Liebe Riva!
"Gespür für sich erlangen" genau das ist es, was ich auch z.Zt. wieder verstärkt versuche. Und das gelingt mir eigentlich am besten, wenn ich allein durch den Wald, die Natur laufe. Es stellt sich dann ein Gefühl der Geborgenheit im Universum ein und ich spüre mich wieder als Teil des Universums und daher geborgen in mir.
@Ricarda: Was du geschrieben hast zu den Erwartungen, die man ständig an andere hat - und auch übrigens an sich selbst - hat mich sehr angesprochen. Danke für diese schönen Gedanken.
Imagine
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18.02.2008, 08:23Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
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18.02.2008, 12:32Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Riva, das ist eine schöne Idee!
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18.02.2008, 16:50Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Danke
Zitat von Inaktiver User
, ich finde es erfordert (zumindest bei mir) etwas Selbstdisziplin und sich-selbst-in-den-Hintern-treten, aber es wirkt !
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18.02.2008, 19:02
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
... es ist schwierig, in ein Thema einzusteigen, wenn schon so viele dazu geschrieben haben...
Aber hierzu muss ich jetzt was schreiben, denn ich finde mich in so vielen Dingen wieder.
Momentan bin ich auf dem Weg zu mir selbst... und suche auch nach der inneren Geborgenheit, aber auch nach Nähe und Bindungen. Davon hatte ich als Kind zu wenig...
Hier stehen schon so schöne Dinge, sich selbst als Königin behandeln... ich bin überrascht, was alles passiert, wenn man bewusst an sich arbeitet. An schönen Dingen, aber auch an Dingen, die so weh tun.
Mein Motto, und es ist echt so wichtig:
Mit mir selber werde ich immer zu tun haben.
Alle um mich herum kann ich mir aussuchen.
Liebe Grüße, Feuerzeichen, die sich jetzt Rucolasalat mit gebratenen Jakobsmuscheln gönnt... ;-)Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
für den du lediglich eine Option bist.
Hat die Blume einen Knick,
war der Schmetterling zu dick.
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19.02.2008, 13:48Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
strang erst jetzt entdeckt.
hallo zusammen,
will mal meinen senf auch noch dazu geben.
das hier:
finde ich für meine innere Geborgenheit sehr sehr wichtig.
Zitat von Bettina14
Habe mich vor ca. 4 Jahren auf genau diesen wie ich finde sehr steinigen Weg gemacht, um mich selbst, meine innere Zufriedenheit und innere Geborgenheit zu finden. Da waren viele viele Schmerzen (insbesondere, weil "falsche Freunde" u.ä. dem Prozess richtigerweise zum Opfer fielen. Leiden tut man trotzdem, weil es Leute waren, die man liebte.). Viele Eingeständnisse. Viele verdrängte Geschichten, die aufgearbeitet werden mussten.
Aber ganz am Anfang und auch in der Mitte und auch am nicht vorhandenen Ende dieses wahrscheinlich niemals endenden Prozesses steht für mich nunmehr eine absolut starre Grundregel: Sei ehrlich zu dir selbst; mach das, was du machen willst, so gut du kannst.
Dem folgt, dass man Aussagen und Entscheidungen trifft, mit denen man auch später noch sehr gut selbst umgehen und sie argumentieren kann.
Früher war da schon mal die eine oder andere Notlüge (und ihr werdet es kennen: Eine Notlüge zieht eine andere meist nach sich; irgendwann isses ein stinkendes Konstrukt). -> Ich fühlte mich besch...
Früher war da ein Leben, was ich lebte, weil die Außenwelt es von mir wollte. -> Man mochte mich zwar immer und überall, aber ich war superunglücklich.
etc. etc. ...
Heute habe ich die Gelassenheit, eben nicht mehr das Gefühl haben zu müssen, mich beweisen, erklären, rechtfertigen zu müssen.
Das tut so gut.
Und ich handle ehrlich zu mir. Und ehrlich zu anderen.
Das gibt mir persönlich den Großteil der inneren Geborgenheit.
Ich ruhe in mir; habe meine Mitte. Logisch ist das Pendel auch mal mehr rechts und mal mehr links; aber alles in allem "hab ich mich gefunden".
Weil ich weiß, dass ich richtig bin.
Mit all den vermeintlichen Fehlern, die Andere so sehen.
Beste Grüße in die Runde
,
lgS
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19.02.2008, 15:07Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Ich bin zurzeit oder längerem auch auf der Suche nach mir Selbst bzw. meiner inneren Geborgenheit. Es ist sicherlich wichtig sich selbst zu lieben, das ist bei mir der Knackpunkt, an dem ich noch arbeiten muss und der trotz meiner jungen Jahre recht verkopft, und zu nachdenklich bin.
Ich habe mit einer Freundin gesprochen, die meint, dass man die innere Geborgenheit z.T. sprichwörtlich in die Wiege gelegt bekommt. Mutterliebe, Urvertrauen ist das A und O des Ganzen. Wenn ich drüber nachdenke, habe ich im Grunde eine schöne Kindheit in Erinnerung, jedoch mit sehr wenig Nähe bzw. Liebe. Das äußerte sich so, dass meine Eltern immer gearbeitet hatten, auch als ich Säugling war, ich viel von Babysittern umgeben war und wenig Körperkontakt i.A. zu meiner Mutter. Umarmungen, etc. habe ich bis ins Jugendalter nicht an mich rangelassen. Leider ist es heute noch so. Ich werde in der Familie dafür manchmal als kalt hingestellt, das macht mich traurig, obwohl ich es eigentlich garnicht bin. Diese Nähe kann ich bei Freunden sehr gut geben und annehmen, nur bei meinen Eltern nicht.
Jedenfalls möchte ich drum kämpfen .. nur weiss ich nicht wie? Hat jemand Anregungen dazu oder sogar ähnliche Erfahrungen?
lg
lea
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19.02.2008, 15:26Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Leane,
warum willst Du drum kämpfen? Warum ist es Dir wichtig, Körperkontakt zu Deinen Eltern herzustellen? Wenn Du ihn doch bei Freunden zulassen und auch geben kannst, heißt das ja, dass Du es grundsätzlich kannst. Nur eben bei den Eltern nicht.
Aber ist es denn in Deinen Augen wirklich notwendig?
Meine Eltern waren mit Körperkontakt auch mehr als sparsam. Immer schon.
Aber ich habe auch nicht das Bedürfnis, sie z.B. in den Arm zu nehmen.
Das möchte ich bei Freunden tun, und da kann ich das auch sehr hingebungsvoll.
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19.02.2008, 16:29
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
ich möchte auch gern mal noch die gedanken und ideen einwerfen, die mir in letzter zeit zu diesem thema gekommen sind. ihr habt ja schon vieles gesagt, das ich auch so unterschreiben kann.
mir fehlt jedoch noch ein ganz wesentlicher aspekt hier in diesem gespräch. wenn ich diese und ähnliche beiträge oder auch ratgeber zu diesem thema lese, habe ich immer das gefühl, das entscheidende auf der suche nach glück und geborgenheit sei die reise zu sich selbst, was ja bedeutet, sich selbst anzunehmen, sich selbst zu lieben, sich erst einmal zu finden, mit sich selbst gut leben können. mir kommt es manchmal so vor, als käme es nur darauf an - mal überspitzt formuliert - ein guter einzelkämpfer zu sein, und wie weit man dabei gekommen ist, zeigt sich darin, wie gut es einem geht, wenn man mit sich allein ist.
nach meinem gefühl ist das aber immer noch zu wenig und wird schnell an grenzen stoßen. wirklich glücklich macht auch das noch nicht. m.e. ist es zumindest genauso wichtig, nicht nur mit sich selbst gut in verbindung zu stehen, sondern die verbindung zu allem, was uns umgibt, wieder aufzunehmen. und zwar eine liebende verbindung. ich glaube das ist der knackpunt. alles andere bleibt bei einer nabelschau stehen.
mit verbindung zur umgebung meine ich zum einen die verbindung zu anderen menschen. jeder hat sicher schon einmal erlebt, dass er sich mit einem anderen menschen wortlos versteht, ja sogar über distanzen hinweg. weil man mit diesem menschen eine tiefe innere verbindung hat. in früheren kulturen konnten das alle menschen miteinander. warum das nicht wieder lernen? ist es nicht die fehlende verbindung von uns menschen untereinander, die uns so einsam macht? wir haben mauern und zäune errichtet und gewähren nur ab und zu mal jemandem einen durchschlupf, aber auch nur mit zig rücksicherungen. ständig sind wir auf der hut, dass uns niemand zu nahe kommt, uns nicht verletzt, uns nichts nimmt. wir grenzen uns ab. wir halten ewig fest an alten verletzungen (ich leider immer noch mit eingenommen!), als würden wir ohne diese nicht leben können. und haben angst, es könnten neue dazukommen. aus dieser angst heraus wird oft eher das trennende gesucht und gefunden, anstatt die gemeinsamkeiten, die gemeinschaft. und aus dieser angst heraus versuchen wir dann auf teufel komm raus mit uns selbst glücklich zu werden, ja, diese gabe wird oft als höchstes ziel deklariert, - so als würden wir niemanden brauchen zum glücklichsein. ist es nicht so?
doch wir sind keine einzelkämpfer!
mit verbindung meine ich aber darüber hinaus auch die verbindung zu allen lebewesen, tieren und pflanzen, zur erde, zur sonne, zu anderen planeten, oder - wenn man will - zum kosmos. ich hoffe, ihr seid nicht schon am schmunzeln, aber ich kenne so viele menschen, die sich allein in der natur äußerst unwohl fühlen, die im wald angst haben und sich einsam fühlen. dabei ist da so viel leben! und zwar leben, das es gut mit uns meint.
ich kenne aber auch menschen, die das gefühl haben, bäume oder einen vogel verstehen und zu ihnen kontakt aufnehmen zu können und darüber zutiefst glücklich sind. dem einen oder anderen mag das zu abgehoben vorkommen, aber ich glaube daran, dass es möglich ist, und ich habe es selbst schon erlebt, als ich wirklich offen war dafür.
ist es nicht viel wichtiger und schöner, uns wieder füreinander zu öffnen? und für alles was uns umgibt? anstatt ständig um uns selbst zu kreisen? liebe nicht nur uns selbst, sondern allem um uns herum zu geben?
konkret meine ich damit, vielleicht anzufangen mit einem lächeln, das man anderen schenkt, mit dem versuch, einen anderen zu verstehen, anstatt sich über ihn zu ärgern, wie sehr er einen schon wieder verletzt hat, tolerant zu sein, anstatt den kopf zu schütteln. sich selbst mal zurücknehmen und in einen anderen einfühlen und fragen: was braucht er, was kann ich geben (und wenn es nur verständnis und zuhören ist), anstatt: was habe ich wieder mal nicht bekommen? vertrauen in andere menschen haben, dass sie es nicht böse meinen. vertrauen ins leben, dass uns nur etwas passiert, was gut für uns ist. die umgebung bewusst wahrnehmen, aber liebevoll und offen, nicht ängstlich und skeptisch. sich kümmern, sich sorgen, sich einbringen. und und und.....
nicht nur sich selbst gut tun - sondern auch anderen kreaturen. (und zwar, ohne etwas dafür zurück haben zu wollen!) . und sei es nur mit achtsamkeit und positiven gedanken und energien.
das ist für mich liebe. aber nicht nur die liebe zu mir oder zu meinem kind oder partner, sondern umfassender oder allumfassend (jemand hat neulich den begriff: "universelle liebe" gebraucht).
das ist der weg, den ich mir wünsche und den ich vor mir habe. ich glaube, wenn mir das gelingt - erst dann fühle ich mich wirklich geborgen, nicht nur in mir, sondern im leben, in der welt überhaupt. dann stellt sich die frage nach der inneren geborgenheit gar nicht mehr.
wirkliche geborgenheit können wir doch nur alle miteinander finden.
Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Antoine de Saint-Exupéry
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19.02.2008, 16:35Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Hallo Mediterranee,
Zitat von Inaktiver User
Ich meine nicht nur allein den Körperkontakt, auch Nähe i.A. Es erschreckt mich irgendwie, wenn ich mal wieder nachhause komme (studiere in einer anderen Stadt), dass meine Geschwister da ganz anders sind, sie haben "mehr Gefühl" zu meinen Eltern. Ich kann das nicht. Ich sehne mich nicht nach Küsschen o.ä. Meine Schwester hatte mal eine Bemerkung i.d. Richtung gelassen, da meine Mutter dies wohl bedauernd feststellt. Ich möchte ihnen nicht wehtun, deshalb möchte ich daran arbeiten, jedoch wenn ich nicht das Bedürnis habe, bringt es wohl nichts?
Du hast Recht, ich müsste mir Sorgen machen, wenn ich es grundsätzlich nicht könnte. Vorwürfe oder sagen wir mal, dass ich sie als solche empfinde, kommen in meine Richtung, wenn ich für Freunde dann "mehr Gefühl" zeige. Verstehst du, was ich meine?
sonnigen gruß
lea
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19.02.2008, 16:39Inaktiver User
AW: Wie kann man sich selbst innere Geborgenheit schaffen?!?
Marla,
Du hast ganz sicher recht mit dem, was Du schreibst.
Ich hatte diesen Strang einfach so verstanden, dass es um die Phasen im Leben geht, in denen die Geborgenheit der Gemeinschaft eben nicht möglich ist, weil man vielleicht Single ist oder die Freunde aus welchen Gründen auch immer nicht da sind oder man allein in eine fremde Stadt gezogen ist etc.
Diese Momente sind es ja, in denen es einem an Geborgenheit mangelt. Und um nicht unter Einsamkeit zu leiden kann man eben etwas für sich tun. Sich selbst Wärme schenken sozusagen.
So hatte ich das verstanden.
Aber ansonsten hast Du natürlich recht.


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