Zitat Zitat von Inaktiver User
Liebe Rumba

Sicher war diese Art aufzuwachsen nicht nur einfach, aber ich denke ich habe dabei etwas sehr wichtiges gelernt.
Nichts ist für immer, alles ist möglich, trennungen sind nicht der weltuntergang und flexibilität ist notwendig um in dieser welt zu bestehen.
von geburt bis 19 jahren hatte ich diese seltsame art aufzuwachsen !
es hat ganz klar auch schäden in mir hervorgerufen. da ich weiss dass nichts für immer ist (nur ich bin für mich selber für immer ) lasse ich mich auch nicht so tief in beziehungen ein (da ich mir der endlichkeit bewusst bin). somit erlebe ich sicher auch keine gigantischen höhenflüge, aber sicher auch keine gigantischen tiefstürtze!

das ist schade, dass du so aufgewachsen bist, es hemmt enorm in der findung der persönlichkeit und eltern tun ihren kindern nichts gutes damit.
klar ist es anstrengender sich mit einem pupertären kind auseinander zu setzen, aber für die findung des kindes ist es enorm wichtig.
ich könnte meinen 17 jährigen manchmal an die wand nageln oder im tiefkühler versenken und ihn wieder rausnehmen wenn er fertig ist (obwohl sind wir das jemals? ich hoffe nicht ).

lg
lara
Liebe Lara,

danke für Deine Einblicke in Deinen Werdegang! Für mich ist das immer wieder sehr interessant, wie andere aus ihrem Erlebten ihr heutiges Leben leben. Da passen dann gelegentlich ein paar Puzzleteile zu anderen und ich kann Menschen besser verstehen oder Zusammenhänge besser erkennen oder mich auch einfach drüber freuen, dass das Bild vollständiger wird.

Ich denke, wir haben beide unsere eigenen Probleme aus dem Erlebten, aber wir versuchen auch beide zu lernen. Gerade habe ich das Buch "Scham" von Karin Alvtegen gelesen, ein Roman über die Geschichte zweier Frauen, der mich ob der dort geschilderten heftigen Auswirkungen elterlichen Erziehung sehr berührt hat. Es kann alles noch viel schlimmer kommen...

Ich find's klasse, dass Du versuchst, Deine Bekannten besser zu verstehen. Und bzw. aber: Niemand ist hoffentlich jemals "fertig". Wär doch ganz langweilig!

Liebe Grüße,
Rumba