Ist ja alles richtig.Zitat von On_Ice
Aber das alles kann man auch mit mehreren "Lebensabschnittsgefährten" hintereinander haben.
Wenn du 10 Jahre mit einem Mann durchs Leben gehst und danach 10 Jahre mit einem anderen. Warum ist das weniger wert, als 20 Jahre mit ein und dem selben?
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17.10.2007, 13:25Inaktiver User
AW: glücklich allein, allein glücklich?
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17.10.2007, 13:31
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Lieber Brumby
Die Vorstellung, einen Menschen körperlich so nah wie es nur eben geht an mich heranzulassen in dem WISSEN er ist nicht wirklich bei mir bzw hat noch nicht einmal die Absicht eine feste Beziehung aufzubauen macht mir Gänsehaut. Nicht moralisch gesehen sondern gefühlsmäßig. Mir tut es weh, wenn ich nur "dafür" im Moment gut bin... Andere können es genießen als momentane Nähe, ich kann es nicht.
Ich habe mal geküßt ohne Empfindungen, ich habe ein schales Gefühl hinterher gehabt. Ich war verliebt in jemanden, der mir falsche Tatsachen vorgespiegelt hat (getrennt, Single) und ich habe es erst gerafft als schon mehr als nur küssen gelaufen ist. Ich brauche so etwas wie ein Loch im Kopf.
Du nennst es fatalistisch, was meine Person betrifft nenne ich es Selbstschutz. Ich denke daß es vielen so geht, nur ist man schnell in der Spießer- Verklemmten oder Fatalistisch-Ecke wenn man nur das zulassen möchte was einem guttut.
Ein Beziehungsversuch kann trotzdem scheitern...
Manche mögen ihr Leben eben monogam und in Partnerschaften, die langjährig sind. Und die bekommt man selten, wenn man sich nicht einlassen kann oder sich auf Modelle einläßt die anders gelagert sind.
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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17.10.2007, 13:31
AW: glücklich allein, allein glücklich?
a) Ich brauche sehr lange, bis ich mich auf jemanden so sehr einlassen kann, daß ich ihm mein Inneres öffne. Länger als z.B. 4 Monate. Ex und Hopp ist einfach nix für mich, ich bin ein sehr beständiger Typ, schon immer gewesen.
Zitat von Inaktiver User
b) Ich bin auch nicht der Typ Frau, bei dem die Männer jetzt irgendwie Schlange stehen, war ich nie, auch nie als Teenie. Trotzdem hab ich mich nie auf "irgendwas" eingelassen, was meinen Ansprüchen nicht genügt hat, auch wenn ich dadurch als Teenie teilweise unendlich einsam war.
Trotzdem hatte ich das unglaubliche Glück, mit 18 einen Mann zu treffen, mit dem es wirklich passt.
Warum, um Himmels willen, soll ich nicht versuchen, eine Beziehung mit ihm bis zum Lebensende zu führen?*lost in the woods*
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17.10.2007, 16:12Inaktiver User
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Zitat von Rowellan
Quatsch, sage ich doch nicht. Natürlich solltest du es versuchen. Es geht mir um folgendes Empfinden:
Angenommen deine Beziehung scheitert nach 20 Jahren. Würdest du dann sagen, dass diese 20 Jahre verschwendete Zeit mit dem Typen waren?
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17.10.2007, 16:49
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Nein ich meinte eiegntlich nicht damit, dass dein gelebtes Modell weniger Wert ist. Was ich meinte, dass die Jahre die man mit höhen und tiefen trägt, eigentlich eine Beziehung ausmachen. Gemeinsam die Probleme angehen und nicht davor zurückschrecken um letztendlich sich was neues zu suchen, weil es ja dort besser geht könnte. Letztendlich bleiben es meist ähnlich gelagerte Probleme, die durch einen schnellen Wechsel der Partner nicht gelöst werden.
Zitat von Inaktiver User
Dein Modell ist ein gern praktiziertes Modell bei Männern die noch nicht die "richtige" gefunden haben bzw. die nicht ernsthaft verliebt sind. Aus meiner Erfahrung lassen Männer alles stehen und liegen, wenn sie diejenige angetroffen haben, mit der sie sich ein Zukunft aufbauen möchten.......
Grüße vom DauersingleErfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)
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Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
(Honore de Balzac)
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Grüße O_I
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17.10.2007, 17:31
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Hallo Brumby, ich muss ein wenig schmunzeln über deinen Beitrag. :)
Es ist, wie schon jemand schrieb, so typisch Mann oder auch junger Mann. ;)
Zweierlei dazu:
1. kürzlich erzählte mir eine Frau in meinem Alter, etwas älter, dass ihr Mann mit 49 Jahren verstorben ist. Nun hat sie einen Lebensgefährten, ja, aber es wird nie dieses "Gemeinsame" geben wie mit einem Partner, mit dem man eine Zukunft mit Familie etc. aufbaut; das hat mich irgendwie berührt...
Und der Zug ist bei mir eh auch schon durch *g*
2. Es geht nicht um ein 'alles oder nichts', sondern um ein 'sowohl als auch', die Ergänzung eines (halbwegs) erfüllten Lebens (komplett glücklich oder zufrieden sind die allerwenigsten).
In einem gebe ich dir Recht: man sollte sich nicht so sehr auf dieses/ein Bedürfnis fixieren.
:)
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17.10.2007, 18:02Inaktiver User
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Zitat von foul
Genau!
Das erlebe ich in meinem Bekanntenkreis immer wieder. Da sind Leute teilweise 5 Jahre zusammen, (mit Mitte 20 ist das eine halbe Ewigkeit) haben eine wundervolle Zeit, den Himmel auf Erden usw. Und wenn dann sie Beziehung scheitert, heißt es auf einmal: "Ich habe so viel investiert und es ist nichts geworden - war alles nur Zeitverschwendung". Hallo???? Fünf Jahre Glück und Freude sind "Nichts"??? Zeitverschwendung??? Das waren doch tolle Jahre und auf einmal sind sie nichts wert, nur weil man es nicht bis "der tod uns scheidet" geschafft hat.
Das klingt für mich nach sowas wie einem Investmentfond, in den man unter Opfern und Qualen immer nur einzahlen muss, um am Ende was zu bekommen. Und dann gibt es einen Börsencrash und das ganze Geld ist futsch. Sorry, das halte ich für eine falsche und vor allem fatale Einstellung.
Ich will jetzt keinem sowas unterstellen, ist eher einer Erfahrung aus meinem persönlichen Umfeld.
BrumbyGeändert von Inaktiver User (17.10.2007 um 18:08 Uhr)
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17.10.2007, 20:02
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Ja Brumby, diese Wirtschaftssprache hat in der Tat Einzug gehalten in die Beziehungswelt, und macht sie sicher mit krank. Die Ehe/Kleinfamilie stammt ja auch aus einer Zait, als die Leute nicht älter wurden als ca. 40; die 'Moderne' ist an dem Modell vorbeigerauscht.
Es scheint, es ist ein Thema, was dich betrifft, irgendwie. Ist nicht so meins. Denn darauf, auf 'lebenslänglich', bin ich nicht aus und das ist von meinem Alter und meiner Geschichte her eh gegessen. Ich finde deinen Umgang damit fast erfrischend, jedenfalls aus der Distanz; als Partner würdest du umgekehrt mir auch schlaflose Nächte bescheren. :-D
Denn die Kehrseite ist evtl. eine gwisse Leichtfertigkeit im Umgang mit (d)einer Partnerin. Eine Art Konsumverhalten - womit wir wieder in der Wirtschaftswelt wären...
Gruß, F. ;)
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17.10.2007, 22:38
AW: glücklich allein, allein glücklich?
hallo brummby,
gleichwohl wie alle auf der suche dem ewigen glück, muss ich sagen, dass du nicht unrecht hast mit deinem "modell"- es entspricht im grunde viel eher dem vielgelobten und allseits anerkannten "carpe diem" , als die verkrampfte suche und / oder das festhalten an beziehungen , die auf die "ewigkeit" ausgelegt sind. ich finde auch, dass jede beziehung ihre bestimmte zeit hat, mal sind es ein paar monate, mal jahre, mal tatsächlich für immer. aber man kann die qualität und die freude über eine beziehung, das was man in ihr erlebt hat nicht in zeitwerten fassen und beurteilen- da stimme ich dir voll zu. es ist nur in unseren hinterköpfen der gedanke und wunsch da, wie im roman einfach für immer und ewig glücklich zu sein- obwohl wir wissen und erfahren haben, dass dem ja so nicht ist, und dass im grunde nichts von dauer ist. es ist unsere eigene weigerung und unfähigkeit auf veränderungen zu reagieren, die uns so starr an z.b. einer aktuellen beziehung festhalten lassen, aus angst vor veränderung, vor verlust , vor dem gefühl des alleine seins, der angst, wieder suchen zu müssen. da wäre es natürlich sehr schön aber auch sehr bequem, man hätte in einer einzigen beziehung einen status quo, der sich nicht ändert... das ist leider oder gottseidank nur im märchen oder amerikanischen spielfilm so...
man muss ja deswegen nicht von bett zu bett hüpfen, sondern kann jede beziehung geniessen und leben, solange sie eben gedacht ist. und dann war es auch gut und richtig so.
fridaKommt dir ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will ( Emanuel Geibel )
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18.10.2007, 11:25
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Nein, natürlich nicht. Weil ich bisher ganz wundervolle 20 Jahre hatte
Zitat von Inaktiver User
Wahrscheinlich hätte ich eher ein Problem, noch einmal so eine Beziehung zu finden, mich wieder so intensiv auf einen Mann einzulassen. Und da eher oberflächliche Dinge nicht meins sind, müsste ich mich wohl - um zum Threadtitel zurückzukommen - auf alleine glücklich einstellen. Irgendwie.*lost in the woods*


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