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  1. Inaktiver User

    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Ich kann hier kein Helfersyndrom erkennen. Für mich ist das schlicht Bevormunden und Eimischen unter dem Deckmäntelchen doch nur helfen zu wollen.

    Das Gegenteil von gut ist bekanntlich "gut gemeint".

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?


    Zu der Spiegelaffaire muss ich noch meinen Senf geben:
    Das finde ich fies, nicht hilfsbereit. Selbsbewusst getragene Röllchen können sehr sexy sein!
    flying is the art of falling to the ground without touching

  3. Inaktiver User

    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Butterblume
    Beziehungen funktionieren für mich nur auf der Basis einer gewissen Ausgewogenheit. Das kann variieren, der Helfer zieht auch eine Befriedigung aus seinem Tun. Das Gefühl zu helfen kann sehr befriedigend sein. bblume
    Ganz sicher. Und auch sehr schön. Es tut dem Ego schon auch gut. Zuviel davon zu brauchen, fände ich bedenklich und dann auch nicht mehr echt.

    Zitat Zitat von Butterblume
    Aber genau so schwer wie Nein sagen kann es sein, Ja zu sagen zu einer Unterstützung. bblume
    Ja! Mir fällt dies oft erheblich schwerer! Es sei denn, dass ich um Hilfe klopfte. Womit ich in der Regel kein Problem habe. Auch ein Paradoxon.


    Neuanfang

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mir war die Sache im nachinein peinlich mit dem Spiegel. Ich wollte nicht mehr darüber nachdenken,weil ich mich so unendlich geschämt habe.

    Das glaube ich dir und mit dem Wunsch, dass der Boden sich unter einem auftut, damit man verschwinden kann...

    Ich die Dicke mit dem Wunsch nach einem schönen Kleidungsstück. Und dann meine schlanke Freundin. Das tue ich mir nie wieder an. Aber aus Freunschaft habe ich den Mund gehalten. Danke das du nochmal nachgefragt hast.

    Und hier musst du dich positionieren, EGAL was deine Freundin meint oder glaubt Dir einreden zu wollen! Schlank sein, bedeutet nicht gleich schön sein oder eine Ausstrahlung zu besitzen. Wenn du dich wohlfühlst in einem Kleidungsstück, dann kaufe es dir und man wird dir das Wohlsein auch ansehen, egal ob nun ein Kilo mehr auf der Waage ist oder nicht....

    Wenn deine Freundin wirklich ein Helfersyndrom gehabt hätte, dann hätte es sich anderweitig bemerkbar gemacht und hätte dich auch nicht in aller Öffentlichkeit gedemütigt. Meine Vermutung war auch:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich kann hier kein Helfersyndrom erkennen. Für mich ist das schlicht Bevormunden und Eimischen unter dem Deckmäntelchen doch nur helfen zu wollen.

    Das Gegenteil von gut ist bekanntlich "gut gemeint".
    Beim nächsten mal, wenn deine Freundin ich wieder so`nen Knaller leistet, dann versuche mit einem Lächeln auf den Lippen zu sagen, dass dir das Kleidungsstück gefällt (es muss nur DIR gefallen) und dann gehst du schnurstracks mit einem zufriedenen Lächeln zur Kasse. So was muss du dir nicht bieten lassen......

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Hier wird eigene Einstellung und Nichtwissen zu einem Thema beigetragen, dass ernster ist, als sich viele vorstellen mögen:

    Das Helfersyndrom betrifft vor allem Menschen, die in pädagogischen und medizinischen Berufen, also direkt am Menschen, arbeiten. Die hier geforderte Mitmenschlichkeit beziehen die meisten schon aus ihrer Erziehung. Obwohl in der Ausbildung immer wieder "Hilfe zur Selbsthilfe" gepredigt wird, fühlen sich viele Mitarbeiter/innen in den Berufen verantwortlich für das Schlechtgehen ihrer Kundschaft.

    Ihre Anstellungsträger nutzen dieses Überengagemenemt auch kräftig aus, denn diese Mitarbeiter/innen tun mehr als sie müssen.
    Abgesehen davon, dass diese mehr leiden, als jemand, der professionell mit den Problemen anderer Menschen umgeht, brennen diese Menschen auch wesentlich früher aus. Nicht ohne Grund verlassen die meisten Altenpflegerinnen nach spätestens 5 Jahren ihren Beruf, was für sie selbst nur gut ist, aber enttäuschend.

    Wer sich zu lange mit dem Problem Helfersyndrom in seinem Berufsleben abquält, bezahlt nicht selten mit langwierigen seelischen Problemen.

    Aber ich kenne keine Vorgesetzten in unserem schulischen, sozialen und medizinischen Bereich, die ihre gefährdeten Mitarbeiter rechtzeitig auf ihr Überengagement ansprechen und ihnen die entsprechenden Hilfe von Supervision und therapeutischen Hilfen angedeihen lassen, denn diese Mitarbeiterinnen sind häufig die „Seele“ des Betriebes. Sie tun ungefragt das Notwendige, an das sonst niemand denkt, sie übernehmen Ersatzschichten, weil Kolleginnen ausgefallen sind. Ohne diese Mitarbeiter/innen würden die meisten Betriebe – auch im gewerblichen Bereich – zusammenbrechen.

    Jetzt sollte man annehmen, dass das die geschätzten Mitarbeiter/innen seien – Pustekuchen.
    Die, die auf dem Rücken dieser Menschen ihre Karriere machen, verachten sie zutiefst, unterstellen ihnen bösartige Motive und mobben sie.

    Sollte solch eine Kollegin einmal tatsächlich „Nein“ sagen, trifft sie auf allergrößtes Unverständnis. „Wieso? Hat sie doch immer gemacht!“ Ein Teufelskreis!
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Opelius,

    interessanter Beitrag zum Thema Helfersyndrom.

    Aber:

    Zitat Zitat von Opelius
    Hier wird eigene Einstellung und Nichtwissen zu einem Thema beigetragen, dass ernster ist, als sich viele vorstellen mögen:!
    Warum so aggressiv? Das Thema, über das hier gesprochen wird, mag eher Übergriffigkeit heißen. Okay, der Begriff ist also falsch gewählt. Warum reagierst Du so heftig darauf?

    Massashi

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Massashi

    Warum so aggressiv? Das Thema, über das hier gesprochen wird, mag eher Übergriffigkeit heißen. Okay, der Begriff ist also falsch gewählt. Warum reagierst Du so heftig darauf?

    Massashi

    Die Reaktion von Opelius ist für mich nachvollziehbar. Zumal der Begriff und andere Begriffe wie Beziehungsunfähigkeit inflationär gebraucht werden. Dabei entstseht der Eindruck, dass einer mit Helfersyndrom sich aufdrängt und andere mit seinem Verhalten verletzt. Es ist genau andersherum. Letztendlich sind es stille Menschen, die sich nicht aufdrängen und sich am Rande der Selbstaufgabe befinden, weil deren vermeintlich gut gemeintes Verhalten ausegnutzt wird bis es wirklich nicht mehr geht.

    Man könnte natürlich auch so argumentieren, dass derjenige selber schuld ist, wenn er sich ausnutzen läßt, nur leider benötigt diese Person hilfe um davon loszukommen. Was hilft ist, wenn man solche Personen kennt, sich nicht am Ausnutzen zu beteiligen.
    Geändert von On_Ice (04.03.2008 um 11:58 Uhr)

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von On_Ice
    Die Reaktion von Opelius ist für mich nachvollziehbar. Zumal der Begriff und andere Begriffe wie Beziehungsunfähigkeit inflationär gebraucht werden.
    Ja, es werden viele Begriffe inflationär gebraucht. Aber das muss man ja nicht unbedingt persönlich nehmen. Damit will ich nicht bestreiten, dass Menschen mit Helfersyndrom leiden, nein, es ging mir hier nicht um diese Menschen, sondern darum, dass in diesem Strang jemand ein persönliches Problem besprechen will. Diejenige Person hat also einen falschen Begriff gewählt, na und? Warum muss man dem-/derjenigen so lehrerhaft einen überziehen? Derjenige hat ja in keiner WEise Menschen angegriffen, die an diesem Syndrom leiden.

    Massashi

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    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Massashi
    Ja, es werden viele Begriffe inflationär gebraucht. Aber das muss man ja nicht unbedingt persönlich nehmen. Damit will ich nicht bestreiten, dass Menschen mit Helfersyndrom leiden, nein, es ging mir hier nicht um diese Menschen, sondern darum, dass in diesem Strang jemand ein persönliches Problem besprechen will. Diejenige Person hat also einen falschen Begriff gewählt, na und? Warum muss man dem-/derjenigen so lehrerhaft einen überziehen? Derjenige hat ja in keiner WEise Menschen angegriffen, die an diesem Syndrom leiden.

    Massashi
    Ich habe es nicht als Angriff gesehen. Liegt eben im Auge des Betrachters.

  10. Inaktiver User

    AW: Kennt ihr jemanden mit einem Helfersyndrom?

    Zitat Zitat von Opelius
    Hier wird eigene Einstellung und Nichtwissen zu einem Thema beigetragen, dass ernster ist, als sich viele vorstellen mögen:
    Auch ich schrieb ja bereits, dass ich hier kein Helfersyndrom erkennen kann, nur halt ein wenig kürzer.

    Der Begriff wurde in diesem Thread ins Umgangssprachliche adaptiert. So what. Passiert doch ständig in diesem Forum hier, und nicht nur hier.

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