, in eine WG ziehen müssen wenn sie nicht 1000,- für eine Einraumwohnung zahlen wollenZitat von Inaktiver User
Glaube mir, ich gehe genug Kompromisse ein was das WG-Leben angeht und die anderen auch.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 21
-
14.03.2008, 13:08
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Non siamo soli
-
14.03.2008, 15:51
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Liebe Ini,
das Problem mit dem "Nein-Sagen" kenne ich auch nur zu gut, auch wenn ich schon eine ganze Ecke älter bin als Du (47 Jahre)!
Meist sage ich auch sofort ja, ohne die Anfrage gründlich zu überdenken, aber versuche inzwischen bewusst, mir eine Bedenkzeit zu nehmen.
Zu Deiner Frage mit dem Besuch der Familie von Deinem Mitbewohner: Auch da kann ich Dich sehr gut verstehen, denn ich kann mir praktisch gar nicht vorstellen, wie das gehen soll, dass eine 4köpfige Familie eine Woche lang in einem Zimmer wohnen will! Allein schon, wo wollen sie denn alle schlafen, auf Luftmatratzen? Und hat der Professor sich geäußert, wie die Tage in dieser Zeit geplant sind? Geht er arbeiten, oder hat er frei? Und wollen sie Ausflüge zusammen machen, oder was haben sie vor?
Ich denke, er müsste in jedem Fall Verständnis haben, dass Du Ruhe brauchst für Dich und Deine Arbeit. Gibt es vielleicht eine Jugendherberge in Deiner Stadt, wo die Frau mit den Kindern schlafen könnte? Wir haben das mit unseren Jungs auch schon gemacht, es gibt oft Familienzimmer, die sind nicht so teuer, aber trotzdem komfortabel.
Oder könntest Du vielleicht einen Teil Deiner Arbeit in der Uni-Bibliothek erledigen?
Ich würde versuchen, erst noch mal mit Deinem Mitbewohner zu reden u. einen Kompromiss zu finden, und erst wenn das gar nicht möglich sein sollte, ihm dann doch abzusagen!
Viele Grüße von
HarfeWenn Du es eilig hast, gehe langsam!
Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!
-
15.03.2008, 04:54
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Da ich es selbst etwas anders kenne, wollte ich dich in keinsterweise mit meinem Post vor dem Kopf stoßen.
Zitat von ini.
Das es bei euch auf engem Raum angelegt ist, war mit jetzt nicht klar, da ich andere WG´s kenne, die großzügiger angelegt sind und wo dann auch mal zusmmen gerückt wird.
-
15.03.2008, 10:50Inaktiver User
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Ini,
wenn ich es richtig verstanden habe, hat er das mit der Familie bereits angekündigt, als er sich das Zimmer überhaupt erst anschaute. Und du hattest damit kein Problem. Er war davon ausgegangen, dass Du für Deine eigenen Interessen auch eintrittst. Ich finde, das solltest Du auch. Ausdrücklich sogar. Dass Du im Nachhinein Deine Meinung änderst, ist anderen gegenüber anstrengend und auch nicht fair.
Dieses Prof-Beispiel war eh nur ein Beispiel für eben das Problem gewesen, Deine Wünsche und Bedürfnisse hinter die anderer Menschen zu stellen, oder? Eben weg mit diesen "hin und her"s. Wenn Du Dich wichtiger nimmst, wäre dies besser! Menschen mit einem gesunden Egoismus gehen davon aus, dass Du für Dich auch eintrittst und nicht "Ja" sagst, wenn Dir eigentlich nach "Nein" ist. Habe ruhig den Mut, Dich da zu ändern!
Neuanfang
-
15.03.2008, 20:30
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Liebe Neuanfang,
nee, mein originaler Mitbewohner hat das Zimmer fest an den Prof zugesagt und ich wurde nur beim Einzug mit ihm bekannt gemacht und "überrumpelt". Du bringst aber nocheinmal eine wichtige Sache zur Sprache, nämlich dass es unfair und ärgerlich für den anderen ist, wenn Zusagen zurückgenommen werden. Also nicht nur Stress für mich. Ich arbeite dran...
Dank Dir
iniNon siamo soli
-
15.03.2008, 20:37
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Liebe Karla48,
ja, ich habe es ihm erklärt und er reagierte richtig komisch. Zum einen sagte er, ich würde übertreiben und solle meinen Abgabetermin nicht so ernst nehmen, zum anderen meinte er nochmal, dass er kein Geld dafür ausgeben wolle. Bezüglich des ersten Punktes finde ich, er hat kein Recht, mir irgendwelche Hinweise zu geben. Schließlich bin ich auch nicht mehr 20 und kann sehr gut abschätzen, ob ich im Verzug bin oder nicht.
Er hat mir heute den Kompromiss angeboten, dass er und seine Kinder drei Übernachtungen bleiben und dann auf Tour gehen. Naja, was soll ich tun, ich hab dann Okay gesagt. 3 Tage werd ich schon aushalten. Aber froh bin ich nicht.
Liebe Grüße
iniNon siamo soli
-
15.03.2008, 20:46
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Liebe Harfe
Du, ich habe ihm sogar ein Hotel in der Nähe genannt. Er war auch dort und meinte, die hätten ein dreiBettZimmer für 65,- aber mit Bad am Gang. Und seine Frau meinte, das würde sie nicht wollen. Aus diesem Grunde würde wohl auch eine Jugendherberge ausscheiden.
Es gibt ein großes Bett im Zimmer und dann wohl zwei Matratzen auf dem Boden.
Zu den anderen Mitbewohnern: Meine eine Mitbewohnerin ist taub. Kein Witz, also sie stört es sicher nicht. Außer natürlich, wenn das Bad blockiert ist morgens, da sie arbeiten geht. Der verbleibende Vierte im Bunde ist oft bei seinem Freund und wird wohl auch "auswandern" für drei Tage.
Ja, er hat einen Kompromiss vorgeschlagen: nur 3 Tage statt eine Woche, ich hoffe, das klappt.
Und ... UniBib ist schon fest eingeplant! :)
Liebe Grüße
iniNon siamo soli
-
15.03.2008, 20:58
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Du, On_Ice
ich habe mich nicht vor den Kopf gestoßen gefühlt. Deine Einwände/Fragen sind berechtigt und helfen mir, meinen eigenen Standpunkt besser zu sehen :)
Hoffentlich ist der ganze Stress mir eine Lehre, nicht gleich zuzusagen sondern abzuwarten und zu überlegen, was ich will. Sonst finde ich mich eines Tages ...
... mit grünen Haaren (Friseur: Grün steht Ihnen so gut)
... Moonboots (Schuhverkäufer: Absolut in, außerdem habe ich sie jetzt schon 30 Minuten beraten)
... nem Minirock (Verkäuferin: Also die Speckrolle sieht doch keiner, nehmen sie den Rock? Ja ?)
... in einem Fussballstadion wieder (Freund: Denkst Du auch, dass ist das Spannendste überhaupt?)
... und in der Pause schwenkt die Stadion-Großleinwand-Kamera auf mich und mein fussballbegeisterter Freund (den ich auch nur habe, weil meine Mutter meint, er sei so bodenständig) läßt die Frage der Fragen stellen ...
"Ini, willst Du mich heiraten?"
NNNNNNEEEEEIIIIIIINNNNNN!
iniNon siamo soli
-
15.03.2008, 22:22Inaktiver User
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
Liebe Ini,
"Nein" sagen ist nicht sooo einfach. Wohl jenen, die zu gesundem Egoismus erzogen wurden. Bei mir war es leider nicht so. Das habe ich dann nachgeholt. Auf die harte und auf die leichtere Tour.
Die harte: ich bin (mit damals Anfang 20) in Schuhgeschäfte gegangen und habe Gesundheitsschuhe für die Frau ab 60 anprobiert. Ihr wisst schon: die niedrigen Gruselteile hochgeschlossen zum Schnüren. Und sagte später - natürlich! - "Nö". Kam mich anfangs hart an...
Die leichtere Tour: eine mir bis dato unbekannte ältere Dame, die ich in einem Kaffeehaus kennenlernte und der ich mein Leid klagte, "Ich würde soooo gerne mal Hochzeitskleider anprobieren", machte mit und gab sich als meine "Tante" aus.
"Also weisst Du, ich finde, das solltest Du Dir nochmals überlegen. das gefällt mir nicht so richtig"- "Ja?" ... und zack, war ich nach 13 Kleidern aus dem dann letzten Kleid und wir aus dem Laden wieder raus. Kaum draußen, haben wir herzlich gelacht - und enterten den nächsten...
Drei Tage - die können lang sein, aber du hast es Dir/bzw. die Mitmieter selbst eingebrockt, also wirst du's/werdet ihr es halt auch auslöffeln. Drei Tage sind absehbarer als eine ganze Woche. Der Kompromiss ist okay.
Aber es kann auch ganz anders kommen. Wie kannst Du mit kids? Vielleicht sind die youngsters total bereichernd? Du siehst sie und denkst Dir, "Joj, und wir gehen jetzt auf den Spielplatz". Kann auch passieren!
Liebe Grüße,
Neuanfang
-
22.03.2008, 10:26
AW: Hin und Her. Nein-Sagen als Problem
hallo,
ich kann das verstehen, dass dir so viele leute zu viel sind. leider sind viele leute mit dem "nein" sagen nicht ganz gut freund, ich gehöre dazu.
ich hab mir jetzt mal so ein buch gekauft: "sag nicht ja, wenn du nein sagen willst", und da las ich vor kurzem ein kapitel, wo es darum ging, die eigenen rechte zu erkennen. als ja-sagerin glaubt man nämlich zu oft, nur die andren hätte ein recht auf etwas, egal was, und man selbst hätte gar kein recht, etwas zu äussern.
ich habe jetzt erst erkannt, dass ich im grunde immer glaube, ich bin dazu verpflichtet, andren ihre wünsche zu erfüllen, und damit soll jetzt schluss sein.
ich hatte einen furchtbaren streit mit einer "freundin", und der hängt mir jetzt schon drei tage nach -warum? weil ich einmal zurückgeschrien habe und geäusserrt habe, was mich stört an ihr! jetzt belastet es mich, weil ich glaube, sie ist sehr beleidigt, aber andererseits denke ich mir - ja, dann gehts ihr mal wie mir. sie soll ruhig mal sauer sein auf mich!!!
das ist für mich ein völlig neues gefühl, dass ich jemanden beleidigt sein lasse auf mich,d enn normalerweise komm ich dann angekrochen, bitte um verzeihung (auch wenn ich im Recht war) weil ich es nicht aushalten kann, dass jemand mich nicht mag... ich versuche dann meist alles zu tun, damit diejenige mich wieder leiden kann. und vor ein paar tagen hab ich genau DAS NICHT gemacht.
es ist anstrengend, das auszuhalten, muss ich sagen. sich entschuldigen und frieden zu schaffen ist auch anstrengend, allerdings ist dann eben frieden. ich weiß nicht, welche Strategie mir besser gefällt, ganz ehrlich gut gehts mir nicht mit dem WIssen, jemand ich beleidigt auf mich.
lg
u


Zitieren
