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    AW: Rastlos, ist das denn so schlimm?

    Hallo Kunstfrau,

    ich möchte dir aus der "Kindersicht" schreiben:
    bis zu meinem 12. Lebensjahr sind wir um die 20 Mal umgezogen. Nicht nur in andere Städte, sogar in andere Länder.
    Es hat mich nicht gestört.
    Vielleicht ist das bei jedem Kind verschieden, aber ich glaube, dass EIN Umzug für ein Kind, das immer nur den gleichen Ort kennt, weitaus schlimmer ist, als regelmäßige Umzüge, an die es gewöhnt ist.

    Die Umzüge waren durch meinen Vater bedingt, meine Mutter ist der festgelegte Typ und litt sehr.
    Sie erwartete von mir auch mich "festzulegen". Möglichst mit Hausbau, Garten, etc.
    Sie hat daran geglaubt, nur mit einem "festen Heim für immer" könne man glücklich sein. Und ich müsse unbedingt einen festen Platz finden, damit es mir gutgeht.

    Früher befürchtete ich, dass meine Mutter Recht haben könnte und ich "eigentlich" einen festen Platz brauche, aber keinen finde.
    Heute, mit 39, weiß ich, dass ich die Bewegung brauche, dass ich überall in der Welt lebe.
    Wie Butterblume sagt, am liebsten würde ich in Hotels leben oder noch besser: auf Kreuzfahrtschiffen (jeden Tag woanders aufwachen).

    Wie ist das bei dir? Suchst du nach dem "richtigen" Platz für dich? Oder meinst du nur, du müsstest eigentlich einen suchen? Bist du glücklicher wenn du "rastlos" leben kannst?
    Finde heraus, wie du glücklich leben kannst. Nur wenn du glücklich bist, kannst du deinen Kindern viel geben. Egal wo ihr wohnt.

    Manche Mütter (wie meine und viell. auch deine) vegessen, dass ihre Kinder eigenständige Personen sind, die auf ihre eigene Art leben müssen. Ich habe den Verdacht, dass da viel schlechtes Gewissen mitspielt, weil sie meint, etwas in der Erziehung falsch gemacht zu haben und es mir noch eintrichtern muss, wie man zu leben hat.
    Ich mache das so: wenn sie ihre Vorträge beginnt, sage ich "Du, ich hab noch was zu erledigen, bis später" und gehe.
    Es hilft sehr zu spüren, dass sie eben ein anderer Mensch ist, der sich nicht nach meinen Erwartungen ändern kann. (So wie ich mich nicht nach ihren Wünschen ändern kann.)
    Ihr die oft unverschämten Einmischungsversuche einfach zu verzeihen und zu ignorieren, weil sie eben nicht aus ihrer Haut rauskann.
    Sie kann nicht klüger, toleranter oder höflicher werden, nur weil ich das so möchte. Sie ist wer sie ist, so wie wie ich der Mensch bin, der ich bin.

    Ich wünsche dir alles, alles Gute

  2. Inaktiver User

    AW: Rastlos, ist das denn so schlimm?

    Hallo,

    also, so viel Umzieherei wäre nicht mein Ding, aber die Menschen sind ja verschieden. Was mich interessiert, ist, ob man denn all das Neue in dem neuen Ort schon richtig ausgekostet hat, wenn man die Zelte so schnell wieder abbricht.

    LG
    Lola

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