hab mich jetzt auch etwas schlau gemacht, es ist ein großer Unterschied zwischen subtilem Anpassen und auffälligem Nachahmen.
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Thema: Anpassen /Nachahmen
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29.10.2007, 10:41Inaktiver User
AW: Anpassen /Nachahmen
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29.10.2007, 19:33
AW: Anpassen /Nachahmen
Und bist Du denn auch weitergekommen was Deinen Bekannten angeht?
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
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30.10.2007, 10:43Inaktiver User
AW: Anpassen /Nachahmen
hab mir schon überlegt ,ihn mal darauf anzusprechen ,ob er sich dessen überhaupt bewußt ist.
Aber wahrscheinlich werde ich darüber wegsehen,nachdem ich jetzt weiss ,das es irgendwie normal ist.
Vielleicht ist dieses Benehmen auch nur mir so gravierend aufgefallen ,da ich im Moment,wie schon geschrieben ,etwas übersensibel bin.
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30.10.2007, 10:54
AW: Anpassen /Nachahmen
Also ich denk auch, dass ein leichtes "nachahmen" bzw. anpassen der Sprechweise nix negatives ist. Hat meiner Meinung nach nix mit fehlendem Selbsbewusstsein zu tun - geht mir auch immer wieder so, vor allem bei Menschen die mir sehr wichtig sind - und an Selbstbewusstsein fehlts mir nicht ;)
Fällt mir besonders beim Dialekt auf - je nachdem mit wem ich unterwegs bin hab ich keinen (oder einen kaum wahrnehmbaren) Dialekt, oder ich hab ein sehr deutliches Schwäbisch... Hat bei mir (mMn) damit zu tun, dass ich mich in beiden "Sprachen" wohlfühle, aber nix mit anbiedern zu tun...
Wo ich skeptisch werde, sind Menschen, die keine eigene Meinung haben - die etwas so lange gut finden, bis ich sage, dass ich das nicht mag...
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18.11.2007, 16:59
AW: Anpassen /Nachahmen
Ich hab das als ich klein war total oft gemacht und meine Eltern haben ein regelrechtes Freundinnen-Raten betrieben, nach dem Motto "von wem hat sie das denn schon wieder"?
Bei erwachsenen Menschen kann das ein empathisches Aufeinander-Eingehen sein (zB in Beziehungen, das merke ich dann schon wenn ich etwas übernehme oder er) und daher werden sich auch viele Paare über die Zeit immer ähnlicher. Wie eine Art Geheimsprache entwickeln sich auch ähnliche Gesten oder Vorlieben.
Aber wenn sowas im Freundeskreis ausartet finde ich das durchaus bedenklich. Meine frühere "beste" Freundin war mir sehr ähnlich. Dachte ich. Jeder andere hat gemerkt, dass sie einfach alles nachgemacht hat, was ich gemacht habe. Und als sie dann ihren ersten Freund hatte, hat sie all das gemacht / gemocht was der toll fand und aufeinmal kannte ich sie gar nicht mehr. Mittlerweile ist sie verheiratet und genauso wie ihr Mann.... wer's mag!
Aber dennoch: nichts gegen gegenseitige Inspiration, das bringt einen auf jeden Fall weiter!
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29.11.2007, 21:09
AW: Anpassen /Nachahmen
also mir ist das unheimlichDas ist ganz normal und wird in Sparten der Psychologie als pacing&leading sogar bewusst eingesetzt. Zuerst wird der Client "nachgeahmt", dann führt man ihn aus seinen (schlechten) Gefühlen heraus. Manager lernen sowas in Coachings und Verkäufer (sollten sie ausgebildet und/oder talentiert sein) machen ähnliche Dinge um Vertrauen aufzubauen (rapport).
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29.11.2007, 22:10
AW: Anpassen /Nachahmen
Ist aber wirklich so. Manchmal reden die so wie man selber oder sie machen die Gesten nach. Kann man aber auch prima manipulieren
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01.12.2007, 15:13
AW: Anpassen /Nachahmen
empfindet ihr denn auch so einen unterschied zwischen
sich so aufeinander einpendeln, weil man auf einer wellenlänge ist
und
den leuten, die einen so nachahmen?
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01.12.2007, 16:58
AW: Anpassen /Nachahmen
Ja, das kenne ich auch. In der Grundschule bis Orientierungsstufe habe ich langsam von allen moeglichen Mitschuelern Stueckchen Schrift uebernommen bis ich z.B. manchmal 6 verschiedene grosse 'S' in einem Stuecken Text geschrieben habe.
Ich ahme unbewusst immer noch andere Leute nach. Als ich mal fuer ein Studienprojekt 4 Wochen lang mit jemanden mit suedlichem Akzent zusammengearbeitet habe habe ich auch Sprachmerkmale von ihm uebernommen. Es hat Wochen gedauert bis ich nicht mehr mit dem Akzent gedacht(!) habe. Englische Akzente sind auch immer toll. Nach einer Schottlandexkursion hat ein neuer Austauschstudent eine ganze Weile gedacht, dass ich aus Schotland kaeme, und immer wenn ich eine Serie die in Cardif aufgenommen wurde gesehen habe hatte meine englische Aussprache einen leicht walisischen Akzent. Aber da mache ich mir weiter keine Sorgen drueber. Mein Freund faellt wo dann auch in England kaum auf da er sich die lokale Aussprache direkt zu Eigen macht. Ist meiner Meinung nach etwas ganz natuerlichliches.
Carolly
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01.12.2007, 17:37Inaktiver User
AW: Anpassen /Nachahmen
Ich finde auch, dass es besonders extrem auftritt in Zeiten in denen man noch auf der Suche ist... Pubertät, aber auch später. Meine erste Mitbewohnerin und ich waren nach einigen Monaten am Telefon kaum noch zu unterscheiden. Lustig war nur: sie kam aus Bayern und ich aus Westfalen!
Unsere Eltern fanden das recht gewöhnungsbedürftig!
Später passiert es dann mir, dass Leute dachten ich käme aus Bayern und sie aus Westfalen. Wir hatten uns einfach ein seltsamen Singsang angewöhnt.
Manchmal haben wir damit aber auch gespielt und wenn ein gemeinsamer Freund zu Besuch gekommen ist, in etwa das gleiche angezogen, sogar inklusive Haarspange und abgewartet, ob er etwas bemerkt
Insgesamt war es eine sehr intensive, bereichernde Freundschaft, aus der ich viel mitgenommen habe... aber wir haben jahrelang kaum mehr Kontakt gehabt. Heute würde ich sagen, weil jede ihren eigenen Platz finden musste. Aber es gab Zeit wo ich dachte, dass wir unser ganzen Leben zusammenwohnen würden.
Sie war schon mein liebster Partykapitän!!!


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