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    AW: emotionale erpressung

    ACHTUNG LANG !!!

    Hier meine Geschichte zur Emotionalen Erpressung:

    Meine Mutter ist trockene Alkoholikerin. Meine Kindheit war gespalten. Einerseits die alkoholkranke Mutter von der ich mich ab meinem 12. Lebensjahr distanzierte und mit meinem Vater wegging (Umzug 1000km entfernt) . Andererseits meinen sehr liebevollen aber sehr strengen Vater.

    Der Verlust Ihrer 4 Kinder (3Jungs und 1 Mädchen) machte Ihr schwer zu schaffen, denn Sie verlor ihren kpl. Lebensinhalt, aber eine andere Möglichkeit Ihr zu helfen (und uns zu schützen) sahen wir damals nicht.
    Als ich 17 Jahre alt war meldete sich meine Mutter erstmals in einer Klinik an und war seit diesem Zeitpunkt bis heute erfolgreich „trocken“. Sie nahm den Kontakt auf als sie noch in der Klinik war.
    Langsam näherten wir uns wieder an und fanden den Weg eine Freundschaft zu führen. Ich zog zurück in ihre Nähe (Berufsbedingt). Das Mutter – Tochter Ding war gestorben aber wir arrangierten uns auf diese Weise ganz hervorragend. Es war echt toll. Sie wurde eine liebevolle und super nette Person. Ich habe sie echt geliebt. Klare Ansage meinerseits. Sie wird Rückfällig und ich bin weg. Keine Diskussion.

    Ihre 2. Ehe (während und nach ihrem Entzug) war mit einem cholerischem Alkoholiker und das war ein einziges Fiasko und nahm uns alle sehr mit. Wie sie trotz alledem schaffte trocken zu werden und zu bleiben, war uns ein absolutes Rätsel. Wir waren stolz auf sie. Diese Ehe überstand sie also auch.

    Meine Mutter hatte nie richtig Glück mit Männern.
    So kam es dass sie einen neuen Freund hatte, der aktiver Alkoholiker war. Er versuchte es ständig, aber wurde regelmäßig rückfällig. Ich sah wie unglücklich meine Mutter war, doch sie wollte und konnte sich nicht trennen. Er wurde nicht aggressiv, oder so. War an sich ein netter, ruhiger . Jedoch keine Person zu der ich irgendeinen Draht finden konnte.

    Nach einer Weile (ca. 1 Jahr) konnte ich es nicht mehr mit ansehen und ich fing an Ihren Freund zu meiden. Sein Zustand zog mich immer mehr runter und führte zu heftigen Diskussionen zwischen meiner Mutter und mir.
    Ich hatte Albträume (Angst sie wird Rückfällig) und in diesen Träumen nahm ich mir das Leben, weil es nicht mehr mit ansehen konnte. In der Zeit (ich war 19 J) merkten Freunde und Bekannte, dass ich während der Schlafphasen zum Atmen aufhöre. So richtig die Backen zusammen gepresst habe. Mein damaliger Freund hat seitdem nächtlich über meinen Schlaf gewacht. Ich erklärte meiner Mutter, welche alten Wunden bei mir aufgerissen wurden durch das Verhalten Ihres Freundes und erzählte ihr von diesen Träumen. Sie litt fürchterlich ( durch Ihr eigenes Schuldgefühl) und wollte das ich einen Psychologen aufsuche.

    An der Situation zu ihrem Freund wollte und konnte sie nichts ändern. Ich zog meine Konsequenzen und mied ihn wirklich wie die „pest“. Meine Mutter wollte ich nur noch alleine treffen und bei Familientreffen hielt ich mich von ihm fern. Kein Gruß und keine Gespräche. Ich hatte immer einen Kloß im Hals, wenn er im Raum war. War total unentspannt und mürrisch. Meine Mutter verstand nie, dass die Angst um Sie mich von ihm fernhielt.
    Meine Mutter reagierte total über und redete auf mich ein ich sollte ihm doch noch eine (und noch eine und noch eine .....) Chance geben. Meine Brüder könnten es ja auch.
    Ja klasse- meine Brüder haben auch keine Albträume und denen gehen solche Dinge echt am Allerwertesten vorbei. Bloß kein Stress.

    Meine Albträume wurden schlimmer und häuften sich. Ich verlor meinen Job und verließ meinen Freund. Mein Leben war seltsam, da wollte ich diese Geschichte nicht auch noch. Mein Mutter setzte mich unter Druck mit ihm zu reden. Ich sagte Klipp und klar, sie solle das Thema ruhen lassen solange er nicht „trocken“ ist. Konnte sie jedoch nicht.

    Jedes Gespräch endete im Streit und Vorwürfe, was ich für eine harte und kalte Person sei. Ich sollte mehr Verständnis für seine Situation haben usw.
    Ich sagte ihr, dass ich eine Pause brauche auch von ihr. Einfach mal Funkstille.

    Da drehte sie total am Rad. Bombardierte mich mit Anrufen. Briefen, stellte mir Blumen vor die Wohnungstüre usw. Es wurde so schlimm, dass ich gar keinen Kontakt mehr wollte. Sie suchte immer mehr das Gespräch, in denen Sie mir mitteilte, dass ich ihr einziger Bezugspunkt bin. „Wenn ich sie meide, hat sie keinen Lebensinhalt mehr. Sie braucht mich – ich bin ihre einzige Freundin“. Ich sagte ihr sie solle ihr Leben nicht an meines hinhängen, ich habe nicht die Kraft sie noch mitzutragen. Ich war zwar jünger, aber teilweise die stärkere von uns beiden. Doch diese Last, konnte ich nicht mehr tragen.

    In einem Telefonat sagt sie mir, dass sie ohne mich nicht leben kann und somit keinen Halt und Grund hat um NICHT RÜCKFÄLLIG zu werden. Da war der Ofen aus. Ich bin total ausgeflippt.
    Hab sie angeschriehen, sie solle sich zu saufen und dann gegen den nächsten Baum fahren, das aber mit Ihrem Namen unterschreiben und nicht mit meinem. Aufgelegt.

    Sie erpresste mich emotional: Ignoriere mich und ich fange evtl. wieder zu trinken an. Gespräch halfen hier nicht weiter. Sie entschuldigte sich tausendmal, aber verstand nicht wirklich, was genau sie mir damit angetan hatte. Ich empfand in dem Moment nur Hass. Alles an Zuneigung war gewichen und hatte einer eisigen Kälte Raum geschaffen.

    Ich hatte einen nervlichen Zusammenbruch und war echt fertig. Bin im Wohnzimmer zusammengebrochen und konnte nicht aufhören zu weinen. Meine Freundin saß mit mir auf dem Boden und hat meine Haare gestreichelt.

    Ich beschloss für 1 Jahr wegzugehen und so habe ich alles verkauft und bin für 1 Jahr nach Australien. Von meiner Mutter habe ich mich sporadisch verabschiedet. Ich meinte: Wenn sie mich in Ihrem Leben behalten will, soll sie mich in ziehen lassen und mich erstmal zur Ruhe kommen lassen. Abstand ist der einzige Weg um uns wieder zu einander zu bringen.

    Gesagt getan. Ich diesem Jahr telefonierten wir nur wenn ich es wollte und das war ungefähr 1 x in 3 Monaten. Sie erfuhr alles weitere von dem Rest der Familie und Freunden.

    In dieser Zeit hörte ihr Freund auch zu trinken auf. Als ich zurück kam war er immer noch trocken. Ich sprang über meinen Schatten und nahm sporadisch den Kontakt zu meiner Mutter auf. Bedingung: Wir haben nur Kontakt wenn ich mich melde. Ich wollte mehr Zeit. Ich braucht mehr Zeit.

    Als wir uns langsam wieder gefestigt hatten und ihr Freund immer noch trocken war, habe ich langsam aber sicher auch aufgehört ihn „wie Luft“ zu behandeln.

    Seitdem lebt meine Mutter ihr eigenes Leben und hängt nicht mehr an meinem. Ich habe den emotionalen Abstand gewonnen und mir geht es sehr gut.

    Das ganze liegt jetzt Jahre zurück und ich schätze meine Mutter wieder als eigenständige Person, die seit diesem Zeitpunkt sehr viele Fortschritte gemacht hat. Sie hat angefangen Ihr eigenes Leben erfolgreich zu leben ohne Ihr Glück von anderen Abhängig zu machen.

    LG Nena
    Das Leben ist kein Ponyhof

  2. Inaktiver User

    AW: emotionale erpressung

    Zitat Zitat von Simone77
    meine aussagen sind in dem fall theoretisch, da ich dies mit meinen eltern noch nie erlebt habe. da hast du sicherlich einen ganz anderen hintergrund als ich.

    wie seit ihr dann mit der situation umgegangen? habt ihr euch weiter erpressen lassen? oder klare grenzen gesetzt?
    Meine Schwester hat sehr unter der Situation gelitten, da sie selbst auch allein und noch weiter entfernt lebt und sich immer Vorwürfe gemacht hat, weil sie nämlich nicht die Möglichkeit hatte, zu unserer Mutter zu fahren, während ich meine eigene Familie habe und es einfach pragmatischer sehe: ich KANN gar nicht immer springen, wenn jemand pfeift.

    Erst, als wir es nach einer schweren Erkrankung unserer Mutter geschafft hatten, sie dazu zu überreden, in unmittelbare Nähe meiner Schwester zu ziehen, hat sich die Lage entspannt.

  3. User Info Menu

    AW: emotionale erpressung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Danke marla - das nur zur Erklärung, ich höre mich oft so hart an, wenn ich das erkläre -aber das bin ich absolut nicht. Meine Schwester tut mir unendlich leid - aber ich kann ihr eben nicht helfen, so gern ich das würde.
    ja, das ist es: es tut einem so leid, man fühlt sich verpflichtet, man möchte so gern helfen....

    es geht schließlich nicht um irgendwelche menschen, sondern enge verwandte, nahestehende menschen.

    ich bin da auch gerade dabei zu unterscheiden: was ist härte? was ist selbstschutz? und in diesem sinne: was ist klarheit?

    ja, klarheit hört und fühlt sich sicher hart an, aber ist einfach lebensnotwendig, um diesen wust aus angst und schuldgefühlen zu klären.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  4. Inaktiver User

    AW: emotionale erpressung

    Mir ist, glaube ich, gerade eine Idee gekommen, woran man Erpressung schnell erkennt:

    Ich werde mit einem Wunsch oder einer Forderung konfrontiert, bei der ich nur eine Alternative der Handlung habe.

    Und zwar die, die mein Gegenüber will. Sobald es nur die Erfüllung einer Erwartungshaltung, bin ich unfrei. Auch das Androhen von Sanktionen zeigt, das Gestaltungsmöglichkeiten nicht eingeräumt werden.

    Kein Wunder, dass man sich dabei so unwohl und als Mittel zum Zweck fühlt.

  5. Inaktiver User

    AW: emotionale erpressung

    Zitat Zitat von marla63
    das stimmt nach meiner erkenntnis leider eben nicht. erpresser haben ein sehr großes interesse an ihrem opfer, sonst würden sie nicht erpressen. [...]

    verlust von nähe, intimen vertrauten beziehungen, liebe. ist das nichts?
    Das ist eine Frage der Sichtweise und der Bewertung. Jemand der an mir Interesse hat, der erpresst mich nicht, der meint es auch nicht gut, sondern er findet zusammen mit mir heraus was für uns beide gut ist. Auch wenn der Verlust von, ggfls. auch vermeintlicher, Liebe schmerzen mag, so ist in meinen Augen ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

    Was das Beispiel mit der Mutter angeht, die seit 20 Jahren anruft weil sie stirbt. Pech gehabt. Jemand der mit so einer Aussage verantwortungslos umgeht, muss damit leben, dass ich eben nicht komme wenn es ernst ist.

    Welcher Weg der richtige ist, ist einfach eine sehr individuelle Entscheidung. Für mich ist aber eins klar: Ich lasse mich von nichts und niemandem schikanieren. Wer das versucht ist bei mir raus, egal wer es ist. Das Leben ist mir zu kurz um mich mit Drangsalieren abzugeben.

  6. User Info Menu

    AW: emotionale erpressung

    liebe nena,

    vielen vielen dank für deinen bewegenden bericht. ich habe gerade eine dicke gänsehaut und einen kloß im hals.

    viele stellen erinnern mich an situationen, in die mich meine mutter brachte, nachdem mein vater sie verlassen hatte. gerade dieses:

    wenn du heute abend ausgehst / in einer anderen stadt studierst / mich jetzt auch noch verlässt, möchte ich nicht mehr leben, werde ich mir das leben nehmen.
    du bist mein letzter halt und grund, warum ich noch lebe.
    du bist meine lebensretterin.
    ich habe die ganze nacht auf dem boden vor deiner zimmertür gesessen, damit ich mir heute nacht nicht das leben nehme.

    es ist schier unmöglich, sich dem zu entziehen, zumal als junger mensch, der schon immer manipuliert und erpresst wurde. ich kann wahrscheinlich nicht einmal im ansatz nachvollziehen, was du durchgemacht hast. aber auch ich habe mich voll und ganz verantwortlich gefühlt für das leben meiner mutter. bis zur selbstzerstörung. eines tages stand ich im 6. stockwerk am fenster und habe mir vorgestellt, wie erleichternd es wäre, jetzt zu springen.

    muss man erst selbst beinahe kaputt gehen, ehe man sich diesem druck und dieser last entziehen kann? ich konnte nicht anders. niemand hat mir gesagt: das geht nicht, was deine mutter mit dir macht. es klingt unwahrscheinlich, aber ich habe das alles noch 25 jahre mit mir herumgetragen, ehe ich es wieder hervorholen konnte, und dann habe ich so geweint wie du.

    und erst jetzt, nach bzw. noch während langer schwerer krankheit bin ich bereit und willens, mich diesem thema ganz und in aller konsequenz zu stellen und dem ganzen endlich ein ende zu setzen.

    ich beglückwünsche dich von ganzem herzen zu deinem mut und deiner kraft und dass du es geschafft hast! vor allem, wieder auf deine mutter zuzugehen und nun ein ehrliches achtvolles verhältnis mit ihr leben kannst! ich hoffe, du schreibst noch weiter mit hier.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
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    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  7. User Info Menu

    AW: emotionale erpressung

    Liebe marla,

    ich verstehe dich sehr gut, deine Erfahrungen könnten meine mit meiner Mutter sein.
    Egal was ich gemacht habe, es war immer falsch. Sogar wenn ich mich ganz besonders liebevoll um sie gekümmert habe, weil ich sie ja tatsächlich liebe, es war alles falsch.

    Ich habe ihr Briefe geschrieben, nie eine Antwort bekommen, mit ihr geredet, es hat nur Vorwürfe gegeben. Alles war umsonst und sinnlos.

    Obwohl ich das so nicht wollte, habe ich mich immer wieder für längere Zeit zurückgezogen (auch manchmal monatelang), es half alles nichts. Ich erntete nur Vorwürfe, neue Erpressungsversuche, Streit.

    Bis ich meine eigene Mutter aus meinem Haus hinausgeworfen habe, nach einem heftigen Streit und ihr gesagt habe, sie soll sich nicht mehr in mein Leben einmischen. Das war so heftig, dass sie mich wirklich beim Wort genommen hat und wir haben uns genau 1 Jahr weder gesehen noch telefoniert. Nach einem Jahr schrieb sie mir, unter einem Vorwand, und bat mich um ein Treffen.

    Bei unserem 1. Wiedersehen wählten wir einen Spaziergang, neutraler Boden, keine allzu große Gefahr für eskalierenden Streit. Dachte ich. Weit gefehlt, sie hat mich derart provoziert, dass ich völlig ausgerastet bin, ich habe ihr ungeschminkt meine Meinung ins Gesicht geschrien.

    Danach war einige Zeit Ruhe, und seither treffen wir uns gelegentlich, ich spüre nach wie vor meine Liebe zu ihr, kann ihr alles verzeihen, und ich glaube, sie mir auch. Aber wir halten Abstand.

    Ich habe den Eindruck, meiner Mutter geht es gut. Sie hat eine Freundin, viel jünger als ich, die ihr ein bisschen die verlorene Tochter ersetzt. Und die hat einiges bei meiner mutter verändert, weil die ja ganz anders mmit ihr reden kann, da sind keine hinderlichen Emotionen im Weg.

    Rückblickend tut es mir unendlich weh, dass ich so lange gebraucht habe, mich aus dieser emotionalen Falle zu befreien. Wirklich frei sein wird man wohl nie, wenn man so vergewaltigt und seelisch mißbraucht wurde, wie das bei solchen Müttern der Fall ist.

    Wichtig ist meiner Meinung nach:
    Abstand halten
    den Versuch aufgeben, den emotionalen Erpresser verstehen zu wollen
    seine Grenzen stets wachsam verteidigen
    und das wichtigste Wort ist ein klares Nein.

    Du mußt kein schlechtes Gewissen haben, du hast das Recht dein Leben zu leben und die Pflicht, dein Glück zu finden und zu verteidigen. Du bist nicht verantwortlich für das Glück anderer (ausgenommen Kinder).

    Alles Gute!
    redrose

  8. Inaktiver User

    AW: emotionale erpressung

    hier mein beitrag:

    ich bin ganz gefesselt von dem buch

    "Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen" von Susan Forward.

    -> Das Buch habe ich auch gelesen und kann es nur weiterempfehlen.
    Mit dem Thema bin/war ich auch lange konfrontiert und es erfordert Kraft und Geduld, von den Verhaltensmustern loszukommen, die man sich angewöhnt hat, wenn man es "Recht machen will" oder Angst hat, dass es schlimme Konsequenzen mit sich bringt, wenn man sich "anders" verhält als erwartet wird.

    Allen Betroffenen viel Kraft!
    Geändert von Inaktiver User (13.03.2008 um 14:44 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: emotionale erpressung

    marla,

    deinen letzten Beitrag habe ich erst jetzt gelesen, hat mich auch sehr berührt. Und die anderen Beiträge, die mir sofort den hals zuschnüren, mir die Luft zum Atmen nehmen.

    Kinder, die so aufgewachsen sind, haben fast keine Chance dieser machtvollen grausamen Erpressung der Mütter zu entgehen.

    Solche Mütter (oder andere Erpresser) hätten längst psychologische Hilfe gebraucht, nicht Kinder, vor deren Türe sie ganze Nächte ausharren um am nächsten Morgen dem eigenen Kind ihre Lebensuntüchtigkeit vor die Füsse zu schmeissen.

    Es gibt nur einen Weg: A B S T A N D

    redrose

  10. User Info Menu

    AW: emotionale erpressung

    Zitat Zitat von marla63
    bis zur selbstzerstörung. eines tages stand ich im 6. stockwerk am fenster und habe mir vorgestellt, wie erleichternd es wäre, jetzt zu springen.
    Liebe Marla,

    an diesem Punkt stand ich mit 11 Jahren. Ich stand in unserer Küche, hatte ein Messer in der Hand. Wollte nicht mehr.
    Mein 9 Jahre älterer Bruder kam herein. Ich bin mir nicht sicher, ob er die Situation richtig erkannt hat. Er nahm mir das Messer ab. Wir sprachen nicht darüber.

    Ich habe heute zuviel Respekt vor dem Leben um diesen Gedanken nachvollziehen zu können. Habe viel aus meiner Kindheit verdrängt, doch dieses Erlebnis bleibt. Erinnert mich daran, dass es immer wieder aufwärts geht und man nicht aufgeben sollte. Egal an welchem Punkt man steht .

    Ich habe Deine Beiträge nicht kpl. gelesen...da ich solange an meinem getippt habe . Das werde ich aber heute abend nachholen und gerne würde ich diese Thematik weiter mit Dir ausarbeiten. Ich denke es gibt viel aufzuarbeiten.

    LG Nena79
    Das Leben ist kein Ponyhof

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