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    Zu früh erwachsen?

    Um nicht noch mehr nachzudenken und allein zu sein,wende ich mich nun an andere und möchte euch fragen,ob es denn nur mir so geht oder ob ich gerade dabei bin Dinge zu entdecken, die andere schön längst wissen.

    Ich bin 20,studiere im 3.Semester, bin sehr fleißig, tu,was mir aufgetragen wird, führe es erfolgreich aus.Bin Schwester,Tochter, Freundin, aber so was von unglücklich zur Zeit. Es ist nicht einfach zu beschreiben, was mit mir in letzter Zeit los ist.Kaum habe ich Ferien , wie jetzt , und keine ,,ernsthafte Beschäftigung, komme ich zum Denken, viel zu viel, sitze in meinem Zimmer, schlafe ,lese,kann mich zu nichts aufraffen, mein Zimmer ist nach all den Prüfungen immer noch der reinste Saustall. Ich verstehe es nicht:Ich hätte jetzt so viel Zeit, aber ich nütze sie nicht.Ich wär so gern viel unternehmungslustiger und aktiver als andere, würde gern mehr lachen, mache es mir aber selbst zu schwer.
    Ich will nicht im Selbstmitleid versinken, nein, auf gar keinen Fall, aber ich glaube, dass ich einfach gerade begreife, dass es in diesem Leben nicht immer nur super, ehrlich und richtig zugeht.
    Ich glaub,dass eines meiner weiteren Probleme ist,dass ich zu früh erwachsen sein will.Ich würde am liebsten schon alles können und kennen.Habe letztes Semester eine Vorlesung besucht, deren Inhalt ich eigentlich noch gar nicht so gut kann, aber ich war einfach neugierig und dann enttäuscht,dass es nicht so funktionierte wie ich wollte. Ich bin dann nicht fähig das einzusehen.Ich möchte mir und anderen so viel beweisen und stelle die Ansprüche an mích selbst zu hoch,dass ich diese nicht erfülle und enttäuscht und ärgerlich bin.

    Ich habe Angst mein Leben zu schnell zu leben und einmal auf nichts besonderes zurückschauen können, obwohl ich das auf schulischer und universitären Leistungen sicher kann.
    Aber das ist nicht alles. Ich fühle mich nicht so frei und im Augenblick so allein.

    Gibt es denn jemanden, der das auch kennt oder weiß,wie man aus so einem Tief wieder rauskommt?

    Danke im Voraus,

    Lg Theresa

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    AW: Zu früh erwachsen?

    Zitat Zitat von Theresa1987
    Ich bin 20,studiere im 3.Semester, bin sehr fleißig, tu,was mir aufgetragen wird,
    Lg Theresa
    Liebe Theresa - ich bin zwar um einiges älter als Du, aber das Gefühl kenne ich. Wo ich in Deinem Text hängengeblieben bin ist dieser Satzteil, den ich "fett" markiert habe.

    Hast Du das Gefühl, nicht das zu tun, was Du eigentlich willst? Du funktionierst zum Wohle anderer aber nicht zu Deinem eigenen Wohle? Wenn Du alleine bist - merkst Du plötzlich evtl., was Du wirklich willst? Du möchtest niemanden verletzen, aber siehst die Zeit an Dir vorbeiziehen, in der Du Deine eigenen Wünsche und Ziele verleugnest?..
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    geschockt AW: Zu früh erwachsen?

    Liebe Theresa,

    ich bin über den selben Textteil gestolpert wie Bienie. Tust du das, was du tust (dabei denke ich vor allem ans Studium oder das Studienfach), weil du es tun willst?

    Wie sieht es mit Freunden aus? Du schreibst, du fühlst dich allein. Hast du Kommilitonen, mit denen du über deine Probleme sprechen kannst, oder kommen Freundschaften gerade zu kurz?

    Ganz allgemein würde ich sagen, dass es Zeit wird, dass du herausfindest, was DU willst, ohne Rücksicht auf die Erwartungen anderer, und da sind Ferien vielleicht gar nicht schlecht, um das Zimmer und das Leben ein bisschen zu entrümpeln
    "Was ich erstrebe, ist das pralle Leben, selbst um den Preis heftigen Schmerzes."
    Nagib Machfus - Palast der Sehnsucht

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    AW: Zu früh erwachsen?

    Zitat Zitat von Theresa1987
    Ich will nicht im Selbstmitleid versinken, nein, auf gar keinen Fall, aber ich glaube, dass ich einfach gerade begreife, dass es in diesem Leben nicht immer nur super, ehrlich und richtig zugeht.
    Theresa, Ich kann gut nachvollziehen, was in Dir vorgeht!
    Ich bin 21 und auch im 3. Semester. Die Phase, in der Du jetzt bist, hatte ich auch mal. Bei mir war das im 1. Semester. Ich bin in eine fremde Stadt gezogen, in der ich keinen Menschen kannte, habe allein in einer "Wohnung" gewohnt, die in einem Stadtteil etwas außerhalb lag. Dort gab es hauptsächlich ältere Menschen, die ich nicht kannte. Somit hatte ich kaum Kontakt zu anderen Leuten. Meine "alten" Freunde waren alle weit weg...
    Kurz vor Studiumsbeginn sind zwei Menschen aus meinem Umfeld gestorben, was mich lange Zeit sehr beschäftigt hat.
    In den ersten beiden Uniwochen habe ich gemerkt, dass mir mein drittes Studienfach absolut nicht gefällt.
    In den Semesterferien nach dem ersten Semester war ich total ausgebrannt und wollte nur noch nach Hause und mich verkriechen. Ich habe gemerkt, dass es ganz schön sch*** sein kann, erwachsen zu sein!
    Mir kommmt es auch jetzt noch so vor, als ob ich im ersten Studienjahr unheimlich gealtert bin! Ich war auf einmal für mich selbst verantwortlich, für meine Finanzen, für mein ganzes neues Leben...

    Ich habe dann vor einem Jahr mein (ungeliebtes) drittes Studienfach abgebrochen, habe meine Wohnung gekündigt und bin in eine WG direkt in die Innenstadt gezogen, wo meine Freunde (, die ich im Lauf der Zeit kennengelernt habe) auch wohnen.

    Heute, drei Semester später, fühle ich mich pudelwohl!! Ich genieße es, unabhängig von meinen Eltern zu sein, ich studiere das, was ich liebe und wirklich tun will! Und mittlerweile weiß ich die Zeit, die ich alleine gewohnt habe, zu schätzen, weil ich mich durch das viele Grübeln sehr gut kennengelernt und viel über mich erfahren habe! Ich genieße es nun, wenn ich mal allein in der Wohnung bin und die Küche und das Bad für mich allein habe...

    Liebe Theresa, ich weiß nicht, ob Dir mein (langer *sorry*) Beitrag hilft, aber ich denke, dass jeder mal so eine Phase hat!

    Ich hätte noch ein paar Fragen:
    - Tust (Studierst) Du das, was Du liebst? Oder magst Du das, was Du tust?
    - Wohnst Du allein oder bei Deinen Eltern?
    - Studierst Du weit weg von daheim?
    - Warum hast Du Angst, zu schnell zu leben?

    Ich drück Dich!
    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." (Victor Hugo)

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