Das Gefühl kenne ich auch. Ich habe vor kurzem eine Stelle angenommen und ich fuhr nachts aus dem Schlaf hoch und dachte: O Gott. Jetzt hast du deine Seele verkauftZitat von tobaccoflower
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Ohne deine Situation im Einzelnen beurteilen zu können: Einmal getroffene Entscheidungen sind halt oft mit solchen Gefühlen verbunden, zumal, wenn wir bei dir auch andere Optionen da waren. Irgendwie richtet es sich mit der Zeit eben doch oft. Zeit, Geduld, Gewöhnung... Vier Jahre klingt lang, aber das ist nicht das ganze Leben. Da wird sich noch viel ändern, und eine gute Ausbildung ist eine Grundlage - nicht mehr und nicht weniger. Ich gebe Malina recht, pass auf, dass du nicht zu sehr auf wechselhafte Stimmungen hörst.
Der Abnabelungsprozess hat erst mal nichts damit zu tun. Du bist doch ein freier Mensch, auch wenn du mit deiner Mutter zusammen wohnst. Da gibt es doch viele, die trotzdem ihr eigenes Leben führen. Das wird dir bestimmt auch gelingen. Zerfleische dich doch nicht selbst![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 14 von 14
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12.10.2007, 17:26Inaktiver User
AW: Entscheidung gegen sich selbst
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19.10.2007, 17:45
AW: Entscheidung gegen sich selbst
Du hast doch nach einigen Argumenten gesucht, um Deine jetzige Situation positiv zu sehen. Dann schauen wir mal:
1. Du wohnst daheim und sparst eine Menge Geld, das Du anlegen oder für schöne Dinge für Dich ausgeben kannst.
2. Du hast den Haushalt nicht alleine an der Backe, sondern kannst Dir alles mit Deiner Mutter teilen. Dadurch hast Du neben der Arbeit mehr freie Zeit für Dich.
3. Diese nutzt Du, um Dich mit den Kollegen zu treffen und Dir ein bisschen Eigenleben zu verschaffen.
4. Dadurch nabelst Du Dich ganz allmählich ab, ohne schlechtes Gewissen der Mutter gegenüber und ohne dass es für sie zu krass wird (leeres Nest).
5. Wenn Deine Ausbildung fertig ist, sind sowohl Deine Mutter als auch Du reif dafür, dass Du in einer anderen Stadt neu anfängst.
Alles Gute!
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19.10.2007, 23:27Inaktiver User
AW: Entscheidung gegen sich selbst
Tobaccoflower, ruf an, wenn Dein Herz daran hängt! Das kann ich Dir nur ganz dringend empfehlen. Meine Stelle hätte jetzt ein anderer Kandidat, hätte ich nicht spontan noch einmal angerufen. Du hast nichts zu verlieren. Und Du wirst Dir nicht vorwerfen können, es nicht versucht zu haben. Sag, dass Du gehört hast, dass jemand abgesprungen ist. Und dass Du sehr glücklich wärst, wenn Du die Chance bekommen würdest. Aber überlege Dir vorher gut, ob du dann dort nicht aus anderen Gründen genauso unglücklich mit der Situation wärst. Also, ob Dich die vertrackte Lage der Umstände insgesamt gerade unglücklich macht, ob es nur das Gefühl ist, den Schritt nicht gegangen zu sein oder ob es wirklich daran liegt, dass die andere Entscheidung vermutlich DAS gewesen wäre, was Du Dir wünschst.
Und wenn es so bleibt, wie es ist: Schließe Deinen Frieden mit der Situation, unter anderem mit canislupas sehr guten Ratschlägen
. Das hat wirklich etwas für sich, noch zu Hause zu bleiben. Und weg von zu Hause bist Du noch den ganzen Rest deines Lebens, das dürfte so gut wie sicher sein
.
Also, wie es kommt - mach das beste daraus! Welche Entscheidung am ende "richtiger" gewesen wäre, das kann man nicht sagen - wie es auch schon Kenzia geschrieben hat.
Alles Gute wünsche ich Dir!
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24.10.2007, 15:15
AW: Entscheidung gegen sich selbst
danke, das war sehr lieb. Ich freue mich sehr darüber!


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