Hallo,
ich weiß gar nicht ob ich mein Problem richtig rüberbringen kann...
Ich versuchs mal:
Die Beziehung zu meinem LG leidet immer wieder darunter, dass ich (seiner Meinung nach) zu empfindlich reagiere und aufgrund dessen, immer wieder eine Grundsatzdiskussion vom Zaun breche.
Mal ein Beispiel: Ich verabschiede mich gerade von einer Freundin, er hat sich schon verabschiedet und steht 5 Meter von uns entfernt. Als ich dann losgehe geht er zeitgleich auch los, so dass ich 6 Schritte hinter ihm gehe und laufen muss, um ihn einzuholen. Also "beschwere" ich mich, dass ich das doof von ihm finde. Er antwortet: "Das ist nicht so wichtig" Ich: "Mir ist das aber wichtig." Daraufhin gehen wir schweigend nach Haus, wo eine Diskussion entbrennt (oder Vorwürfe meinerseits?): Ich: "Du nimmst mich nicht ernst" Er: "Du reagierst immer gleich so empfindlich. Ich finde da (an dem losgehen) nichts schlimmes dran. Das ist doch normal" usw. usf.
Es ist schon wahr, dass ich vieles sehr persönlich nehme und schnell verletzt bin. Gerade dann besonders, wenn mein LG Dinge sagt/macht, die mich irgednwie betreffen und die ich so nicht gut finde und anders erwarte. Oft erwarte ich Dinge, die ich nicht einfach erwarten kann. Wenn sie nicht erfüllt werden, bin ich gleich enttäuscht.
Unsere Beziehung leidet echt durch diese Streits. Er will sich nun bemühen, etwas rücksichtsvoller zu sein, ich versuche weniger empfindlich zu sein und nicht mehr so viel als ANgriff gegen meine Person zu sehen. Doch wie mache ich das?????
LG
Judith
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Thema: Bin ich zu empfindlich?
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01.12.2007, 14:44
Bin ich zu empfindlich?
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01.12.2007, 15:11
AW: Bin ich zu empfindlich?
Hallo Judith,
am besten schaffst Du es Dinge nicht zu persönlich zu nehmen, wenn Du den Fokus von ihm auf Dich verlagerst. Nehme ihn und das was er macht nicht so wichtig. Registriere es, aber mach' es nicht zum Thema.
Vielleicht kannst Du ihm auch sein eigenes Verhalten spiegeln. Und wenn Dich wirklich etwas stört, dann spricht es an, aber OHNE Vorwürfe zu machen.
Dennoch denke ich, dass da grundsätzlich etwas nicht stimmig ist bei Euch. Kann es sein, dass Du Dich nicht ausreichend von ihm wahrgenommen / geliebt fühlst?
Stine
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01.12.2007, 16:18
AW: Bin ich zu empfindlich?
Hallo!
Danke für die schnelle Antwort stine!
Es ist ziemlich schwer für mich, das, was er macht, nicht so wichtig zu nehmen. Ich beziehe das alles irgendwie auf mich. Wie geht das, sich selbst in den Fokus zu stellen? Das Problem ist, dass mich so vieles stört und ich es deshalb anspreche.
Vermutlich klingt es für ihn dann immer wie ein Vorwurf, weil ich alles gleich persönlich nehme und mich deshalb verletzt fühle und somit vielleicht überreagiere.
Da komm ich irgendwie nicht raus. Ich möchte härter werden. Wie du schreibst, das alles nicht so wichtig nehmen.. Aber wie?
Du hast recht: Ich fühle mich nicht ausreichend wahrgenommen/geliebt. Aber das ist ein Teufelskreis. Ich brauche sehr viel Aufmerksamkeit und Liebesbekundungen. Das liegt wohl an meinem geringen Selbstwertgefühl. Wenn er mir die Aufmerksamkeit nicht so gibt, dass es für mich reicht, reagiere ich schneller empfindlich. Dadurch ist er wiederum genervt, so dass er weniger Aufmerksamkeit gibt.
Wenn wir vernünftig darüber reden, gibt er sich wieder mehr Mühe. Aber er ist leider ein Mensch, der nicht so viel Nähe braucht und der es einfach nicht sieht, wenn ich Zuwendung brauche. Das darf ich nicht als gegen mich gerichtet sehen. ABer das fällt mir sehr schwer....
LG
Judith
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01.12.2007, 16:22Inaktiver User
AW: Bin ich zu empfindlich?
dein freund ist nicht dazu da dein selbstwertgefühl zu verstärken. du musst dich schon selbst lieben, bei dir selbst sein oder wie stine schreibt, den focus mehr auf dich legen. dann nimmst du auch nicht alles so persönlich.
Zitat von judith75
du jagst ja förmlich nach bestätigung durch ihn. suche die bestätigung woanders, dann liegt auch nciht mehr so viel last auf seinen schultern. denn er kann das nicht leisten, wenn du dich selbst nicht liebst.
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01.12.2007, 16:39
AW: Bin ich zu empfindlich?
Hallo!
Was mir noch eingefallen ist:
Ich liebe ihn doch. Wie soll ich ihn da nicht so wichtig nehmen? Das wäre wieder etwas, was mich als Nicht-Wichtig-Genommenen verletzen würde.Nehme ihn und das was er macht nicht so wichtig.
Wie liebe ich mich selbst mehr? Ich muss sagen, dass ich mich schon ziemlich gut finde (Soll nicht überheblich gemeint sein). Ich finde mich gutaussehend (habe wirklich keine Probleme, Männer für mich zu gewinnen), kann so einiges (bin im Job gut, hole da auch ganz viel Bestätigung) usw. Ich liebe mich. Aber es reicht nicht. Ich brauche Bestätigung von außen. Von ihm. Denn durch den Job bekomme ich sehr viel Bestätigung.
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Wenn ich es nicht schaffe, mich zu ändern, was ich ja unbedingt will, weil mich diese Empfindlichkeit selber nervt, dann bleibt die Beziehung auf der Strecke..
J.
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03.12.2007, 08:47
AW: Bin ich zu empfindlich?
liebe judith,
auf deine frage: "Bin ich zu empfindlich?" würde ich erst einmal antworten: du bist es eben, punkt! du hast diese gefühle, und deine gefühle haben das recht, da zu sein und akzeptiert zu werden! da gibt es kein zu viel oder zu wenig. du bist so, wie du bist, und so bist du in ordnung. jeder mensch hat seine empfindlichkeiten und wunden punkte, na und? und wer braucht nicht auch immer wieder anerkennung und bestätigung von anderen menschen? also, das ist doch nur allzu menschlich und verständlich! wenn du das für den anfang einfach mal so annehmen könntest, könntest du vielleicht auch schon einen teil der diskussionen vermeiden.
eine frage: geht dir das nur mit deinem partner so, oder auch mit anderen menschen, die dir nicht so nahe stehen?
an dem beispiel, das du schilderst, kann ich persönlich keine überempfindlichkeit deinerseits feststellen. ich selbst finde es ebenfalls nicht nur unhöflich, sondern auch sehr achtlos, wenn jemand, mit dem ich gemeinsam unterwegs bin, vor mir herläuft. entweder wir gehören zusammen und begleiten einander, oder wir lassen es sein.
was mir nur aufgefallen ist, ist die art, wie ihr versucht, diese unstimmigkeiten miteinander zu "klären": voller innerer abwehr und gegenseitiger vorwürfe. er scheint deine gefühle nicht ernst zu nehmen, das empfinde ich so wie du. aber wie vermittelst du sie ihm denn? vielleicht so, dass er eben sofort "zumacht" und abwehrt? versuch es doch vielleicht mal auf eine andere art. er möchte dich sicher nicht bewusst verletzten. zeig ihm, dass dir gerade dieser fakt bewusst ist: er will dir nicht weh tun. er merkt es sicher nicht einmal. also nimm es nicht persönlich, wie hier schon geschrieben wurde. und dann bleib ganz bei dir, wenn du ihm deine gefühle schilderst - so dass er spürt, das sind deine gefühle, für die trägt er keine schuld, sie sind deine verantwortung.
plauze vielleicht auch nicht sofort in der jeweiligen situation damit heraus, sondern etwas später, wenn du dich wieder beruhigt hast. und wenn die stimmung zwischen euch gerade dazu geeignet ist. und fang vielleicht anders an. nicht: "ich finde das doof von dir", sondern "du ich möchte mal mit dir über etwas sprechen, was mich verletzt und wo ich mich von dir zurückgesetzt fühle.... ich weiß, ich bin da sehr empfindlich, aber es tut mir nun mal weh, und ich würde es schöner finden, wenn du in solchen situationen auf mich warten würdest.... kannst du das verstehen? könntest du das vielleicht tun für mich"
ich finde, das klingt weniger anklagend und weniger nach schuldzuweisung, und vielleicht kann er sich so besser für deine gefühle öffnen und rücksicht darauf nehmen. erwarten kannst du das nicht, das stimmt. aber du kannst ihn darum bitten. und wenn du erst einmal spürst, dass er dich ernst nimmt mit deinen empfindlichkeiten, verlieren sie sicher bald an gewicht für dich.
aber bitte, werde nicht härter! weder dir, noch ihm gegenüber.
liebe grüße,
marla
p.s.
es gibt auch gute kurse zu kommunikation, vielleicht wäre das etwas für euch?Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Antoine de Saint-Exupéry
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03.12.2007, 09:06
AW: Bin ich zu empfindlich?
Mich würde noch interessieren, wie sich die Situation aufgelöst hat. Ist der Streit eskaliert, wart Ihr irgendwann einfach so wieder gut miteinander, hat einer von Euch einen Schritt auf den anderen zugemacht?
Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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03.12.2007, 16:19
AW: Bin ich zu empfindlich?
Hallo!
@minstrel
Die Situation eskalierte, indem er noch eine andere, ähnliche Situation als Beispiel nannte, dabei die ganze Zeit von Zimmer zu Zimmer rannte und ich mich deshalb erst recht nicht ernst genommen fühlte, so dass ich nach Hause ging. (Leider musste er nächsten Tag für ne Woche wegfahren.) Nach dem Streit war ca. 36 Stunden Funkstille, dann schlimmes Telefonat,
in dem er die ganze Beziehung in Frage stellte. Dann 2 liebe SMS meinerseits, 4Tage nach dem Streit normales Telefonat, tränenreiche Aussprache als er wieder da war und dann war alles wieder gut (hoffe ich zumindest, jedenfalls scheint es so, obwohl wir nicht wissen, wie und ob wir das in den Griff kriegen.
Ich bin eigentlich aller Kritik gegenüber empfindlich. Nur meist kann ich sowas doch ganz gut wegstecken. Als ich noch Kind war bzw. in der Pubertät war ich superempfindlich. Das ist einsdeutig besser geworden. Ich habe schon mit der Zeit gemerkt, dass ich nicht alles auf mich beziehen muss.
Generell bin ich gegenüber Verhalten oder Aussagen von Menschen, die mir nahe stehen, viel empfindlicher. Je näher, desto empfindlicher.
Meist bin ich aber gegen direkte Kritik nicht so empfindlic. Was mich tierisch wurmt, ist unhöfliches, unaufmerksames Verhalten von generell allen Menschen. Wenn es dann mich betrifft, ist der Ofen aus. Und dann natürlich erst Recht, wenn es den wichtigsten Mensch in meinem Leben betrifft.
Genau so sehe ich es auch:
Das Problem ist, dass solche Situationen öfter auftreten, und er nicht sieht, dass er sich unhöflich verhält. Für ihn ist das nicht schlimm!an dem beispiel, das du schilderst, kann ich persönlich keine überempfindlichkeit deinerseits feststellen. ich selbst finde es ebenfalls nicht nur unhöflich, sondern auch sehr achtlos, wenn jemand, mit dem ich gemeinsam unterwegs bin, vor mir herläuft. entweder wir gehören zusammen und begleiten einander, oder wir lassen es sein.
Es ist schon möglich, dass er einfach anders tickt und "keine guten Manieren hat", aber ich trage auch meinen Teil dazu bei, indem ich dann meist einfach abgrundtief verletzt bin und ihm eine Szene mache. Deshalb macht er wohl tatsächlich dicht.
Nur leider schaffe ich es noch zu selten, erstmal ruhig zu bleiben und zu warten, bevor ich anspreche, was mich verletzt. Natürlich habe ich auch gemerkt, dass so etwas hilft. Ich bin dann ruhiger, habe die Situation überdacht, beziehe sein Verhalten nicht nur auf mich, obwohl ers mich natürlich nervt. Aber dieses schnelle, tiefe verletzt sein ist meist stärker.
Er kann meine Empfindlichkeit überhaupt nicht austehen. Er mag es nicht, wenn ich heule und verletzt bin. Ich habe kaum Hoffnung, dass er diesen Charakterzug von mir jemals akzeptieren wird. ZUm Thema Paartherapie oder Kommunikationstraining ist er total abwehrend eingestellt. Das wird nichts.
Also versuche ich an mir zu arbeiten. Was ich jetzt von euch mitgenommen habe bedeutet für mich:
-cool bleiben in der Situation (vielleicht gibts da ein Mantra für mich, was mir dann blitzschnell einfällt) und diese nicht persönlich nhemen
-Situation zu einem anderen Zeitpunkt ansprechen ohne Vorwürfe
-hoffen, dass er das annimmt (er blockt bei sowas nämlich gerne mal)
Hoffentlich bekomme ich das hin.
LG
Judith
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04.12.2007, 10:52
AW: Bin ich zu empfindlich?
Hallo Judith,
in vielem, eigentlich in allem, was Du schreibst, finde ich mich wieder. Ich habe auch so ein "Talent" alles erst mal aufzubauschen, am besten noch eine riesen Szene daraus zu machen, zu heulen, alsob die Welt untergeht, um dann am nächsten Tag festzustellen, dass das alles mehr als übertrieben war.
Als mir das irgendwann mal richtig bewußt wurde, habe ich beschlossen, mich in so kritischen Moment selber in den Hintern zu treten und mir zu verbieten was zu sagen. Meine Laune bessert sich in dem Moment dann zwar nicht, aber so bin ich schon oft einer Endlosdiskussion entgegangen. Ok, am letzten We war wieder so ein Fall, wo mich nicht im Griff hatte und ausgeflippt bin, aber ich merke, dass es immer besser wird.
Wenn mein Freund merkt, dass irgendwas nicht stimmt und nachfragt, sag ich ihm teilweise auch, dass ich das selber noch nicht so genau weiß und am nächsten Tag mit ihm darüber sprechen werde, sollte ich dann noch das gleiche blöde Gefühl/die gleiche schlechte Laune haben, wie an diesem Tag. Dann weiß er, dass ich schlechte Laune habe, kann aber noch die Hoffnung haben, dass sich alles in Rauch auflöst. Damit kann er gut leben.
Vielleicht wäre das auch ein Ansatz für Dich?
Liebe Grüsse,
Kikki
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04.12.2007, 11:12
AW: Bin ich zu empfindlich?
@ JudithZu diesem Beispiel fällt mir folgendes ein:Mal ein Beispiel: Ich verabschiede mich gerade von einer Freundin, er hat sich schon verabschiedet und steht 5 Meter von uns entfernt. Als ich dann losgehe geht er zeitgleich auch los, so dass ich 6 Schritte hinter ihm gehe und laufen muss, um ihn einzuholen. Also "beschwere" ich mich, dass ich das doof von ihm finde. Er antwortet: "Das ist nicht so wichtig" Ich: "Mir ist das aber wichtig." Daraufhin gehen wir schweigend nach Haus, wo eine Diskussion entbrennt (oder Vorwürfe meinerseits?): Ich: "Du nimmst mich nicht ernst" Er: "Du reagierst immer gleich so empfindlich. Ich finde da (an dem losgehen) nichts schlimmes dran. Das ist doch normal" usw. usf.
Warum kann er nicht warten, bis Du zu ihm aufgeschlossen hast, warum muss er gleich losrennen, so dass Du gezwungen bist, ihm hinterher zu laufen? Das finde ich nämlich auch reichlich doof von ihm. Es kann natürlich sein, dass er sich darüber geärgert hat, dass sich der Abschied von Deiner Freundin über Gebühr lange hingezogen hat, er also schon lange genug warten musste – und diesen Ärger bringt er mit dem Vorauslaufen zum Ausdruck.
Ich finde es ausserdem daneben, dass er Deinen Ärger über sein Verhalten offenbar nicht ernst nimmt. Darüber würde ich mich an Deiner Stelle auch aufregen. Und indem er sein eigenes Verhalten als „normal“ hinstellt, setzt er Dich ins Unrecht und blockt die weitere Kommunikation über das Thema ab. So läßt sich natürlich kein Konflikt lösen!
Aus diesem Beispiel raus kann ich nicht lesen, dass Du zu empfindlich bist. Ich finde eher ihn unwillig/unfähig zur Kommunikation.Du hast recht: Ich fühle mich nicht ausreichend wahrgenommen/geliebt. Aber das ist ein Teufelskreis. Ich brauche sehr viel Aufmerksamkeit und Liebesbekundungen. Das liegt wohl an meinem geringen Selbstwertgefühl. Wenn er mir die Aufmerksamkeit nicht so gibt, dass es für mich reicht, reagiere ich schneller empfindlich. Dadurch ist er wiederum genervt, so dass er weniger Aufmerksamkeit gibt.
Wenn wir vernünftig darüber reden, gibt er sich wieder mehr Mühe. Aber er ist leider ein Mensch, der nicht so viel Nähe braucht und der es einfach nicht sieht, wenn ich Zuwendung brauche. Das darf ich nicht als gegen mich gerichtet sehen. ABer das fällt mir sehr schwer....
Oft erwarte ich Dinge, die ich nicht einfach erwarten kann. Wenn sie nicht erfüllt werden, bin ich gleich enttäuscht.Wenn Du ihm allerdings immer wieder auf den Pelz rückst, wenn er seine Ruhe haben will, wenn Du immer wieder Bestätigung und Beachtung einforderst (am besten noch mit Tränen und Szenen), wenn er das gerade nicht leisten will oder kann, dann kann es schon sein, dass er anfängt, auf alle möglichen Ansprüche Deinerseits genervt zu reagieren und dann eben auch zuzumachen.Ich finde, marla hat Recht: Versuche, das, was Dich stört, sachlicher, ruhiger und weniger anklagend hervorzubringen.
Zitat von marla
Wenn er jedoch weiterhin unfähig sein sollte, damit umzugehen, musst Du Dich fragen, ob er überhaupt ein beziehungsfähiger Partner ist.Du solltest das Problem auf zweierlei Arten angehen:Ich bin eigentlich aller Kritik gegenüber empfindlich. Nur meist kann ich sowas doch ganz gut wegstecken. Als ich noch Kind war bzw. in der Pubertät war ich superempfindlich. Das ist einsdeutig besser geworden. Ich habe schon mit der Zeit gemerkt, dass ich nicht alles auf mich beziehen muss.
Generell bin ich gegenüber Verhalten oder Aussagen von Menschen, die mir nahe stehen, viel empfindlicher. Je näher, desto empfindlicher.
Meist bin ich aber gegen direkte Kritik nicht so empfindlic. Was mich tierisch wurmt, ist unhöfliches, unaufmerksames Verhalten von generell allen Menschen. Wenn es dann mich betrifft, ist der Ofen aus. Und dann natürlich erst Recht, wenn es den wichtigsten Mensch in meinem Leben betrifft.
Dein Überempfindlichkeit scheint mir sehr mit mangelnden Selbstwertgefühlen zu tun zu haben. Das solltest unbedingt mit einer Psychotherapie angehen, damit Du stärker wirst und Dir nicht immer wieder selbst deswegen im Weg stehst.
Die andere Sache ist, dass Du akzeptieren musst, dass nicht alle Menschen immer so aufmerksam und aufnahmebereit sind, wie Du es gerne hättest. Du musst anderen Menschen zugestehen - auch denen, die Dir wichtig sind - dass Du auch mal vorübergehend nicht an erster Stelle auf ihrer Prioritätenliste stehst, und dass das nicht bedeutet, dass ihre grundlegenden Gefühle für Dich schwinden. Nur: Wenn Du eben immer diejenige bist, die ständig einfordert und nervt, dann kann leider ganz genau das passieren: Du gilst als anstrengend, man fühlt sich weniger wohl mit Dir und geht auf Abstand. Du setzt wieder nach und bist so in einem Teufelskreis gefangen.
Geändert von Latona (04.12.2007 um 11:19 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!


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