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    AW: Will ich dominiert werden?

    Hallo Joanna,

    ohne Dich zu kennen und nur aus dem heraus, was ich hier in der BriComm von Dir gelesen habe, glaube ich nicht, dass Du dominiert werden willst.

    Ich kann mir vorstellen, dass Du einen starken Partner haben möchtest, der weiss, was er (für sich) will, an dem und mit dem Du Dich reiben kannst, der Dich und Deine Wünsche/Vorstellungen genauso respektiert, wie Du seine. Ein Mann, der weder Dich beherrscht (noch es versucht), noch sich von Dir beherrschen lässt.

    Das hast Du bisher vielleicht noch nicht erreicht, weil Dir Abgrenzungsschwierigkeiten in der Beziehung und auch Verlustängste im Wege gestanden haben. Du hast vielleicht Deine Rolle, Deinen Platz für Dich noch nicht so richtig gefunden und hängst in einigen Aspekten noch in Verhaltensmustern drin, die Platz für (in diesem Fall ungesunde!) Dominanz des Partners machen. Vielleicht gestehst Du Dir, eigentlich stark und selbstbewusst und in der Lage selbstbestimmt zu leben, tief im Inneren nicht zu, als Frau wirklich gleichberechtigt und unabhängig sein zu dürfen, alte Rollenbilder mögen beispielsweise aus der Erziehung heraus dahereinspielen. Dadurch bist Du ambivalent, was durchaus Männer reizen könnte, die gerne mit der Macht spielen, sie (aus)reizen und durchzusetzen versuchen. Gerade bei einer Frau, die oberflächlicher betrachtet nicht oder eben nicht so leicht "beherrschbar" erscheint.

    Dom/Sub Spiele sind dann eventuell auf der Suche nach der richtigen Rolle im Leben bei Dir vorbeigekommen - aber Du hast ja bereits festgestellt, dass diese Spielchen Dir nicht liegen. Und ich habe, wie gesagt das Gefühl, dass es auch gar nicht um die mehr sexuelle Ebene geht. Sondern um die ganz grundsätzliche, zwischenmenschliche, partnerschaftliche.

    Aber vielleicht ist auch alles ganz anders.

    Gruss
    hopscotch

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    AW: Will ich dominiert werden?

    Hi Kraaf,

    ob man es nun BDSM nennt oder wie auch immer (ich finde, die Grenzen sind da eh fliessend; es geht halt darum ein label zu haben): das was Du hier schilderst, passt sehr gut in eine bereits bestehende, vertrauensvolle Beziehung, die (zumindest zunächst) auch gar nichts mit Dom-Sub-oder-sonstwas zu tun haben muss.

    Da geht es um erotische Fantasien, die sich ja durchaus entwickeln, und das sind Dinge, die sich sicher auch Joanna, so sie dann in einer beständigen, starken Beziehung ist, vorstellen kann (egal wie dann ihre Fantasien aussehen, es geht wohl mehr um das "erweitern", um Spannung und auch um ausleben von Fantasien, die vielleicht auch erst in der Beziehung überhaupt entstehen).

    Aber andererseits glaube ich eben, das ist (noch) gar nicht Joannas Thema. Das könnte es werden, wenn sie gefunden hat, was gut für sie ist. Oder auch nicht.

    So irgendwie.

  3. Inaktiver User

    AW: Will ich dominiert werden?

    Huhuuuu Kraaf:

    ich hab dir eine PN geschickt!

  4. Inaktiver User

    AW: Will ich dominiert werden?

    Zitat Zitat von Hopscotch07
    Hi Kraaf,

    ob man es nun BDSM nennt oder wie auch immer (ich finde, die Grenzen sind da eh fliessend; es geht halt darum ein label zu haben): das was Du hier schilderst, passt sehr gut in eine bereits bestehende, vertrauensvolle Beziehung, die (zumindest zunächst) auch gar nichts mit Dom-Sub-oder-sonstwas zu tun haben muss.

    Da geht es um erotische Fantasien, die sich ja durchaus entwickeln, und das sind Dinge, die sich sicher auch Joanna, so sie dann in einer beständigen, starken Beziehung ist, vorstellen kann (egal wie dann ihre Fantasien aussehen, es geht wohl mehr um das "erweitern", um Spannung und auch um ausleben von Fantasien, die vielleicht auch erst in der Beziehung überhaupt entstehen).

    Aber andererseits glaube ich eben, das ist (noch) gar nicht Joannas Thema. Das könnte es werden, wenn sie gefunden hat, was gut für sie ist. Oder auch nicht.

    So irgendwie.
    Hallo, Hopscotch,

    du hast es genau erfasst. All das will ich, mach ich, aber ohne das Label "BDSM".

    Und Kraaf: ich weiß, dass BDSM das auch bedeutet, aber eben nicht im Umkehrschluss das auch BDSM bedeuten muss.

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    AW: Will ich dominiert werden?

    Nennt es doch, wie ihr wollt. Vor zehn Jahren bin ich noch in BDSM-Foren angeeckt, weil mir statt Dom und Sub bereits damals eher Worte wie Liebe, Partnerschaft, Spass und Selbstironie über die Tippfinger kamen.

    Da halte auch hier ich eure "Aus-/ Abgrenzung: kein BDSM" locker aus.

    schmunzelt
    Kraaf
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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    AW: Will ich dominiert werden?

    Hach.. die große weite Welt des BDSM.. immer wieder faszinierend.

    Ich kann dazu hier eigentlich nur das schreiben, was ich auch den Leuten sage die zum ersten Mal zu meinen Workshops kommen: Es ist eine Sache der Psyche.

    Meiner Meinung nach, findet 90% vom BDSM im Kopf statt. Der Rest besteht aus 5% "BeiwerkPraktiken" und 5% Verkehr

    Das Ding ist.. jeder findet seinen Kick auf andere Weise. Manche Männer in der Demütigung, im zufügen von (Lust-)Schmerz, beim Bondage usw.
    Und es gibt dazu auch die passenden Frauen, die sich genau das wünschen.
    Und da bin ich beim Punkt.. es gibt durchaus Frauen, die einen Kick dabei haben, sich an jeden Mist ihres "Doms" anzupassen, ihm alles recht machen wollen und auch fast jedes "Spiel" mitmachen. Das klingt jetzt als seien sie psychisch krank, das sind sie aber nicht.
    Es ist einfach nur das, was ihnen einen Kick gibt. Weil da im Kopf ein Film abläuft, zu dem sie die praktische Seite haben möchten.
    Objektiv betrachtet würde man nun sagen "Aber da hat doch nur der Dom Spaß und sie bleibt mit ihren Bedürfnissen auf der Strecke" - Stimmt soweit aber nicht. Denn es gibt einige Frauen, deren Bedürfnisse aus dem befriedigen derer des Doms bestehen.
    So haben beide ihren Spaß.
    Das blöde am Facettenreichtum des SM ist nun, das man nicht immer an den perfekten Gegenpart trifft.
    Hat dieser "Ich steh drauf wenns um mich geht und meine Partnerin das auch so sieht" - Dom nun eine Partnerin die das eben NICHT so sieht, dann muss diese das artikulieren.
    Natürlich sollte der Dom auch ein wenig eigenes Feingefühl an den Tag legen. Nur äußern sich manche Dinge einfach auch grundlegend anders.
    So würde die passende Partnerin gespielte Ablehnung sehr echt verkaufen können, weil sie weiß das es ihn kickt. Nicht weil er auf "Vergewaltigungsspiele" steht, sondern weil auch ein Teil Machtspielchen kicken können.

    Ihr seht, es geht einfach verdammt viel subtiles dabei durch den Kopf, das nicht zu verachten ist.
    Gefällt einem expliziet nicht, was da grade läuft, dann muss man sich überlegen was einem wichtiger ist. Den Partner damit zu halten - oder offen zu reden, für sich selbst.. und den Partner damit eventuell zu verlieren.

    Eins möchte ich aber mal klarstellen..Die wenigsten denen SM wirklich wichtig ist, werden sich in dem Punkt verbiegen und lange zurücknehmen können, aus Liebe zur Partnerin. Es geht dabei nicht um "Schatz, ich würde lieber ohne Kondom".. es geht um mehr als nur den bloßen Akt.
    SM ist für viele, so auch für mich, eine Art "kleine Lebenseinstellung". Und da mag die Liebe zum Partner noch so groß sein - desto weiter man sich dafür verstellen und etwas unterdrücken muss, desto größer wird die Unzufriedenheit sein. Einfach weil etwas fehlt, nicht nur beim Sex, sondern im Leben.
    Meine letzte Beziehung bestand schon 24/7 aus SM. Was aber nicht heisst, das meine Partnerin den ganzen Tag in Lederklamotten halbnackt vor mir rum getanzt ist. Es hieß einfach nur, das sie mir vertraut das ich weiß was wann ok ist.. und ich auch immer versucht habe gut genug darauf achten. Und in diesem Zusammenspiel, hatte ich große Freiheit jederzeit "Überraschungen" zu inszenieren
    Man muss einfach bedenken, das sowas oft "in einem" steckt, es keinen Schalter gibt an dem man es an und ausschalten kann, mit betreten oder verlassen des Schlafzimmers.
    Zumindest bei mir funktioniert das so nicht.

    Schwierig ist es tatsächlich für Anfänger. Hach.. wenn ich mich an mein erstes Bondage erinnere, in dem die Dame einen Krampf bekommen hat - und ich die Knoten in der Hektik nicht schnell genug aufbekommen hab.. *G*

    Was ich aber für fatal halte ist, als Anfänger alle Verantwortung auf den Dom abzuschieben, nach dem Motto "Wenn er ein verantwortungsbewusster Dom ist dann..."
    Er lernt ja auch grade viel, muss sich gewisse Techniken aneignen, auf sich selbst achten, auf seine Bedürfnisse, nebenher auf die der Frau usw. usw.
    Grade am Anfang fließt da enorm viel zusammen, so das ein wenig Hilfe der Partnerin nie schaden kann :)
    Wobei ich da nicht selten erschreckend festgestellt habe, das viele Frauen ihren Körper bei weitem nicht so gut kennen, wie sie immer denken...

    Also, das Zauberwort das über allem schwebt ist im Grunde "Reden". Danach kommt "Vertrauen" und auch ein Stück weit "Verständnis für die Rolle des anderen".
    Mit diesen 3 Dingen kommt man schon weiter - nicht nur um BDSM Bereich.
    Natürlich hat ein Dom mit Erfahrung so seine Vorteile. Grade Anfänger haben es in der Szene recht oft schwer, aufgrund des Teufelskreis "Frauen wollen erfahrene Doms - Anfänger finden so keine Frau - Anfänger werden nur selten Erfahrung bekommen"... allerdings ist Erfahrung beidseitig reizvoll.
    Ich für mich sage auch, das ich eine sehr starke Frau an meiner Seite brauche, kein Mäuschen.
    Einfach weil da der Kick größer ist, das "Spiel mit dem Feuer" ausgeprägter.. und wenn dies dann noch eine erfahrene Partnerin ist, dann geht das mit dem Vertrauen meist einfacher und man muss nicht bei Null anfangen.

  7. Inaktiver User

    AW: Will ich dominiert werden?

    Ach Kraaf und Satyr,
    das habt ihr schön gesagt

    Zitat Zitat von joana
    Er kennt mich recht gut, meint auch, dass ich Phasen hatte, wo ich zugelassen habe, dominiert zu werden; aber er meint auch andererseits, dass ich möglicherweise Gefallen daran finden könnte, selbst Domina zu sein.
    Das ist ja nun kein Hinderungsgrund. Es gibt Leutchen, die beide Rollen mögen, brauchen und auch ausfüllen können. Hat seinen Reiz - und seine ganz eigenen Schwierigkeiten, z.B. ist es sehr selten, dass ein/e Switch eine/n anderen Switch findet, die beidseitig gleich ticken (wisst ihr jetzt was ich meine? Also, dass die jeweiligen Dom/sub-Gedanken mit denen des anderen harmonieren - und das nicht nur in einer Richtung)

    @ Erfahrung: Satyr, da hast du schon recht - als Anfänger ist das schwierig. Ich hatte selbst wohl einfach Glück, als blutige Anfängerin an einen sehr Erfahrenen zu kommen - von dem ich mir auch für die andere Seite genügend abschauen konnte. Trotzdem musste ich meine eigenen Erfahrungen machen.

    Dazu gehört aber auch und VOR ALLEM, nachzudenken. Taube Handgelenke beim ersten Fesseln sind halt Anfängerpech, klar, das passiert und is ja auch nciht weiter schlimm (sofern man sich vorher informiert hat, passiert ja auch kein Schaden). Aber in den ersten Tagen/Wochen eine derartige Grenzüberschreitung zu begehen, wie oben beschrieben - das halte ich für menschlich unmöglich, und auch mit dem gesunden Menschenverstand vermeidbar.

    Bevor ich meiner sub vorschlage, sie möge mit "aufgegeilten Hengsten" was-auch-immer tun, taste ich doch mal vor... was mag sie? Macht sie die Vorstellung an, mit anderen...? Schämt sie sich dafür, so dass sie einen Befehl bräuchte, um sich zu trauen? Will sie dabei weiter bestimmt oder nur beobachtet werden? Wenn ich das dann weiß, dann kann ich gucken, wie wir das realisieren - echt und in Farbe, als gefakte Phantasie, oder einfach nur als Hirn-Kick.

    i.Ü. halte ich das nicht für SM-spezifisch. Ich wäre auch ziemlich nölig, wenn Schatzi einfach so nen grünglimmenden Dildo aus der Tasche zöge. Vorher bereden (was nicht unbedingt "wir sitzen gemeinsam am Küchentisch udn schreiben alles auf" heißen muss) is wichtig, insbesondere, wenn man den anderen (noch) nicht so gut kennt.

  8. Inaktiver User

    AW: Will ich dominiert werden?

    ach ja, jetzt, wo du offiziell mitliest, Kraaf...
    was haltet ihr davon, den ganzen Thread nach Erotik zu schubsen? Ich glaub, da tät's mehr Leute interessieren...

  9. User Info Menu

    AW: Will ich dominiert werden?

    @Tanguera
    Das mit dem "auf die Wünsche des devoten Parts achten" ist so eine zweischneidige Sache.

    Natürlich sollte sie auch auf ihre Wünsche kommen. Wenn ich als Dom aber zum reinen Wunscherfüller degradiert werde, dann fühle ich mich veräppelt.
    Es gehört, für mich, auch ein wenig der Kitzel dazu das.. mh.. sie nicht ständig und sofort ihre Wünsche bekommt.. *g*
    Sagen wir es so, ich persönlich bin dabei wirklich sehr kopflastig.. ich mag die Spiele mit den Sinnen und der Psyche, das ist schon etwas eigenes bzw. anderes, als ein stupides abspulen von Praktiken *g*
    Aber man muss eben festhalten.. die Wünsche beider sollten sich so ergänzen, das ein erfüllen der Wünsche auch gleichzeitig die eigenen befriedigt.

    Sonst kann es auf beiden Seiten sehr "ansträngend" werden.

  10. User Info Menu

    AW: Will ich dominiert werden?

    @ Tanguera:

    Ich fand es hier bislang irgendwie ganz wunderbar ungestört *g*.

    Aber entscheiden sollte es vielleicht Joanna und dann entweder Lizzie64 oder das BrigitteTeam darum bitten. Die betreuen dieses Forum. Ich kann hier nicht.

    Kraaf
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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