Hallo Zwilling (Lara06) , ich erlaube mir mal dieses Wortweil es zu 100% nach mir klingt, wie Du Dich beschrieben hast.
Ich war mein ganzes Leben ein Pessimist, ich will nicht sagen, dass ich es gänzlich abgeschafft hätte, denn es ist so wie hier auch schon geschrieben: gewisse Grundzüge kann man nicht 100% umdrehen, ABER:
Ich merkte irgendwann, dass ich so nicht glücklich werden kann und fing an meine Einstellung und vorallem die Sicht auf die Dinge, zu hinterfragen !
Denn auch für mich gibt/gab es immer nur SCHWARZ oder WEISS, ENTWEDER / ODER, mit einer mäßigen Lösung oder Grauzone habe ich mich nie zufrieden gegeben, ich wollte ALLES oder NICHTS !
Ich fing an mich zu fragen, warum geht es anderen besser als mir ? Warum sind andere, die viel weniger haben oder viel schlechter aussehen glücklicher als ich ?
Warum halten deren Beziehungen ? Warum haben sie Jobs, in denen sie zufrieden sind ? ETC. die Liste lässt sich beliebig fortsetzen !!
Ich dachte oder sagte mir immer: Ich habe ALLES und doch NICHTS !
Mir wird nichts geschenkt, mir fällt nichts in den Schoß, anderen klebt das Glück am Hintern, die Welt ist einfach ungerecht und das Leben ist nur hart und grausam !
Ich mache mich hier nicht lustig, so ging es mir wirklich durch den Kopf.
Mein Ex sagte sogar nach der Trennung, ich sei schon völlig verbittert und schwarz ! (ich wusste, dass er recht hat)![]()
So machte ich mich auf die Suche nach dem Glück![]()
Eigentlich ist es kompliziert, denn es stecken so viele Dinge zusammen, die einen positiv oder positiver werden lassen.
Angefangen von Selbstliebe und Wertschätzung.
Ich tat erst dafür etwas.
Ich wurde sehr AKTIV (Punkt 1) denn es heißt ja nicht umsonst "Du wartest bis Du schwarz wirst"![]()
Dinge, die ich AKTIV beeinflussen konnte: neuen Job, besseres Aussehen.
Weiter ging es mit dem Umgang von Niederlagen, dem Stecken von Zielen, dem Fragen nach persönlichen Wünschen / Bedürfnissen.
Ich richtete mich nicht mehr nach anderen aus. Oftmals verbog ich mich für Verabredungen, die dann kurz davor abgesagt wurden, was mich dann natürlich enorm runterriss und frustrierte, so dass ich mich wieder in dem "Negativ-Sog" befand.
DU stehst an ERSTER Stelle für DICH SELBST ! Das sollte man sich auf diesem Weg immer ins Gedächtnis rufen.
Ich laß viele Bücher und mit der Zeit klickte eine Erkenntnis nach der anderen in mir.
Es ist wirklich schlicht und einfach die SICHT auf die Dinge !
Stell Dir einen Joghurtbecher vor. Es ist und bleibt ein- und derselbe, sieht aber von jeder Seite (oben, unten, vorne, hinten) anders aus, aber zum Teufel (!)es ist doch für jeden exakt ein Joghurtbecher, änderbar durch das Auge (die Perspektive / subjektive Wahrnehmung) , aber in der Materie beständig.
So haben wir oftmals die gleichen Voraussetzungen, aber je nachdem wie wir sie "anpacken / wahrnehmen", dementsprechend werden die Ergebnisse.
Zuerst sollte man sich einfach kleinere Schritte / Ziele vornehmen und nicht gleich das Große, dann ist die Wahrscheinlichkeit Erfolge und Positives zu erreichen höher und mit jeder kleinen Erfolgsmeldung, kehrt der Glaube und die Hoffnung zurück und diese beiden sind NOTWENDIG uns am Leben zu halten.
Ein Mensch ohne Glaube und Hoffnung ist "tot" und Tod heißt Stillstand / Isolation.
Ich wollte es nie glauben, dass man das bekommt was man ausstrahlt, die Resonanz der Dinge abhängig sind von einem selbst. Aber ich habe es erlebt, mehrfach und solange habe ich es beobachtet, bis es mir ins Gesicht schlug.
Wenn man es schafft sich selbst zu vertrauen, an sich glaubt, fügen sich die Dinge von selbst. Versuche es bzw. Dich aus der Metaebene zu betrachten für ein besseres / objektivers Verständnis.
Ich habe es geschafft aus einem verbitterten schwarzen Peter, eine schöne gelassene Frau werden zu lassen.
Das alles heißt nicht, dass ich jetzt nie wieder was negativ sehe oder mit Schönrederei angefangen haben (nein, ich hasse Schönrederei oder Illusion). Es heißt einfach, seinen Wert zu sehen, sich selbst zu vertrauen und den Sinn von Stolpersteinen zu verstehen.
LG
santafee
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26.10.2007, 10:07
AW: Kann aus einem Pessimisten ein Optimist werden??
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26.10.2007, 17:53Inaktiver User
AW: Kann aus einem Pessimisten ein Optimist werden??
liebe santafee
Zitat von Santafee
danke für dein langes und interessantes post.
du darfst mich natürlich so nennen
also ich gebe mal der reihe nach antwort:
also von der haltbarkeit der beziehung kann ich mich nicht beklagen, ich war 23 jahre verheiratet und lebe jetzt seit 1.5 jahren wieder in einer wunderschönen partnerschaft.
daran kanns nicht liegen
!
ich z.b. habe mich sehr selten nach anderen gerichtet, eigentlich war ich mir dafür immer selber zu nah und zu wichtig.
daran kanns auch nicht liegen
ich vertraue generell nur mir hundertprozent, sonst niemandem. ich bin mir selbst der nächste!
daran kanns auch nicht liegen
tja, nicht einfach. trotz meines pessimismus habe ich eigentlich ein ganz schönes leben. halt mal mit mehr tiefs und mal mit viel hochs, aber ich denke ein ganz normales leben. ausser die kindheit!
lara
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28.10.2007, 18:56Inaktiver User
AW: Kann aus einem Pessimisten ein Optimist werden??
Ich kann auch ein Buch empfehlen und zwar "Pessimisten kuesst man nicht - Optimismus kann man lernen" von Martin E.P. Seligman. Was mir besonders daran gefiel, ist, dass er viele alltaegliche Beispiele aufzeigt und somit Theorie und Realitaet anschaulich verknuepft. Ich selbst bin Psychologiestudentin, aber selbst wer in dem Gebiet nicht so bewandert ist, kann m.E. schon was mit dem Buch anfangen, weil es nicht zu "technisch" ist oder zu viel Jargon enthaelt.


weil es zu 100% nach mir klingt, wie Du Dich beschrieben hast.
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