Liebe Foul!
Ich möchte mal zwei Sachen auseinanderhalten:
Das eine ist der Wunsch, nach einem Partner, bei dem man sich einheitlich fühlt- gut aufgehoben......einfach ohne Worte verstehen- aufgehoben, zuhause, angekommen!
Wer sowas mal erlebt hat, wird sich immer irgendwo DANACH sehnen- meine Meinung![]()
Leider findet man das sowieso nicht oft- und- auch meine Meinung- muss man dann eben erst mal versuchen, auch alleine zurecht zu kommen!
Mag hart klingen- aber soll ich mich mit "irgendwem" zufrieden geben, wenn es doch nicht DAS ist??
Ich glaube tatsächlich,d aß man auch für sich alleine eine sehr grosse Zufriedenheit bekommen kann!
Es ist natürlich nicht DAS, was man mit einem wirklich idealen Partner hätte.. sowas kann NICHT ersetzt werden!
Aber es gibt wirklich auch den Zustand, in dem man einfach für sich zufrieden ist!! WIRKLICH zufrieden!!
Das andere ist dieses Therapie-Denken, was Du ansprichst!
Jeder hat Macken- jeder ist geprägt- und somit könnte theoritisch jeder in eine Therapie wandern! Zweifelsfrei!!
Fakt ist- auf jeden Topf passt einen Deckel- und selbst die abgefahrendsten Charaktere finden einen Gegenüber, der dann wieder ideal zu ihnen passt !! (was ich bei Dir nun überhaupt nicht unterstelle!!)
Was ich aber damit meine ist- man muss nicht alles verpsychologisieren- man kann durchaus auch alleine sein Leben in den Griff kriegen-- man muss aber auch das Gefühl haben, daß man das tut!!
Letztlich- wo liegt das Problem, sich mal mithilfe eines Aussenstehenden anzusehen und mal abzuklären, ob man sich so annehmen kann- oder ob man was ändern möchte??
Ist man deshalb schwach?????
NEIN!
Es gehört ne menge Mut dazu so einen Schritt zu gehen-- Hilfe anzunehmen und auch seine eigene Schwäche- zuerst mal vor sich selber zuzugeben!!
Jeder muss SEINEN Weg finden!
Manchmal- und so kommt es mir bei Dir vor- schwimmt man einfach in einem STrom- sieht noch kein Land- weiss nicht, wo man ans Ufer steigt.......und zweifelt an sich und Vielem!
Wie Dein Weg aussieht, kann keiner wissen- aber vielleicht hilft Dir ja einfach das Vertrauen in Dich, daß Du in kleinen Schritten vorwärts gehst und Du schon das Richtige tun wirst!
Solange Du das tust, was DU möchtest......ist es das- und Du wirst Dich dabei gut fühlen und mit jedem Schritt kommt was mehr Vertrauen in Deinen Weg, der vor Dir liegt!!
Liebe Grüsse
Kenzia
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09.10.2007, 19:23Inaktiver User
AW: glücklich allein, allein glücklich?
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09.10.2007, 22:45
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Danke dir Lila-Lola :)
Und oh, ich sehe du kommst aus München, da war ich gerade. Mein Sohn lebt da...
Danke für deine Geschichte. Du beschreibst (schon wieder) was ich mir wünsche! Das hier ist das Entscheidende <<Dann sind wir uns soviel dass wir das aus dem Weg räumen.>> Und das Lernen voneinander. Ich muss sagen, ich hatte nur eine Beziehung, wo das halbwegs funktioniert hat. Damals war ich aber auch noch recht jung, und es ging auseinander.
Und das ist genauso wichtig: <<Aber er ist auch zu einem mir unersetzlich wichtigen Teil meines Lebens geworden.>> Das ist ja der Teil (von mir), den ich suche. Ich denke, ich würde heute auch achtsamer und respektvoller sein mit einem Partner. Nicht dass ich das nicht hätte sein wollen, aber da gehört wahrscheinlich auch das richtige Gegenstück dazu. Eine Freundin schildert das ähnlich; dass ihr Mann (sie haben geheiratet, da war sie schon Mitte 50) auch ihr bester Freund ist. Dass sie die Gespräche mit ihm nicht missen möchte. Ich bin ja guter Hoffnung, dass es das für mich auch noch gibt.
Herzliche Grüße an dich, F.
PS: die Smilies sind rechts in der Maske zum Anklicken
Kenzia, ich verstehe sehr gut was du meinst, aber ich denke ja darüber - über die beiden Pole - hinaus. Denn ein bisschen ist das ewige kauen der beiden Positionen an dieser Stelle kalter Kaffee, längst getan, durchdacht und durchlebt. Es ist ja nicht einmal die Verbindung aus beiden die ich suche, hatte ich ja schon. Es ist was - für mich - völlig Neues.
Du hast sicher Recht, dass ich derzeit in einem Strom schwimme, der noch nicht die rechte Strömung hat. Und da fische ich nach diesen Gedanken und Anregungen.
Lieben Gruß, F.
Danke für eure Gedanken!
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09.10.2007, 23:33
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Hallo foul,
ich finde Deine Thread-Eröffnung sehr interessant. Ich bin seit Januar getrennt und brauchte ein paar Monate um mit der Situation zurecht zu kommen (naja, zumindest einigermassen).
Bei mir ist es so, dass ich ich mir nicht vorstellen kann in nächster Zeit eine "richtige" Beziehung zu führen mit allem was dazu gehört (für mich halt Ausschließlichkeit sprich Treue
und absolutes Einlassen auf den anderen). Anderereseits merke ich mittlerweile schon dass mir etwas fehlt, wenn auf der emotionalen Seite gar nichts ist. Aber ich habe im Moment auch nicht den Anspruch, dass der Mann den ich kennenlerne was für die Ewigkeit ist. Und damit komm ich ziemlich gut klar. Sprich ich kann mich verknallen und das auch ausleben und wissen, dass das keine Zukunft hat.
Und das ist für mich im Moment halt ne ziemlich nette Alternative. Wenn auf der der emotionalen Seite zulange gar nichts ist, dann zieht mich das zumindest runter.
Also, ich versuche meinen Weg zu gehen, und das beste dabei mitzunehmen
.
Und im Moment fahr ich damit ziemlicht gut!
Alles Liebe
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10.10.2007, 08:36
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Tolle Frauen hier - Blümchen! (ich seh hier zu Hause die smilies nicht, java?)
Ihr habt mich ja eh schon was Grüblerin noch mal intensiver dazu gebracht...* kleine Erkenntnis, einfach mal reingeworfen: ich hatte dieses Muster schon als Jugendliche! Ich bin in einer mittelgroßen Familiengemeinschaft groß geworden wo einerseits etwas Wärme vorhanden war, aber andererseits mich die Geschwister auch eigene Freunde suchen liessen. Dadurch dass ich viel bevormundet wurde, als Letzte im "Wurf" als leicht - vorsichtig ausgedrückt - minderbemittelt eingestuft wurde von den Anderen, die da garkeinen Hehl daraus gemacht haben. Jo, da hab ich mir dann eben einen jungen Herrn gesucht der gar schön verknallt in mich war und da hab ich mir dann noch die restlichen Ego- und Kuscheleinheiten geholt. Ich dank Euch für diese Erkenntnis! Geahnt oder vorgedacht hab ich das früher schon, aber durch Euch ist mir dieses Verhalten wohl vollends bewusst geworden - noch mal Blümchen*
Und dass ich die Geschichte mit meinem derzeitigen Schatzi nicht so leichtfertig als gegeben hinnehme, das verdanke ich Euch auch. War schon versucht... Es ist schon auch mal Arbeit in Form von Zurückstecken, sich wieder neu orientieren jetzt wo wir uns nur am Telefon haben. Alle Seiten von ihm find ich jetzt auch nicht 100% ig - aber ich kann sie ihm lassen weil er andere hat die ich dagegen wieder sehr zu schätzen weiss. Und ich weiss dass kein anderer Mann sie hat. Und das Wissen um die Endlichkeit einer jeden Sache im Leben, selbiges eingeschlossen. Ich hab die Einstellung dass ich die Zeit die ich gerade mit ihm verbringe sehr schätze, keiner weiss wann sie endet. Aber sie endet. Soviel ist sicher.
Foul, eine kleine Weisheit die er mir beim mountainbiken beigebracht hat und die ich im Stillen aufs Leben übertragen habe: es ist verückt, aber da wo Du hinschaust fährst Du automatisch auch hin. Lass Dich mal drücken, das wird schon alles, vielleicht nicht in den nächsten 5 Minuten, aber locker in absehbarer Zeit. Ich hab mir ihn auch gedacht - mein gott ich hör ja garnicht mehr auf. Aber jetzt wo ich drüber schreibe fällt mir das wieder ein: kurz bevor ich ihn getroffen hab war ich mal morgens auf dem Arbeitsweg. Als ich am sendlinger Tor umsteigen musste hab ich mir gedacht: "ja was für einen Kerl in Deinem Alter willst Du eigentlich?" Und da hab ich mich mal so umgesehen, und naja, das Bild war nicht sehr vielversprechend.... da hab ich mich eben gefragt was ich mir einbilde für einen Kerl haben zu wollen. Und dann waren da: längere Haare, und etwas - wie soll ich sagen - freakiger. Zwar meinem Alter angepasst irgendwo plus/minus, aber keiner dieser eingefahrenen langweiligen Bürohengste. Und heute - er ist stock-solide, meine Seele, aber zumindest sieht er nicht so aus - sagen die Leut schon mal: wo steckt denn Dein blonder Bombenleger? Und das ist meine ganze Bestätigung* Und zum mountainbiken hat er mich gebracht, einfach genial.
Also - denk Dir Deinen Weg Schatz! (und grüß Deinen Sohn unbekannterweise)
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10.10.2007, 18:02
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Hallo "Ihr" :-),
auch wenn ich Eure Beiträge nicht mit Muße gelesen sondern nur überflogen habe, möchte ich mich auch zu der anfangs gestellten Frage äußern [in der Hoffnung, dass ich nicht bereits Geschriebenes wiederhole; und wenn, dann bestätige ich es halt ;-)]
Ich bin 44, kinderlos, sozial eingebunden in einem guten Freundes-/Bekanntenkreis, beruflich zufrieden, lebe gern alleine und fühle mich in meiner Wohnung zu Hause, verbringe meine Freizeit meist so, wie es mir gut tut, mal mit mehr Aktivitäten, mal mit weniger...und hatte in den letzten 10 Jahren mehrere "Beziehungsversuche", so will ich es mal nennen, eine 2jährige Beziehung (seit 3,5 Jahren zu Ende, heute der Beste Ex aller Zeiten), und im letzten Jahr und in diesem jeweils 6 Monate Fernbeziehung (auf knapp 1000 km) mit demselben Mann (seit Juni sind wir wieder getrennt).
Ich bin im Großen und Ganzen mit meinem Leben zufrieden, ich langweile mich nicht, ich deprimiere nicht vor mich hin [außer manchmal... ;-)], ich habe ein ausgefülltes Privatleben, ich schätze meine Freunde, ich bekomme Anerkennung im Beruf, ich verbringe viele Urlaube (nicht ungern) alleine und verreise auch -
dennoch: aus meiner Sicht gibt es immer einen Teil in mir, der unerfüllt bleibt, wenn ich keine feste Partnerschaft leben kann. Der (Lebens)Bereich "Lieben und sich geliebt fühlen" ist aus meiner Sicht ein wichtiger in Bezug auf Lebensqualität. Er beinhaltet für mich Dinge wie sich emotional aufgehoben zu fühlen, gemeinsame (Lebens)Pläne zu entwickeln, füreinander sorgen (nicht in finanzieller Hinsicht), gemeinsame innere Entwicklung, Geborgenheit, Vertrautheit, gemeinsames Erleben und Erlebnisse, Alltagsbewältigung, Teilen und Mitteilen, nicht zuletzt auch das (Aus)Leben sexueller Bedürfnisse, sowohl unter Lustaspekten als auch unter emotionalen.
Wenn ich nicht in einer Partnerschaft bin, in der ich diesen Bereich leben und erleben kann, wird in meinem Leben immer etwas fehlen. Was nicht bedeutet, dass ich grudsätzlich unzufrieden oder unglücklich in / mit meinem Leben bin. Das bin ich nicht.
Aber diesen Lebensbereich füllen und leben zu können ist aus meiner Sicht ein Grundbedürfniss des Menschen. Kein noch so ausgefülltes Privatleben, keine noch so gute Freundschaft kann das vollständig ersetzen. Eine Lücke bleibt für mich. Unter der leide ich, mal mehr, mal weniger. Spüren tu ich sie fast immer.
Ohne besonders religiös zu sein: bereits in der Bibel steht am Anfang der Satz "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei". Ich glaube, dass dieser Satz auch heute noch stimmt, für die meisten Menschen.
Das, was aus meiner Sicht so viel propagiert wird, nämlich "Ich bin auch allein super zufrieden und vermisse nichts", ist aus meiner Sicht Blödsinn und nur für einen winzigen Teil der Menschheit zutreffend, wenn überhaupt [na ja, buddhistische Mönsche und so.... ;-)].
So, jetzt hab auch ich meinen Senf dazu gegeben, ich hoffe, ihr könnt / konntet damit etwas anfangen.
Herzlichen Gruß
FlabellinaYes we can!
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10.10.2007, 20:14
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Hallo Flabellina, ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag! Du beschreibst klar und flüssig, was ich nicht so formulieren konnte und auch gedanklich nicht klar hatte. Um bei den religiösen Bildern zu bleiben, ja, Mann und Frau sind zwei Teile einer Einheit, die sich ewig suchen, was eigentlich für alle Menschen Thema ist. Die zweite Komponenete ist das 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst', vielleicht als Grundlage, dass Partnerschaft dann funktioniert. Ich bin begeistert, nochmal danke! :)
Lila-Lola, stimmt, das mit der Blickrichtung! Funktioniert z. B. auch beim Reiten! :)
Ich schiele auch in so eine ähnliche Richtung wie du. ;)
Dass Beziehung dann kein Ponyhof ist, ist eigentlich klar (na, sollte es so langsam :).
Was du über deine Familie schreibst klingt sehr schön. War bei uns anders, weniger Wärme vielleicht. Drum hat das alles für mich sicher eine andere Ausprägung, weil ich es nie gelernt habe, mich in Beziehung abzugrenzen.
Und ach, München hat mir so gut gefallen, am liebsten hätte ich meinen Kram gepackt und wäre hingezogen! ;)
Danke dir fürs 'Zuhören'! :)
Suddenlysolo, das ist sicher richtig, sich erst einmal zu sortieren, aber das andere bleibt immer auch wichtig. Ich nenne es die 'emotionale Heimat'.
Danke auch dir :)
Grüße an alle, F.
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11.10.2007, 10:01
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Guten Morgen
Ich sehe es ähnlich wie eine Vorschreiberin, das Leben allein ist ok, ich fühle mich nicht "leer" und brauche meine Zeit nicht totzuschlagen, weil ich zufrieden leben kann und ausgefüllt bin, selbst wenn ich ein Wochenende nur mit einer Person verbringe (mit mir)
Der Partnerschaftsbereich wird nicht gelebt, und ich finde es normal, sich danach zu sehnen. Allerdings sollte man - wenn man eine feste gute verbindliche auf Zukunft gerichtete Partnerschaft will - sich in Ruhe die Zeit lassen... und ein zufriedenes Leben macht es einfacher.
Auf Kommando zufriedensein, wenn man sich auf der anderen Seite "kaputtsehnt" wie soll das gehen? Bei mir hat sich das sehr langsam entwickelt, das Riesenloch nach der Trennung von meinem Ehemann (inzwischen geschieden) brauche ich kein zweites Mal... eine neue Beziehung hätte es vielleicht abmildern können, aber es gab eben keine.
Ich habe beruflich eine Entscheidung getroffen (im letzten Jahr), ein Fernstudium wird mir auf Dauer einen neuen Beruf ins Haus bringen, den alten werde ich nicht aufgeben sondern freiberuflich arbeiten. Neue Hobbies haben mir neue Menschen ins Leben gebracht und ich fühle mich wieder in Bewegung, die gefühlte Stagnation der ersten beiden Jahre ist gottseidank überstanden.
Wo ich in einem Jahr bin, ob ich jemanden kennengelernt habe oder nicht, keine Ahnung.
Eine Weile habe ich in Singlebörsen gesucht, kontaktet, gedatet... und seit Monaten bin ich überall abgemeldet, ich spüre keinen Drang mehr, mich darum kümmern zu müssen. Das kann im nächsten Jahr wieder anders sein
es geht ohne Partner, es MUSS ohne Partner gehen können - für mich.
Die Tage wo die Sehnsucht größer wird (der Wunsch ist immer da, ich akzeptiere ihn und weiß daß er gesund ist) daß es mir nicht so gutgeht damit sind da. Nicht wegzudiskutieren. Aber soll ich mir ein Schild "in gute Hände abzugeben" oder "Hilfe ich bin immer noch solo" um den Hals hängen? Ich hätte mind. zwei Beziehungen eingehen können aber wenn mein Bauch nicht aus vollem Herzen in dat Dingen reinspringen will sag ich nein.
"Der Appetit kommt beim Essen" oder "Woltera was hast Du nur für Ansprüche, kein Wunder daß Du allein bist" helfen mir nicht, jemanden zu küssen den ich nur nett finde. Die Menschen die mir das ungefragt sagen küssen - soweit ich informiert bin - auch niemanden, den sie eigentlich nicht so nahe bei sich haben wollen. So geht es für mich nicht.
und solange ich mein Leben so unterschreiben kann - mit Hoch-und Tiefdruckgebieten - ist es so wie es ist. Die Aussicht, noch 40 Jahre allein zu sein macht mich nicht glücklich... aber auch keine Angst mehr.
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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13.10.2007, 13:54
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Hallo Woltera,
vielen Dank auch dir fürs Erzählen! Eure Gedanken und Geschichten helfen mir sehr, meine Gefühle und Gedanken zu sortieren.
Ich leide ja nicht unter der Trennung, habe auch nie darunter gelitten, nicht mehr mit ihm zusammen zu sein - das ganze Leid habe ich vorher hinter mich gebracht. Es geht bei mir ein wenig darum, dass meine Zukunftspläne teils alleine nicht so gut zu realisieren sind, und ich wünsche mir eine Beziehung mit gemeinsamen 'Projekten', nicht, dass zwei Menschen ein Parallelleben führen. Das macht es nicht einfacher... Und ein Mann, nur um einen zu haben, kommt ganz sicher nicht in Frage.
Lieben Gruß, F.
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16.10.2007, 23:58Inaktiver User
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Ein Anregung von mir:
Es ist hier unter allen Posterinnen so eine gewisse "alles oder nichts"-Stimmung zu vernehmen. So in der Art: Entweder ich finde den Mann für die Ewigkeit oder ich muss alleine klarkommen. Ich halte das für eine recht fatale Einstellung in den heutigen, unsicheren Zeiten. Da ist das seelische Trauma doch im Grunde schon vorprogrammiert.
Ich bin jetzt 27 Jahre alt und hatte - bis auf ein mal als Teenie - noch nie eine Beziehung, die länger ging als 4 Monate. In den kurzen Beziehungen bin ich super glücklich - für den Moment.In den Single-phasen geht es mir teilweise recht schlecht für meinen Geschmack. Aber im Vergleich zu den Äußerungen hier und in anderen Threads geht es mir wirklich verdammt gut. Und ich gehe davon aus, dass das auch mein Lebensmodell bleiben wird. Ich arrangiere mich mit relativ kurzen Beziehungen, die mich sehr glücklich machen und mit Trennungen, die eher unspektakulär sind. Aber ich erspare mir zumindest ein Trauma, und zwar die Enttäuschung über die ewige Liebe, die sich nicht einstellen will.
Ich muss mich hier sehr wundern, wenn ich z.B. lese, dass 6 Jahre Beziehung "sehr kurz" sind. Was ist daran kurz? Das ist eine lange Zeit, die man schön verbracht hat. Warum dieser krampfhafte Drang nach der Beziehung bis zum Lebensende? Nun ich will das jetzt nicht als Patentrezept verkaufen. Das ist einfach nur für mich das beste, unter anderem auch, weil ich zu lange Beziehungen auch nicht in der Lage bin und sie auch gar nicht will.
Wenn ich schon daran denke, den Rest meines Lebens bei einer Frau bleiben zu müssen, bekomme ich solche Bindungsängste, dass ich nachts nicht schlafen kann - aus den oben genannten Gründen.
Brumby
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17.10.2007, 12:09
AW: glücklich allein, allein glücklich?
Zitat von Inaktiver User
Vielleicht weil es öfters einfacher ist zu zweit durch das Leben zu gehen. Weil es schön ist, seine freude jemanden mitzuteilen oder nach einem schlechten Tag einfach eine umarmung zu bekommen. Und weil es schön ist zu wissen, dass es jemanden gibt, der auf einen wartet, wenn man von irgendwo herkommt.. ..etc.Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)
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Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
(Honore de Balzac)
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Grüße O_I


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