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    AW: "Maenner haben es leichter als Frauen????"

    @ martha
    Aus diesen Gruenden:
    Frauen muessen sich nur darum kuemmern, dass sie gut aussehen, dann finden sie auch einen Mann. Maenner muessen entweder gut aussehen, gut verdienen, eine bekannte Persoenlichkeit (Sportler, Schauspieler usw.) sein, oder sehr intelligent und sprachgewandt sein, um eine Frau zu bekommen.
    Sag diesem Mann, dass das schlichtweg nicht stimmt. Viele Frauen geben sich auch mit weniger zufrieden. Nun, vielleicht sind das nicht ausgerechnet die Frauen, die er will, aber dann ist das sein eigenes, hausgemachtes Problem.

    Ich sehe, dass Männer wie Frauen unter demselben Druck stehen, möglichst perfekt zu sein, wenn es um die Partnerwahl geht: Männer dürfen beruflich keine Loser sein, müssen optisch ein bisschen was hermachen und sollten keine absoluten Langweiler oder Dumpfbacken sein. Frauen müssen schön genug sein, um für den verwöhnten Herrengeschmack in Frage zu kommen. Das wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Und was ist mit den Frauen, die von Natur aus so aussehen, dass an ihrem Aussehen nicht viel zu machen ist? Die haben sehr schlechte Karten auf dem Partnermarkt. Das scheint er zu vergessen!

    Es stimmt, dass der berufliche Druck auf Männer stärker ist als auf Frauen, weil Männer sich eben nicht mal so einfach kurz in die Mutterrolle flüchten können, wenn sie keine Lust mehr auf ihren Job haben – wobei die Frauen dann nicht selten den einen Stress gegen den anderen eintauschen. Der Perfektionsdruck, der auf den Müttern lastet, ist kein geringer: Sobald mit dem Kind irgendwas nicht stimmt, hat automatisch Mutti was falsch gemacht.
    Da ich ein Mann bin, kann ich ja mal versuchen, ein bißchen was zu schreiben. Die meisten Männer sehen sich m.E. als aktiven Part, der etwas entscheidet. Aber gerade bei der Partnerwahl ist das heute weitestgehend nicht mehr so. Früher war das Hauptziel einer Frau, "unter die Haube" zu kommen. Wer es nicht schaffte, einen (irgendeinen!) Mann zu erwischen, war eine "alte Jungfer". Männer verdienten Geld, Frauen verdienten meist wenig bis nichts und waren deshalb auf Männer angewiesen. Die Männer konnten sich die Frauen oft aussuchen. In der Literatur taucht das öfter auf: bei Thomas Mann in den "Buddenbrooks" als auch bei Theodor Fontante in "Effi Briest", um zwei negative Beispiele (wenn auch nur aus dem Bürgertum) zu nennen.

    Die Zeiten haben sich geändert. Heute suchen in Deutschland fast in allen Fällen die Frauen die Männer aus. Die Überlegenheit der Männer ist weg. Frauen sind nicht mehr auf einen Mann angewiesen, um ihr Leben zu führen. Sowas schmerzt und geht auch aufs Ego. Ein Single-Mann muss viele viele Anläufe machen, um sich bei Frauen zu be-werben, wenn er Erfolg haben will. Meistens blitzt er ab. Ich kenne keine Statistik dazu, aber ich gehe davon aus, dass die überwältigende Anzahl an "Körben" von Frauen ausgesprochen wird.

    Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte weder die alten Zustände verteidigen noch mich über den momentanen Zustand beschweren. Vielleicht konnte ich dir aber etwas weiterhelfen.
    BlauerHimmel hat vollkommen Recht. Männer bemerken, dass sich die Rollen hin zu mehr Chancengleichheit gewandelt haben, und das geht natürlich zu Lasten dessen, was sie bisher für ihre selbstverständlichen Vorrechte gehalten haben. Und das ist natürlich verunsichernd für das Ego eines Mannes, in das diese traditionelle männliche Überlegenheit als fester Bestandteil integriert war. Leid tun mir diese Männer nicht. Sie müssen sich halt umgewöhnen und können nicht mehr davon ausgehen, dass alles zu ihren Bedingungen läuft.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  2. Inaktiver User

    AW: "Maenner haben es leichter als Frauen????"

    AN ALLE!

    Herzlichen Dank fuer Eure Antworten.

    Ich habe den Mann vor 2 Jahren durch eine Freundin kennengelernt, mit der er beruflich zu tun hat. Wir waren damals beide gebunden. Waehrend der letzten 2 Jahre hat mir meine Freundin immer erzaehlt, dass er nach mir fragt. Als sie ihm vor zwei Monaten gesagt hat, dass ich nun solo bin, soll er total ausgeflippt sein, hat meiner Freundin gesagt, dass er sich bei mir melden will, hat es aber nicht getan. (Er hat etwas vorher mit seiner langjaehrigen Freundin Schluss gemacht).

    Ich habe ihn schliesslich angerufen. Er hat direkt ein Treffen vorgeschlagen, bei dem er die obige Aussage gemacht hat. Dann hat er erwaehnt, dass er nicht mehr derjenige sein wird, der die Frauen immer anruft. Wenn eine Frau Interesse an ihm hat, muss sie ihn auch anrufen. Wenn sie das nicht tue, weiss er Bescheid.

    Was mich dabei irritiert hat, ist die Tatsache, dass er schon frustriert ist vom daten, obwohl er erst so kurze Zeit solo ist (er war von 26 bis 28 Jahren mit seiner Freundin zusammen).

    Durch Eure Kommentare ist mir die Situation viel klarer geworden. Nochmals vielen Dank!

    Martha

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