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Thema: Gelassenheit

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    Gelassenheit

    Liebes BriComForum,
    habt Ihr Tipps: wie bleibt Ihr in angespannten oder stressigen Situation cool und gelassen?
    Beispiel: ich habe Krach mit meinem Freund und kriege mich gar nicht mehr ein, verrenne mich total in ein ganz banales Thema. Oder: ich will in mein Fitness-Studio zum Sporteln, da ist ein Schild an der Tür "wegen Renovierung geschlossten" - ich könnte durchdrehen!
    Wie schafft Ihr es da locker zu bleiben und einfach mal fünfe gerade sein zu lassen?
    Liebe Grüße!
    Quebee

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    AW: Gelassenheit

    Ich bin auch nicht immer gelassen, versuche aber Missgeschicke ins Verhältnis zu setzen. Ich versuche die Dinge mit grösserem Abstand zu sehen: "Morgen lachst du über deine Darstellung als fluchender Rohrspatz."
    Also wenn ein Fitnessstudion geschlossen hat, dann ist das ärgerlich, aber nicht zu ändern, warum sollte mir das meine Laune vermiesen. Das ist es nicht wert und wer weiss, was mir die neue Situation beschert. Vielleicht gehe ich ja in ein schönes Cafe und lerne jemanden interessantes kennen oder so.
    Jegliches unnützes Geschimpfe stiehlt dir Zeit und Energie ohne das sich etwas ändert.
    Bei Dingen die ich ändern kann, lenke ich mich mit der Suche nach einer Gegenstrategie ab, das hilft.
    Ich ärgere mich trotzdem immer noch genug und darüber ärgere ich mich am meisten (Himmel mein Blutdruck!)!
    gruss
    strong

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    AW: Gelassenheit

    Du solltest evtl. auch versuchen, die Dinge nicht so persönlich zu nehmen, das Studio hat nicht geschlossen, weil du gerade rein wolltest!
    strong

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    AW: Gelassenheit

    Ich wende mich einfach der nächsten Situation zu.

    Was geschehen ist, ist geschehen... vor ein paar Tagen habe ich meinen Zug verpasst, weil der Bus so lange gebraucht hat, also habe ich auf den nächsten gewartet und bin damit gefahren. Was soll's? Ich bin zu faul, um mich darüber aufzuregen, insbesondere, wo es doch eh überhaupt nichts bringt.

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    AW: Gelassenheit

    Ich bin ein extrem gelassener Mensch, den wirklich so gut wie nichts aus der Ruhe bringt. Ich kann auch gar nicht nachvollziehen, dass so viele Leute bei irgendwelchem Kram ausrasten...
    Ich nehme die meisten Dinge einfach hin, die andere Leute aufregen. Denn: aufregen bringt nichts! Gar nichts! Dadurch wird eine Situation nicht verbessert, das einzige, was passiert, ist, dass man selbst gefrustet ist. Es sollte einem ums eigene Wohl, um die eigene Laune gehen, will man sich die vermiesen lassen, nur weil ein Fitnessstudio geschlossen hat? Dann macht man eben was anderes schönes. Z.B. in einem Restaurant einen leckeren Salat essen. Oder sich eine Yoga-CD kaufen und zu Hause üben. Wenn etwas schiefgeht ist das auch ein Geschenk für die Kreativität. Man hat die Möglichkeit, sich eine Alternative auszudenken. Wenn man sich stattdessen nur ärgert, sieht man nicht, dass es auch andere tolle Dinge gibt, die stattdessen gemacht werden können. Oder man bekommt unerwartet Zeit geschenkt. Zeit zum Entspannen.
    Letztens war ich mit meinem Bruder verabredet. Als ich am Treffpunkt bin, ruft er an, um mir zu sagen, dass er verschlafen hat und jetzt erst losfährt. Das hieß: er ist frühestens in einer 3/4 Stunde dort. Also habe ich die Zeit genutzt und mich in ein hübsches Café gesetzt, Tee getrunken, mir eine Zeitschrift gekauft und gelesen. Das war schön. Und es war ein Geschenk, diesen Moment für mich allein zu haben. Ich versuche dann einfach immer spontan eine andere Lösung zu finden. Man darf sich nicht zu sehr drauf versteifen, auf das, was geplant war, sondern offen bleiben für Veränderungen. Vor allen Dingen auch mit Veränderungen rechnen und sich schon von vornherein Alternativen überlegen.
    Letzte Woche hatte ich geplant, am Donnerstag ins Theater zu gehen. Ich habe mich mit einer Bekannten aus dem Internet getroffen, die mir dann plötzlich arg unsympathisch war, die hat mir die Karten gegeben, ich habe sie bezahlt (für 3 Leute, 46 Euronen!). Auf dem Heimweg habe ich sie verloren. Sie müssen mir aus dem Buch, in das ich sie reingesteckt hatte, herausgefallen sein. Ich habe mich schon geärgert wegen des Geldes, aber ich bin ruhig geblieben und hab mich im Endeffekt gefreut, dass ich mit der Trulla nicht ins Theater musste.
    Und wenn mein Freund schlechtgelaunt ist, weiß ich, dass es ihm nach ein bißchen Ausrasten besser geht, da mische ich mich dann nicht ein, blende es aus und nutze diese Momente für mich, mach was am PC und wenn es ihm besser geht reden wir.

    Das ist so mein Grundrezept: Immer nach dem positiven Nutzen suchen.

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    AW: Gelassenheit

    ich bin schon viel gelassener geworden, indem ich mir angewöhnt haben, meine erfahrungen im nachinein auszuwerten. ausnahmslos immer stellt sich im nachhinein heraus, dass aufregung und pessimismus umsonst waren. so versuche ich mich umzuprogrammieren. ist die schranke mal wieder ewig geschlossen, einen halben km vor meiner haustür, rege ich mich nicht auf, denn damit öffne ich sie nicht. ich nutze die zeit zur entspannung, mache die augen zu und lasse mich fallen. das tut mir gut, bevor zu hause die abendschicht losgeht. auch im berufsverkehr, wenn stau ist oder irgendwelche idioten mich mal wieder mit gefährlichen spurenwechseln zum bremsen zwingen, bleibe ich inzwischen gelassen, weil ich einfach festgestellt habe, dass ich mir nur selbst das leben schwer mache und mir selbst schade, wenn ich mich aufrege. ich fahre weiter meinen ruhigen stil. dann komme ich eben ein paar wenige minuten später an, na und? dafür aber ohne stress. die anderen haben mit ihren gefährlichen überholmanövern vielleicht ein paar sekunden herausgeschunden, bravo! dafür aber ihr leben oder zumindest ihre entspannung riskiert.

    ein streit mit meinem freund? da werde ich immer gelassener. noch vor 1 jahr hat mich das meine gute stimmung für tage gekostet. jetzt mache ich mir meinen sonntag eben allein schön. ich weiß aus vielfacher erfahrung, dass es jetzt nichts bringt, weiter aneinander zu ziehen und dass es nicht nötig ist, sich zu viele sorgen zu machen. schon am montag morgen kommt von einem die erste versöhnungs-sms, am abend treffen wir uns, um miteinander zu reden, und letzten endes bringt uns jeder streit ein stück weiter. ich habe gelernt, zu vertrauen.

    ja, letzten endes hat gelassenheit viel damit zu tun, dass man dem leben vertraut, dass das leben es gut mit uns meint und dass alles, was uns passiert, gut für uns ist und einen sinn hat. die suche danach lohnt sich!

    ich habe inzwischen auch erfahren (müssen), wie sehr meine lebensfreude und meine gesundheit von meiner einstellung abhängen und davon, wie ich die dinge, die im leben passieren, annehme. kummer und aufregung haben mich im letzten jahr für lange zeit krank gemacht und sogar ans bett gefesselt. mir sind meine freude und meine gesundheit inzwischen zu kostbar, als dass ich sie für dinge opfern möchte, die ich eh nicht ändern kann. und die mit abstand betrachtet doch nur halb so schlimm sind. aus jeder misslichen situation kann man eine neue schöne machen, wenn man die alte abschüttelt und sich frei macht für etwas anders.

    also versuch doch auch mal, dich im abschütteln zu üben. mein vater sagt immer, er wirft es über seine schulter hinter sich. das kann man sich sogar bildhaft vorstellen als übung.

    die tür zum fitness-studio ist zu? zack - weg damit!!!
    ein streit wegen einer kleinigkeit? schüttel-schüttel - weg damit!!!

    morgen ist auch noch ein tag, das zu klären! (und morgen ist es wahrscheinlich gar nicht mehr wichtig.)

    damit bin ich bereits auf einem guten weg, aber noch lange nicht angekommen. ich lese gerade, passend zum thema, das buch

    "12 schlüssel zur gelassenheit" von sabine asgodom.

    kann ich wärmstens empfehlen! sie schreibt, an welchen dingen man konkret arbeiten kann, um gelassener zu werden. dazu zählen u.a.:

    - dankbarkeit
    - ehrlichkeit
    - geduld
    - großzügigkeit
    - HUMOR (ganz groß geschrieben!)
    - vertrauen
    Geändert von marla63 (10.02.2008 um 11:03 Uhr)
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Inaktiver User

    AW: Gelassenheit

    Hallo Quebee,

    - dankbarkeit
    - ehrlichkeit
    - geduld
    - großzügigkeit
    - HUMOR (ganz groß geschrieben!)
    - vertrauen
    dem kann ich mich erfahrungsgemäss voll und ganz anschliessen.
    Ergänzend zu dem Wort "Vertrauen" möchte ich noch "Selbst"vertrauen hinzufügen.
    Je mehr Selbstvertrauen man verspürt, umso mehr ruht man in sich.
    Was mir persönlich auch sehr gut tut, ist Meditation.
    Ich habe vor ca. 3 Jahren mit 2 Minuten angefangen und habe das langsam gesteigert.

    Man kann sich auch -wenn man das Gefühl hat, dass man sich von etwas betroffen fühlt und merkt, dass das Gleichgewicht ins Wanken gerät- die Situation und seine Gefühle in der Situation selbst anschauen und aufdröseln und dann ganz nüchtern von Aussen betrachten, warum man "gerade in dieser Situation" das Gleichgewicht verloren hat oder glaubt, es zu verlieren.

    Erfordert ein bisschen Übung und Geduld, aber wenn man da mal den Dreh heraus hat, kann man wunderbar damit (auch an sich selbst) arbeiten.

    Am Wichtigsten ist für mich auch die Geduld mit sich selbst ;-).

    Alles Gute Dir!
    Geändert von Inaktiver User (10.02.2008 um 10:58 Uhr)

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    AW: Gelassenheit

    Vielen herzlichen Dank für Eure Tipps!
    Ich versuche, mir Eure Ratschläge zu Herzen zu nehmen - allein, wenn ich Eure Zeilen lese, wird mir ganz warm ums Herz und alles kommt mir viel leichter vor! Danke dafür!
    Liebe Grüße,
    Quebee

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    AW: Gelassenheit

    Jetzt mal auf das Thema Pech haben gesehen:
    Ich versuche in allem etwas Positives zu sehen! Alles hat seinen positiven Grund, auch wenn ich ihn im ersten Moment nicht erkenne.

    Bsp. geschlossenes Fitnesscenter:
    "Tja, dann hat's nicht sollen sein. Vielleicht hätte ich mir ja genau heute eine Verletzung zugezogen!"
    Und zu Hause klingelt das Telefon und du hast wiedermal ein richtig schön langes Telefongespräch mit deiner Freundin, für die du sonst heute keine Zeit gehabt hättest.

    Irgendwie in diesem Stil.
    Céline - schon lange haben wir dich ins Herz geschlossen, am 20.09.08 endlich auch in die Arme
    26J, seit Sept. 05 verheiratet

    meine Binomette ist Anlina

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    AW: Gelassenheit

    Nicht persönlich nehmen, shit happens, jeder hat mal Pech, und manchmal kommt alles auf einmal.

    Man darf enttäuscht sein, sauer sein, aber man sollte sich umgehend um Krisenbewältigung kümmern, anstatt durchzudrehen und seiner Umwelt damit auf den Wecker zu fallen. Hat das Fitness-Studio zu, probiert man es vielleicht im Hallenbad oder nimmt sich vor, am Sonntag das Rad auf eine lange Fahrt rauszuholen. Man darf sich für solche Enttäuschungen sogar mit was Nettem belohnen, als Trostpflaster sozusagen. Dann kann man sowas leichter wegstecken.

    Mir persönlich fällt es am schwersten, gelassen zu bleiben, wenn alle gleichzeitig an mir rumzerren. Dann signalisiere ich meiner Umwelt aber auch klar: "1. Ich kann nicht alles gleichzeitig machen und 2. Ich bin diejenige, die hier die Prioritäten setzt." Denn nur ich hab den vollen Überblick über meine Arbeit und weiß, was dringend, ist und was warten kann. Da ist die Erwartungshaltung anderer dann auch mal zweitrangig.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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