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    Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Heute wende ich mich an Euch, weil ich langsam immer ratloser und *mantra-loser*werde. Ich poste unter Persönlichkeit, weil es imgrunde um mich und meine Harmoniesucht ggü Fremden geht, die mich - je alter ich werde und je klarer meine Vorstellung vom menschlichen Miteinander werden - langsam wirklich stört und benachteiligt. Vielleicht leide ich auch unter Verfolgungswahn, bilde mir das alles ein oder traue ein paar Menschen einfach zu viel Böses zu, ich weiss es nicht.

    Im Wesentlichen trifft mich die Situation in bezug auf meine Nachbarn, das sind mehrere Parteien und alle unterschiedlich, aber der Umgang änderte sich eben, deutlich und durchgängig.

    Vor einiger Zeit zog mein selbständiger, ein Ladenlokal (im Ort) betreibender Freund, bei mir ein. Er ist umgänglich, freundlich, kein Stoffel. Nachbarschaftsinitiativen haben wir alle mitgemacht und dazu auch beigesteuert. Imgrunde waren wir beide, erst ich solo und dann mit ihm zusammen, normal integriert. Dachte ich.

    Mit der Zeit und einem weiteren Laden veränderte sich unsere Freizeit, wir kamen immer später heim, auch ein WE haben wir nicht wirklich. Wir waren nett und freundlich, aber eben knapp an Zeit und manche Schwätzchen waren uns zuviel.

    Nun die Vorkommnisse im einzelnen, die - heute in Summe betrachtet - schon ein Bild ergeben, aber einzeln und bei Licht auch natürlich gar nicht so schlimm sind...

    Von einem von der Gemeinschaft geplanten Event erfuhren wir durch einen Zettel an der Haustür. Wir alle hatten lang davor von einem Fest geredet und wer was beitragen könnte, auf einmal stand alles fest. Ok, kein Problem, dann kommen wir halt wie Gäste dazu. Wohl haben wir uns dabei nicht gefühlt, weil unsicher, ob erwünscht. Denn es zeigte sich, dass jeder andere etwas vorbereitet hatte. Uns war das aufgrund der Kurzfristigkeit nicht möglich, zudem hatten wir auch noch einen anderen termin an dem Abend.

    Dann die Sache mit der Putzfrau: Durch die Mehrarbeit mussten wir uns eine Putzfee suchen. Nach einigen Wochen sprach man uns an, unsere Putzfrau würde Zigarrettenstummel auf den Balkon von Nachbarn schnicken. Stimmte nicht. Blieb aber an uns hängen, obwohl wir Nichtraucher sind.

    Eine der Nachbarn hatte mir einen bösen Brief in die Waschküche gelegt, als meine Wama einige Zeit auslief. Ich begegnete ihr noch auf der Treppe, sie verschwand schnellstens in ihrer Wohnung. Diese Nachbarin hat sich als Aushilfe bei meinem Freund in seinem Laden beworben, alles war geklärt bis zu dem ersten Einsatztag. An dem er mit ihr rechnete. Sie sagte kurzfristig ab. Diese Frau lächelt uns immer sch*freundlich ins Gesicht, sobald wir ihr begegnen.

    Als dann noch ein paar andere Nachbarn mich bei einem privaten Kauf über den Tisch gezogen hatten (wir hatten einen Kaufpreis ausgehandelt für ein Gerät, der mir um 30 € reduziert im geschlossenen Umschlag übergeben wurde), war bei mir der Ofen aus. Ich habe nichts gesagt, weil ich im guten Glauben den Umschlag viel zu spät öffnete und man durchaus unterstellen könnte, dass mir da ein Fehler unterlaufen wäre.... Ich habe nicht so weit gedacht und wollte es unter "mein Fehler" ablegen. Aber es ging einfach nicht, ich war doch zu enttäuscht, um darüber hinweg zu sehen.

    Damit hätte ich aber vielleicht umgehen können, da ich hier noch nicht wirklich eine Linie erkannt habe.

    Nun haben wir gemeinsam einen weiteren Laden eröffnet. Wir haben mit Besuchen unserer Nachbarn gerechnet, die sich ankündigten. Am Anfang kam eine von Ihnen. Zweimal. Ein weiterer einmal und war angeblich ganz begeistert. Und dann wurden sie nie wieder gesehen. Bis auf die Tage, an denen man einige von ihnen zwecks Inspektion unserer betriebliche Lage bei uns vorbeifahren.

    Und jetzt wird´s eng bei mir: wenn ich das alles summiere, drängt sich mir doch der Eindruck auf, es handelt sich hierbei um Missgunst. Nicht, dass es etwas gäbe, worauf man neidisch sein kann. Im Gegenteil, ein neuer Laden heisst Schulden und Risiko udn keine Freizeit. Wir leben nicht aufwendig, wohnen in einer ganz normalen Wohnung, unauffällige Klamotten und ein grosses Auto zwecks Transporten. Jeder der um uns herum lebt oder uns kennt, kennt unsere Lage und auch die etwas anderen Nachteile, die eben dieses andere Jobmodell mit sich bringt. Dennoch geht entweder der Blick auf uns nur von der Decke bis Wand (die sind ja nie da, immer in Eile, schwätzen kaum noch -> sind evtl was besseres???), denn die Kontakte werden wohl von deren Seite deutlich kurz bzw schriftlich gehalten oder man kann uns plötzlich gar nicht mehr leiden, eine andere Erklärung habe ich nicht für diese Meidestrategie. Die angebliche Begeisterung für das, was wir nun getan haben ist nicht vorhanden, denn kaum einer will davon wissen. Wir hörten von "tolle Idee", "endlich macht hier mal jemand sowas" "viel Erfolg" oder "wir kommen natürlich, uns das angucken". Aber genau das tun sie nicht. Im Gegenteil, ostentatives Meiden ist die Strategie.

    In diesen letzten Tagen habe ich viel Enttäuschung gespürt, bei mir, bei meinem Partner. Ich habe viel von dummen nichtssagenden Geschwätz und unverbindlichen Sprüchen gelernt, all das enttäuscht mich, auch wenn es "nur" Nachbarn sind. Seit kurzem möchte ich mit diesen Menschen nichts mehr zu tun haben. Ich versuche, mich in Gleichgültigkeit zu üben und Nachbarschaftssmalltalk aus dem Weg zu gehen. Aber ich frage mich, wie man diesen Leuten ggü auftreten soll. Ich schüttele innerlich mit dem Kopf, wenn ich zuhause einlaufe und ihnen begegne. Was tu ich, wenn angeblich interessierte Fragen kommen? Ich würde gern jedem einzelnen von ihnen sagen, dass ich sie für Schwätzer halte, eigentlich glaube ich sogar, dass Neid (für den es leider keinen Grund gibt) in deren Köpfen eine Rolle spielt. Ich will hier nicht über das was wir tun jammern, um Himmels willen. Ich habe nur für mich entschieden, meinen Mund nicht mehr zu halten, wenn die vielleicht irgendwann mal interessierten Nachbarn mal die Nase in den Laden hängen, falls es mal besser läuft... Leider war ich bisher zu ruhig, habe mir des lieben Friedens willen einiges kommentarlos angehört, auch wenn ich manchmal Bösartigkeit vermutete. Aber eben reicht´s mir. Ja, ich bin auch richtig sauer. Was denkt Ihr, gute Miene zum bösen Spiel?

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Hallo Unsichere,

    wohnst Du eigentlich auf dem Dorf oder hast Du keine Verwandtschaft/Freunde/Bekannte? M.E. legst Du zuviel Wert auf Deine Nachbarschaft...?
    Wir wohnen in einer Großstadt in einem Haus mit 14 Mietparteien (alles Eigentümer). Einem lesbischen Pärchen winke ich zu, wenn ich in die TG fahre, für die Nachbarn gegenüber auf unserem Flur nehme ich schon mal Pakete entgegen und den Nachbarn unter mir sag ich mal "Hallo", wenn ich auf dem Balkon stehe...! Ansonsten grüß ich freundlich zurück, wenn ich jemanden im Hausflur, TG, Gartenweg treffe. Und das wars....!
    Geh mal in Dich.. ist es wirklich sooo wichtig, daß Deine Nachbarschaft sich in Eurem Laden zeigt? Wäre mir persönlich so was von egal...! Ehrlich!
    Und dieser von Dir so gewünschte Kontakt.., also mir wäre das zuviel. Das ist ne' Hausgemeinschaft - keine WG!!!

    Ich an Deiner Stelle würde bei der Nachbarschaft kein "Faß" aufmachen. Laß die dummschwätzen und auf die unverbindlichen Sprüche (sagst Du ja selber) keinen Wert reinlegen!! Und wenn wirklich einer "angeblich interessiert" Dich fragt, sagst Du einfach: "Läuft sehr gut.. darfst Dich aber gerne selbst persönlich davon überzeugen!"

    Einem auf den Kopp zusagen, daß man ihn für einen Schwätzer hält, ist nicht gerade nachbarschaftsförderlich. Dann haste erst Recht Spaß mit denen!!!

    Es grüßt Dich freundlichst
    Nadi67
    **************************************
    Eins habe ich in den vergangenen Jahren gelernt:

    Jedermanns Liebling - Jedermanns Depp!

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Sicher, es ist Neid und Missgunst. Je mehr Läden ihr habt und je erfolgreicher die laufen werden, umso schlimmer wird es werden. Du wirst nie wieder das unbeschwerte Verhältnis wie früher haben.

    Aber das halte ich in gewissen Grad fast schon normal, Neid ist ein wesentlicher Faktor in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Nicht jeder gönnt einem von Herzen allen Erfolg, unabhängig davon, wie viel Blut und Schweiß man dafür aufbringen musste, während der Neider seine Zeit in der Hängematte abhängt hat.

    Ich halte es mit Nadja. Warum musst du auf Biegen und Brechen freundschaftliche Beziehungen mit deinen Nachbarn haben? Es reicht ein freundliches Hallo und mitfühlende Worte, wenn dir ein Nachbar mit Gipsbein im Treppenhaus begegnen sollte. Alles andere ergibt sich oder eben nicht oder, in deinem Falle, nicht mehr.

    Ich würde dir allerdings ebenso wie Nadja nicht raten, deinen Unmut zu formulieren, damit würdest du Öl ins Feuer gießen und die nachbarschaftlichen Beziehungen auf den Tiefpunkt bringen. Es ist immer noch ein Unterschied vom Nachbarn zu denken, dass er ein Depp ist oder es ihm ins Gesicht sagen. Ich würde diese Linie niemals überschreiten, allein schon wegen der eigenen Seelenruhe.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Vielleicht seid Ihr sehr anders als die Leute dort und sie versuchen deshalb, Euch zu mobben? Das fällt vielen leicht, wenn sie sich in einer selbstgefälligen Mehrheit mit Rückendeckung befinden. Ich würde an Deiner Stelle den Kontakt zu diesen Leuten auf das absolute Minimum reduzieren. Natürlich verunsichert es Dich, wenn man Dir ins Gesicht schöntut und hintenrum fies zu Dir ist, aber davon musst Du Dich nicht fertig machen lassen.

    Wenn Du keinen Grund siehst, weshalb man Euch beneiden könnte, dann ist Missgunst wahrscheinlich auch nicht der Grund für dieses Verhalten. Es wäre was anderes, wenn Ihr offensichtlich sehr viel Erfolg mit Eurem Laden hättet.

    Es kann auch sein, dass diese Leute schlichtweg nicht das richtige Verständnis für Euren Existenzkampf aufbringen und es Euch übelnehmen, dass Ihr Euch nicht so einbringt, wie sie sich das wünschen oder wie es für sie selbstverständlich ist. Sie denken, Eure Zurückhaltung sei ein Zeichen dafür, dass Ihr Euch für zu gut für sie haltet. Aber eigentlich reagiert man auf sowas ebenfalls mit Rückzug. Was Euch da passiert, sind schon gezielte Bösartigkeiten.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  5. Inaktiver User

    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    @ hallo unsichere,

    bist du wirklich ein unsicherer mensch oder hast du dich nur mit diesem nick eingeloggt, weil du meinst, er passt zu deiner geschichte???

    hast du vorher schoneinmal einen solchen job gehabt? ich denke, dass du in diese situation ja mehr oder weniger durch deinen partner geraten bist oder irre ich mich?

    erstmal zu eurem mut. du darfst bei sowas einfach kein zu dünnes fell haben und solltest dir vielleicht ein dickeres zulegen.

    menschen in eurer situation und lebenslage stehen zwangsläufig immer mit im mittelpunkt der aufmerksamkeit. ich kenne das von unserem kaff und das ist ein dorf mit einer einzigen hauptstrasse, mehreren hotels, mindestens etwa zehn bis zwanzig kneipen insgesamt und seltsamerweise sogar stadtrechten. einzige attraktion im ort ist allerdings der nobelpuff und den siehst du gleich vom bahnhof aus.

    es ist noch ein unterschied, ob du in einer grossstadt wie berlin, hamburg, köln etc. wohnst oder in einer kleinstadt bzw. einem dorf.

    wahrscheinlich sind deine intensionen nicht unberechtigt aber ich würde bei dem wunsch, ein oder zwei oder nochmehr lokale zu führen, solche sachen bis zu einem gewissen grad an mir abrutschen lassen und einfach versuchen, drüber zu stehen, soweit das möglich ist.

    ihr habt doch auch ab und zu mal ruhetage, oder?

    meine empfehlung: geht mal in der nähe einkehren und besprecht euch mit kollegen, mit evtl. gleichen problemen. schliesst euch zusammen und gebt euch gegenseitig rat und beistand.
    du wirst immer damit rechnen müssen, dass man gerne über euch herzieht. das gehört zum berufsrisiko.

    meine besten wünsche und alles gute für euch.
    kopf hoch und was die aktivitäten mit den anderen betrifft, so ist es doch für alle nur zu begreifen, dass ihr jetzt die zeit nichtmehr dafür habt. man braucht nicht viel grips um das einzusehen.


    lady_julia

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Hallo unsichere!
    Unfreundliche Nachbarn können einen ganz schön stressen. Aber ein Selbständiger kann es sich meiner Meinung nach auf gar keinen Fall leisten, offen unfreundlich zu sein. Das geht garantiert nach hinten los.

    Ich habe mal folgendes erlebt:
    Unter mir war ein Ladengeschäft, das halbtags geöffnet war. Die dort arbeitenden Damen konnten mich nicht leiden, weil ich x mal darum gebeten hatte, die - auch im Winter - stets offene (gemeinsame) Haustüre doch zu schließen. Es wurde nämlich so kalt bei mir, da konnte ich gar nicht dagegen anheizen (bei denen nicht, Reinigung, Wäscherei...Hitze). Ich habe darunter gelitten, weil es einfach wichtig ist, dass man gerne nach Hause kommt. Irgendwann war ich soweit, dass ich lieber noch einmal um den Block fuhr und auf Ladenschluß wartete, bevor ich heimging und die Unfreundlichkeit ertragen musste! Irgendwann wurde der Laden geschlossen (man hatte Schwarzarbeit betrieben) und mir wurde klar, wie unendlich beeinträchtigend für mich diese Situation gewesen war. Eigentlich unzumutbar.

    Heute würde ich - bevor ich mich täglich ärgere - umziehen. Das kostet Geld, bringt aber Frieden, und der ist viel Wert.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  7. Inaktiver User

    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Unsichere,
    irgendwie versteh ich dein Problem nicht ganz. Sind denn die Nachbar eure Kundengruppe, oder haben sie Einfluss auf diese? Nun gut, dann musst du durch, udn freundlich sein.

    Falls nciht: man muss keine Kontakte zu seinen Nachbarn haben, keine Nachbarschaftsinitiativne mitmachen, udn auch nichts im Haus verkaufen. Lass es bleiben, grüß freundlich, und halte dich im Weiteren raus.

    meint die T.
    (die mal ein irre nettes Haus hatte, wo sowas gut ging - und jetzt in einem lebt, wo sie seit 2 Jahren keinen kennt und kennen will)

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    @ Nadi und Nocturna

    Hm, die Frage ist berechtigt, warum es mir so wichtig ist, wie ich zu den Nachbarn stehe. Ich muss da wirklich überlegen: Imgrunde pflege ich meine Privatsphäre und meide allzu intensive Kontakte zu Nachbarn oder Menschen, die ich mir nicht als Kontakt ausgesucht habe. Eben aus Bedenken irgendwelche Vertraulichkeiten auszutauschen, die dann irgendwann verbreitet werden. Alles schon passiert. Ich habe mich allerdings wieder mitreissen lassen, auf einmal fand ich alle doch ganz nett, das Schwätzchen tat gut, alles war entspannt, ich habe mein Zurückhaltung aufgegeben. Und plötzlich dreht sich alles herum, mit einem Mal fühle ich mich ausgegrenzt. Vielleicht ist es die Rückweisung, die mich verunsichert. Ich frage mich, ob ich mich auf einmal blöd verhalte oder sonstwie diese Reaktionen verursache. Vielleicht wurde ich ja plötzlich zur Unsympathin?

    Latona beschreibt es sehr gut: Ich fühle mich zwar nicht anders, merke aber, dass wir langsam kollektiv als anders wahrgenommen werden, obwohl wir normal aufgetreten sind. Halt nur wenig Zeit haben... Ich habe auch den eindruck, dass eben selbst die Einzelpersonen, die vorbeikamen, langsam "die Seite wechseln", wobei mir nicht klar ist, was der Inhalt dieser gegenerischen Seite überhaupt sein soll. Wir sind nicht bemerkenswert erfolgreich, sondern haben ein *so* normales Auskommen, dass wir zu zweit die gleiche Wohnung bewohnen, die ich als Single bezog. Das sagt doch eigentlich alles :(

    @ Latona, das hier ist es vermutlich: "Es kann auch sein, dass diese Leute schlichtweg nicht das richtige Verständnis für Euren Existenzkampf aufbringen und es Euch übelnehmen, dass Ihr Euch nicht so einbringt, wie sie sich das wünschen oder wie es für sie selbstverständlich ist. Sie denken, Eure Zurückhaltung sei ein Zeichen dafür, dass Ihr Euch für zu gut für sie haltet." Diese Annahme verunsichert mich, weil ich glaubte, mein Verhalten sei prinzipiell eindeutig diesen Personen ggü, so dass niemals dieser Eindruck entstehen dürfte. Zumal wir offen über unsere Zeitnot mit ihnen sprachen.

    @ lady julia, ich bin nur zuweilen unsicher, und dieser Nick passt ganz klar zu einer dieser Situationen, in der ich es nun gar nicht bin. Immer dann, wenn ich den Eindruck sehr deutlich gewinne, dass mein Verhalten falsche Signale gibt, versuche ich, mich von aussen zu betrachten, mich dann korrigierend zu erklären und festige aber anscheinend eher den Eindruck, den Andere von mir haben. Natürlich frage ich mich, ob diese Menschen nur sehen, was sie sehen wollen, ob ich mein mögliches getan habe, Missverständnisse zu vermeiden.

    Und da bin ich dann wieder bei der Frage: Bin ich eigentlich blöd, zu versuchen, solche Menschen abzuholen? Warum denn? Wenn sie alle Parameter kennen, mit uns reden, wo fehlts dann noch? Wohl doch an Willen, zu verstehen :( Dann kann es zu so starkem Unmut kommen, dass ich am liebsten Mal meine Gedanken preisgeben möchte.

    @ karla, im Prinzip stressen mich weniger diese Einzelvorkommnisse als die Gesamtbeurteilung anderer über uns. Dieses Bewusstsein enttäuscht und ich befürchte, dass das nicht wirklich besser werden wird. Da hilft sicher nur, sich ein dickeres Fell zuzulegen un emotional weniger reinzugeben, als bisher. Sich an bewährte Freunde halten und auf deren Feedback reagieren. Das ist ehrlich.
    Gestern besprachen wir: Wir bringen das Geschäft zum Laufen und ziehen dann weg, wenn auch nur ein paar Strassen weiter. Suchen eh etwas grösseres (*sarkasmus ein* wegen Büroerweiterung, aber das darf wahrscheinlich auch keiner wissen, sonst ist das auch noch ein weiterer Grund uns für gefühlte Überflieger zu betrachten *sarkasmus aus*).
    Ihr merkt sicher, es arbeitet gewaltig in mir *grummel*
    Damit ist mir dann wohler. Ich mag niemandem ins Gesicht lächeln, von dem ich nicht viel halte.

    @ Tanguera: Nee, eine wichtige Kundengruppe ist das nicht, haben auch keinen Einfluss auf diese. Sie waren mal Kunden des einen Ladens und seit Eröffnung des letzten Ladens nimmt derer Besuche ab. Klar kann man drauf verzichten, aber man wundert sich halt über die Gründe.

    @ all: Ihr habt recht, ich werde dem oberflächlichen Frieden zuliebe nichts sagen. Das macht alles nur noch schlimmer und meinem Freund schadet´s noch zusätzlich ...
    Da müssen wir jetzt durch *lufthol* Auf jeden Fall ganz lieben Dank für die lieben Worte und Euer Verständnis. Das tut echt gut! Und Durchhaltevermögen? Ja, Danke, das brauchen wir jetzt, und ich bin sicher, es lohnt sich! Ganz lieben Dank!

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Hallo Unsichere,

    es kann aber auch andere Gründe haben und die möchte ich Dir einfach mal zu bedenken geben.

    Zitat Zitat von Unsichere
    Mit der Zeit und einem weiteren Laden veränderte sich unsere Freizeit, wir kamen immer später heim, auch ein WE haben wir nicht wirklich. Wir waren nett und freundlich, aber eben knapp an Zeit und manche Schwätzchen waren uns zuviel.

    (...)
    Von einem von der Gemeinschaft geplanten Event erfuhren wir durch einen Zettel an der Haustür.
    Vielleicht haben Sie Euch einfach nicht persönlich angetroffen und deshalb der Zettel.


    Zitat Zitat von Unsichere

    Dann die Sache mit der Putzfrau: Durch die Mehrarbeit mussten wir uns eine Putzfee suchen. Nach einigen Wochen sprach man uns an, unsere Putzfrau würde Zigarrettenstummel auf den Balkon von Nachbarn schnicken. Stimmte nicht. Blieb aber an uns hängen, obwohl wir Nichtraucher sind.
    Ihr seid NR - ist es die Putzfrau auch?


    Zitat Zitat von Unsichere
    Als dann noch ein paar andere Nachbarn mich bei einem privaten Kauf über den Tisch gezogen hatten (wir hatten einen Kaufpreis ausgehandelt für ein Gerät, der mir um 30 € reduziert im geschlossenen Umschlag übergeben wurde), war bei mir der Ofen aus. Ich habe nichts gesagt, weil ich im guten Glauben den Umschlag viel zu spät öffnete und man durchaus unterstellen könnte, dass mir da ein Fehler unterlaufen wäre.... Ich habe nicht so weit gedacht und wollte es unter "mein Fehler" ablegen. Aber es ging einfach nicht, ich war doch zu enttäuscht, um darüber hinweg zu sehen.
    Das ist allerdings heftig!
    Eiserne Regel im Geschäftsleben: Bargeld immer gleich in Anwesenheit des anderen nachzählen.


    Zitat Zitat von Unsichere
    Nun haben wir gemeinsam einen weiteren Laden eröffnet. Wir haben mit Besuchen unserer Nachbarn gerechnet, die sich ankündigten. Am Anfang kam eine von Ihnen. Zweimal. Ein weiterer einmal und war angeblich ganz begeistert. Und dann wurden sie nie wieder gesehen. Bis auf die Tage, an denen man einige von ihnen zwecks Inspektion unserer betriebliche Lage bei uns vorbeifahren.
    Vielleicht sind Eure Nachbarn einfach nicht die richtige Zielgruppe für Euren Laden... oder sie benötigen Euere Produkte im Moment nicht. Ich finde, Ihr könnt nicht automatisch davon ausgehen, dass Eure Nachbarn plötzlich in Scharen bei Euch kaufen. Lasst ihnen doch ein wenig Zeit.

    Also ich finde nicht, dass diese einzelnen Vorkommnisse darauf schließen lassen, dass Euch die Nachbarn als Gruppe plötzlich ablehnen (fast wie eine Verschwörung).

    Alles Gute
    Manta
    G'lebt is glei!

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    AW: Wie mit Missgunst umgehen? Schuldigung, wird leider lang

    Die Vorfälle, die Du beschreibst lassen keinerlei wirkliche Rückschlüsse zu. Nicht einmal den auf Missgunst.

    Ich glaube eher, dass Du mit dieser neuen Lebenssituation ganz erfüllt bist und viel Unsicherheit mitschwingt. Bei wem nicht, schliesslich trefft ihr ganz grosse, weitreichende Entscheidungen! Aber Du teilst anscheinend Deine Unsicherheit mit Deinen Nachbarn. Und da sehe ich den Fehler!

    Ein Ladenbesitzer ist ein Unternehmer. Unternehmer haben erfolgreich zu sein, ihren Laden zu führen und keine Ängste zu haben.

    Schau Dir mal den Habitus bei Deinen "Kollegen" an. Die werden doch kaum mit ihren potentiellen Kunden über ihre Probleme sprechen, oder? Zumindest nur in einem gewissen Rahmen, würde der überschritten wäre mir das auch unangenehm.

    Ich denke, es ist ein gravierender Fehler Nachbarn "alle Parameter" aufzuzeigen. Es sind nur Nachbarn, die wollen auch als solche wahrgenommen werden. Eventuell missinterpretiere ich auch manche deiner Äusserungen, aber ich habe den Eindruck, dass Du zuviel erzählst. Und Dir zuviel Gedanken machst. Dein Beitrag müsste Familienmitglieder beinhalten, dann würde ich ihn verstehen. So aber empfinde ich Dein Verhalten für einen Nachbarn zu persönlich.

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