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  1. Inaktiver User

    Vom Alleinsein...

    Ich bin jetzt 43 Jahre alt, lebe seit Juli 2007 getrennt, weil mein Mann mich - mehr oder weniger - Knall auf Fall verlassen hat (wer's genauer wissen will, findet den Fred in "Beziehung im Alltag": Hilfe, mein Mann hat die Krise) und drehe völlig am Rad.

    Alleine zu leben ist eine Aufgabe, die ich bis jetzt noch nie wirklich gut gemeistert habe... auf der Suche nach unserem Stammbuch habe ich alte Tagebücher von mir gefunden und mich in 1992 (Trennung vom damaligen Freund, nach ein paar Monaten 1. Ehemann im Urlaub kennen gelernt) verloren.

    Bis auf wenige Ausnahmen fühle ich heute ähnlich wie damals. Chaos. Panik. Unruhe. Der einzige Unterschied: Damals hatte ich akute Depressionen. Heute nicht. Oder besser: Ich glaube, nicht.

    Ich habe meine komplette Trennung hier im Forum aufgearbeitet und mir ist wirklich viel geholfen worden. Aber alle Ratschläge in Richtung "Tu was für Dich", "Denk an Dich", "Stärke Dich" etc. verpuffen im Nichts, weil ich gar nicht weiß, wie ich das tun soll. Alles, was ich für mich tue, macht mir keinen Spaß. Also tue ich so gut wie nichts. Die letzten 2 Wochen (Urlaub) waren ein schlimmes Wechselbad der Gefühle, inkl. diverser merkwürdiger Männer-Eskapaden, die zum Glück nie wirklich weit gegangen sind. Ich bin "bedürftig" nach Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Liebe und schaffe es nicht, mir allein zu genügen.

    Es ist unfassbar für mich, wie extrem ich in den Seilen hänge. So, als hätten die letzten 16 Jahre gar nicht stattgefunden und ich stände wieder genau an dem gleichen Punkt wie damals. Ich mache eine Therapie, seit ca. 3 Monaten, arbeite also daran, wieder auf die Füße zu kommen. Aber diese Gespräche ändern nichts daran, dass ich immer wieder an diesen Punkt komme, wo ich einfach nicht mehr will. Nicht stark sein, nicht kämpfen, gar nichts.
    Ich muss mein ganzes Leben ändern, da komme ich nicht drum herum. Aber der Berg erscheint mir unüberwindbar.

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    AW: Vom Alleinsein...

    hallo redwhife,
    ich möchte dir so gerne mut machen...aber ich weiß natürlich nur zu gut, dass man die eigenen erfahrungen nicht auf andere übertragen kann. und trotzdem: wenn du nicht weißt, WIE du dir gutes tun sollst, so beginn doch vielleicht mit dem gedanken "mit mir muss ich immer leben - die anderen kann ich mir aussuchen". das war ein gedanke, den mir damals ein therapeut nahelegte, als ich in einer vergleichbaren situation war, wie du z.zt. und es hat mir wahnsinnig geholfen. ich habe dadurch begonnen, mit MIR zu leben, und nicht nur "rumzuhängen" - die gefahr war auch bei mir sehr groß. heute, nach nunmehr 7 jahren kann ich wirklich sagen: diese 4 jahre, in denen ich mit MIR allein gelebt habe, waren wirklich sehr schöne jahre meines lebens. sicher, du hast sehr recht, man vermisst die ansprache, die zärtlichkeit, auch die aufmerksamkeit. aber enn es dir gelingt, all das auf dich selber zu projezieren, kann das ein sehr großer gewinn für dich sein und positive veränderungen mit sich bringen. wenn ich schmerzhaft die zärtlichkeit vermisst habe...dann habe ich mir ein wunderbares duftbad eingelassen, musik gehört dabei und kerzen im bad verteilt...wie man das so häufig mal im film sieht. und ich habe das warme bad, das meinen körper umspielte sooo sehr genossen, denn es diente nicht nur zur "körperreinigung", sondern vor allem war es ein teil der "seelenreinigung". wenn ich das hier so schreibe, wird mir immer noch ganz warm ums herze, bei dem gedanken an meine damaligen herrlichen duftbäder - ehrlich. ich habe auch begonnen, all das wieder aufzunehmen, was ich in der 20 jahre dauernden ehe so nach und nach vernachlässigt habe: lesen, kitschfilme im tv ansehen, zeichnen, habe die wohnung endlich so einrichten können, wie sie MIR gefäält...alles dinge, die zum "ich tu mir gutes" gehören. und so nach und nach baute sich der "berg", von dem du sprichst, und der auch mir damals am anfang unüberwindlich erschien, ab.

    das sind nur ein paar simple beispiele, wie ich damals mein "neues" leben angegangen bin, und es kam tatsächlich der tag, an dem ich mein leben mit mir nur noch genossen habe...auch die tatsache, dass ich wirklich gerne für mich selber verantwortlich war...das hatte ich fast verlernt während der ehe.

    dein weg mag ein anderer werden, aber ich wünsche dir so sehr, dass er dir gelingt, denn...es lohnt sich so sehr.

    ganz lieben gruß
    saschka

  3. Inaktiver User

    AW: Vom Alleinsein...

    Hi,

    wie Saschka es beschrieben hat, so ist's. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Du nicht weisst, wie du es angehen sollst (obwohl: immer ein Schritt nach dem anderen). Ich bin seit 2.5 Jahren geschieden (ich wollte die Scheidung, ohne dass ein anderer Mann da war) und dachte danach nur noch, dass ich dann frei waere und nun endlich 'Spass' am Leben haben koennte.

    Da stellte sich heraus, dass ich das gar nicht konnte, ich wusste nicht, was mir Spass macht, wo ich ihn finden kann usw. Habe mich dann in Liebschaften gestuerzt, und erst nach dem letzten Mann (habe im Kennenlernforum darueber berichtet) ist mir aufgegangen, dass ich noch das gleiche Problem habe - ich liebe und schaetze mich nicht, nicht genug auf jeden Fall, um mit mir gluecklich zu sein.

    Ich dachte sogar, dass ich andere Menschen nicht brauche, einfach wegen der Tatsache, dass ich gerne alleine bin. ABER - alleine zu sein und lesen und das geniessen oder sich alleine zu fuehlen sind 2 Paar Schuhe. Ich habe auch von Maennern erwartet, dass sie die immerzu treibende Kraft sind, so brauchte ich nichts zu tun, ausser mal abwehren, wenn es mir zuviel wurde.

    Und weisst Du, dies ist mir erst letzte Woche schlagartig klar geworden und das nachdem ich mich die letzten Jahre intensive mit Selbstfindung uae. beschaeftigt hatte. Da habe ich auch eine Menge ueber mich gelernt aber nicht, wie ich gluecklich werden kann (obwohl ich viele Buecher uebers gluecklich werden gelesen habe ).

    Ich habe noch nie eine Therapie gemacht, was machst Du denn in Deiner? Weisst Du woran es liegt, dass es Dich immer noch so umhaut?

    lg
    facetious

  4. User Info Menu

    AW: Vom Alleinsein...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe meine komplette Trennung hier im Forum aufgearbeitet und mir ist wirklich viel geholfen worden. Aber alle Ratschläge in Richtung "Tu was für Dich", "Denk an Dich", "Stärke Dich" etc. verpuffen im Nichts, weil ich gar nicht weiß, wie ich das tun soll. Alles, was ich für mich tue, macht mir keinen Spaß. Also tue ich so gut wie nichts.
    ...
    Ich muss mein ganzes Leben ändern, da komme ich nicht drum herum. Aber der Berg erscheint mir unüberwindbar.
    Hallo Redwhife,

    zwar befinde ich mich in einer völlig anderen Situation als Du, aber das, was ich da oben zitiert habe, kenne ich trotzdem nur allzu gut. Ganz besonders schlimm kann es werden, wenn ich Urlaub hab und zu Hause bleibe, wie z.Zt. der Fall. Es ist so eine Art Abwärtsspirale: Ich weiß nicht, was ich gern tun möchte, hänge einfach nur rum und die Grübeleien über das Leben im allgemeinen und besonderen belegen einen derart mit Beschlag, dass man sich hinlegen und "Tote Frau" spielen möchte.

    Gerade gestern ist mir so richtig bewusst geworden, dass es mir hilft, überhaupt etwas zu tun. (Was ich gestern endlich mal wieder tat.) Und heute habe ich festgestellt, dass es dabei nicht unbedingt notwendig ist, etwas zu tun, was man gern tut. Ich habe nämlich alle meine Schuhe geputzt. Glaub mir, es sind eine Menge! Ich hasse Schuheputzen und es hat auch nicht wirklich Spaß gemacht, aber hinterher war ich einfach zufrieden, das erledigt zu haben.

    Das Vorhaben "Ich muss mein ganzes Leben ändern" ist einfach zu groß! Bei mir ist es nur "Ich muss einiges in meinem Leben ändern" und das ist immer noch zu groß. Vielleicht kannst Du versuchen, nicht auf das Ganze zu gucken, sondern auf jeden Tag, vielleicht nur jede Stunde einzeln. Und dann sehen, dass Du einmal am Tag etwas Dir sinnvoll erscheinendes machst. Egal was. Und egal, ob Du daran Spaß hast. Erstmal. Ich denke, dass sich damit auch die Ideen, was einem gut tut und Spaß macht, entwickeln.

    Ganz kleine Schritte, nicht gleich das ganze Leben. Das hab ich mir jedenfalls vorgenommen.

    Ich wünsch Dir, dass Du den Berg überwindest - immer einen Schritt nach dem anderen!

    Liebe Grüße,
    Rumba
    Was jetzt ist, das zählt.
    Stoppok

  5. Inaktiver User

    AW: Vom Alleinsein...

    Erstmal lieben Dank, ihr Zwei.

    @saschka
    Mein akutes Problem ist wohl u.a., dass ich mich ganz schlecht entspannen kann und keine (innere) Ruhe finde. Ich fühle mich getrieben, vor allem, wenn ich alleine bin. Bei der Arbeit ist es ok. Da habe ich eine Aufgabe. Mich zuhause zu beschäftigen, ist schwieriger und manchmal schier unmöglich.

    Leider habe ich noch keine neue Wohnung, sondern lebe noch im gemeinsamen Haus, bis es verkauft ist. Eine andere Lösung gibt es derzeit aus Kostengründen nicht. Genauso, wie ich finanziell noch zu 100% von meinem Mann abhängig bin. Auch das regelt sich erst, wenn das Haus weg ist. Und da passiert halt kaum was. Da ich selbständig bin und noch nicht genug verdiene, um mir überhaupt etwas gönnen zu können, lebe ich auf "seine Kosten". Kontrolliert und gedemütigt.

    @facetious
    Eigentlich bin ich eine selbstbewusste, starke Frau - ich vergesse das nur immer wieder.
    Ich passe mich in Beziehungen sehr stark an und verliere mich dabei, manchmal sogar, ohne es zu merken. Woher das kommt, weiß ich. Wir arbeiten auch daran. Aber das braucht halt seine Zeit.
    Irgendwie gab es in den letzten 25 Jahren fast immer einen Mann an meiner Seite, über den ich mich definiert habe. Diese "Zustände" der totalen Hilflosigkeit, wenn ich alleine (ohne Partner) war, gab es schon damals, immer gepaart mit der fast manischen Besessenheit, so schnell wie möglich einen neuen Partner zu finden.
    Das schlimme ist: Ich weiß das. Aber ich kann es nicht stoppen. Es ist nicht mehr ganz so extrem wie damals, wo ich zeitweise mit jedem Kerl ins Bett gehüpft bin, nur um ihm zu beweisen, wie toll(?) ich bin. Meine Person als solche reichte nie, dachte ich. Ich fühlte mich nicht wertvoll genug... wollte überzeugen. Nun ja.

    Heute "suche" ich lediglich. Und breche die Suche auch mal mittendrin wieder ab, weil ich gar nicht finden will. Aber die Unruhe bleibt. Und eben das Gefühl, nicht zu genügen. Nicht mal mir selber.

  6. Inaktiver User

    AW: Vom Alleinsein...

    Zitat Zitat von Rumba

    Das Vorhaben "Ich muss mein ganzes Leben ändern" ist einfach zu groß! Bei mir ist es nur "Ich muss einiges in meinem Leben ändern" und das ist immer noch zu groß. Vielleicht kannst Du versuchen, nicht auf das Ganze zu gucken, sondern auf jeden Tag, vielleicht nur jede Stunde einzeln. Und dann sehen, dass Du einmal am Tag etwas Dir sinnvoll erscheinendes machst. Egal was. Und egal, ob Du daran Spaß hast. Erstmal. Ich denke, dass sich damit auch die Ideen, was einem gut tut und Spaß macht, entwickeln.

    Ganz kleine Schritte, nicht gleich das ganze Leben. Das hab ich mir jedenfalls vorgenommen.
    Ich versuche das. Und manchmal gelingt es mir auch. Aber wenn mich dann das ganze Chaos wieder einholt, haut es mich einfach um. Leider bin ich mit einem extrem dickfelligen Mann gestraft, der sich möglichst der gesamten Verantwortung entziehen will. Also bleibt alles an mir hängen. Inkl. seiner fast kompletten Klamotten, die noch hier sind, weil er nur mit 'ner Notausstattung zu seinen Eltern gezogen ist.

    Ich habe das Gefühl, dass mir sämtliche Energie abhanden gekommen ist. Dieses notwenige Quäntchen "los geht's", das einen dazu bringt, sein Leben in die Hand zu nehmen. Ich frage mich oft, wofür? Habe mich wohl viel zu sehr darauf verlassen, dass ich "zu zweit" war. Und im "alleine"-Modus bin ich derzeit noch ziemlich aufgeschmissen.

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    AW: Vom Alleinsein...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Leider bin ich mit einem extrem dickfelligen Mann gestraft, der sich möglichst der gesamten Verantwortung entziehen will. Also bleibt alles an mir hängen. Inkl. seiner fast kompletten Klamotten, die noch hier sind, weil er nur mit 'ner Notausstattung zu seinen Eltern gezogen ist.
    Und das macht Dich nicht gelegentlich wütend? So richtig? Mich würd das auf die Palme bringen, würde ich zusätzlich zu allem anderen noch ständig über seinen Kram stolpern! Und ich würde - das weiß ich aus Erfahrung - seinen ganzen Krempel in große Kartons schmeißen und - wenn er es selbst nicht unterbringen kann - in die hinterste Ecke verbannen. Ein bisschen "aus den Augen, aus dem Sinn".

    Mich erleichtert sowas. Danach kommt dann der nächste Schritt. Aber erst dann und bis dahin nicht über diesen nächsten Schritt nachdenken. Wie gehen lernen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe das Gefühl, dass mir sämtliche Energie abhanden gekommen ist. Dieses notwenige Quäntchen "los geht's", das einen dazu bringt, sein Leben in die Hand zu nehmen. Ich frage mich oft, wofür? Habe mich wohl viel zu sehr darauf verlassen, dass ich "zu zweit" war. Und im "alleine"-Modus bin ich derzeit noch ziemlich aufgeschmissen.
    Und ich habe das Gefühl, dass Du das auch noch zulässt, dass Dir keine Energie mehr bleibt. Sorry, das ist nicht bös gemeint. Und ich kann das absolut nachvollziehen. Auch die Frage "Wofür?". Absolut und total. Und die Antwort ist: Für den tollen Anblick von rosa Wolken am blauen Himmel, von Meisen, die am Fenster vorbeiflattern, für das wunderbare Leben-Erwachen, wenn im Frühling die Bäume wieder grün werden und die Blumen blühen, für einen Tag am Meer, für einen kitschig-schönen Film, für einen Satz in einem Buch, der einem unter die Haut geht, für das herzhafte Lachen mit Freunden, für den leckeren Geschmack des Lieblingsessens, für ... beliebig vorzusetzen (Hattest Du nicht einen Hund?) - letztlich für DICH!

    Hey, Du bist bestimmt eine ganz tolle Frau und das alles auch und besonders allein wert - nicht nur zweit! Ich hab Deinen anderen Fred gelesen und fand ihn - hm, schön ist falsch auf Grund der Umstände - beeindruckend. Er hat mir eine ganze Menge Denkanstöße verpasst. Danke schön! (Auch ein kleines Wofür, vielleicht.)
    Was jetzt ist, das zählt.
    Stoppok

  8. User Info Menu

    AW: Vom Alleinsein...

    Zitat Zitat von Rumba
    Und ich habe das Gefühl, dass Du das auch noch zulässt, dass Dir keine Energie mehr bleibt. Sorry, das ist nicht bös gemeint. Und ich kann das absolut nachvollziehen. Auch die Frage "Wofür?". Absolut und total. Und die Antwort ist: Für den tollen Anblick von rosa Wolken am blauen Himmel, von Meisen, die am Fenster vorbeiflattern, für das wunderbare Leben-Erwachen, wenn im Frühling die Bäume wieder grün werden und die Blumen blühen, für einen Tag am Meer, für einen kitschig-schönen Film, für einen Satz in einem Buch, der einem unter die Haut geht, für das herzhafte Lachen mit Freunden, für den leckeren Geschmack des Lieblingsessens, für ... beliebig vorzusetzen (Hattest Du nicht einen Hund?) - letztlich für DICH!
    hallo rumba,

    danke!!! diese worte haben mich beim durchlesen sehr berührt und mir aus einem "loch" geholfen.

    lg
    simone
    Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
    (aus Rußland)

  9. Inaktiver User

    AW: Vom Alleinsein...

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich passe mich in Beziehungen sehr stark an und verliere mich dabei, manchmal sogar, ohne es zu merken. Woher das kommt, weiß ich. Wir arbeiten auch daran. Aber das braucht halt seine Zeit.

    ... immer einen Mann an meiner Seite, über den ich mich definiert habe.
    Hi,

    und hier geht es mir genau so, aber ich weiss nicht, warum das so ist. Natuerlich meine Kindheit, aber was genau? Wuerde es Dir was ausmachen, uns zu erzaehlen, woher es bei Dir kommt und was Du tust, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen?

    lg
    facetious

  10. Inaktiver User

    AW: Vom Alleinsein...

    @facetious
    Ich komme aus einem sehr kontrollierten Elternhaus, meine Mutter hat mich ihrer Liebe fast "erdrückt". Alles, was sie in ihrem Leben nicht geschafft hat, sollte ich schaffen, stellvertretend für sie. Und wenn das nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt hatte, wurde ich mit Liebesentzug und psychischem Druck bestraft. Daraus lernte ich, mich anzupassen und meine Wünsche und Vorstellung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Hinzu kam, dass ich mit einem Stiefvater aufwuchs, der sehr streng und autoritär war, der seine "Eifersucht" auf mich und meine vermeintliche Vormachtstellung ebenfalls durch rüde Strafen ausdrückte.

    Meine Erfahrung lautet: Du musst so sein, wie man(n) Dich haben will, damit es funktioniert, damit Du liebenswert bist.

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