Wenn einem selbst danach ist - warum nicht. Aber das ist dann was anderes als sich zu denken: "Hm, ich müsste mich mal wieder bei Monika melden. Die habe ich jetzt drei Monate nicht gesprochen." Wenn Monika einem drei Monate lang nicht von selbst eingefallen ist, würde ich mich fragen, was so ein "Pflege-Anruf" jetzt an der Situation ändert. An Leute, die mir wirklich nahe stehen, denke ich zB deutlich öfters - weil sie eben Teil meines Lebens sind und nicht Einträge in einem Adressbuch.
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17.05.2021, 22:22Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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17.05.2021, 22:27Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Andere Menschen kann man nicht glücklich machen. Das können die nur selbst. Mein Rat wäre: breche die Brücken ab und such dir ein neues Biotop.
Ich hatte diese Biotop-Situation insgesamt dreimal: nach langen Hunger-Jahren als Außenseiterin in Schule und Erststudium fand sich in der Promotion dann eine "Crew", in der plötzlich alles irgendwie von selbst lief. Das gleiche hatte ich dann noch mal bei meinem Umzug in die USA. Mit der Rückkehr nach Deutschland gab es wieder einige Hunger-Jahre, wo ich mehr oder weniger in trauter Zweisamkeit mit Herrn Thrace herumvegetierte und sonst eigentlich keinen "hatte"; das änderte sich dann schlagartig, als ich an meinem jetzigen Wohnort auf meine durchgeknallte Sport-Truppe traf, die über die Jahre "Familie" geworden ist.
Die habe ich aber im Wesentlichen durch gezieltes Suchen gefunden - und: hingehen, ausprobieren.
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17.05.2021, 23:25
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18.05.2021, 07:06
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Stimme ich zu - solche Leute, bei denen ich alle paar Monate mal antanze aus Pflichtgefühl: hab ich nicht, will ich nicht.
Es gibt eine gute Freundin, die nur einen Kilometer entfernt wohnt, da kann es sein, dass Wochen dazwischen liegen und dann sehen wir uns wieder häufiger. Aber auch ohne Zwang. Früher haben wir uns jede Woche bei einem Stammtisch gesehen.
Ich hatte schon so Bekanntschaften mit Personen, die sich aus dem Nichts heraus nach Monaten, wenn nicht Jahren, melden und andocken wollen. Das passiert meistens, wenn die ein Problem haben, das sie IRGENDWO rauslassen wollen. Sowas würge ich auch ab mittlerweile.
Ja, da hast du auch wieder recht! Aber man könnte ihnen zumindest eine gute Zeit bereiten.
Im Moment denke ich, was meine Kontakte glücklich machen würde, wäre anscheinend, dass ich anspruchslos hinnehme, dass man auf mich vergisst, meine Belange lächerlich findet, man keine Zeit für mich aufwenden muss, ich umgekehrt aber selbstverständlich immer mein Gehör schenke
Der Mann hat sich gestern auch wieder gemeldet, gerade als ich mir dachte: rutsch mir doch den Buckel runter. Was ich mir auch weiterhin denke und: es fühlt sich gut an.
Zudem habe ich gestern auch einen Kollegen, der wirklich jede Woche an meinem freien Tag durchbimmelt, um mir irgendetwas völlig Unbelangloses mitzuteilen, immer eingeleitet von a) "oh, ich wusste gar nicht, dass du frei hast" oder b) "ich möchte dich ja an deinem freien Tag nicht stören, aber ... (in China ist ein Sack Reis umgefallen)" anrennen lassen - nicht abgehoben und nicht zurückgerufen.
Wird nichts Wichtiges gewesen sein, sonst hätte er mir ja auch schreiben können.
And I feel fine.
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18.05.2021, 08:22Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
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19.05.2021, 09:54
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Und gestern hab ich's getan und den Mann gekickt - ich wollte mich anfänglich zurückhalten, aber bei der x-ten Altherren-Schmäh-Warmhaltenachricht konnte ich einfach nicht mehr meine Finger bei mir halten.
Verbrannte Erde halt - ich wollte eh nicht mehr, weil ich wesentlich jüngere Männer, die von schwacher Libido (ganz plötzlich) plappern und jeden schriftlichen Flirt den ich beginnen will, abbrechen, dann auch nicht mehr allzu antörnend finde.
Nicht zu vergessen, das Schwärmen von anderen Frauen direkt nachdem ich beschlafen wurde.
Die letzte Nacht war dann sehr unrund - aber ich bin froh, dass ich mich "gewehrt" habe und die Ersatzbank-Nummer nicht mitmache und meine Meinung gegeigt habe zu diesem Verhalten.
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19.05.2021, 10:10Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Ein "Ich möchte dich nicht mehr treffen." hätte nicht genügt?
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19.05.2021, 10:21
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19.05.2021, 10:23
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Außerdem hätte ich gerne gehabt, dass er das selber formuliert, aber dazu reicht der Arsch in der Hose natürlich nicht und man hält sich halt doch ganz gern eine Dumme warm.
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19.05.2021, 10:38Inaktiver User
AW: Vermächtnisse - was bleibt von mir?
Du hast schon früh gemerkt, dass der Mann der falsche ist. Du hast halt nicht geschafft, rechtzeitig aus deinem Muster auszusteigen. Aber es früh zu merken ist definitiv ein Anfang der ausbaufähig ist.
Dann bist du im Kontakt geblieben, obwohl sich dein Gefühl bestätigt hatte. Das ist deine Veranwortung, dein Muster. Hier wäre die nächste mögliche Abbiegung raus aus alten Verhaltensweisen gewesen.
Den Absprung hättest du auch kurz und knapp nehmen können. Das wäre die nächste Ausfahrt gewesen.
Stattdessen hast du das Bedürfnis Bescheid zu geben und dich mit jemandem zu streiten, der von vornherein falsch für dich war. Letzter Teil vom Muster, wieder alles durchgespielt.



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