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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes
    So ging es dann weiter. Ich kam früh in die Pubertät
    Hi,
    ich war auch ein sog. Frühentwickler und den meisten anderen um 1 bis 2 Jahre voraus. Allerdings habe ich die Situation nicht so extrem empfunden, wie Du sie schilderst.
    Ich habe aber schon gehört, dass es sowas gelegentlich gibt, und meist gibt es dabei einen Auslöser.
    Ich meine, Du müsstest mal mit ein paar mehr Infos rausrücken...:
    Zitat Zitat von BehindBlueEyes
    Viele davon leben mit 25 noch bei ihren Eltern daheim und sind in meinen Augen sehr unselbstständig.
    Bedeutet das z.B., dass Du nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst?
    Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
    Meine Frau ist Gleichaltrigen auch um einige Jahre voraus, weil ihre Mutter schon starb, als sie noch Jugendliche war. Solche Situationen geben einem oft einen "Schub nach vorne", weil man auf einmal merkt, dass a) das Leben zu kostbar ist, um es mit dämlichen Saufgelagen zu verschwenden und man b) meist plötzlich Verantwortung für sich selbst übernehmen muss.

    Kannst Du einen Zeitpunkt oder eine Situation festmachen, an der Du den anderen geistig enteilt bist?
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Hallo,
    ich kann Dich auch sehr gut verstehen. Mir gehts da nämlich auch ähnlich.

    Aber ich meine, dass "Reife" keine Frage des Alters ist. In der Kindheit und Pubertät schon, klar. Später aber eher nicht mehr; da gibt es in jeder Altersgruppe solche, die Aktionen wie diese Feigling-Sache unheimlich witzig finden und dann eben solche, die damit nix anfangen können. Fraglich ist einfach, wo Du solche Menschen treffen kannst, die ähnlich ticken wie Du.

    Tanguera hat ja schon einiges vorgeschlagen. Du schriebst, dass Du Dich in Deiner "Jugend" auch mit Musik beschäftigt hast - machst Du das noch? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in Orchestern häufig Leute anzutreffen waren, die mir ähnlicher sind und mit denen ich mehr anfangen konnte. Freundschaften aus meinen Orchester-Zeiten halten immer noch sehr gut und sind alles andere als oberflächlich.

    Übrigens glaube ich nicht, dass Du was verpasst. Wenn Du keinen Spaß an etwas hast, warum solltest Du es dann tun?

    Viele Grüße
    Nimwen

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes
    Schwierig das kurz zu beschreiben, aber viele sind sehr unselbstständig, aber keine Stuktur in ihrem Leben, haben keine Pläne und Ziele und das Fachwissen bezüglich des Studiums lässt meist zu wünschen übrig (null persönliches Interesse am Fach)...

    Die Leute, die du beschreibst, kenn ich, die wohnen allerdings nicht mehr bei ihren Eltern.

    Ich glaube es werden immer mehr Studenten, wo das Fachwissen weniger vorhanden ist.

    Ich vermute eher, dass sie noch keine "harten" Zeiten durchgemacht haben. Im Sinne, wirkliche Verluste in Erfahrungen bringen. Die schweren Zeiten prägen nun mal und diejenigen die bis jetzt immer auf der Sonnenseite des Lebens standen gehen natürlich anders durchs leben. Wenn man aber beides kennt, bzw. früh beides kennen gelernt hat, sieht man die Welt mit anderen Augen.

    Aber genauso gibt es Menschen, die es zwar nicht einfach haben, aber es dennen dennoch an Grips fehlt. Die wurschelten sich eben irgendwie durch das Leben.

    Ich finde einfach keinen Zugang zu den gleichaltrigen und auch älteren Kommilitonen.
    Hast du es schon mal den Kontakt mit anderen Studiengängen versucht? Ich bin selbst Studentin und meine besten Erfahrungen sind diejenigen aus anderen Studiengängen, die ich in dem einen oder anderen Fach angetroffen habe oder über weitere Bekannte kennen gelernt habe.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

    ------------------------------------------

    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

    ------------------------------------------


    Grüße O_I

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Hallo BehindBlueEyes,
    ich glaube, dein Problem hat nur indirekt mit dem Alter zu tun. Ich hatte früher auch häufiger mit Gleichaltrigen Schwierigkeiten, besonders in solchen Situationen wie du sie schilderst mit dem kleinen Flachmann...! Es wird bestimmt leichter für dich, wenn du im Berufsleben stehst, weil man dann eben nicht permanent mit der Masse der Gleichaltrigen konfrontiert wird.
    Es spricht doch nix dagegen, sich mit Älteren anzufreunden!
    Eine meiner engsten Freundinnen ist 10 Jahre älter als ich, wir lernten uns 1984 kennen, da war ich 20 und sie 30.
    Aktuell kann ich berichten, dass sich gerade mit einer Kollegin ein sehr freundschaftlicher Kontakt entwickelt, die ist nun wiederum 12 Jahre jünger als ich! (Ja, wie die Zeiten sich ändern...!)
    Mein Mann ist übrigens genauso alt wie ich, auch anders als viele
    Nimm es so, wie es ist!
    Viele Grüße blaueshaus

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von Fender
    Bedeutet das z.B., dass Du nicht mehr bei Deinen Eltern wohnst?
    Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
    Natürlich gab es einen Grund, der war aber nicht außergewöhnlich: ich wollte studieren, konnte mein Fach (Informatik) aber nicht an der Uni bei uns in der Nähe studieren und so bin ich dann in eine eigene Wohnung gezogen.
    Sicherlich hatte es auch etwas damit zu tun, dass ich einfach zuhause raus wollte und selbstständig sein wollte. Das war auch im Rückblick sehr gut, denn mittlerweile verstehe ich mich mit meiner Mutter besser denn je.

    Kannst Du einen Zeitpunkt oder eine Situation festmachen, an der Du den anderen geistig enteilt bist?
    Ja, das war eindeutig die Pubertät. Damals kam sehr vieles zusammen: mir kamen meine Freunde kindisch vor, vieles in der Schule erschien mir unsinnig (wobei der Eindruck bis heute nicht ganz gewichen ist), ich fühlte mich von meiner Mutter unterdrückt und glaubte nicht genug Rechte zu haben - irgendwie doch die typischen Gedanken einer 15-jährigen - nur dass viele Dinge nicht nur ein typischer Spleen waren.

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von On_Ice
    Hast du es schon mal den Kontakt mit anderen Studiengängen versucht? Ich bin selbst Studentin und meine besten Erfahrungen sind diejenigen aus anderen Studiengängen, die ich in dem einen oder anderen Fach angetroffen habe oder über weitere Bekannte kennen gelernt habe.
    Das Problem dabei ist immer, wie man solche Kontakte herstellt.
    Sportvereine, irgendwelche Uni-Gruppen sind sicherlich gut, aber letztendlich habe ich einfach keine Motivation dort irgendwo aktiv zu sein, vermutlich auch weil ich schon eher negative Erfahrungen gemacht habe.
    Vor 3 Jahren war ich mal beim Badminton an der Uni. Nachdem man mich erst einmal kritisch beäugt hatte, erbarmte sich die eingeschworene Gruppe sogar mir einen Partner für das erste Spiel zur Verfügung zu stellen. Aber irgendwie ging es dabei gar nicht ums Badminton-Spielen, sondern vielmehr um das darauffolge Treffen in der Kneipe, das ich dann auch noch mitgemacht habe. Das war ehrlich gesagt ein richtiger Griff ins Klo.
    Sicherlich: es wird nicht überall so sein und andere sind sicherlich viel freundlicher, passender usw. Aber wie findet man die?

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von blaueshaus
    Hallo BehindBlueEyes,
    ich glaube, dein Problem hat nur indirekt mit dem Alter zu tun. Ich hatte früher auch häufiger mit Gleichaltrigen Schwierigkeiten, besonders in solchen Situationen wie du sie schilderst mit dem kleinen Flachmann...! Es wird bestimmt leichter für dich, wenn du im Berufsleben stehst, weil man dann eben nicht permanent mit der Masse der Gleichaltrigen konfrontiert wird.
    Ja, das denke ich auch.
    Ich bin ja aktuell schon ganz gut in die Firmenwelt eingetaucht, allerdings haftet mir doch immer dieser lästige Aufkleber "Studentin" an.
    Für viele ist das völlig egal, andere sind aber auch eher mistrauisch und nicht selten verwundert dass ich ja tatsächlich was kann.

    Als ich das erste Mal von einem Kollegen zu einem abendlichen Treffen mit weiteren Kollegen mitgenommen wurde soll es wohl auch erst Bedenken gegeben haben, was denn nun "die Studentin" dort will, aber diese habe ich dann (wie man mir erzählte) ausgeräumt, indem ich einfach ganz normal war...
    Trotzdem ist es aber auch schwierig, auf diesem Wege engere Kontakte zu knüpfen. Zum einen bin ich als Aushilfe nicht jeden Tag dort, zum anderen bieten sich im allgemeinen Bürostreß kaum Möglichkeiten, um sich kennenzulernen.

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes
    Aber wie findet man die?
    Das ist eine sehr gute Frage. Meine Kontakte haben sich ergeben. Ich weiß es hört sich jetzt abgedroschen an, aber es ist in der Tat so und es benötigt Zeit. Forcieren kann man nichts.

    Anfänglich dachte ich auch, ich renne mal zu dem Sportkurs oder zu dem anderen Verein, in der Hoffnung, da findet sich was ädequates, nun ja meine Erfahrungen waren nicht die Besten. Gut der eine Sportkurs hat mir sehr gut getan, aber auch nur, weil es Sport für mich alleine war - Krafttraining, Laufband etc. Aber Kontakte, ja man hat sich unterhalten, nur ist da nichts daraus entstanden.


    allerdings haftet mir doch immer dieser lästige Aufkleber "Studentin" an
    Diese Reaktion ist normal und hat nichts mit dir persönlich zu tun.

    Kann es vielleicht sein, dass du vieles gesagte persönlich nimmst?
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

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    Grüße O_I

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    Hallo Behindblueeyes,

    mir ging es mit Anfang/Mitte 20 so ähnlich wie Dir.
    Ich war schon in der Schule reifer als die Mitschüler. Während des Studiums empfand ich die meisten der jungen Männer um mich herum als unreif. Die Mädels leider auch. Ich habe Kontakt zu den Älteren gesucht.
    Leider sah ich sehr jung aus. Wer mich nicht kannte, schätzte mich mit 25 noch auf 18!! Das hat mein Selbstbewußtsein beeinträchtigt, so dass die Kontaktaufnahme oft schwer war.
    Mit 24 war ich mal unsterblich in einen 30-Jährigen verliebt. Damals habe ich gewußt, dass dieser Altersunterschied verschwinden wird, wenn ich selber mal 30 bin, denn wenn die Männer mit 30 erwachsen sind, dann ist es doch okay, einen Gleichaltrigen zu nehmen.
    Kurz darauf habe ich erkannt, wie furchtbar unreif dieser Typ war, und habe das Interesse verloren. Heute denke ich, dass die Hälfte der Männer und Frauen mit Mitte 20 erwachsen sind, also nicht mehr unreif. Die restlichen Frauen werden dann um die 30 erwachsen, für die Männer ist es oft das Erreichen der 40. Das ist sehr pauschal, und es soll Dir eigentlich auch nur sagen, dass Du den Leuten mehr zutrauen kannst.
    Ich kann mir rückblickend auch vorwerfen, die Leute damals "abgecheckt" zu haben. Heute gehe ich (weitgehend) unvoreingenommen, vorurteilsfrei und tolerant auf die Leute zu.
    Es hilft ungemein, wenn Du den Blick auf die Menschen vor dem Eintritt ins Berufsleben änderst.
    Viele liebe Grüße
    Miss

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    AW: Reif, frühreif, unreif?

    @behindblueeyes:
    Ich muss trambahn Recht geben: Du bist einfach anders als andere. Und das ist gut so. Ich denke, dir fehlt es vielleicht noch ein wenig am Selbstbewusstsein damit einfach leben zu können.

    Mir selbst geht es genauso. Ich war zwar in meiner Kindheit klein und zart, aber dennoch sehr reif. Ich bin ab der 5. Klasse auf´s Gymnasium gegangen (was in Berlin sehr ungewöhnlich ist, gibt auch nur wenige Gymnasien ab der 5. Klasse) und war immer anders als die meisten Mitschüler/Schüler des Jahrgangs. Ich habe mich nicht an älteren orientiert (hätte auch keine Ahnung gehabt, wie ich die erreichen soll), ich habe einige ähnlich denkende in meinem Jahrgang gefunden.
    Nach der Schule habe ich dann in einer sehr alters-gemischten Klasse (16-32 Jahre) meine Ausbildung absolviert. Klar, die meisten waren in meinen Augen unreif, aber mich hat das nicht gestört. Denn es gab immer ein paar Leute, mit denen ich gut klar kam.
    Ich bin seit Kinderzeiten ein sehr toleranter, offener Mensch und selbst wenn ich jemanden als unreif empfinde, kann ich mit ihm sehr gut befreundet sein. Meine beste Freundin ist z.B. eine der unreifsten Personen, die ich kenne...dennoch habe ich sie sehr lieb.
    Denn die Reife ist nicht alles.
    Ich trinke nie Alkohol, rauche nicht und nehme auch keine Drogen, ich bin kein Hardcore-Party-Mensch und "häng" auch nicht rum. Klar, die meisten meines Alters haben das regelmäßig gemacht und tun es auch heute noch. Aber ich habe immer Leute gefunden, die mich so akzpetieren wie ich bin oder genauso ticken wie ich. Dennoch mache ich tolle Sachen, genieße mein Leben und bin überglücklich.
    Das einzige, was ich dann abgelehnt habe, war das Studium. Ursprünglich wollte ich gern noch studieren, aber seit der Ausbildung keimte der Wunsch der Selbständigkeit und als ich dann bei meiner Eignungsprüfung an der Uni (die ich sowieso nicht bestanden habe ;) ) die ganzen eventuellen Mitstudenten gesehen/gehört habe, ist mir die Lust wieder ganz schön vergangen. Sehr viele Studenten sind in meinen Augen noch sehr unreif und leben oft in einer vollkommen anderen Welt. Und zwar nicht in meiner. Und deshalb habe ich mich einfach jetzt schon selbständig gemacht und bin damit sehr sehr glücklich :)
    Man muss sich einfach so nehmen, wie man ist. Und dennoch offen für andere und ihre andere Art sein.

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