Hallo ihr Lieben...
Eigentlich war der Tag heute ganz gut, aber es gab zwei oder drei Kleinigkeiten, die nicht so gelaufen sind, wie ich sie gerne haben wollte. Nichts dramatisches, aber etwas, das letztendlich noch einiges an Arbeit nach sich ziehen wird...
Und jetzt sitze ich hier und fühle mich einfach nur total mieß.
Zum Glück ist mir das Forum hier eingefallen, ich dachte also, ich schreib einfach mal auf, was ich so denke... (Danke für´s Lesen :) )
Mir ist aufgefallen, dass ich mich sehr oft von "Kleinigkeiten" runterziehen lasse. - Oder mich wegen einer Lapalie in total negative Gedanken reinsteiger.
Wenn ich etwas positives erlebe, ist es entweder so, dass ich es kaum bemerke, oder -was auch sein kann- dass ich dann total "überheblich" werde.
Wie geht ihr mit solchen kleinen Tiefs um? Ich habe sowas immer mal wieder, wahrscheinlich alle 2-3 Tage, daher könnte ich guten Rat gebrauchen.
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Thema: Schnell entmutigt...
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02.05.2007, 19:58Inaktiver User
Schnell entmutigt...
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02.05.2007, 22:27Inaktiver User
AW: Schnell entmutigt...
Hallo

Wenn du solche Tiefs öfter hast, warum gehst du dann nicht so ran, dass es sowieso und garantiert besser wird (ist ja nur ne Kleinigkeit). Widme dich dann der Behebung des Problems, statt über das Warum und Wieso-ich nachzugrübeln. Außerdem könntest du dir in solchen Momenten etwas Positives als Ausgleich schaffen (eben auch eine Kleinigkeit, wie z.B. einen schönen Milchkaffee). Dann relativiert sich deine Sicht auf die Dinge
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Liebe Grüße,
Mondschaf
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03.05.2007, 01:06Inaktiver User
AW: Schnell entmutigt...
... durchleiden, trotzdem belohnen und gestehe Dir bitte endlich ein, das Du trotz allem was Du tust, ein wahnsinnig sympathischer und liebenswerter Mensch bist. Es ist schön, das es Dich gibt!
- Genau das habe ich beim lesen Deiner Zeilen ganz lebhaft gefühlt!
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03.05.2007, 10:48
AW: Schnell entmutigt...
Wenn mir was misslingt, versuche ich die betrachtende Dimension zu verändern. Wenn du ein Jahr weiterdenkst, lachst du dich über den Faupax schlapp, also Schwamm drüber. Nur wer nichts tut, kann keine Fehler machen!
Ausserdem versuche das Misslingen als Herausforderung zu sehen, nun erst recht!
Lass dich nicht ärgern, sicherlich gibt es wichtigeres, als sich über etwas zu ärgern, was man nicht mehr ändern kann.
Ich sag mir dann auch immer: "Wieder was gelernt!".
Kopf hoch, geht jedem mal so!
Gruss
strong
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03.05.2007, 12:14Inaktiver User
AW: Schnell entmutigt...
Also ich kenne das.
Wenn ich eine schlechte Zensur schreibe, bin ich auch fertig und habe keine Lust mehr. Wenn ich eine gute Zensur schreibe oder eine sehr gute, dann bin ich auch überheblich oder nehme es gar nicht wahr und sehe es als selbstverständlich an. Total komisch irgendwie.
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03.05.2007, 12:28
AW: Schnell entmutigt...
Ich glaub auch, am hilfreichsten isses, wenn man das jeweilige "Problem" versucht, im großen Zusammenhang zu sehen. Wirst Du in einer Woche oder in einem Monat überhaupt noch dran denken? Meist isses das gar nicht wert. Man sollte versuchen, nicht alles so ernst zu nehmen. Sagt sich halt so leicht.
Oder, was ich auch mal gelesen - aber noch nie selbst ausprobiert - hab: Schreib das jeweilige Ärgernis auf einen Zettel und sammel die irgendwo. Durch das Aufschreiben soll man sich dessen erst mal "entledigt" haben. Dann regelmäßig (1x pro Woche) reinkucken und durchsehen. Die meisten Probleme haben sich bis dahin schon von selbst erledigt. Und nur die, die übrig sind, sind es wert, noch mal drüber nachzudenken.
Und natürlich darf man sich keinesfalls Vorwürfe machen und sich selbst als schlechten Menschen sehen deswegen!
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03.05.2007, 12:41Inaktiver User
AW: Schnell entmutigt...
Hallo Ladinita,
benenne es doch einfach um: entmutigt zu sein ist ein negativer Begriff, positiv wäre z.B.:
Ich nehme mir die Dinge zu Herzen.
Manche Dinge gehen mir unter die Haut.
Und akzeptiere als ersten Schritt, dass du halt ein Sensibelchen bist, das sehr stark reagiert. Ist doch schön, nicht cool zu sein!
Was mir auch hilft, ist am Ende des Tages eine Bilanz zu ziehen:
Was war heut schön, was war blöd, was könnte ich nächstes Mal anders machen?
Der andere Ansatz ist, dass du dir deine Bewertungskriterien anschaust. Denn ob eine Sache gut oder schlecht ist, liegt nur in deinem Blickwinkel.
Mach doch mal ein Gedanken-Experiment: Stell dir vor, alles, was dir an "blöden" Geschichten passiert, ist eine gut gemeinte Aufgabe vom Universum an dich, deine Bedürfnisse und deine Talente.
Als kleines Beispiel:
Ich verpasse die S-Bahn und muss 10 Minuten auf die nächste warten.
Ich kann die Zeit voller Ärger und Ungeduld verbringen, oder dem Universum "Danke für die Pause!" sagen, mich auf eine Bank setzen, in die Sonne blinzeln und Leute begucken.
Ist eine Übungssache und widerstrebt mir selber sehr oft! Ich leide lieber, zähl meine Fehlschläge und mecker rum, anstatt in die Sonne zu blinzeln.
@Erdbeeräffchen
Du hast sicher bestimmte Talente und Fächer, in denen dir Dinge leichtfallen, und andere, wo du dich schwerer tust? Oder schwanken deine Zensuren in ein und demselben Fach?
Interessierte Grüsse
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03.05.2007, 17:21Inaktiver User
AW: Schnell entmutigt...
Evemie

was für ein toller Beitrag! Manchmal vergess auch ich, dass ich jemand bin, der sensibel auf viele Sachen reagiert. Leider denkt man (vor gesellschaftlichen Hintergrund) schnell, man ist nicht leistungsfähig und so etwas. Schon reißt einen so eine Kleinigkeit ziemlich runter. Es hilft wirklich, die Sache zu relativieren und sich manchmal etwas mehr Zeit zu gönnen bei der Erledigung der Aufgaben
Viele Grüße,
Mondschaf
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04.05.2007, 12:37
AW: Schnell entmutigt...
Ich schließe mich den obigen - übrigens sehr schön positiv formulierten
- Tipps und Ideen an.
Hab noch eine kleine Ergänzung: Wenn's nicht zu oft vorkommt, ist ein bisschen Down-Sein und Melancholie gar nicht so schlecht. Irgendwie tut es manchmal gut. Auf jeden Fall besser, als immer fröhlich sein zu müssen.
die Lady
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25.05.2007, 13:25
AW: Schnell entmutigt...
Mir hat Murphy's Gesetz sehr dabei geholfen.
Und: Hier ist Abgrenzungsarbeit gefragt. Objektives Feststellen, daß Frau/Mann auf manche Dinge eben keinen Einfluß hat.
Klassiker: "Ich bin nicht verantwortlich für die Gefühle anderer".
Was Sensible angeht, da kann auch das sich-zusasmmentun mit Gleichgesinnten helfen, was zum Beispiel vielen Hochsensiblen hilft, aus den eingefahrenen Denkschemata herauszukommen.


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