Hallo zusammen,
ich diskutiere gerade mit etwas Augenzwinkern im Bekanntenkreis über "Biochemie". Sozusagen.
Und was mich da mal brennend interessieren würde - inwieweit beeinflusst die "eigene Biochemie" (also z.B. genetische Disposition + Hormonhaushalt) die Beziehungen, die man eingeht, z.B. im Sinne: "Von sich riechen können" oder "Da stimmt die Chemie..."
Ich habe mal bei mir ein bissl gewühlt und bin auf eine Begegnung gestossen, die vielleicht genau in dieses Themenfeld passt:
als ich in New York auf meinen Rückflug gewartet habe, war ich sehr angespannt und hatte auch keine Lust auf Kommunikation. Ich war k.o. und wollte quasi "mit mir alleine sein" - eben auf innerlicher Distanz.
Und fragt mich nicht "wie" (genau das ist ja meine Frage): auf einmal habe ich mich mitten in einem Gespräch mit einem anderen Passagier wiedergefunden und innerhalb von Sekunden war ich von "Buah, ich will gerade ganz und gar nicht kommunizieren, bleibt mir nur mal eben alle vom Hals...." auf 100% Kommunikation.
Der Passagier war auf dem Weg nach Istanbul (...wohl auf Zwischenlandung in Deutschland), er war bereits 60 Stunden auf den Beinen und hat einen Bruder "bei uns um die Ecke".
Von meiner Unlust, überhaupt mit jemanden zu sprechen war ich auf einmal selbst "voll am Babbeln"und im Gespräch völlig gelöst.
Heisst das "biochemisch", dass da irgendwas meine "Sinne" berührt hat (vielleicht im Sinn von "....den kann ich riechen..."), das mich für Kommunikation geöffnet hat und ich auf einmal wieder putzmunter war, obwohl ich wirklich k.o. in NYC gelandet war?
Hatte der Passagier ein "Aufputschmittel" als Duftboten, die man im Unterbewusstsein wahrnimmt?
Optisch war er unauffällig und passte auch nicht in mein "Beuteschema"...sozusagen.
Inwieweit ist der "Biochemie" Bedeutung beizumessen?
Mich würde das echt mal interessieren.
Und: verfälscht man seine eigene Biochemie bei der Benutzung von Parfume oder greift man automatisch zu Duftnoten, die man "sowieso in sich hat" oder die "passen"?
Gibt es Experten hier, die das erklären können?
Ganz schön wirr, oder?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 25
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28.02.2008, 14:39Inaktiver User
Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
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28.02.2008, 14:49Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Es gibt Zusammenhänge. Stichwort Pheromone.
Zitat von Inaktiver User
Das "sich riechen können" ist gar nicht mal so daher gesagt. Am Geruch erkennt (scheinbar) der Körper, ob das Gegenüber genetisch kompatibel "erstrebenswert" ist.
Ja. Der Eigengeruch kann überdeckt werden. Auch die Pille verändert den eigentlichen Körpergeruch und gaukelt unter Umständen was vor.Und: verfälscht man seine eigene Biochemie bei der Benutzung von Parfume
Naja, Experte bin ich nun wirklich nicht.Gibt es Experten hier, die das erklären können?
Ganz schön wirr, oder?
Zur Not mal BBC / Arte / N24 schauen.
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28.02.2008, 15:13Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Das klingt stimmig.
Weiteführende Frage:
"Funktionieren" die Pheromone nur im Wechselspiel oder geht das einseitig?
Wieder am Beispiel Flughafen:
wurden die Pheromone des Istanbul-Reisenden auf meine Pheromone (die habe ich ja dann als Frau auch oder heisst das bei der holden Weiblichkeit anders?) aufmerksam oder ich auf seine?
Ich kann nicht mehr sagen, von wem aus das Gespräch ging.
Sass er schon neben mir, ohne dass ich ihn bemerkt hatte....oder hatte er sich neben mich gesetzt....ich weiss es nicht mehr.....
Was ich sicher in Erinnerung habe:
ich war von "hundemüde" auf "putzmunter" quasi "von Null auf Hundert".
Aber ich kann jetzt nicht mehr sagen, wie der Zeitgenosse ausgesehen hat und wie alt er war.
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28.02.2008, 15:54Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Natürlich beidseitig. Bzw. ich verstehe Dich jetzt nicht ganz.
Zitat von Inaktiver User
Aber bitte: Das Ganze nur auf Pheromone zu beschränken, wäre zu simpel. Dazu gehört auch das Aussehen (wird unterbewusst wahr genommen), wie auch Gestig und Verhalten. Aber Du wolltest ja nur auf den Mief hinaus.
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28.02.2008, 16:00Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Öhm, mein Aussehen zu dem Zeitpunkt:
blass, müde, schwarze Ringe unter den Augen.
Mein Verhalten:
"Ich demonstriere, dass ich nicht angequatscht werden will und verschanze mich hinter meinem Rätselheft". *g*
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28.02.2008, 16:01Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Das kann Frauen für einen Mann erst recht interessant machen. Wenn Du so knuffig bist, wie Du hier immer schreibst, wäre gerade das ein Grund für mich, Dich aufmuntern zu wollen.
Zitat von Inaktiver User
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28.02.2008, 21:25Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Zitat von Inaktiver User
Das ist jetzt aber keine Biochemie!
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29.02.2008, 09:23Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Nein, ich sagte ja, es liegt nicht NUR daran, wenn man sich sümbaddisch findet.
Zitat von Inaktiver User
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29.02.2008, 11:16Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Zitat von Inaktiver User
-> Folgefrage (wenn ich mich mal an etwas festbeisse *gggg*):
könnte theoretisch die Biochemie eine "Internetsympathie" sozusagen annullieren?
Beispiel:
Maddin liest gerne Claudia's Beiträge,
Claudia liest gerne Maddins's Beiträge.
Maddin und Claudia treffen in der U-Bahn aufeinander, sehen sich und wollen laut schreiend davonrennen *g*.
Das wäre doch dann sozusagen "inkompatible Biochemie"....?
Und: greift man automatisch durch biochemische Prozesse zu dem Parfüm, das zu einem passt bzw. das zu seinem Partner passt?Geändert von Inaktiver User (29.02.2008 um 11:25 Uhr)
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29.02.2008, 11:35Inaktiver User
AW: Biochemisches Verhalten am Flughafen von New York (Experten bitte mal antreten)
Yepp, auch das wurde untersucht. Bitte keine Quellenangaben fordern, da steck ich nicht so tief drin.
Zitat von Inaktiver User
Jedenfalls wurde es beobachtet, daß nach Absetzen (oder war es Einnahme) der Pille plötzlich zu Desinteresse seitens des Mannes kam. Die Pille verändert ja den Hormonspiegel und damit den nicht aktiv wahrnehmbaren körpereigenen Geruch.
Auch wurden nicht persönliche Sympathietest durchgeführt. Alleine durch Aussehen und Gestig fanden sich Paare dann zusammen. In einigen Fällen war beim persönlichen Treffen diese Sympathie (eigentlich war es sexuelle Anziehungskraft) weg.
Dann hab ich mal den Schweißtest mit bekommen: Frauen wurden gebrauchte T-Shirts von Männern unter die Nase gehalten. Sie mußten bewerten, ob der Geruch anziehend ist, oder nicht. Was der einen gefiel, war für die andere abstoßend. Dann wurden Portraits von den Männern gezeigt. Hier gab es eine große Übereinstimmung zwischen angenehmen Geruchsempfinden und dem Aussehen.
ALLERDINGS: Die Tests wurden dann während und nach der Periode wiederholt. Ergebnis: Je nach Zeitpunkt fanden die Frauen den gleichen Mann anziehend oder nicht anziehend.
Das alles ist aber sicherlich sehr vereinfacht dargestellt. Es ging in den Studien nur darum, herauszufinden, ob tatsächlich dieses Nasenorgan, welches diesen ominösen Körpergeruch aufnimmt, Einfluß hat.
Parfum ist wie eine Verkleidung, die dem allgemeinen Wohlgeruch entgegen kommen soll. Hat also nichts mit dem Körpergeruch zu tun.Und: greift man automatisch durch biochemische Prozesse zu dem Parfüm, das zu einem passt bzw. das zu seinem Partner passt?


und im Gespräch völlig gelöst.
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