Liebe OOO,Zitat von Inaktiver User
was würdest du einer Freundin in dieser Situation raten?
Doch sicher : Geduld mit sich selbst zu haben.
Nimm dir diese Zeit zu trauern, zu wüten...........
jeder braucht unterschiedlich lang-----
hab Geduld mit dir, lass dir Zeit![]()
Lucky1
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14.08.2007, 22:49
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
kommt von irgendwo ein Lichtlein her
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14.08.2007, 22:56Inaktiver User
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Genau so ungefähr.
Zitat von lucky1
Ich brauche immer schon unheimlich lange.
Aber seit heute nachmittag geht mir - trotz des wenigen Schlafes schon viel besser. Ich zieh das jetzt durch und versuche zu lernen, mit so "Rückschlägen" anders umzugehen wie bisher. Und mir nicht böse zu sein deswegen.
Ich hab mich heut einfach mal so bei Friendship angemeldet und chatte da gerade ein bisschen rum...ist ganz nett....und macht irgendwie Laune auf mehr
Mal ganz im tiefsten ernst: Nein, mein nächster Strang den ich eröffne wird keiner bzgl eines Internetmannes sein....ich lenk mich einfach gerade ein bisschen ab. Okay?!!
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14.08.2007, 23:42
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
OutofOrder,
was du über dich schreibst, ist eine erforschte, psychologische Reaktion. Also ganz "normal". Leider bin ich keine Fachfrau, aber ich versuche zu erklären was ich drüber gelesen habe:
Als kleines Kind ist man von den Eltern abhängig, den Eltern und deren Verhalten total ausgeliefert. Und ein Kind braucht Schutz, Geborgenheit, Liebe, Sicherheit.
Wenn die Eltern sich mies verhalten, auch unbeabsichtigt, ist das Kind verletzt, verstört, kann sich aber nicht distanzieren und denken: "Meine Eltern benehmen sich schlecht". Es ist abhängig, versteht vieles nicht. Der Überlebensinstikt und Liebesbedürftigkeit unterdrücken den Frust über die Eltern. Es denkt es hat selbst was falsch gemacht. Es ist nicht wert geliebt zu werden.
Es denkt, die Eltern sind nur "böse" und unzufrieden, weil das Kind was falsch gemacht hat. Und wenn es sich Mühe gibt, sich anstrengt, sich gut darstellt, dann werden die Eltern es lieben.
Es denkt, die Eltern KÖNNEN natürlich lieben, die Eltern sind mächtig und gut. Wenn sie es nicht lieben, dann liegt es am Kind.
Und das Kind klammert, bemüht sich ständig in der Hoffnung, wenn es alles gut macht, wartet, alles richtig macht, sich anstrengt, DANN werden die Eltern entdecken was für ein tolles Kind sie haben und es natürlich lieben.
Dass die Eltern nur Menschen sind, mit Macken, Gedankenlosigkeit, Desinteresse, vielleicht das Kind wirklich nicht besonders lieben und sich sogar wünschen, sie hätten es gar nicht gekriegt,... Auf solche Ideen kann ein Kind nicht kommen.
Es wächst mit diesem unbewussten Reflex auf, mieses Verhalten hinzunehmen, sich schuldig zu fühlen, zu warten und drum zu kämpfen von jemanden doch noch LIebe zu gewinnen.
Wenn dieses Kind nun erwachsen ist und diesen Schmerz nie bewusst verarbeitet hat, dass es eben Scheißeltern hatte, die einfach NICHT FÄHIG waren, ihm Liebe zu geben, bleibt im Inneren ein unbewusstes Programm, dass man um Liebe kämpfen muss.
Es fühlt sich zu Partnern stärker hingezogen, die es verletzen, die genau die Gefühle wecken, die die Eltern vermittelt haben.
Z.B Du fühlst dich ignoriert, mal lieb angesehen, dann wieder wie Dreck weggeschoben. Verzweifelt, leer, unsicher, ...
Um so stärker ein Mann genau die Gefühle aus der Kindheit weckt, umso mehr willst du ihn haben.
Die Situation wiederholen, wieder klammern, dich bemühen, etc und DIESMAL endlich erleben, dass du es schaffst. Dass es endlich gelingt und du die LIebe bekommst.
Ein Partner, der lieb ist, erweckt diese Abhägigkeit nicht.
Unbewusst sucht das Kind in dir das gleiche elende Gefühl von damals um es endlich zu überwinden. Um endlich zu erleben, dass es SIEGT und jemand, der Scheiße zu dir ist, "bekehrt" wird, von dir überzeugt ist und dich gut behandelt.
Es will eigentlich erleben, dass die ELTERN endlich bekehrt werden und sich gut benehmen.
Du kommst aus dem Kreislauf raus, wenn dir bewusst ist, dass es ein Programm eines Kindes ist, das um Liebe kämpft und meint sich bemühen zu müssen.
Wenn du dich damit auseinandersetzt, dass deine Eltern eben das nicht konnten. Es hatte NICHTS mit dir, deinem Verhalten oder deinem Wert zu tun. Sogar akzeptieren, dass du deine Mutter hasst oder was auch immer.
Lass die Wut und die Enttäuschung raus.
Wenn du erkennst, dass die Eltern schlicht NICHT FÄHIG waren, dann kannst du aufhören um LIebe zu kämpfen und dich mies behandeln zu lassen.
Dann siehst du auch, dass du an einen Mann hängst, der mies zu dir ist, weil das SEIN Charakter ist und nicht weil DU was falsch machst. Beobachte,wie du den Frust mit deinen Eltern in Beziehungen wiederholst. Deine Schuldgefühle wenn du deine Eltern oder den Mann einfach mies findest und instinktiv deine Abwehr wegschiebst um weiter festzuhalten.
Das ist das ängstliche Kind, das glaubt selber lieben und festhalten zu müssen, bis es auch geliebt wird.
Aber als Kind hat man nur diese einen Eltern, man kann sie nicht abschieben und sich andere nehmen, also verdrängt man dass SIE sich mies benahmen. Aber als Erwachsene kannst du das sehen und dich von ihnen trennen. Wie auch von Männern, die dich verletzten.
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15.08.2007, 10:25
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Karmella, ich glaube auch an ein unbewusstes Programm, sich "Zustände" zu suchen, in denen man sich "zu Hause" fühlt.
Und "zu Hause" kann auch unglücklich sein, aber nur dann "stimmt" es.
LG
bblumeflying is the art of falling to the ground without touching
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15.08.2007, 10:37
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Ja, lenk dich ab
Zitat von Inaktiver User
versuch`s aber auch mal ohne Männer:
Bestätigung durch Ssport, versuch neue Leute zu treffen, VHS-Kurse--
gönn dir mal was, was du bisher nie gemacht hast
eine total verrückte Haarfarbe, ein Top-das du noch nie hattest,
geh einen anderen weg zur Arbeit.......
so, dass du merkst,
mein Leben verändert sich..in ganz kleinen Schritten
ich wünsch dir ganz viel Geduld mit dir selbst udn Kraft
Lucky1Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
kommt von irgendwo ein Lichtlein her
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15.08.2007, 11:38
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
p
Geändert von maxima1 (16.08.2007 um 16:11 Uhr)
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15.08.2007, 12:09
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Ernsthaft: Ja.
Zitat von lucky1
Aber es ist nicht verkehrt, ein bisschen in der Übung zu bleiben - nur so für den Notfall
flying is the art of falling to the ground without touching
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15.08.2007, 15:45Inaktiver User
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
[QUOTE=Karmella]Das ist das ängstliche Kind, das glaubt selber lieben und festhalten zu müssen, bis es auch geliebt wird.
Aber als Kind hat man nur diese einen Eltern, man kann sie nicht abschieben und sich andere nehmen, also verdrängt man dass SIE sich mies benahmen. Aber als Erwachsene kannst du das sehen und dich von ihnen trennen. Wie auch von Männern, die dich verletzten.QUOTE]
Liebe OutOfOrder,
Karmella hat vollkommen recht, diese Erfahrung habe ich leider auch gemacht. Ich war mit meinem Exmann 23 Jahre zusammen, ich waere nie auf die Idee gekommen, mich von ihm zu trennen, denn das Wechselbad der Gefuehle, seine charmante Art, seine Luegen haben mich als leere Huelle dastehen lassen. Mein ganzes Denken drehte sich nur um ihn, er hat auch alles getan, dass es so ist, gerade mit seinem Verhalten (auch so wie Du deine Affaire beschrieben hast).
Er war mein full-time job, habe auch nie mit anderen ueber meine Ehe geredet (grosser Fehler!!!), habe deshalb auch keine outward-perspectiven kennengelernt. Natuerlich stammt diese Verhaltensweise von meinerseite aus meiner Kindheit, es war fuer mich das 'normale' Leben.
Ich habe mich trotzdem von ihm getrennt, durch mehrere Umstaende (rauemliche Trennung, unbegruendete Eifersuchtsszenen seinerseits, wie er unsere mittlerweile Teenage-Kinder behandelt hat) habe ich wie von einem auf den anderen Tag festgestellt, dass ich so nicht mehr leben kann.
Ich habe erst nachdem ich die Trennung ausgesprochen habe, angefangen, mich mit mir zu beschaeftigen, und eine Menge herausgefunden. Die Erkenntnis ist der erste wichtigste Schritt, danach geht es nur bergauf.
Deshalb, Du bist auf dem richtigen Weg, gerade weil Du Dich hier austauschst. Deinen Weg kannst Du auch nur alleine finden, aber Anregungen und Anstoesse gibt es hier im Forum ja genuegend.
Uebrigens, mein Ex verachtet Frauen auch, sein Verhalten war aber total gegenteilig, so wie in Deinem Fall. Ich bin jetzt soweit, dass charmante Maenner von mir ueberhaupt nicht in Erwaegung gezogen werden, auch wenn das vielleicht falsch ist.
Dir alles Liebe
Martha
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15.08.2007, 16:22
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
*g* die Angst vorm Charmeur ist mir nicht unbekannt..
Ich versuche immer, rauszufinden, wie das Verhältnis zur Mutter war.
Liebe OOO,
in manchen Beziehungen schrumpfst du so, wirst so klein, dass du dich gar nicht mehr siehst.
Nimm deine jetzige Gefühlslage als "Wachstumsschmerz"!
Wenn du dich so langsam wieder aufrichtest, entsteht erstmal ein Vakuum. Das tut weh!
LG
von
bblumeflying is the art of falling to the ground without touching
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15.08.2007, 16:29
AW: Einsamkeit zerfrisst mich....
Also das ist bestimmt falsch! Einspruch! Ich bin auch ein charmanter Mensch und ganz bestimmt nicht frauenverachtend.
Zitat von Inaktiver User
Interessant wäre aber auch einmal, was ihr genau unter "charmant" versteht?
Ich bin z.B. höflich, halte die Türe auf, lasse die Dame vorgehen, mache Komplimente (aber nicht aus Berechnung sondern nur, wenn mir auch danach ist und mir eine Frau gefällt), mache mal einen netten Scherz usw. Ich mache das einfach, um einer Frau meinen Respekt zu zeigen (ganz automatisch). Verachtend ist das bestimmt nicht, aber vielleicht reden wir ja auch gerade aneinander vorbei.
Achja: Und den einen oder anderen "Schatten" aus unser Kindheit haben wir vermutlich wohl leider alle mitbekommen (oder zumindest die meisten). Ich kann mich da jedenfalls auch nicht ausschließen.Geändert von Martin_36 (15.08.2007 um 18:34 Uhr)


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