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    verwirrt Träume = Schäume?

    Hi,

    Für das Thema muss ich wohl ein wenig ausholen. Wer also keine Lust zum Lesen hat, sollte gleich aufhören.

    Ich habe vor einigen Jahren angefangen neben meinem Studium bei einer Firma zu jobben. Nichts ungewöhnliches eigentlich, aber mittlerweile bin ich schon sehr lange dort, verdiene gutes Geld und habe feste und gute Aufgaben (also nicht Burger belegen oder 5 Stunden kopieren...). Gehört zwar nicht zum eigentlichen Thema, hilft aber vielleicht etwas einzuordnen.

    Ich arbeite dort mit einem sehr netten Kollegen zusammen, für dessen Abteilung ich viel arbeite. Er ist im Prinzip auch mein Vorgesetzter und Ansprechpartner bei Problemen, aber das Verhältnis ist eher kollegial und sehr freundlich.

    Vor einem Jahr ist es mir das erste Mal aufgefallen, dass ich ihm auf dem Flur hinterherschaue, dass ich nervös bin wenn er im Raum ist und dass ich auf seinen Hintern schiele, wenn er wieder rausgeht. Dem habe ich aber keine große Bedeutung zugemessen bis mich dann mal jemand darauf ansprach: ich würde ja so über beide Backen strahlen, ob eben dieser Kollege wieder da gewesen wäre...
    Das war mir natürlich erst einmal peinlich, ich habe es ein wenig ins lächerliche gezogen, um zumindest den Verdacht zu entkräften. Es hat gut funktioniert, es kamen nur immer wieder irgendwelche ironischen Scherze von den anderen Kollegen und ich habe auch darüber gelacht.

    Das Problem lag dann eher bei mir, denn ich bin in einer festen Beziehung und damit auch eigentlich zufrieden. Dass ich dann plötzlich einem älteren Mann auf den Arsch starre, kam für mich ziemlich unvermittelt, aber irgendwann musste ich mir dann eingestehen, dass ich mich leicht verguckt habe.
    Ohne weiter rational darüber nachzudenken, bin ich dann in die Offensive gegangen, habe mich verstärkt mit ihm unterhalten, auch über private Dinge.
    Im Prinzip habe ich darauf gewartet, dass wir mal etwas ausserhalb der Firma unternehmen und ich dann die Situation besser einschätzen kann, aber der gute Mann ist sehr zurückhaltend und schüchtern. Ein Kollege hat mir erzählt, dass er ihn mittlerweile auch nicht mehr zu einem regelmässigen Treffen einlädt, weil er immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten abgesagt hat.

    Das war der Punkt, wo ich mich dann gefragt habe, was meine Bemühungen eigentlich sollen: ich spinne wie ein verknallter Teenager herum und versuche mit jemandem zu flirten, von dem ich grade mal den Geburtstag, seine Automarke und seinen Wohnort weiss. Damit war die Sache für mich abgehakt, ich habe mich nicht mehr für ihn interessiert (oder mich auch dazu gewzungen, mich nicht mehr zu interessieren) und es war ok.

    Problem ist: es kommt immer wieder hoch.
    Neulich saß er neben mir am Schreibtisch, wir waren keine 10 cm voneinander entfernt und dieses Kribbeln in der Magengegend war nicht zu ignorieren.

    Und das schlimmste ist: ich träume von ihm. Oft sind es zwei oder drei Träume pro Woche, wo in meinem Kopf irgendwelche Liebesszenen mit ihm ablaufen.
    Letzte Nacht lagen wir wieder irgendwo in einem Hotelzimmer nebeneinander und waren wild am knutschen.

    Wenn ich dann morgens aufwache, bin ich immer enttäuscht von mir selbst. Warum kann ich nicht von diesem Mann loslassen und was wollen mir diese Träume eigentlich sagen?

  2. Inaktiver User

    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Jemandin
    denn ich bin in einer festen Beziehung und damit auch eigentlich zufrieden.
    Wenden wir uns doch 'mal diesem Thema zu.

    "eigentlich zufrieden" ist ein bisschen wenig, oder?

  3. Inaktiver User

    AW: Träume = Schäume?

    Die Träume wollen dir sagen, dass du dich in ihn verknallt hast.

    Entweder, du genießt sie als das, was sie sind - deine Phantasien.
    Oder du entscheidest dich bewusst (!!!) dafür, sie in die Realität führen zu wollen. Dann wirst du allerdings erstmal deine jetzige Beziehung klären müssen, und schauen, ob der reale Mann so toll ist wie der Traummann.

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    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenden wir uns doch 'mal diesem Thema zu.

    "eigentlich zufrieden" ist ein bisschen wenig, oder?
    Stimmt schon, eigentlich hasse ich dieses eigentlich auch.

    Das "eigentlich" sollte hier darauf hindeuten, dass die Beziehung schon einiges überstanden hat. Zwischenzeitlich gab es zwei Trennungen, aber man hat sich dann aus ganz freien Stücken wieder zusammengetan und es lief danach stets besser.

    Aktuell ist sie, abgesehen von den üblichen Alltagsstreitereien, durchaus glücklich.

  5. Inaktiver User

    AW: Träume = Schäume?

    hmh, hmh, hmh.

    Wie alt seid Ihr, wie lange zusammen?

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    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Träume wollen dir sagen, dass du dich in ihn verknallt hast.

    Entweder, du genießt sie als das, was sie sind - deine Phantasien.
    Oder du entscheidest dich bewusst (!!!) dafür, sie in die Realität führen zu wollen. Dann wirst du allerdings erstmal deine jetzige Beziehung klären müssen, und schauen, ob der reale Mann so toll ist wie der Traummann.
    Die Antwort kann ich mir schon jetzt geben, ohne es auszuprobieren: ich bin mir so gut wie sicher, dass der reale Mann über kurz oder lang ein Reinfall wäre.
    Er reizt mich als Abenteuer, vielleicht auch als Spiel, aber mehr nicht.

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    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    hmh, hmh, hmh.

    Wie alt seid Ihr, wie lange zusammen?
    Mitte/Ende 20, gute 4 Jahre zusammen.

    Ich habe vorher schon mehrere (auch längere, >1 Jahr) Beziehungen gehabt... ist also nicht so, dass ich nun Sehnsüchte habe, auch andere Männer zu erleben.

  8. Inaktiver User

    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Jemandin
    Mitte/Ende 20, gute 4 Jahre zusammen.
    Ist "Heiraten und Kinder kriegen" bei Euch ein Thema?

    Willst Du mit Deinem Freund alt werden?

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    AW: Träume = Schäume?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ist "Heiraten und Kinder kriegen" bei Euch ein Thema?

    Willst Du mit Deinem Freund alt werden?
    "Heiraten" war durchaus schon ein Thema, aber nicht aktuell. Wir sind da einer Meinung, dass wir damit warten sollten, bis jeder fest im Leben steht, d.h. bis ich mein Studium fertig habe.
    Für Kinder gilt das ähnlich.

    Mit ihm alt werden ist eine gute Frage: grundsätzlich sage ich "ja". Aber ich habe auch schon zu viel erlebt, als dass ich an die einzige und wahre Liebe glauben würde. Abgesehen davon sind wir sehr jung und es kann sich noch vieles entwickeln.

  10. Inaktiver User

    AW: Träume = Schäume?

    "Aktuell durchaus glücklich" ist mir eben auch viel zu wenig.


    Aber ich habe auch schon zu viel erlebt, als dass ich an die einzige und wahre Liebe glauben würde.
    klingt wie "schönreden".

    Es stimmt zwar, dass es nicht nur einen Richtigen gibt (der/die Eine wird man durch Liebe, gelebte Beziehung und vor allem durch die endgültige Entscheidung füreinander) - aber bei Dir klingt das zu lau und resigniert.

    Schau' 'mal genau hin.
    Liebst Du ihn?
    Und kannst Du berechtigtes Vertrauen haben, mit diesem Mann in den nächsten Jahrzehnten jede (jede !) Situation wirst meistern können?
    Was waren denn die Trennungsgründe?

    Dass Ihr noch zu jung seid, leuchtet mir nicht ein.
    Ihr seid doch keine Teenager mehr (und wir haben in Eurem Alter als Studenten geheiratet).
    Das soll jetzt kein Rat sein, gleich zu heiraten - sondern eben genau hinzuschauen.

    Gruß, Leonie

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