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  1. Inaktiver User

    Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Wie geht ihr mit Menschen um die ein ausgesprochenes Helfersyndrom haben und euch helfen wollen. Mir ist das schon öfter begegnet und ich reagiere sehr allergisch. Ich fühle mich dann klein ,schwach und fremdbestimmt. Erst glaubt man das es ehrliches Intresse ist doch irgendwann überrollt einen die Helferlawine und man wird unter ihr begraben. Da hilft nur Flucht. Ich kann im übrigen mein Leben gut meistern und bin auch mal für Hilfe dankbar,aber nicht ohne Anfrage meinerseits.

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie geht ihr mit Menschen um die ein ausgesprochenes Helfersyndrom haben und euch helfen wollen. Mir ist das schon öfter begegnet und ich reagiere sehr allergisch. Ich fühle mich dann klein ,schwach und fremdbestimmt. Erst glaubt man das es ehrliches Intresse ist doch irgendwann überrollt einen die Helferlawine und man wird unter ihr begraben. Da hilft nur Flucht. Ich kann im übrigen mein Leben gut meistern und bin auch mal für Hilfe dankbar,aber nicht ohne Anfrage meinerseits.
    Sehe es wie Du!

    Alternative Vorschläge sind willkommen und können sehr fruchtbar sein, aber ICH entscheide das Maß und was ich wann mache oder lasse! Ich finde es grenzt an Respektlosigkeit, wenn ich deutlich mache was ich will und nicht will und darüber hinweggegangen wird, weil der andere meint zu wissen was gut für mich ist!

    In der Situation, an die ich jetzt bei mir denke, habe ich das deutlich gesagt und es wurde mehrfach nicht akzeptiert. Aus Wut wurde Gleichgültigkeit. Heute haben wir keinen Kontakt mehr.

    Aber - warum fühlst Du Dich klein + schwach? Das begegnet Dir öfter? Strahlst Du Hilfebedürftigkeit aus oder überschüttet die Person alle mit ihrer vermeintlichen Hilfe? Was ist denn die spezielle Situation oder was bedeutet Dir die Person? Warum fällt es Dir so schwer, die Situaton zu 'meistern'? Vielleicht ist das auch je nach Sachlage verschieden!?

    Fragen über Fragen...

    LG Minza

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Ja...ich kenne mich :)

    Es ist jetzt wirklich nicht so, dass ich mich sofort überall einmische, wenn ich mitbekomme, dass jemand vielleicht Hilfe bräuchte. Meine Freunde wissen um meine Hilfsbereitschaft (daher auch der Spitzname "Mutter der Nation") und deswegen kommt es nur sehr selten vor, dass ich von mir aus Hilfe anbiete, da mir meine Freunde oft zuvorkommen.

    Bei Kollegen z.B. ist das schon anders, da frag ich ganz einfach, ob sie Hilfe brauchen (wenn jemand eben in meiner Gegenwart erwähnt, dass er dies oder das braucht oder nicht schafft). Entweder jemand sagt: "Ja sehr gern, danke", und nimmt meine Hilfe an, oder eben nicht, aber aufzwingen will ich das niemandem, so etwas ist mir selbst auch nicht recht.
    Bei mir ist das Helfersyndrom in der Art ausgeprägt, dass ich meistens erst allen anderen helfe, bevor ich an die Reihe komm...mittlerweile hab ich aber auch gelernt "Nein" zu sagen.

  4. Inaktiver User

    cool AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Hallo Minza. In meiner letzten Beziehung war es so. Wenn ich ein Problem hatte ist mein Partner zu Höchstleistung aufgelaufen. Ich wollte eigentlich nur mein Problem bespechen und er hatte gleich eine Lösung.Habe ich die nicht umgesetzt fand er mich undankbar. Ich habe ihn nie sonst so lebendig erlebt. Heute wo wir nicht mehr zusammen sind weiss ich das er es auch bei anderen Frauen so macht.Ich hatte das Gefühl wenn ich Stark war konnte er mit mir nicht soviel anfangen.Ich habe auch eine Freundin die immer die Alarmglocke klingelt wenn ich mich mal nicht melde. Sie sagt dann sie hätte Angst um mich gehabt .Das ist mir zuviel. Wenn mir was passiert würden es die anderen schnell erfahren.Gehen wir zusammen einkaufen dann ist es ganz extrem. Sie hält mir einen kleinen Taschenpspiegel hin um mich besser sehen zu können. Das Teil ist dir doch zu eng.Ich hasse es.

  5. Inaktiver User

    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    ...kenne ich auch.
    Je nach Lust und (Diskutier)laune distanziere ich mich (indem ich z.B. klar benenne, dass ich mir in dieser oder jener Beziehung selbst helfen kann oder kompetentere Ratgeber an meiner Seite habe als es diese Person anbieten kann) oder ich frage einfach zurück, warum sie denn helfen möchte und ob ihr dann evtl. entgegengebrachte Dankbarkeit Bestätigung gibt.

    Bei zweiterem bin ich aber eher vorsichtig.

    Die Kontrolle über meine Bedürfnisse und die Unterstützung, die ich mir im Bedarfsfall suche, behalte ganz klar ich ;-).

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo Minza. In meiner letzten Beziehung war es so. Wenn ich ein Problem hatte ist mein Partner zu Höchstleistung aufgelaufen. Ich wollte eigentlich nur mein Problem bespechen und er hatte gleich eine Lösung.Habe ich die nicht umgesetzt fand er mich undankbar. Ich habe ihn nie sonst so lebendig erlebt. Heute wo wir nicht mehr zusammen sind weiss ich das er es auch bei anderen Frauen so macht.Ich hatte das Gefühl wenn ich Stark war konnte er mit mir nicht soviel anfangen.Ich habe auch eine Freundin die immer die Alarmglocke klingelt wenn ich mich mal nicht melde. Sie sagt dann sie hätte Angst um mich gehabt .Das ist mir zuviel. Wenn mir was passiert würden es die anderen schnell erfahren.Gehen wir zusammen einkaufen dann ist es ganz extrem. Sie hält mir einen kleinen Taschenpspiegel hin um mich besser sehen zu können. Das Teil ist dir doch zu eng.Ich hasse es.
    Hm,... da fallen mir so Gedankenschnipsel ein wie: 'Man muss andere erniedrigen, um sich selbst zu erhöhen'. Nicht dass Dein Freund Dich im negativsten Sinn erniedrigt hat, aber manche Menschen fühlen sich unwohl neben starken Menschen und nutzen die Situation kleiner Schwächen um sich selbst mal ins 'Licht' zu rücken. Verständlich, aber er scheint dabei zu übertreiben. Womöglich hat er früh gelernt, dass man mit Hilfsangeboten Anerkennung und Dankbarkeit bekommt, muss aber noch lernen, seine Fähigkeit dosiert und mit mehr Sensibilität einzusetzen!?! Ausserdem ist da auch wieder dieses typische Frau-Mann-Ding ... sie will sich einfach mal was von der Seele reden und sein Verständnis spüren, er geht die Geschichte sachlich und lösungsorientiert an!

    Sagst Du Deiner Freundin auch, dass Dir ihre Besorgnis zu viel des Guten ist?

  7. Inaktiver User

    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Fräulein Minza.Das mit meiner Freundin steht an. Danke!

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    @Laggy

    Deine Beschreibung klingt für mich nicht nach einem 'Helfersyndrom' (wie ich es hier verstanden habe)! ...Ohne auf das Gegenüber zu achten, drauf los zu doktorn und zu meinen, man sei dazu erchoren die Welt zu retten vor allem Bösen und ganz lieb zu allen zu sein, weil sie einen dann auch lieben MÜSSEN, sonst... (Ich-bezogen)

    Was Du beschreibst ist (für mich selbstverständliche) Hilfsbereitschaft! Und die ist wohltuend, respektvoll, empathisch und holt den Menschen da ab, wo er ist! (Du-bezogen)

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Ich finde schon, dass man es als Helfersyndrom bezeichnen kann, wenn man zuerst für alle Anderen da ist und sich selbst dabei vergisst.
    Ich erkenne mich in dem von Laggy Geschriebenen auch wieder. Auch ich kann ganz schlecht "nein" sagen und wenn ich es doch tue, habe ich ein schlechtes Gewissen...
    Aufdrängen würde ich mich auch niemals, aber wenn man mich fragt... Und man fragt mich recht oft...
    Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage und nicht für das, was du verstehst.

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Also das Helfersyndrom ist mir sehr gut bekannt! Allerdings nicht in so verstärkter Form, ungefragt Dinge in die Hand nehmen usw. Ich biete an, aber ich habe auch gelernt, mehr an mich zu denken.
    Bei mir war es so, dass ich doch in der Familie immer die Vernünftige war, auf die Schwester achten sollte usw....Meine Mutter hat nun einmal auch ein solches Helfersyndrom, extrem würde ich sagen - das versuche ich gerade, ihr mit abzugewöhnen.

    Vor allem aber bin ich stolz, dass ich lerne "nein" zu sagen - insbesondere, wenn es um berufliche Dinge geht. Im Privatbereich habe ich vor langer Zeit schon "aufgeräumt", wer mich ausnutzen will und wer nicht. Schön, zunehmend Menschen kennenzulernen, die jetzt auch für mich da sind.
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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