Ja, da hast du recht - allerdings habe ich an Tempo zugelegt; ich mache den Abgang nicht nach Jahren oder Monaten sondern in diesem Fall nach wenigen Wochen.
Es ist ja rein mein Fehler gewesen, streng genommen hätte ich ihn schon nach dem ersten Date kicken sollen, aber wie gesagt, der Wunsch, wieder einmal Sex zu haben, war stärker. Dafür möchte ich mir selber jetzt auch keinen Vorwurf machen.
Aber mein Gefühl ist 1A - ich dachte mir noch, ok, ich geb' ihm eine Chance, vielleicht überrascht er mich positiv, was kurzkurzkurzfristig auch so war - aber im Endeffekt merke ich: ich wusste das von Anfang an, und sollte noch besser auf mein Gefühl hören.
Ich hatte kein Bedürfnis nach Streit, das war es nicht. Es war mein Bedürfnis mitzuteilen, dass ich sehr wohl merke, was da gespielt wird.
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19.05.2021, 10:44
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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19.05.2021, 11:03Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Auch das ist Teil der Prägung: in den Konflikt gehen und sich wehren. Der Konflikt ist aber nicht notwendig, auch nicht sich zu wehren, weil: falsche Person, falsche Situation.
Eine "gesunde" Reaktion wäre: Nee, das ist eine Art und Weise, die ich nicht in meinem Leben will, also distanziere ich mich davon. Viele Leute machen das intuitiv ohne, dass es ihnen bewusst ist. Andere müssen das leider erst lernen: Gefühle ernst nehmen und dann danach handeln.
Du hattest in Bezug auf Freundschaften gefragt, wo denn all die netten Leute herkommen sollen. Wenn du mir im RL von deinem Sexkontakt erzählt hättest, wäre ich nicht bereit gewesen mit dir bei einem Glas Wein ein Gespräch unter Frauen zu führen. Ich hätte mir gedacht: Arme Frau, keiner sollte so mit sich umgehen, hoffentlich holt sie sich Hilfe.
Ist nicht abwertend dir gegenber gemeint, sondern eine Erklärung, wie Bekanntschaften zustande kommen oder eben auch nicht.
Krasses Beispiel zur Verdeutlichung: Eine Frau, die sich wiederholt von Männern schlagen und finanziell ausnehmen lässt, wird auch wenig Freundinnen finden, die bereit sind darüber immer wieder Gespräche zu führen, als wären es alltägliche Mann-Frau-Geschichten. Das sind sie nicht, genauso wenig wie bei dir.
Du kannst dir mal überlegen, welche der Freundinnen und Bekannten ebenfalls aus schwierigen Herkunftsfamilien kommen.
Ich wünsche dir, dass du deine Muster durchbrechen kannst und so Freunde findest, mit denen du einen guten und wertschätzenden Umgang hast.
PS: Wichtig: und einen Mann, für den du alles und die Einzige bist.
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19.05.2021, 12:05
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ja, das verstehe ich. Da bin ich aber nicht - zumindest nicht im konkreten Fall.
Es gab schon Fälle, wo ich ohne große Diskussion oder Erklärung gegangen bin. Betraf meistens Bekanntschaften, auch mit Frauen, wo ich wenig Entwicklungspotenzial und Interesse sah.
Aber wie gesagt, immer wenn "mehr" an Emotion da ist, knallt es.
Das war bei mir gottseidank nie der Fall, dass mir jemand das Gefühl vermittelt hätte, ich sei eine "Frau Zweiter Klasse", weil es mit Männer nicht klappt. Bei anderen Frauen läuft auch nicht alles super.Du hattest in Bezug auf Freundschaften gefragt, wo denn all die netten Leute herkommen sollen. Wenn du mir im RL von deinem Sexkontakt erzählt hättest, wäre ich nicht bereit gewesen mit dir bei einem Glas Wein ein Gespräch unter Frauen zu führen. Ich hätte mir gedacht: Arme Frau, keiner sollte so mit sich umgehen, hoffentlich holt sie sich Hilfe.
Ist nicht abwertend dir gegenber gemeint, sondern eine Erklärung, wie Bekanntschaften zustande kommen oder eben auch nicht.
Wenn sich jemand deshalb nicht mit mir unterhalten möchte (gibt ja andere Themen als Männer auch noch ...), dann halt nicht!
Aber was meinst du, was ich schon von augenscheinlich souveränen Frauen zu hören bekommen habe, was Männer betrifft. Ja, die haben dann eine "gute Beziehung", träumen aber vom Kollegen, etc.
Würde ich mich nur noch mit Frauen, die noch nie ein Problem mit Männern gehabt haben treffen wollen, wäre ich ziemlich alleine.
Das wird realistisch gesehen in diesem Leben nicht mehr passieren.PS: Wichtig: und einen Mann, für den du alles und die Einzige bist.
Ab morgen darf ich wieder Wissen weitergeben, darauf freue ich mich schon
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19.05.2021, 12:12Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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19.05.2021, 12:54
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ja, das hab ich ja gemacht. Halt mit Ansage.
Ich gebe zu, ich wollte es erst ohne machen und ihn quasi "anrennen" lassen bei mir, wenn er sich wieder mit der Frage nach einem Treffen gemeldet hätte (was er laut eigener Aussage für heute vorgehabt hätte, bitte, wer's glaubt ...).
Ist dann aber doch nicht meine Art offensichtlich, ich bin halt auch recht ungeduldig.
Ich fühle mich auch nicht als Frau Zweiter Klasse. Ich brauche aber auch kein Mitleid, so auf "die arme Frau", wie du mich siehst.Darum geht es überhaupt nicht und das weißt du auch.
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19.05.2021, 13:08Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
In meinem Fall ist es kein Mitleid, sondern Mit-gefühl, deshalb schreibe ich mit dir.
Nochmal:
Das sind keine "normalen" Beziehungsprobleme, die man in einem Frauengespräch diskutieren könnte. Das sind ungute, selbstverletzende Muster, die sich immer wieder wiederholen. Selbstverletzungen, Minderungen des Selbstwertgefühls, etc. ist das Ergebnis.
Konkret:
Du hattest Lust auf Sex und hast dir dafür einen Mann gesucht. Soweit, so gut.
ABER:
- es war der völlig falsche Mann für dich
- obwohl du das gemerkt hast, hast du die Sache nicht beendet: selbstverletzendes Verhalten
- er hatte mehrere Frauen gleichzeitig und das mit dir besprochen. Du bist nicht gegangen: selbstverletzendes Verhalten
- den Sex mit ihm empfindest du als bebumsen und beschlafen, trotzdem bist du nicht gegangen: selbstverletzendes Verhalten
- du hast anschließend das Bedürfnis mit ihm zu diskutieren, anstatt zu gehen: selbstverletzendes Verhalten
Das ist heftig!
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19.05.2021, 15:42
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Danke für deine Zeit und Mühe!
Ja, trotzdem, die wenigsten Frauen haben keine schlechten/sonderbaren/kränkenden Erfahrungen gemacht. Man kann auch danach aufrecht durchs Leben gehen.Nochmal:
Das sind keine "normalen" Beziehungsprobleme, die man in einem Frauengespräch diskutieren könnte. Das sind ungute, selbstverletzende Muster, die sich immer wieder wiederholen. Selbstverletzungen, Minderungen des Selbstwertgefühls, etc. ist das Ergebnis.
Und das fand ich sehr wichtig, weil: mir hat jetzt fast drei Jahre lang niemand gefallen, aber jetzt war es halt so weit.Konkret:
Du hattest Lust auf Sex und hast dir dafür einen Mann gesucht. Soweit, so gut.
Ich hatte zB zwei schwere Autounfälle - hätte ich danach aufgehört mit dem Autofahren, könnte ich meinen Beruf nicht mehr ausüben. Und so habe ich mir gedacht: ich muss auch wieder mal einen Mann treffen, damit ich nicht komplett aus dem Thema rauskomme, wenn ich doch gerne Erotik leben möchte. Und dieser eine hat mir halt endlich einmal gefallen.
Ja!ABER:
- es war der völlig falsche Mann für dich
Ich habe die Sache doch beendet.- obwohl du das gemerkt hast, hast du die Sache nicht beendet: selbstverletzendes Verhalten
Richtig, weil ich mir dachte, wenn er mich jetzt noch zusätzlich will, ist das für mich anders, als wenn ich die Erste bin, die nicht ausreicht und dann noch jemand dazukommt. Dadurch, dass er mir kommuniziert hat, dass er mich möchte, dachte ich: der kann das planen und leben. Wiewohl ich ihm gesagt habe, es wird nicht lange gutgehen - weil solche Kisten nie lange gutgehen.- er hatte mehrere Frauen gleichzeitig und das mit dir besprochen. Du bist nicht gegangen: selbstverletzendes Verhalten
Na ich bin doch gegangen.- den Sex mit ihm empfindest du als bebumsen und beschlafen, trotzdem bist du nicht gegangen: selbstverletzendes Verhalten
Ja, das Bedürfnis habe ich wie gesagt meistens - es war allerdings keine lange Diskussion ... es war gar keine Diskussion. Ich habe ihm gesagt, was ich finde, wie er sich verhält und das war's.- du hast anschließend das Bedürfnis mit ihm zu diskutieren, anstatt zu gehen: selbstverletzendes Verhalten
Das ist heftig!
Dass das alles selbstverletztend ist/wäre: da bin ich deiner Meinung.
Allerdings fühle ich mich schon besser, weil ich früh genug abgesprungen bin. Und weil ich schon letzte Woche tatsächlich bemerkt habe: ich will den so eigentlich gar nicht mehr, mich törnt dieses Verhalten komplett ab. Und zwar zunehmend, mit jeder weiteren belanglosen Nachricht und jeder weiteren Ausrede.
Früher war das anders, da stand ich trotzdem noch zur Verfügung, ich habe zwar auch verbal hingebissen, aber dann doch immer klein beigegeben, weil ich den Mann halt immer noch wollte.
Und das ist ist dieses Mal einfach anders. Ich hätte mir nicht mehr vorstellen können, den jemals wieder zu treffen und nicht sarkastisch zu sein und ihn nicht aufzuziehen mit seiner "schwachen Libido" - da ist einfach jegliche Achtung verloren gegangen.
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19.05.2021, 16:06Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Prima!
Sich das bewusst zu machen ist wichtig.
Im Vergleich zu früher ist das schon super.
"Früh genug" wäre - als Ziel für weitere Entwicklung - als du das erste Mal das Gefühl hattest: Nee, den sollte ich nicht in mein Leben lassen. Optimalerweise vor dem Sex. (Ja, ich weiß...).
Pomerantsche, du bist auf dem Weg. Geh ihn weiter, das wird schon.
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19.05.2021, 16:43
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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20.05.2021, 07:51Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Für mich ist "Nützlichkeit" ein Zauberwort. Nicht, was nützt mir der Andere - sonder wie mache ich mich nützlich?
Alles Andere läuft dann von allein. Das ist noch nicht die "Hohe Schule", das Gelbe vom Ein, aber eben die Basis als solches, der Kitt der uns alle zusammen hält.
Mir ist dieser Titel hier ins Auge gestochen:
und gleich der Gedanke: das können nur Andere entscheiden. Das liegt nicht in meiner Hand.
Es kann ja auch kein Wissenschaftler entscheiden ob er nen Nobelpreis bekommt, er forscht um des Forschens willen.
Also ist es nicht besser sich in den Lauf des Lebens fallen zu lassen?
Bei mir geht es sogar so weit, dass ich noch nicht mal meine eigene Beerdigung bestimmen will. Das ist doch nicht meine Trauer, sondern, wenn überhaupt, die Trauer der Hinterbliebenen.
Mir fallen immer mehr Beispiel hier für vor die Füße:
Gestern bin ich bei einer Sendung hängen geblieben: "Paula kommt" auf sixx, ein Sender bei dem ich eher weiter zappe. Paula führte ein Interview mit einer Freundin, das war herrlich. Besagte Freundin schilderte ihre Erfahrungen mit Männerbekanntschaften, das war schon mal filmreif, und immer schön an der Grenze zum Übertriebenen.
Die Frage von Paule an sie war: wie hat sie ihren jetzigen tollen Mann gefunden? Antwort: sie wusste sofort, es passt, es hat Beide sofort umgehauen. Da gab es kein Taktieren, keine Deals, aber ganz viel Liebe und Glücklichsein. Und dann auch noch die Auflösung: über Tinder



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