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  1. Inaktiver User

    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Ich glaube, es ist gar nicht mal so selten, dass Menschen wirklich keine Freunde/Bekannte haben. Zumindest keine, die eine große Rolle in der regelmäßigen Freizeitgestaltung spielen, also alte Schulfreunde, mit denen man alle paar Monate telefoniert, mal ausgenommen.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Es gibt auch Seiten im Netz oder Apps für Freundschaften in der Umgebung. Eine App hab ich tatsächlich mal ausprobiert, einfach so um zu schauen, wer da so in der Umgebung ist für Spaziergänge im Grünen (ich spaziere/wandere gerne, mit oder ohne Begleitung),... da hat sich auch jemand gemeldet. Das Problem ist nur: ihr 1,5 Jahre altes Kind möchte gern selbst laufen und so sind wir nie vorangekommen.
    Die ist dann auch nicht so, dass sie kompromissmäßig das Kind überzeugt, mal ne halbe Stunde im Buggy zu fahren.
    War mir dann zu anstrengend, musst ich canceln.
    Aber grundsätzlich gibt's nichts dagegen einzuwenden, mal über Apps zu kucken.
    Willst du uns nicht mal ein Eis holen? - Ja, ich denke, das könnte eine Lösung sein.
    Downton Abbey

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    ja, und das eben nicht nur wegen gemeinsamer Aktionen. Die Wandergruppe war jetzt ein bewusst extremes Beispiel, mir wären schon Spaziergeh- und Lauftreffs zu viel, auch wenn man da spontan entscheidet, ob man grade Lust drauf hat. In fast jeder Gemeinschaft kann man aber unerwartet feststellen, dass da jemand auf gleicher Welle funkt. Es ergeben sich andere Gemeinsamkeiten oder man ist sich einfach nur sympathisch, wie bei einer Liebe. Die trifft man auch nicht an jeder Ecke. Es sollen sogar Dating Apps schon funktioniert haben. Der Kartoffelstand am Markt aber auch. ich würde sagen: aushalten und Augen offenhalten. Nichts tun, wozu man eigentlich keine Lust hat sich aber trotzdem nicht vergraben.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Wobei Liebeskummer können auch Singles haben.
    Ja, aber Singles bin ich aus folgendem Grund bei Datingproblemen solidarischer: Ich habe es schon häufig erlebt, dass ich mir von vergebenen Freundinnen die Beziehungsprobleme angehört habe und die Freundinnen dann wieder komplett in der Beziehung abgetaucht sind, wenn es wieder lief. Das haben meine Singlefreundinnen nie gemacht. Außerdem haben meine Singlefreundinnen keinen Partner als Ansprechpartner. Die Bereitschaft, sich dann wirklich gegenseitig zu unterstützen, war und ist bei meinen Singlefreundinnen daher höher.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Kinder auch. Muss man mögen, das ist nicht jedem gegeben
    Ich habe gar keine Probleme mit Kindern, aber wenn sich im Gesprächen alles nur um die Kinder dreht bin ich raus, weil ich selber noch kein Kind habe.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von skinhype27 Beitrag anzeigen
    Hallo nouvellevague,

    das, was du schreibst, kann ich ganz gut nachvollziehen; ich bin allerdings fast 50 (na ja, jedenfalls steht das in meinem Perso. ). Mir fällt es auch sehr schwer, neue Leute kennenzulernen - das war schon immer so, aber ich hatte früher immer noch so zwei, drei Leute in meinem Umfeld, die man mal übers Wochenende besuchen konnte oder die immer Zeit hatten, wenn man sie anrief. Oder ich hatte über meine jeweiligen Partner und deren Freunde zusätzliche Kontakte.

    Diese Freundschaften haben sich leider im Lauf der Zeit entweder aufgelöst, weil wir uns in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt haben (oder weil die Beziehung vorbei war) oder sie haben sich verändert - vor allem, was den Faktor Zeit so angeht.
    Heute finde ich es extrem schwer, überhaupt neue Leute näher kennenzulernen: Partys gibt es privat in meinem Umkreis kaum noch, öffentlich ist mir so was meistens zu laut und zu voll; ich fühle mich im kleinen Kreis meist wohler. Und um die Häuser ziehen ist auch nicht mehr so meins.
    VHS-Kurse etc., was einem immer so empfohlen wird, funktioniert auch nicht, genauso wie Sportkurse bzw. Vereinsaktivitäten: Es ist nett, man wechselt ein paar Sätze, das war´s dann aber auch.

    Bei meinen Interessen ist es zum größten Teil so, dass sie von Natur aus so angelegt sind, dass man ihnen entweder alleine nachgeht oder aber trotzdem keinen kennenlernt: kreative Tätigkeiten wie Malen, Zeichnen, .... Sport, Ausstellungen, Museumsführungen, Lesungen etc - es ist dabei für mich leicht, mit anderen kurz ins Gespräch zu kommen, doch dabei bleibt es dann leider auch immer; die Corona-Beschränkungen machen es einem leider, obwohl ja sinnvoll, auch noch nicht leichter. Und gerade in Ausstellungen, im Theater oder Kino oder bei Führungen sind in der Regel kaum Leute in meinem Alter dabei (meistens liegt das Durchschnittsalter sämtlicher restlichen Teilnehmer bei ca. 70 ) bzw. tritt man da auch oft paarweise auf und man kommt als Einzelperson schwer "dazwischen".

    So wie du bin ich auf der anderen Seite aber auch gut darin, Gründe zu finden, warum das alles nicht funktioniert: Vereine sind auch nichts für mich (das Organisatorische, die Verpflichtungen und das häufige Vorhandensein von Leuten, die wenigstens in ihrer Freizeit und im Verein mal was zu sagen und zu bestimmen haben wollen, egal unter welchen Umständen und worum es geht), bestimmte Themen interessieren mich nicht besonders (Da fallen dann für mich die meisten Leute aus meinem Umkreis heraus, die kleine Kinder haben. Ich mag Kinder und ich habe nichts gegen Familien und erfahre gerne mal, was da so aktuell ist, aber ich möchte mich nicht mehr oder weniger auschließlich darüber unterhalten, in welche Kita sie jetzt gehen und ob eine andere nicht viel besser wäre und was sie denn schon alles können und was die anderen noch nicht können usw....Ich finde es immer schade, wenn die Eltern als Persönlichkeit mit individuellen Interessen quasi hinter ihren Kindern verschwinden).

    Manche Interessen kann ich nicht ausüben, weil man einen (z.B. Tanz-)Partner braucht (ja, man kann die sich online suchen, es suchen aber weitaus mehr Frauen als Männer)... und so weiter. Und die Tatsache, dass man in meinem Alter in der Regel schon so seine festen Freundeskreise und wenig Zeit hat, stimmt auch - als Single hat man es da auch nicht einfach, denn es kommen immer erst Kinder, Partner, (Schwieger-)Eltern usw und das hat ja auch so seine Berechtigung... Aber erst dann, mit großem Abstand, kommt man als Single selber dran, wenn alle versorgt sind; es sei denn, es ist Not am Mann. Find ich nicht schön.

    -> Bei so vielen Gegenargumenten werde ich allerdings auch immer mal wieder misstrauisch; meiner Erfahrung nach steckt auch noch häufig etwas Inneres dahinter: Probleme damit, sich auf andere einzulassen, Selbstwertschwierigkeiten... Was es genau ist, darauf bin ich noch nicht gekommen;
    von daher lese ich hier gerne weiter mit.
    Hast du MeetUp schon ausprobiert? In meiner Stadt war leider keine passende Gruppe mehr dabei, aber ich habe vor einigen Jahren sehr gute Erfahrungen mit MeetUp gemacht!

    Mit der Prioritätensetzung gebe ich dir völlig recht. Es ist schade, dass Freundschaften zwischen Singles und Vergebenen so schlecht funktionieren, aber meiner Erfahrung nach funktioniert es besser, sich an andere Singles zu halten. Über VHS-Kurse habe ich auch bereits nachgedacht, die sollten ja nun langsam wieder anlaufen, aber ich mache mir keine allzu großen Hoffnungen, dort wirklich neue Menschen kennenzulernen. Einen Tanzpartner könntest Du aber sicherlich finden ;).

    Ich habe auch schon überlegt, ob ich irgendwo Selbstwertprobleme habe oder Probleme damit, mich auf andere Menschen wirklich einzulassen, aber zumindest in der Vergangenheit war das eigentlich kein Problem.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Lesekreis auch nix? auch in der Walking- und Wandergruppe wären für mich interessante Leute. wenn ich Gruppen möchte. Meine Erfahrung:Wenn ich was suche, finde ich selten was. Das gilt für Klamotten, Schuhe, ein Geschenk... und eben auch Menschen). Wenn sie zufällig meinen Weg kreuzen, bin ich meist sehr lange glücklich damit
    Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht und ich versuche auch wirklich, halbwegs entspannt zu bleiben. Corona hat es wirklich nicht gerade einfacher gemacht, neue Menschen kennenzulernen. In meiner Stadt ist es auch nicht üblich, Fremde anzusprechen (im Gegensatz zu Köln z.B.).

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es ist gar nicht mal so selten, dass Menschen wirklich keine Freunde/Bekannte haben. Zumindest keine, die eine große Rolle in der regelmäßigen Freizeitgestaltung spielen, also alte Schulfreunde, mit denen man alle paar Monate telefoniert, mal ausgenommen.
    Das beobachte ich aber viel eher bei Paaren als bei Singles. Als Single ist man bei der eigenen Freizeitgestaltung ja mehr oder weniger darauf angewiesen, dass man sich mit Freunden trifft, wenn man nicht gerade ein Eremit ist.

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    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Zitat Zitat von Spatz33 Beitrag anzeigen
    Es gibt auch Seiten im Netz oder Apps für Freundschaften in der Umgebung. Eine App hab ich tatsächlich mal ausprobiert, einfach so um zu schauen, wer da so in der Umgebung ist für Spaziergänge im Grünen (ich spaziere/wandere gerne, mit oder ohne Begleitung),... da hat sich auch jemand gemeldet. Das Problem ist nur: ihr 1,5 Jahre altes Kind möchte gern selbst laufen und so sind wir nie vorangekommen.
    Die ist dann auch nicht so, dass sie kompromissmäßig das Kind überzeugt, mal ne halbe Stunde im Buggy zu fahren.
    War mir dann zu anstrengend, musst ich canceln.
    Aber grundsätzlich gibt's nichts dagegen einzuwenden, mal über Apps zu kucken.
    Kannst Du dich noch daran erinnern, welche App das war?

  10. Inaktiver User

    AW: Keine interessanten Menschen treffen

    Die Erfahrung, keine (für mich) interessanten Menschen zu treffen, kennenzulernen und in meinem Umkreis zu halten, mache ich eigentlich mit 64 nicht. Was mich eher hemmt, ist mein anstrengender Vollzeitberuf, jeden Tag fast 3 Stunden Arbeitsweg insgesamt und fast jede Woche Samstag zu arbeiten. Dazu noch mein geringes Einkommen. Und dass ich oft erschöpft bin und dann auf dem Sofa liege und vor mich hin sumpfe.

    Ich halte mich nicht für etwas Besonderes, ich interessiere mich für andere Menschen und Ereignisse oder kucke mal mit, was andere Menschen so machen, und werde von anderen Menschen als interessant, vielschichtig, inspirierend, zwiespältig und fesselnd wahrgenommen, unterhalte mich gerne, habe aber dabei einige Hobbys, denen ich mit Leidenschaft nachgehe. Das alles auf eine leicht vertrottelte Art. Und diese Mischung macht es, glaub' ich.

    Als ich mal arbeitslos war, ist mir dies allerdings auch schwerer gefallen, weil dann mein Selbstbewusstsein und Selbstgefühl nach und nach absank.
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2021 um 06:28 Uhr)

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