Wenn man Christ*in ist, mag das ausreichen als Erklärung - besonders, wenn man nichts hinterfragen möchte (was der Kirche ja nicht ganz unrecht ist).
Dass körperlich nichts übrigbleibt, finde ich aber gut, ganz klar. Diesen Punkt habe ich auch schon vorab geregelt.![]()
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15.08.2021, 18:03
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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15.08.2021, 23:02
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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Geändert von FlikFlak (16.08.2021 um 07:11 Uhr)
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16.08.2021, 06:36Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Was bleibt von mir?
Auf die Dauer wahrscheinlich nichts.
Für ein paar Jahre werden sich ein paar Menschen immer mal wieder erinnern.
Auch berufliche Leistungen, eigene Familie und Ehrenämter werden daran nicht viel ändern.
Ich leide darunter kein bisschen.
Aber auch in meinem Umfeld erlebe ich, dass diese Frage gestellt wird und das Erste, was mir dazu einfällt, ist: Ich wünsche dir ein schönes Leben, aber nimm dich nicht so wichtig.
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16.08.2021, 08:08
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ja, die Sichtweise verstehe ich auch, wenn es darum geht, was man mir weiter vorne - weil man falsch gelesen hatte - unterstellt hat, ich hätte gerne eine Straße oder einen Platz nach mir benannt, was ich ja an keiner Stelle behauptet hatte.
Sowas ist natürlich höchst lächerlich.
Sich selbst generell nicht wichtig zu nehmen, ist allerdings auch kein Lebenskonzept wie ich finde.
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16.08.2021, 08:12
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16.08.2021, 08:13
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16.08.2021, 08:22
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16.08.2021, 08:32
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ich stimme dir zu, soweit es das aktuelle Leben betrifft. Ist das vorbei, ist es vorbei. Es kann etwas bleiben, das alle Welt kennt wie bei Beethoven oder niemand. Ohne die Milliarden no names hätte ein Beethoven nicht leben können, sie sind wichtig für die Welt, dass sie ist und bleibt, ist ihre Leistung, mehr oder weniger, zielgerichtet oder nicht.
Ich habe nochmal dein Eingangsposting gelesen: du bist überzeugt, dass du in deinem Fach unbestritten die Beste bist. Es reicht dir aber nicht, dass niemand Kirschkerne so weit spucken kann wie du? Weil das vordergründig nicht wichtig ist? Es gibt offenbar noch einige, die das Gleiche tun (wenn auch nicht so gut), es muss also Sinn haben. Auch wenn sich der nur Wenigen erschließt. Wie Gemeinschaften, deren Aufgabe darin besteht, für Andere zu beten.
Amen.
PS Doch, ich finde durchaus, dass es wichtig sein kann, sich wichtig zu nehmen. Um das, was man ernst nimmt, befördern zu können. Nicht zwingend und nicht immer, aber auch nicht selten
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16.08.2021, 08:56
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ich habe nicht geschrieben, in meinem Fach die Beste zu sein; ich habe geschrieben, dass ich bundesweit die Beste bin. Und ja, so etwas kann man messen und vergleichen, in einer übersichtlichen Branche. In anderen Ländern sind vielleicht andere, die dort auch unter anderen Umständen und Voraussetzungen in dieser Disziplin arbeiten "besser".
Und ja, die Tätigkeit hat Sinn, ist weniger abstrakt als Beten
und liefert handfeste Ergebnisse, die Menschen und Firmen helfen.
Allerdings stehe ich beruflich nicht gerne im Rampenlicht; ich mag keine Publicity, und operiere ganz gerne im Hintergrund.
Ich habe ein gutes Vierteljahrhundert von meiner Familie zu hören bekommen: "Nimm dich nicht so wichtig", "was glaubst du, wer/was du bist", "sei nicht so eingebildet", "sei demütig, was bildest du dir ein, etwas verlangen zu können" ... es hat mir nicht geholfen, mir vorzustellen, dass meine Bedürfnisse und Grenzen unwichtig sind.PS Doch, ich finde durchaus, dass es wichtig sein kann, sich wichtig zu nehmen. Um das, was man ernst nimmt, befördern zu können. Nicht zwingend und nicht immer, aber auch nicht selten
Man hat auch mehrmals versucht mich zu brechen - und meine Stamina einfach unterschätzt.
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16.08.2021, 09:29Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Auf diesem Hintergrund verstehe ich, dass „wichtig sein“ für dich eine andere Dimension hat als z.B. für mich.

Damit kein Missverständnis aufkommt:
Ich bin ein leistungsorientierter und wohl auch ziemlich ehrgeiziger Mensch. Als ich noch berufstätig war fand ich meine Arbeit wichtig, und mir war wichtig, dass ich sie gut mache.
Aber das hat absolut nichts mit der Zeit nach meinem Tod zu tun.
Ich komme aus der Forschung und hoffe, dass man dann viel mehr über die Dinge weiß, über die ich gearbeitet habe, als ich jemals wusste.


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