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    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ambivalenz, trambahn.
    Ich verstehe kappa da gut.

    Wasch mich, aber mach mich nicht nass !




    Medi, ich glaube, du bist zu gutmütig. Sowas kann kein Mensch auf die Reihe bekommen (als Partner) - bloss der Betroffene selbst.


  2. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    trambahn,
    ich bin nicht sehr gutmütig.
    Ich sehe nur nicht ein, warum ich verurteilen sollte.

    Und Ambivalenz hat nix mit Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-naß zu tun.
    Sondern mit der Erkenntnis, dass das Leben nicht schwarz-weiß ist und Menschen schon gar nicht.

  3. gesperrt

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    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    trambahn,
    ich bin nicht sehr gutmütig.
    Ich sehe nur nicht ein, warum ich verurteilen sollte.

    Und Ambivalenz hat nix mit Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-naß zu tun.
    Sondern mit der Erkenntnis, dass das Leben nicht schwarz-weiß ist und Menschen schon gar nicht.

    Ich glaube auch, dass Du im beruflichen Leben und mit sonstigen Menschen nicht gutmütig bist (jedenfalls nicht gutmütiger als andere auch).

    Aber in der Partnerbeziehung m.E. schon.

    Du bist sehr intelligent - nach meinem Dafürhalten - und wenn Du an so einer Verbindung festhalten willst, obwohl Du eine Menge Einsichten hast, die dagegen sprechen, dann musst Du eben dadurch.

    Ich glaube aber nicht, dass Du hier irgendeinen Rat bekommst, der plötzlich die entscheidende Wende bringen wird.

    Denn es ist wie es ist und wird auch so bleiben.

    Und ich weiss ja aus eigener Erfahrung, wovon die Rede ist.

    Beste Grüsse

  4. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    trambahn,
    ich wiederhol mich da: Ich will ja auch keinen Rat, sondern einen Austausch, wie andere damit umgehen, um für mich Erkenntnisse daraus zu ziehen.

    Raten kann man da meines Erachtens eh nicht, da sich die Komplexität einer Beziehung nicht in ein paar Sätzen abbilden lässt.
    Aber eigene Erfahrungen kann man schildern.
    Und wenn jemand schreibt, er/sie würde bei nächster Gelegenenheit den Kontakt abbrechen, dann mag das für denjenigen passend sein, mir erscheint das zu simpel, und es wird den Gefühlen, die ansonsten noch da sind, nicht gerecht.
    Würde ich jemanden hassen, verachten oder einfach geringschätzen, dann wäre Kontaktabbruch eine adäquate Maßnahme.
    Aber so einfach ist es eben nicht.
    Es ist eben ambivalent.

    Du schreibst, dass Du mich in Partnerbeziehungen für zu gutmütig hälst. Ich weiß nicht, woher Du die Informationen dazu nimmst.
    Diese Freundin ist übrigens nicht meine Partnerin.

  5. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Wow, ich als Borderline-Betroffene musste mich nach lesen all der Posts hier durchaus zurueckhalten, nicht stinksauer zu werden. ;-)

    Hier wird derart pauschalisiert, abgeurteilt und schlechtgemacht, dass es mcih auf der anderen Seite auch sehr traurig macht. Bei mir kommt das an als: "wer nciht funktioniert, wird aussortiert". So zumindest hoert sich fuer mcih die pauschale Aussage an, Med. solle wegrennen.

    Ich will damit nciht sagen, dass solche Menschen einfach sind, das sicher nicht, sie koennen extrem anstrengend sein, aber in einem anderen Post hiess es gleich, alls Bordis waeren beratungsresistent. Und eine derartige Verallgemeinerung finde ich wirklich nciht angebracht.

    Ich arbeite seit 2 Jahren wirklich hart an mir, ich werde immer ein von Borderline betroffener Mensch sein, aber ich kann ueben, ueben, ueben, um eben diese festgefahrenen Verhaltensmuster aufzubrechen und eben nciht immer emotional ueberzureagieren.

    Aus diesem Kreislauf auszubrechen, zu lernen, dass es grau gibt, Methoden zu finden, das grau auch zu sehen, war sehr schwer, aber ich habe da Erfolge erzielt, nur werde ich sicher nie ein voellig ausgeglichener Mensch sein.

    Soviel zu Beratungsresistent. Und ich bin nciht die einzige, die da weitergekommen ist, aber wie Annette auch schreibt, bei all der Ablehnung, die man nciht nur Privat, sondern auch bei der Suche nach professioneller Hilfe erfaehrt ist es eben massiv schwer.

    Und wenn man eh wenig Kraft hat, kann cih es auch verstehen, dass es Menschen gibt, die daran scheitern, die deshalb keine Therapie machen wollen, denn nciht nur die Suche nach einer Therapie ist hart, sondern auch die Therapie an sich ist sehr sehr anstrengend.

    Und wenn man hier dann liest, wie man als Mensch mit einer Diagnose in eine Schublade gestopft und mit Pauschalurteilen ueberschuettet wird, dann entmutigt das auf der einen Seite und macht auf der anderen durchaus auch sauer.

    Soviel mal von der "anderen Seite" dazu.

    Und ich kann Med. auch nur raten, klare Grenzen zu ziehen. Nur das hilft, um nicht in den Strudel der absoluten Emotionalitaet und Schwarz-Weiss-Denken des Borderline-Betroffenen hineingerissen zu werden. Auch wenn cih mir das sicher nciht leicht vorstelle, denn sowas kommt bei Menschen mit Borderline gerne als Zurueckweisung an, eben weil es sehr schwer ist Zwischentoene zu sehen. Was fuer mcih diese "Zurueckweisung" recht gut ausgleichen konnte, war eben auch mal zu hoeren, dass es mit mir auch sehr gute Zeiten gibt. Evtl. kannst Du damit auch Deine Freundin erreichen und ihr eben ganz klar zeigen, wo Du stehst und dass sie, auch wenn Du mal auf Abstand gehst (gehen musst ;-), Dir trotzdem wichtig ist und eben nciht abgelehnt wird.

  6. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Penthesilea,
    meine Freundin weiß, dass ich viele Dinge an ihr sehr schätze und sie gern mag. Ich sage ihr das auch.
    Doch vielleicht weißt Du selbst, wie schnell all die guten Gefühle in Streitsituationen plötzlich vergessen sind, und wie der "Tunnelblick" alles, was sonst noch außerhalb des Streits ist, dieses unsichtbar macht.

    Deshalb sehe ich es als Fortschritt an, dass ich vorgestern meine Freundin nach mehr als vier Wochen mal wieder unter vier Augen gesehen habe und wir in Ruhe miteinander reden konnten. Ich konnte ihr sagen, dass sie mich verletzt hat, ich konnte ihr sogar sagen, dass mich das vorsichtig gemacht hat, ihr gegenüber.
    Sie hat nicht, wie sonst, sofort geglaubt, ich schätze sie nicht mehr.
    Sie hat vielleicht verstanden, dass man jemanden sehr gern haben kann und trotzdem seine Gegenwart manchmal nicht erträgt (ihr selbst geht es ja auch oft so, bloß ist es für sie schwierig, das Bedürfnis auch bei anderen wahrzunehmen, sie denkt dann sofort, man möge sie nicht mehr).

    Ich werde auch weiterhin mehr Abstand zu ihr halten. Aber ich konnte ihr sagen, was ich ihr übel nehme, dass ich sie aber immer noch mag.
    Das auszuhalten, diesen (in ihren Augen) Widerspruch, fällt ihr schwer.
    Ich fühle mich gut, weil ich ihr sagen konnte, was mich bewegt.
    Und ich fühle mich gut, weil sie nicht gleich eingeschnappt war, so wie sonst.

  7. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Penthesilea,
    meine Freundin weiß, dass ich viele Dinge an ihr sehr schätze und sie gern mag. Ich sage ihr das auch.
    Doch vielleicht weißt Du selbst, wie schnell all die guten Gefühle in Streitsituationen plötzlich vergessen sind, und wie der "Tunnelblick" alles, was sonst noch außerhalb des Streits ist, dieses unsichtbar macht.
    Ja, leider, das kennen alle Betroffenen. Und ich kann leider auch in solchen Situationen nicht anders fuehlen, aber ich habe gelernt, dann anders zu denken, d.h. es kann sein, dass ich erst emotional reagiere, dann aber merke, dass da Grautoene gefragt sind und eben rational dagegensteuere, da ich weiss, da ist grau gemeint und gefordert, auch wenn ich es in dem Moment nicht fuehlen kann.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Deshalb sehe ich es als Fortschritt an, dass ich vorgestern meine Freundin nach mehr als vier Wochen mal wieder unter vier Augen gesehen habe und wir in Ruhe miteinander reden konnten. Ich konnte ihr sagen, dass sie mich verletzt hat, ich konnte ihr sogar sagen, dass mich das vorsichtig gemacht hat, ihr gegenüber.
    Sie hat nicht, wie sonst, sofort geglaubt, ich schätze sie nicht mehr.
    Sie hat vielleicht verstanden, dass man jemanden sehr gern haben kann und trotzdem seine Gegenwart manchmal nicht erträgt (ihr selbst geht es ja auch oft so, bloß ist es für sie schwierig, das Bedürfnis auch bei anderen wahrzunehmen, sie denkt dann sofort, man möge sie nicht mehr).
    Hm, wie oben geschrieben, ich denke das nciht, ich fuehle das und arbeite mit dem Verstand dagegen an, voellig emotional ueberzureagieren. Mag nun kniefieselig klingen, macht aber fuer mcih durchaus einen Unterschied, auch im Umgang...

    Aber ich finde, das klingt durchaus, als haette sie sich damit auseinandergesetzt, cih hoffe fuer Euch beide, dass sie das weiterhin umsetzen kann!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich werde auch weiterhin mehr Abstand zu ihr halten. Aber ich konnte ihr sagen, was ich ihr übel nehme, dass ich sie aber immer noch mag.
    Das auszuhalten, diesen (in ihren Augen) Widerspruch, fällt ihr schwer.
    Ich fühle mich gut, weil ich ihr sagen konnte, was mich bewegt.
    Und ich fühle mich gut, weil sie nicht gleich eingeschnappt war, so wie sonst.
    Es freut mich, hier sowas zu lesen, zu erfahren, dass es doch Menschen gibt, die zwar klar sagen, "solche Menschen" sind anstrengend, aber sich auch die Muehe machen, zu sehen, dass es sehr sehr lohnende Seiten gibt und die sich die Arbeit machen, sich aktiv damit auseinanderzusetzen.

    Ich finde es gut, wie Du da drangegangen bist und ich glaube, dass Du mit dieser Methode durchaus eine gute Freundschaft mit ihr fuehren kannst, die zwar immer anstrengend sein wird, aber auch die anderen sehr schoenen Seiten hat.

  8. gesperrt

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    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    trambahn,
    ich wiederhol mich da: Ich will ja auch keinen Rat, sondern einen Austausch, wie andere damit umgehen, um für mich Erkenntnisse daraus zu ziehen.
    ist das nicht letztendlich ziemlich ähnlich ?


    Raten kann man da meines Erachtens eh nicht, da sich die Komplexität einer Beziehung nicht in ein paar Sätzen abbilden lässt.
    siehe oben.


    Aber eigene Erfahrungen kann man schildern.
    Und wenn jemand schreibt, er/sie würde bei nächster Gelegenenheit den Kontakt abbrechen, dann mag das für denjenigen passend sein, mir erscheint das zu simpel, und es wird den Gefühlen, die ansonsten noch da sind, nicht gerecht.
    Würde ich jemanden hassen, verachten oder einfach geringschätzen, dann wäre Kontaktabbruch eine adäquate Maßnahme.
    Aber so einfach ist es eben nicht.
    Es ist eben ambivalent.
    Hier geht es nicht um normale Maßstäbe.

    Die B. sind m.E. oft sehr attraktive Menschen mit einem sehr dicken Beziehungsproblem.

    Und wenn das nicht so wäre würdest du hier keinen Strang eröffnen.

    Du schreibst, dass Du mich in Partnerbeziehungen für zu gutmütig hälst. Ich weiß nicht, woher Du die Informationen dazu nimmst.
    Diese Freundin ist übrigens nicht meine Partnerin.

    Ganz einfach: du beschäftigst dich ausführlich mit einem Menschen, der dir ständig sehr weh tut.

  9. Inaktiver User

    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    trambahn,
    sei mir nicht böse, aber ich empfinde Deine Sicht da als ein bisschen oberflächlich.

    Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich jemandem einen direkten Rat erteile, obwohl ich seine Situation nur in ganz wenigen Bruchstücken kenne, oder ob ich von meinen eigenen Erfahrungen erzähle und derjenige sich dann das rausfiltert, mit dem er was anfangen kann, weil es mit seiner ganz speziellen Situation zu tun hat.

    Wenn Du schreibst "Hier geht es nicht um normale Maßstäbe" in Bezug auf die Frage nach Kontaktabbruch, dann klingt das für mich fast so, als drücktest Du jemandem einen Stempel "Borderline" auf und benutztest diesen Stempel dann als Freibrief, um Dir mit dieser Person keine Mühe mehr geben zu müssen.

    Ja, ich beschäftige mich mit einem Menschen, der mir oft weh tut.
    Und ich beschäftige mich mit einem Menschen, dem ich auch oft weh tue.
    Und mit einem, der mir viel Freude gemacht hat.
    Und mit dem ich viele Dinge teilen kann.
    Und mit dem ich viel Spaß habe.
    Und mit dem ich lachen und weinen kann.
    Und den ich dafür sehr sehr schätze.

    Wenn ich einen Menschen gern habe, dann gebe ich mir Mühe mit ihm.
    Das kannst Du "zu gutmütig" nennen, wenn es Deine Sicht der Dinge ist, aber meine Sicht der Dinge ist eben, dass Du Dinge und Personen zu schnell beurteilst und zu schnell die Lanze über sie brichst.

  10. gesperrt

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    AW: Borderline - wie als Freundin damit umgehen?

    Ja, ich habe zu diesem Thema meine Erfahrung gemacht und bin froh, dass es vorbei ist:

    Es gäbe da viele grässliche Details zu berichten.



    Und ja, wenn jemand den Anschein von B. erweckt, ziehe ich mich sofort zurück. Ich werde das nicht noch einmal mitmachen.

    Insofern kann ich dir bloss alles Gute wünschen, wie auch immer das gehen soll.


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