Antworten
Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. Inaktiver User

    Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    Hallo zusammen!

    Der Betreff ist nicht besonders eindeutig, genausowenig, wie es der Beitrag sein wird, aber leider kann ich "mein Problem" (noch) nicht so gut konkretisieren, vielleicht habe ich auch keines mehr?

    Ich glaube, ich habe eine ziemlich schwere Zeit hinter mir. - Für meine Verhältnisse. Ich weiß nicht, wie und warum "es" angefangen hat, aber ich war ungefähr zwei Jahre lang "depressiv". Das lag an verschiedenen Dingen, die ich mitlerweile geordet habe und verstehe (durch eine Gesprächstherapie). Richtig gut wurde "es" aber erst, als ich angefangen habe, Johanniskraut zu nehmen.
    Vorher war "es" nämlich trotz der Therapie so, dass ich einfach unglaublich viel geschlafen habe und sehr schnell von den kleinsten Kleinigkeiten überfordert war. Ich hatte starke, unkonkrete Angstgefühle, habe daher auch manchmal tagelang nicht das Haus verlassen (nur zum einkaufen.) Mein Studium hat darunter natürlich gelitten. -- Aber wie gesagt, Alles in Allem habe ich mich mitlerweile wieder "gefangen". "Es" ist viel besser geworden, bzw. gar nicht mehr da.
    Die Therapie ist seit einem halben Jahr abgeschlossen, das Johanniskraut nehme ich seit ca. einem Jahr. - Und seit ca. einem halben Jahr geht es mir auch wieder ganz gut.

    Dennoch ist es immer noch so, dass ich ab und zu "nichts gebacken bekomme" oder immer noch "Angst" habe, nach draußen zu gehen. Es ist bei weitem nicht mehr so schlimm, wie früher, vor allen Dingen wegen dem Johanniskraut, glaube ich.
    Ich habe das mal abgesetzt und da war alles wieder so wie vorher. Furchtbar!

    Ich wünsche mir so sehr, dass ich endlich wieder "richtig" normal bin, also in etwa so, wie ich es vor der Krankheit war. Andererseits darf ich mich natürlich auch nicht überfordern...
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich immer noch am negativen Denken festhalte und mich manchmal -unbewußt- an Kleinigkeiten runterziehe... vielleicht einfach deswegen, weil mir dieses Denken so vertraut geworden ist.
    Dennoch wünsche ich mir natürlich nichts mehr, als dass diese kleinen "Ängste" und kleinen Rückschritte endlich aus meinem Leben verschwinden. ...

    Ich würde mich freuen, wenn sich vielleicht ein paar Frauen und Männer melden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Vor allen Dingen würde mich interessieren, wie sie diese "Zeit danach" erlebt haben und ob es ihnen irgendwann mal wieder wirklich gut ging. Über Tips und Ratschläge wäre ich auch sehr dankbar.

    LG. L.

  2. Inaktiver User

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    Hallo L.,
    schön, dass du wieder Licht siehst - ich finde, das ist immer der beste Punkt!
    Meine depressiven Phasen (bisher) und die eine diagnostizierte Depression im Frühsommer waren immer kürzer (6-8 Wochen), und ich hab so meine Tricks, wie ich mich wieder aufbaue: viel Sonne (Berge!), extra vitaminreich essen (oder Zusatzprodukte), viel Sinnesreizung (Geruch, Geschmack, Berührung), Bewegung (muss nicht Sport sein).
    Hilft nicht, um rauszukommen - aber wenn ich merke, es geht wieder, so schicken mich diese Sachen wieder schneller auf "Normalzustand". Weiterhin hilft mir ein geregelter Tagesablauf (um xh WIRD aufgestanden, egal was ist) und dessen Kontrolle durch Freunde (ich hab z.B. Leute, die anrufen udn gucken, ob ich gegessen habe; oder mich dann gezielt unter die Leute bringen).

    Ich merke, dass wenn ich mal auf dem Weg der Besserung bin, ein unheimlicher Schub nach vorne kommt - sowas wie Rückenwind. Ich brauche extrem wenig Schlaf dann (noch weniger als normal), kriege viele Dinge gleichzeitig auf die Reihe, alles passt (auch wenn's objektiv nicht passt).

    Dass du bald in die Phase kommst, wünscht dir
    T.

  3. Inaktiver User

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    Hallo Ladinita, Glückwunsch, dass du es soweit geschafft hast! Mit Johanniskraut habe ich keine Erfahrung, wohl aber mit depressiven Verstimmungen, Selbstzweifel usw. Meine Erfahrung: es dauert. Du musst Geduld haben.
    Durch Therapie geht es mir um Längen besser, trotzdem: Die Phasen kommen, zumindest bei mir, immer wieder.
    Das habe ich mittlerweile einigermaßen akzeptiert und mache das Gleiche wie tanguera, wenn ich merke, depri ist im Anmarsch. Ich lasse sie kommen, sorge aber für mich. Die wichtigsten Sachen sind: Wasser trinken ,Bewegung draussen, Yoga und einen Menschen, dem ich das ungefiltert erzählen kann, ohne Ratschläge zu bekommen.
    Ich sehe es wie eine körperliche Krankheit, wie Grippe. Die muss ich auch hinnehmen, sie geht aber vorbei.
    Viel Glück!

  4. User Info Menu

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    ich bin seit längerem depri und nehme auch johanniskraut, ich sehe aber überhaupt keine wirkung.
    Einige haben mich auch zu einer Thearapie empfohlen, doch die wartezeiten ziehen sich bis 8 Monaten .
    Naja seit dem ich aber meine Ausbildung abgebrochen habe und einen Job mache, geht es mir besser.Jedoch habe ich immer noch Ängste zum Beispiel neue Menschen kennen zu lernen. Ich bin sehr melanchonich und bleibe zuhause obwohl ich gerne rausgehen würde. Naja, so ein Gefühl wie"nichts Gebacken zu bekommen" habe ich auch, aber ich glaube, dass hängt immer noch damit zusammen dass mein Vater immer zu mir sagte ich sei zu nichts fähig usw und irgendwie hängt man sich an solchen Dinge fest.
    Naja, ich glaube wenn wir wollen finden wir die Innere Ruhe und alles wird wieder gut

  5. User Info Menu

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    Meine Depri-Phasen liegen - Gott sei Dank - schon längere Zeit zurück. Der wichtigste Schritt für mich war: Akzeptieren, dass Depressionen eine Krankheit sind und nichts mit "nun reiß dich mal zusammen" zu tun haben. Von da an ging es bei mir bergauf. Da ich aber sehr häufig unter Depressionen unterschiedlicher Stärke gelitten habe, bin ich inzwischen sehr ängstlich geworden, wenn die Stimmung mal wieder "gegen null" geht. Aber auch hier die Erfahrung: nicht jede miese Stimmung endet wieder in einer Depression und immer für sich selbst sorgen, so wie meine VorrednerInnen das beschrieben haben. Bei mir hilft vor allem Bewegung. Was Dir gut tut, weißt Du selbst am besten, bzw. solltest Du möglichst bald herausfinden.
    Alles Gute auf dem vor Dir liegenden Weg! Phasen der Depression haben auch etwas Gutes: mensch geht aus ihnen gestärkt hervor!!!

  6. User Info Menu

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    Meine Depression habe ich mittlerweile gut im Griff, brauche keine Medikamente mehr.

    Die Angst - sie kommt immer wieder, aber ich versuche mittlerweile, sie als Chance zu nutzen, etwas zu verändern.

    Seit ich daran arbeite habe ich sogar meine Höhenangst im Griff!

    Was mich interessiert: Hast Du außer Johanniskraut noch andere "Medikamente" eingenommen? Wie lange dauerte die Gesprächstherapie?

    Ich habe schon oft gehört, dass entweder die Medikamente zu früh abgesetzt wurden oder die Therapie....

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  7. Inaktiver User

    AW: Das Abklingen von Depressionen, wer hat Erfahrung?

    es ist keine ausnahme besonders während dem studium diese phasen zu haben.

    weil man in einer aufbruchspahse lebt, sich vieles verändert, man sein leben orden soll, und man sehr viel freiraum hat.

    oft zu viel. der halt ist auf einmal weg.

    sorge für dich für ein geregeltes leben.
    gleiche zeit aufstehen, essen, sport machen, schlafen gehen.
    ein hobby das du regelmäßig jede woche machst, oder ein job den du regelmäßig machst.
    aber auch ein bewusstes aussortieren von sachen die dir nicht gut tun. (freunde, beschäftigungen etc.)

    halte dich dann erst mal an deine von dir gesetzte ordung.
    das wird dir ruhe und halt geben.

Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •