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  1. Inaktiver User

    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von nouvellevague Beitrag anzeigen
    @GuteLaune: Ich wohne in einer Großstadt und schätze die Anonymität hier sehr.
    Wenn du wirklich neue Kontakte knüpfen willst, musst du raus aus der Anonymität. Dein Gegenüber will ja wissen, mit wem er/sie es zu tun hat.
    Du musst also schon ein bisschen aus der Deckung kommen, wenn du Menschen kennenlernen willst.

    In einer Kleinstadt ist man natürlich mehr "unter Beobachtung". Aber das hat, wenn man damit umgehen kann (ich kann es!) auch Vorteile. Dass nämlich um Beispiel die Nachbarin sagt "Du machst doch immer so tolle Fotos. Meine Kollegin würde das auch gerne lernen - kannst du ihr mal helfen?" Und schon hat man einen neuen Kontakt. Der wiederum Freunde, Famiie, Bekannte hat.....
    So ungefähr funktioniert das.
    Oder man trifft die Kollegin aus der Nachbarabteilung immer wieder bei Vorstellungen einer Kleinkunstbühne. Oder vor dem lactosefreien Joghurt im Supermarkt, oder einfach auf dem Weg zur Arbeit im Bus.....
    Aber wie gesagt: Dann muss man offen sein. In 92 Prozent der Fälle wird es eine Bekanntschaft werden und bleiben. In 7 Prozent der Fälle eine engere Bekanntschaft. Und in einem Prozent (! - Zahlen geschätzt von mir) eine Freundschaft.... nach einiger Zeit.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von skinhype27 Beitrag anzeigen
    Das Resultat ist, dass ich dann meine Klappe halte, denn das Wissen entsteht, dass ich sonst genau so werde wie die nerdigen und aufdringlichen Leute, die ich früher (und eigentlich auch heute) nie leiden konnte. Und so lächele ich schief und sage: "Na klar, versteh ich", und halte aus, dass ich alles zurückdränge und runterschlucke. Dass ich mal wieder nicht authentisch bin, weil man mich in meiner authentischen Version nicht ertragen würde.
    Und dieses Nicht-Authentisch-Sein nehmen die anderen dennoch wahr - und ziehen sich wieder ein Stückweit zurück oder wenden sich ab, weil sie nicht genau wissen, wie man damit umgeht oder weil es sie abstößt. Und der Hunger wird ein weiteres Mal wieder größer dadurch.
    Ich habe bei mir festgestellt, dass dieses "klar, verstehe ich" dazu geführt hat, dass man mich für spontan und unkompliziert hält. Und weil ich als so gelte, bin ich die, bei der man Treffen ständig zu Gunsten anderer Treffen mit anderen Personen, die scheinbar kein Verständnis haben, verschiebt, der man spontan absagt, die man ignoriert oder die man versetzt, weil es mir ja nichts macht und ich für alles Verständnis habe.

    Ich habe zwei Kontakte, mit denen das über längere Zeit so lief, zwar nicht komplett abgebrochen, aber versuche doch, sie unter "nicht mehr wichtig" laufen zu lassen. Alles andere finde ich nämlich auch zu verletzend.
    Geändert von Borghild (21.10.2021 um 13:15 Uhr)

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Ich glaube, dass es vor allem dauert.

    Klar trifft man beim Yoga/xyz Kurs/Fortbildung/Sport/Theaterabo/.... Leute. Auch oft regelmäßig dieselben. Aber das ist was anderes als gute Bekanntschaft oder gar Freundschaft.

    Zeit.

    Ich glaub, ich muss jemanden schon so 20-50 treffen, dass das was ernsteres wird

    Also mit einem Yogakurs Beispiel: ein Jahr lang jede Woche wen auf der Matte neben mir wahrnehmen. als angenehm wahrnehmen. Nicht nervig oder so.
    Dann leiht man sich vielleicht mal einen Haargummi oder einen Euro für den Spind.
    Oder man (selber!!!) sagt, ich hab heute *Anlass* und gebe nachher noch eine Runde xyz an der Studiobar aus, wer Lust hat, gerne!

    Und dann kommen von 25 4 und die sind vielleicht nett.
    Dann ratscht man mal darüber, dass man im selben Viertel wohnt und dort die Straße wohl nie mehr fertig wird.

    Vielleicht redet man mal darüber, dass man wann anders z. b. auf einen Viertelflohmarkt geht (Bsp. prä-coronisch) und vielleicht trifft man sich noch auf einen Spritzer.

    Aber das dauert alles. Und das Ende bzw. der Verlauf ist komplett offen.

    Ich hab so über inzwishcen auch schon wieder viele Jahre 3 Leute kennen gelernt, die mir geblieben sind.
    Eine aus einem Yogakurs
    Ein Kollege aus demselben Arbeitsplatz, aber andere FAchrichtung
    Eine Nachbarin, die ich oft an der U-Bahn sah morgens.

    "machen" kann man das nicht, fürchte ich.

  4. Inaktiver User

    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass es vor allem dauert.....
    "machen" kann man das nicht, fürchte ich.
    Genauso ist es.
    Ich bin vor einigen Jahren in einen Kreis von Menschen hineingeraten, die ich zwar zum Teil schon kannte (Kleinstadt), teils gar nicht so mochte und mit denen ich so gar nichts zu tun hatte. Die Leute trafen sich da bereits seit 25 (!) Jahren regelmäßig alle zwei Monate. Eine gute Bekannte hatte mich zu der Runde dazugebeten, weil man sich von meiner beruflichen Expertise Hilfe bei einem Problem gewünscht hatte. Wir haben uns dann schon beim ersten Treffen ganz nett unterhalten, ich bin zu einem zweiten Treffen hin.... und irgendwie bin ich hängengeblieben.
    Es ist jetzt nicht die Art von Freundschaft, wo man einfach mal spontan auf einen Kaffee vorbeischaut oder mal anruft, nur weil man gerade ohne Ansprache ist.... aber es sind immer nette, lustige, gesellige und vor allem interessante Treffen, weil jeder in der Runde letztlich eine ganz interessante Lebensgeschichte hat und sich immer neue Facetten auftun. Bis hin zu der, dass eine kleine, zierliche, stille, eher unscheinbare Person offensichtlich kein Metal-Festival auslässt....
    Gestern sind wir von einem kurzen Städtetrip in eine Großstadt wiedergekommen. Zwei Tage mit Stadtführung, Oper, gut essen.

    Hätte mir vor einigen Jahren gesagt, dass ich mit diesen Menschen, die ich seinerzeit einfach nur langweilig fand, so nette Zeit verbringen würde, hätte ich es mir nicht vorstellen können.

    Also: offen sein, auch wenn es erst mal wenig "lohnend" erschein. Und vor allem: aus der persönlichen Deckung raus - sich auch mal öffnen für andere.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    [...]Damit hat man zumindest mal eine Auswahl an Leuten, und vielleicht gibt einer von zwanzig einen guten Bekannten und einer von hundert einen potientiellen Freund ab.
    Wer hat Zeit dafür mehrere hundert Menschen zu treffen und kennenzulernen um eine Handvoll Freunde zu finden.
    Und Energie, als sehr introvertierter Mensch vermeide ich "unnötige" Kontakte und Menschenansammlungen weil mir die Energie abziehen und ich mich davon tagelang erholen muß.
    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass es vor allem dauert.
    Das auch noch. Also an den Orten an denen man ohnehin nicht sein möchte über längere Zeit immer wieder herumhängen.
    Ich glaube ich wäre auch für Bekanntschaften der "auf den ersten Blick" Typ, wenn ich jemanden nicht mag, sich das nicht gleich richtig anfühlt geht es nicht weiter. So absichtsloses Geplapper kann ich ohnehin nicht, ist umgekehrt bei mir auch eine gute Methode mich sofort zu vertreiben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also: offen sein, auch wenn es erst mal wenig "lohnend" erschein. Und vor allem: aus der persönlichen Deckung raus - sich auch mal öffnen für andere.
    Dranbleiben obwohl man sich mit den Leuten nicht wohlfühlt ? Ich habe damit über Jahrzehnte Zeit verschwendet was ich jetzt bereue, ist mir in der Covid Zeit klargeworden.

    Das beginnt schon damit daß ich überhaupt keine Gruppen mag, ich will keine "Leute" kennenlernen sondern einzelne Menschen.

    Vor allem will ich jemanden kennenlernen der diesbezüglich genauso drauf ist wie ich und der hängt nicht regelmäßig irgendwo rum und macht netten Smalltalk. Der taucht gelegentlich mal auf, steht am Rand, zieht ein Gesicht weil ihm das alles zu viel ist und haut bald wieder ab. Das sind meine Leute, oder meine Frau.

    Zu "Nischen":
    Bekannte mit denen ich meine zb musikalischen Interessen teilen kann gibt es eine knappe Handvoll über Facebook oder Foren, die sitzen natürlich am anderen Ende der Welt. Und das obwohl ich mich früher jahrelang in vermeintlich einschlägigen Musikszenen herumgetrieben habe, auch diese verschwendete Zeit bereue ich jetzt.
    Geändert von Ewiger_Bub_V3 (23.10.2021 um 16:01 Uhr)

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Hallo
    ich würde schon sagen daß es im Laufe der Zeit schwieriger wird überhaupt zahlreich neue Menschen kennen zu lernen und dann sollen es auch noch interessante sein.
    Das ist ja so individuell wie nur was. Wer für dich interessant ist ist es vielleicht für mich nicht. Gleichgesinnte trifft man nicht sehr oft. Ist man selbst für andere interessant? In meinem Leben habe ich festgestellt daß ich für andere immer interessanter wurde je mehr ich meine Ruhe und Abstand haben wollte. Seltsam. Aber ich suche auch nicht nach Menschen. Ich hab meine "Blase" wie man seit Corona so treffend sagt.Nicht daß ich mich abschotte aber ich konzentriere mich gern auf Wesentliches. Vielleicht denken andere mit zunehmendem Alter ähnlich wie ich.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    @GuteLaune: Ja, ich muss raus aus der Anonymität. Ich würde mich irgendwo in der Mitte zwischen extrem introvertiert und extrovertiert verorten. Leider habe ich innerhalb der vergangenen sechs Jahre abends beim Ausgehen keine Bekanntschaften gemacht, aus denen sich mehr ergeben hat, aber ich befürchte, dass Du mit deiner Quote recht hast und bei 100. Personen dann wirklich nur eine richtige Freundschaft abfällt. Ich habe den Eindruck, dass viele mit zunehmendem Alter ihren festen Kreis haben und gar nicht offen für neue Freundschaften sind. Der Kreis, in den Du in deiner Kleinstadt aufgenommen wurdest, scheint mir eher eine Ausnahme zu sein.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    @Ewiger_Bub: Wieso bereust Du die Zeit, die Du in den Musikszenen verbracht hast? Was würdest Du heute anstelle dessen anders machen?

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von nouvellevague Beitrag anzeigen
    @Ewiger_Bub: Wieso bereust Du die Zeit, die Du in den Musikszenen verbracht hast? Was würdest Du heute anstelle dessen anders machen?
    Stattdessen zu Hause meine Lieblingsmusik hören und Gitarre üben statt bei Konzerten rumzuhängen die "irgendwie zu der Szene gehören" aber nicht das sind was ich wirklich liebe.

    Und statt schüchtern am Rand rumzuhängen wie ich das damals gemacht habe gelegentlich sehr direkt und gezielt Leute ansprechen um Kontakte zu machen, also das Gegenteil von dem was hier empfohlen wird, bin vor zwei Jahren mit jemandem ins Gespräch gekommen den ich vom Sehen schon seit 30 Jahren kenne und draufgekommen daß der auch genau die Musik liebt die ich mag, wünschte daß ich den damals kennengelernt hätte, vielleicht wäre ich dann heute ein Gitarrist mit dem er gerne spielt - jetzt hat er mir drei Jahrzehnte voraus und ist einer der weltweit Top Leute an seinem Instrument in dieser speziellen Nische. (Spielt hier in Wien trotzdem vor fünf Leuten für den Hut.) Und ich alleine am Sofa. Habe gar kein Sofa aber egal.
    Geändert von Ewiger_Bub_V3 (23.10.2021 um 16:02 Uhr)

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    ja mei, @Ewiger Bub irgendeinen Tod muss man immer sterben.

    Wenn du die üblichen Methoden die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen irgendwann mal wen kennen zu lernen nicht packst, dann ist das kleinere Übel halt weiter allein zu leben.

    Oder?

    Ist halt so.

    Immer eine Abwägung von geringeren Übeln. Ich bin gern allein und ich ratsche mich durch die GEgend. Damit bin ich immer überall gut gefahren bisher. Wenn ich nicht so gesellig leben könnte oder wollte UND total am Rad drehen würde, weil ich einsam bin, dann würde ich ehrlich überlegen, was das geringere Übel ist. Und das dann tun.

    Du @Ewiger machst in meinem Empfinden den Fehler, total zu leiden und unter jeden Ansatz irgendwas zu ändern auch total zu leiden. Also Leid doppelt.

    Das ist nix.

    Wenn du so weitermachst wie bisher kann es gut sein, dass es so weiter geht wie bisher. Vielleicht ist das das kleinere Übel für dich.

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