Ich hab immer noch nicht verstanden wo dein Problem ist. Kanns mir jemand erklären?
Du willst einen Mann aber nicht mit ihm zusammenwohnen. Musst du ja auch nicht, gibt kein Gesetz das verbietet, dass man in getrennten Wohnungen Beziehungen haben kann oder Sex.
Also wo ist das Problem? Quälst du dich gern selbst?
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Thema: Wer bin ich?
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14.11.2007, 18:41
AW: Wer bin ich?
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15.11.2007, 10:05Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Wenkeandrea ist unglücklich, weiß aber nicht recht warum.
Sie ist beruflich selbstständig, da weiß sie, wo es lang geht. Ihr Leben hat sie gut organisiert und läßt sich nicht gern reinreden. Sie möchte nicht, daß ihr jemand etwas durcheinander bringt: weder ihre Wohnung noch ihr Herz.
Wenkeandrea hat sich (längst) für ihren Lebensstil entschieden, sie ist nicht mangels Attraktivität oder Gelegenheit Single. Folgerichtig sieht sie auch keinen Entscheidungsbedarf.
Aber sie sehnt sich nach Wärme und Akzeptanz. Ihre Devise lautet dabei: Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß. Oder anders ausgedrückt: Wenkeandrea öffnet sich nicht dem Austausch mit anderen Menschen. Aber nur so könnte sie inneres Wachstum erfahren. Sich öffnen bedeutet Gefahr der Verletzung, aber emotionale Zuwendung ist ohne dieses Risiko auch nicht zu haben.
Wenkeandrea sucht die Erweiterung ihres Erfahrungsbereichs auf ihren Reisen. Was manchem ängstlichen Menschen riskant zu sein scheint, stuft Wenkeandrea richtig ein: Als Reisende genießt sie einen Sonderstatus, braucht sich nicht der Frage zu stellen: Wieviel Zuwendung erwarten diese Menschen vom MIR.
Vielleicht macht sie sich wirklich nicht viel aus Sex, aber manchmal vermißt sie ein menschliches Kuscheltier
.
Liebe Wenkeandrea
,
ob ich mit meiner Fernanalyse richtig liege?
So oder so: Das große Buffet des Lebens hält auch für dich die richtigen Speisen bereit. Du hast längst nicht von allen gekostet, hast wenige versucht und meinst nun, alle anderen würden dir auch nicht schmecken.
In einer Therapie könntest du dir vielleicht Appetit machen lassen auf die unbekannten Speisen.
L.G. Kunterbunt
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15.11.2007, 18:59
AW: Wer bin ich?
Aber man kann doch Zärtlichkeiten genießen ohne gleich zusammenzuziehen. Und man kann Bekannte haben, die nicht gleich beste Freunde sein müssen....
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16.11.2007, 09:41Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Also, Cytheria,
für mich sieht das so aus: Mit einem Partner zusammen wohnen wäre Wenkeandrea 2 Schritte zu weit.
Offenbar würde sie gern mal mit jemandem auf dem Sofa sitzen, Musik hören, kuscheln oder schmusen, aber dazu schreibt sieDen dazu passenden Mann wird sie kaum finden, jedenfalls nicht im passenden Alter. Und weil Wenkeandrea sicher die Erfahrung gemacht hat, daß Männer nicht nur kuscheln wollen, läßt sie vorsichtshalber auch besuchsweise keinen in ihre Wohnung
Zitat von Wenkeandrea
.
Wenkeandrea möchte, im direkten UND übertragenden Sinne, immer „die Hosen anbehalten“
.
Sie schreibt außerdem, daß die ihren Freundinnen nicht auf die Nerven fallen möchte. Vielleicht sollte sie aber mal gezielt nach einer Freundin suchen, die ein ähnliches Problem hat und gern nur mal ein bißchen kuscheln möchte
.
Wäre nett, wenn sie sich mal wieder zu Worte meldete.
Kunterbunt
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18.11.2007, 13:54
AW: Wer bin ich?
Hallo,
habe nun amüsiert alles durchgelesen ... bitte nicht falsch verstehen ... im Sinne von interessiert, und wenn amüsiert, dann wegen der Kommentare einiger anderer.
Wenke weiß sehr genau, WER sie ist bzw. WAS sie ist!
Ich glaube, es sind andere Problemchen, die eigentlich keine sind bzw. keine sein sollten.
z.B. die Sehnsucht nach einem Partner, aber doch nicht durch ihn eingeengt zu werden (in welche Richtung auch immer).
Ich glaube, dass dieser Wunsch größer ist als sie sich selbst eingestehen will bzw. hier zugestehen will.
Aber da sie eine selbstbewusste Frau ist und ganz genau weiß, was sie will, wie sie ihren Partner will ... ist ihr auch klar, dass dieser nicht gerade um die nächste Ecke zu finden ist.
Es geht immer irgendwie um den "Grad der Zufriedenheit" gepaart mit dem "Grad der Kompromissbereitschaft". Diese beiden auch verbinden zu können.
In einer Partnerschaft MUSS man nun mal auch Kompromisse eingehen können ... v.a. wollen.
Zur Zeit scheint Wenke glücklich mit ihrer Situation zu sein ... und deshalb gibt es auch keinen Anlass, etwas daran ändern zu müssen. Und man kann auch mit "80 %" Zufriedenheit gut leben, denn 100 % wird es NIE geben.
Sie ist glücklich damit, weshalb auch die Kompromissbereitschaft fast bei Null liegt.
JETZT und HEUTE ist das doch gut und man muss daran nichts ändern, wenn man sich glücklich damit fühlt.
Aber Menschen, Einstellungen und Wünsche ändern sich laufend. Was gestern noch Gültigkeit hatte, kann heute schon wieder überholt sein.
Und Wenke fühlt sich "heute" wohl damit, was aber nicht heißt, dass es "morgen" anders sein kann, und auch darf.
Und wenn die Zufriedenheit mit der eigenen Situation immer tiefer sinkt, dann steigt auch im Gegenzug die Kompromissbereitschaft, um vielleicht doch einem Partner auch in der eigenen Wohnung "seinen Platz" zu gewähren.
Und ich glaube nicht, dass es nur daran liegt, dass Männer immer nur "das Eine wollen". Ich glaube, es liegt daran, dass sie noch nicht den richtigen Partner kennen gelernt hat. Dass sie noch nicht erfahren hat, dass es auch anders geht. Dass sie noch nicht erfahren hat, dass es mit dem "richtigen Partner" vielleicht auch der eigene Wunsch sein könnte.
Dass sie sich vielleicht eben DARUM nicht auf das einlassen will ... WEIL sie bisher eher die gegenteilige Erfahrung gemacht hat.
Ich glaube, wenn der richtige vor der Tür steht, dass es ihr und ihm egal ist, ob Saucenflecken auf den Küchenfliesen kleben und dreckige Unterwäsche unterm Schreibtisch liegt.
In einem Posting habe ich gelesen, dass sie sich nicht auf fremde Menschen einlassen will ... glaube ich nicht ... sie will das. Aber vielleicht waren ihre Erfahrungen nicht die besten, was Männer anbelangt. - Deshalb vielleicht auch diese Ablehnung gegen ALLE.
Das Thema Partnerschaft wird aber auch durch die anderen Faktoren beeinflusst: Arbeit, Reisen, Freizeit, Hobbies, ... uvm...
@Wenke
Jetzt und heute weißt du sehr genau, WER du bist.
Ich denke, von außen wird dir eingeredet, dass du etwas kompromissbereiter sein solltest.
Das ist aber falsch ... Kompromissbereitschaft soll man nicht erzwingen müssen, wenn man sich damit unwohl fühlt ... wenn's soweit ist, dann gibt man sie gerne von sich aus - und man fühlt sich auch glücklich damit! ...
... und irgendein Dreibein wird's da draußen schon geben, den du gerne mal in deine Wohnung lassen wirst ... bisher war der richtige aber noch nicht dabei.
lg
cancer
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19.11.2007, 12:12
AW: Wer bin ich?
Hallo,
da bin ich wieder. Nicht daß es mir die Sprache verschlagen hätte, vielmehr hat eine „plötzliche und unerwartete Angelegenheit“ in der Verwandschaft mich aus dem Alltag gerissen.
Erstaunlich, irgendwie (be-)rührend finde ich, daß die Diskussion auch ohne mich weitergelaufen ist. Reichlich Stoff zum Nachdenken habe ich vorgefunden, irgendwie habe ich in jedem Beitrag mehr oder weniger viel Zutreffendes gefunden.
Die Vielfalt der Vermutungen und Meinungen über mich entspricht leider meiner sehr wechselhaften Stimmungslage. Manchmal komme ich nach Hause und denke: „Mensch, wie hast du es doch gut! Brauchst niemanden zu bekochen, keine Rechenschaft über irgendwas abgeben, auch nicht über deine gerade vorherrschende Laune
. “ Sitze ich dann allein vor meinem Teller und mein Gekochtes schmeckt sogar, finde ich das Alleinsein mit mir plötzlich schrecklich öde
.
Zitat von Cancer70
Zitat von Cancer70
Stimmt!
Zitat von Cancer70
Stimmt auch.
Zitat von Inaktiver User
Ob aber der Richtige für mich erst noch gebacken werden muß? Bin schließlich inzwischen 37 und habe noch nichts passendes gesichtet.
Himmelhilf!
Zitat von Cancer70
Ihr seht, ich befinde mich gerade in einer meiner positiven Phasen, in der ich ziemlich zufrieden bin und über mich selbst lachen kann... ... vielleicht, weil ich für den Februar einen Flug nach Chennai gebucht habe
!
L.G. Wenke Andrea
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19.11.2007, 17:32
AW: Wer bin ich?
Du fndest deine Erfüllung beim Reisen und dann gehts dir auch gut. Das ist doch prima so! Ich kenne einige Leute, die den Alltag nur als Zwischenphasen zwischen ausgedehnten Reisen bewältigen..... ist doch auch fein!
Und dass du Nähe willst aber keinen Sex und keine Verpflichtungen weißt du ja auch selbst, ich bin aber sicher dass es auch Männer gibt die ähnlich ticken... schließlich entsprechen nicht alle Männer irgendwelchen Klischees (wenn auch vielleicht viele *g*)
Ich versteh ja dein ursprüngliches Problem, ich versteh nur den Thread nicht.... weil du ja anscheinend nichts ändern willst - oder?
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20.11.2007, 14:29
AW: Wer bin ich?
Hallo ihr Lieben
,
@ Cytheria: Eines hat mir der Thread auf jeden Fall gebracht, nämlich ein Stück Klarheit: Ich will wirklich nichts ändern, und dazu muß ich auch stehen. Hier ist eben doch meine Entscheidung gefordert (oder schon gefallen), und das mache ich mir jetzt klar. „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß“ funktioniert nicht
.
Und damit gehts mir eigentlich (im Moment) ziemlich gut. Trotzdem ahne ich, daß wieder Momente kommen werden, in denen ich zutiefst verunsichert bin. Schließlich finden doch die meisten Menschen irgendwann ihren Weg in eine Lebensbeziehung...
Dann werde ich mir sagen: „Liebe Wenke, du willst es so wie es ist. Genieß deine Freiheit und freu dich deines Lebens
.“
Übrigens habe ich als Studentin tatsächlich mal ein ¾ Jahr mit einem Freund eine Wohnung geteilt. Zunächst fand ich das ganz toll, aber bald fand ich MICH in diesem Beziehungssystem nicht mehr wieder. War das auch meine Wohnung oder nur die von D.? Schon nach ein paar Wochen störte mich „seine“ Musik, die Selbstverständlichkeit, mit der er sich überall herumräkelte, mit der er seine Sachen in der Wohnung verteilte. Und irgendwie habe ich es auch nicht mehr geschafft, mich sexuell abzugrenzen. In einer Nacht- und Nebelaktion bin ich dann ausgezogen, als er am WE bei seinen Eltern war. Dieses Gefühl der Befreiung werde ich nie vergessen!
Wenke Andrea
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23.11.2007, 14:01
AW: Wer bin ich?
Liebe Wenkeandrea,
du bist zur zeit zufrieden
das kann sich aber wieder ändern, sagst du.
Es ist gut sich und sein leben immer wieder in frage zu stellen. noch besser ist es dann festzustellen, das es einem gefällt.
ich habe mal einen klugen spruch gehört:
wenn etwas dich nicht losläst ist es wichtig. dann arbeite daran!
du bist immer mal wieder unfzufrieden, weil du alleine bist,
kannst aber nähe, speziell in deinen wohnung nicht ertragen.
natürlich braucht ein mensch nähe,
jeder mag es jemanden zum kuscheln oder austausch zu haben
hast du frauenfreundschaften?
davon sagst du gar nichts. eine frau kann mit dir in deinen wohnung essen und quatschen, vielleicht auch mal in den arm nehmen, zum trösten oder zum abschied.
ich war einige jahre ohne partner und habe das genossen!
ich habe aber zwei kinder und war so nie alleine
aber dann hatte ich auch dies gefühl einsam zu sein, da fehlte mir was.
eigentlich war ich doch ganz zufrieden ohne partner, oder?
ich machte eine terapie. jetzt habe ich einen partner und bin glücklich. ich weiß das es nicht immer nur der himmel auf erden sein wird, aber es fühlt sich so gut und richtig an.....
das muß nicht für jeden die richtige lösung sein.
ich habe mich durch die terapie besser kennen und akzeptieren gelernt.wenn dabei für dich heraus kommt, das du eben lieber alleine lebst, lernst du damit zufrieden zu sein und die lücken zu füllen damit du dich wohlfühlst. sich um sich selber kümmern, nennt es meine terapeutin.
gruß fruechtchen
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23.11.2007, 20:58
AW: Wer bin ich?
Hallo Früchtchen
,
ja, ich habe Freundinnen. Und ich wünsche mir oft, sie hätten mehr Zeit für mich.
Es ist so unkompliziert mit Freundinnen, und ich hätte nichts gegen mehr Zärtlichkeit, mehr Kuscheligkeit mit der einen oder anderen. Einfach beieinander sitzen, den Arm um die Schulter legen, ein wenig Wärme, Nähe spüren
.
Auf meinen Reisen habe ich auch alleinreisende Frauen kennengelernt, manchmal mit einer unter einer Bettdecke geschlafen. Ich habe keine „Berührungsangst“ mit Frauen, weiß aber nicht, wieviel Intimität ich mit einer Freundin wirklich zulassen wollte.
Sexuell gesehen komme ich mit manchmal wie ein Neutrum vor. Was mir fehlt ist einfach nur dieses kuschelige Beisammensein, ohne viele Worte, ohne Sex.
In mir lauert eine Angst, daß mich verliere. Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken könnte. Oder so, daß andere meinen Lebensraum, mein Ich, sozusagen übernehmen könnte
.
Ich sollte wohl tatsächlich mal in einer Therapie versuchen, die Hintergründe aufzudecken. Mit welcher Art Therapie hast du denn Erfahrung gemacht?
L.G.
Wenke Andrea


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